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Tugend des Sprachbewusstsein

Ein gutes Wort gib mir zur Hand.

Trügerische Zunge

Du trügerische Zunge! Ps 52:6

Führe keine hitzigen Debatten. Für gewöhnlich erhellen sie nichts, weil die Leidenschaft alles verdunkelt. Das Gleiche kann man meist auch in einem anderen Ton sagen, nicht so verärgert. Deine Worte gewinnen dann an Kraft. Suche den, der Liebloses spricht, auf sanfte Art zu begegnen. Weißt du etwas Gutes über die Person, dann erzähle es. Wenn du nicht loben kannst, dann schweige. Beherrsche also deine Zunge. Übe so gut wie möglich keine negative Kritik. Sie bewirkt Unruhe, Verachtung der Mitmenschen, Hochmut, Selbstgefälligkeit und viele andere schädliche Folgen. Franz von Sales sagt: Wer die Sünden der Zunge hinwegnähme, der würde den dritten Teil der Sünden hinwegnehmen. 

Deine Worte haben Folgen

Du musst mit den Folgen deiner Worte leben – seien sie nun gut oder böse … Darum ist jeder für die Folgen seiner Worte verantwortlich. Sprüche 18,20-21

Es wird viel, viel geredet. Und obwohl ich mir wirklich Mühe gebe, vergreife ich mich hin und wieder im Ton, finde nicht die richtigen Worte. Mich für diese unschönen oder unnutzen Worte verantwortlich zu fühlen, bedeutet meinen Ausrutscher zu erkennen, ihn zu akzeptieren und dann, wenn möglich, es mit der anderen Person versuchen zu bereinigen. Jesus, lass mich verantwortungsvoll mit meiner Sprache umgehen, genau zu bedenken, was ich wie und wem sage.

Viel Streit und Spaltungen rühren daher, dass wir zu schnell etwas sagen, unüberlegt. Gerade in der glühenden Hitze der Wüste verfehlen wir uns sprachlich. Gerade bei emotional aufgeheizten Situationen inne halten, innerlich einen Schritt zurück treten und darüber nachdenken, welche Worte zu wählen sind. Selbstkontrolle ist gefragt. Und dabei immer versuchen, darauf zu hören

Gegen die Lüge

Verbreite keine Lügen, vermeide jede Art von falschem Gerede! Spr 4:24

Der Klatsch und das ungute Reden über andere ist wie Rost, der die Seele zerfrisst. Das verstößt gegen die Nächstenliebe, verbraucht Kräfte, raubt den eigenen Frieden und zerstört das innere Verhältnis zu Gott. Soviel geht dadurch kaputt! Ein Stein mag harmlos scheinen, geworfen aber kann er großen Schaden anrichten. Ein paar Worte hier und ein paar Bemerkungen dort mögen harmlos erscheinen. Aber das gesprochene Wort kann schweren Schaden anrichten in unseren Beziehungen zum Nächsten. Denke daran: Geschwiegen zu haben wirst du selten bereuen. Gesprochen zu haben oft. Wenn du was sagst, überlege wozu du es sagst und wie du es sagst.

Denken bevor Reden

Seid immer sofort bereit, jemandem zuzuhören; aber überlegt genau, bevor ihr selbst redet. Jak 1, 19

Um das richtige Wort zur rechten Zeit zu finden, ist es wichtig, mich empathisch in die Situation und in den anderen hinein zu fühlen. Bin ich mir bewusst, dass das Hören wichtiger ist als das Sprechen?  Ob nun in der Beziehung zu Gott oder zum Mitmenschen. Denn das Hören geht dem Sprechen voran. Hören darauf, was der andere denkt und fühlt. Hören darauf, was Gott  mir heute sagen möchte. Fragen sind dabei sehr hilfreich.

Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. Francois G. de Levis

Worte wirken. Achte auf sie!

