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Tugend des Glaubens

Im Glauben, Gott, ich Dir vertrau

Was bedeutet Glaube

Fürchte dich nicht! Glaube nur! Mk 5,36

Das Wort Glauben bedeutet, sich auf etwas zu verlassen bzw. vertrauen. Ein glaubender Mensch ist jemand, der vertraut, der in einer Haltung des Vertrauens durch das Leben schreitet. Gesegnet der