Dann aber will ich den Völkern andere, reine Lippen geben, dass sie alle den Namen des Herrn anrufen und ihm einträchtig dienen. Zeph 3:9

Worte wirken. Worte sind wichtig. Worte bleiben. Es sind ja vor allem die Worte Jesu, die uns berühren. Mit Worten bete ich zu Gott. Mit Worten trete ich auch in den zwischenmenschlichen Dialog. Hier können sie positiv wie negativ wirken, verbinden oder spalten. Die Macht der Zunge ist wahrlich groß und Jesus mahnt uns mehrmals, auf die Wahl unserer Worte zu achten. Ja, Worte sind wichtig. Bitten wir daher mit Herzen darum, dass Gott unsere Lippen reinige.

Anselm Grün über die Worte

Nicht das, was in seinen Mund hineinkommt, verunreinigt den Menschen, sondern das, was aus seinem Mund herauskommt. Mt 15,11

Unwillkürlich reden wir ständig über andere Menschen. Und oft genug ist bei unserem Reden eine Wertung dabei. Auf jeden Fall lenken wir durch das Reden über andere von uns selbst ab. Und oft genug projizieren wir unsere eigenen Schattenseiten auf die andern. Indem wir über andere reden, reden wir letztlich über uns selbst. Nur merken wir das nicht. Indem wir schweigen, reinigen sich unsere Emotionen. Wenn ich selber merke, dass ich unbewusst wieder innerlich über andere rede und sie bewerte, dann sage ich mir: Das steht mir nicht zu. Ich kenne den andern nicht wirklich. Und er darf sein, wie er ist. Es ist meine Aufgabe, mein eigenes inneres Haus sauber zu halten, anstatt vor der Türe des andern zu kehren. Anstatt über andere innerlich oder äußerlich über andere zu reden, sollen wir bei uns selbst bleiben und still werden. In der Stille werden wir dann offen für Gott. Das ist das Ziel der Reinigung der Emotionen, dass wir unsern Geist auf Gott richten. Anselm Grün

Worte des anderen wahrnehmen

Seid immer sofort bereit, jemandem zuzuhören; aber überlegt genau, bevor ihr selbst redet. Jak 1, 19  

Ich habe heute viele Gesprächstermine. Um das richtige Wort zur rechten Zeit zu finden, ist es wichtig, mich empathisch in die Situation und in den anderen hinein zu fühlen. Bin ich mir bewusst, dass das Hören wichtiger ist als das Sprechen? Ob nun in der Beziehung zu Gott oder zum Mitmenschen. Denn das Hören geht dem Sprechen voran. Hören darauf, was der andere denkt und fühlt. Hören darauf, was Gott mir heute sagen möchte. Fragen sind dabei sehr hilfreich. „Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten.“ (Francois G. de Levis).

Gebet: Jesus, hilf uns zu hören und zu fragen damit wir die Mauer zwischen dem Du und Ich jeden Tag neu durchbrechen    

Worte haben Folgen

Du musst mit den Folgen deiner Worte leben – seien sie nun gut oder böse … Darum ist jeder für die Folgen seiner Worte verantwortlich. Sprüche 18,20-21  

Ich bin Lehrer, arbeite in einem großen Team, dann natürlich die Schüler, nicht zu vergessen die Eltern: da wird viel, viel geredet. Und obwohl ich mir wirklich Mühe gebe, vergreife ich mich hin und wieder im Ton, finde nicht die richtigen Worte. Mich für diese unschönen oder unnutzen Worte verantwortlich zu fühlen, bedeutet meinen „Ausrutscher“ zu erkennen, ihn zu akzeptieren und dann, wenn möglich, es mit der anderen Person versuchen zu bereinigen. Es stimmt: „Nicht das, was in seinen Mund hineinkommt, verunreinigt den Menschen, sondern das, was aus seinem Mund herauskommt. (Mt 15,11)“ Gebet:Jesus, lass mich verantwortungsvoll mit meiner Sprache umgehen, genau zu bedenken, was ich wie und wem sage

Aufbauende Worte

Die Worte mancher Leute sind wie Messerstiche; die Worte weiser Menschen bringen Heilung. Sprüche 12, 18

Neben dem belanglosen Small-Talk, haben wir jeden Tag Möglichkeiten, auch „Ausrufezeichen“ in Gesprächen zu setzen. Paulus schreibt, unsere Worte sollen hilfreich sein und dem Mitmenschen wohl tun (vgl. Eph 4,29). In Gesprächen ist das für mich Reflexions-Grundlage: Welche hilfreichen, aufbauenden und wohltuende Worte kann ich dem anderen mitgeben? Am Anfang bedarf das etwas der Übung, aber mit der Zeit kommst du da immer besser rein, weil du bewusster die mögliche positive Wirkung deiner Worte bedenkst. Gebet, Jesus, hilf uns aufbauende Worte für den anderen zu finden.    

Worte können spalten und weh tun

Überlege deine Worte, und dir bleibt viel Ärger erspart! Sprüche 21:23  

Viel Streit und Spaltungen rühren daher, dass wir zu schnell etwas sagen, unüberlegt. Das Buch der Sprichwörter ist voll von solchen Hinweisen, z B. Eine überlegte, versöhnliche Antwort kühlt den Zorn ab, ein verletzendes Wort dagegen heizt den Streit an (vgl. Sprüche 15,1). Also gerade bei emotional aufgeheizten Situationen inne halten, innerlich einen Schritt zurück treten und darüber nachdenken, welche Worte zu wählen sind. Selbstkontrolle ist gefragt.Gebet:Jesus, schenke uns Besonnenheit, um in aufgeheizten Situationen die richtigen Worte zu finden.

Den Mund halten können

Wer den Mund halten kann, bewahrt sein Leben; wer ihn zu weit aufreißt, bringt sich ins Verderben. Sprüche 13, 3  

Fast jeden Tag stelle ich in der abendlichen Rückbesinnung fest, dass das ein oder andere Wort unnötig oder dekonstuktiv war. Hin und wieder ist es gut für dich zu schweigen. Worte beinhalten auch das Schweigen. Ja, du kannst auch durch dein bewusstes Schweigen sprechen. Die Zunge ist schwer zu kontrollieren. Worte sind schnell gesagt und stehen dann im Raum. Manchmal ist es einfach besser zu schweigen und nicht alles und jeden zu kommentieren, zu diskutieren, zu kritisieren u.a. Die Weisheit besteht wohl darin, zu erkennen …. wann es sinnvoll ist, zu schweigen und wann es aber unausweichlich ist, zu sprechen, denn es gibt auch das „furchtbare Schweigen der Guten“ (Martin Luther King).

Gebet: Herr, schenk uns die Weisheit zu erkennen, wann wir reden und wann wir schweigen sollen.  

Glauben als Begegnung mit dem Wort

Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gott. Alles wurde durch das Wort geschaffen, und nichts ist ohne das Wort geworden. Von ihm kam alles Leben, und sein Leben war das Licht für alle Menschen. Joh 1, 1-4  

Mit „am Anfang“ ist kein Zeitpunkt in der Vergangenheit gemeint, sondern eine Wirklichkeit, ein Seinszustand. Gott ist seinem Wesen nach ein Sprechender. Der eine Gott in drei Personen, die durch ihr Gespräch Einer sind. Auch wir Menschen als Ebenbild Gottes sind als Gespräch geschaffen, d.h. auf die lebendige Beziehung zu unseres gleichen angewiesen. Im Gespräch, im Wort, wird Leben vermittelt. Im Glauben geht es um die Begegnung mit diesem Wort, das Gott selbst ist. Neben dem Alltagsgebrauch der Worte und der Sprache, um die es diese Woche geht, ist dies für mich der noch tiefer gehende spirituelle Aspekt des „Wortes“.

Gebet: Jesus, du bist DAS WORT, das Leben schenkt.

Bedeutung sprachlicher Verletzungen

Petrus aber tat den Mund auf und sprach. Apg 10:34

Dass Ablegen des alten Menschen beinhaltet u.a. eine wieder kehrende Reflexion darüber, wie wir mit unserer Sprache umgehen, heilend oder verletzend, aufbauend oder nieder drückend. Für mich ein Dauerbrenner-Thema. Wenn’s bei mir eine Statistik gebe über die Häufigkeit meiner Verfehlungen, so stände definitiv der Mord mit Zähler 0 an letzter Stelle und die sprachlichen Verfehlungen mit Abstand auf Platz 1. Wie ist das bei dir. Sprache kann verletzen. Dabei stehen wir als Verletzte und Verletzende gleichermaßen im Mittelpunkt. Die nächsten Tage werde ich unterschiedliche Arten sprachlicher Verletzungen darstellen.

Verletzungen durch Kritik

Ohne Holz geht ein Feuer aus, und ohne ein Lästermaul legt sich der Streit. Ein streitsüchtiger Mensch lässt den Zank aufflammen wie Kohle die Glut und Holz das Feuer. Sprüche 26:20‭

Kritik an der richtigen Stelle mit den richtigen Worten und stets mit Sanftmut formuliert ist richtig und wichtig. Häufig jedoch schießen wir über das Ziel hinaus, machen manchmal auch aus einer Mücke einen Elefanten. Es hilft häufig einen Schritt zurück zu tretten, die Emotionen abflachen zu lassen und häufig sind dann die kritikwürdigen Probleme doch nicht so dramatisch, wie sie es am Anfang erschienen. Kritik – falsch formuliert – verletzt den anderen und dieser schaltet dann sofort auf den Verteidigungsmodus um. Zwei Menschen streiten sich. Der eine wirft dem anderen eine ärgerliche Bemerkung an den Kopf, und der andere reagiert gleich mit einer scharfen Erwiderung. Keiner von beiden will jetzt mehr aufhören, weil sein Schweigen als Schwäche oder Niederlage gedeutet werden könnte. Gut formulierte Kritik ja – aber es unterliegt weder unser Verantwortung, noch ist es unser Recht, andere mit unseren Urteilen, seien sie zutreffend oder nicht, zu bombadieren. Das Leben ist viel zu kurz, um es mit Selbstverteidigung, Streiten und heftigen Wortwechseln zu vergeuden.  

Verletzungen durch Beleidigen

Die Worte eines gedankenlosen Schwätzers verletzen wie Messerstiche; was ein weiser Mensch sagt, heilt und belebt. Sprüche 12:18

Abfällige Bemerkungen berauben andere Menschen ihrer Würde und schädigen mit der Zeit auch ihr Selbstwertgefühl. Ich achte stets darauf, positiv über den anderen zu reden, gerade dann, wenn er mir auch nicht so liegt. Das hat heilende Wirkung auf unsere Beziehung. Ich bete stets darum, dass Gott mir hilft, das Schöne in der Seele des anderen wahrzunehmen. Und dennoch, nicht ausgesprochen, sondern in Gedanken, gelingt mir das dann auch wieder nicht. Momente, in denen ich bemerke, wie sehr ich auf Gottes unergründliche Barmherzigkeit angewiesen bin. Ob nun in Gedanken oder in Worten – achten wir darauf, den anderen nicht zu beleidigen, sondern achten wir seine von Gott verliehene Würde, gerade dann, wenn uns dieser Mensch mir auch nicht so liegt.

Herr, halte du selbst meine Zunge im Zaum, damit kein schlechtes Wort über meine Lippen kommt! Ps. 141:3

Verletzungen durch Ignorieren

Man kann nicht nicht kommunizieren. Watzlawick

Mit diesem Watzlawick-Zitat bin ich im Pädagogik-Studium semesterartig bombadiert worden. Und ja, es stimmt! „Nicht-Kommunikation geht nicht“. Man kann den anderen verletzen durch sein Schweigen, indem man ihn bewusst ignoriert. In einer aufgebrausten Situation kann eine kurze Kommunikationspause durchaus sinnvoll sein. Danach aber müssen wir unser Schweigen brechen, weil der Konflikt ansonsten zu einem Geschwür wird: solange wir ihn ignorieren, wird er wachsen und uns und dem anderen Schmerzen bereiten. Ich habe früher häufig, viel zu häufig, geschwiegen. Seitdem ich das geändert habe, habe ich die Erfahrung gemacht, dass es positiv und mit einiger Übung auch gar nicht mehr so schwer ist, schwierige Dinge direkt anzusprechen.    

Verletzungen durch Klatsch und Tratsch

Ein hinterlistiger Mensch sät Zank und Streit, und ein Lästermaul bringt Freunde auseinander. Sprüche 16:28

Menschen, die dir Klatsch erzählen, klatschen auch über dich! Sei dir dessen bewusst! Wenn du in ein solches Klatschgespräch verwickelt wirst, ziehe dich entweder sofort irgendwie raus oder konfrontiere den anderen mit einer positiven Sicht, indem du z.B. für Verständnis wirbst für denjenigen, über den der andere da „tratschen“ will. Andererseits ertappe ich mich manchmal auch, dass in mir eine Lust aufsteigt, mich an dem Tratsch zu beteiligen, durch das negative Tratschen über andere steigt in mir mein Selbstwertgefühl, wie toll ich doch bin und es schafft Beziehung mit demjenigen, mit dem ich tratsche. Glücklicherweise merke ich diese Lust mittlerweile recht schnell und kann meist auch früh genüg innerlich Stop sagen. Oft entstehen durch Tratsch und Klatsch Probleme an Stellen, an denen keine existieren – das erlebe ich so häufig! Darum: versuchen wir uns jeglichem Tratsch und Klatsch so weit wie möglich zu entziehen – unsere geschenkten Lebensjahre sind dafür einfach zu kostbar!      

Verletzungen vermeiden – Verurteile niemanden!

Verkehrte Gedanken trennen von Gott. Weisheit 1,3

Ob nun Klatsch und Tratsch, Ingorieren, Beschimpfen, Kritisieren …. alles hat seinen Ursprung in verkehrten Gedanken, die nicht dem Willen Gottes entsprechen. Dem Willen Gottes aber täglich nach zu eifern, das ist unsere Lebensaufgabe. Wenn wir mit anderen Menschen Probleme haben, aus denen klar auch Verletzungen hervorgehen, so ist nie nur der Andere das Problem! Es geht immer und überall um Beziehung und somit auch um mich. In einem Väterspruch wird auf die Frage, warum wir so häufig über unsere Mitmenschen urteilen, folgende Antwort gegeben: „Weil du dich noch nicht selbst kennst. Denn wer sich selbst kennt, der sieht die Fehler der Brüder nicht!“ Denn: wer sich selbst kennt, weiß auch um seine eigenen Fehler. Aus der Erkenntnis, dass kein Mensch fehlerfrei und gerecht ist, wächst die Rose der Barmherzigkeit und Milde. Wenn du innerlich weniger über andere urteilst, so wirst du auch seltener mit deiner Sprache andere verletzen, sondern hast für jeden ein Wort des Trostes und der Vergebung.  

Verletzungen vermeiden – Klappe halten!

Lerne schweigen, o Freund. Dem Silber gleichet die Rede, aber zu rechter Zeit Schweigen ist lauteres Gold. Sprichwort

Nicht immer und überall, aber doch häufig ist das „Klappe halten“ die simpelste und effektivste Methode, um achtsamer mit seinen Worten umzugehen und andere nicht zu verletzen. Ich habe einen Spruch der Wüstenväter gefunden, der in einem interessanten Bild genau das empfiehlt: „Als David mit dem Löwen zusammengeriet, da packte er ihn an der Kehle und tötete ihn. Wenn wir nun unsere Kehle und unseren Bauch niederhalten, dann werden wir mit Gottes Hilfe den unsichtbaren Löwen bezwingen.“ Die „Kehle niederhalten“ hört sich evtl. etwas verschroben an, meint aber etwas höchst aktuelles und wichtiges, nämlich seine Zunge, seine Worte und Sprache zu beherrschen, manchmal einfach auch nichts zu sagen.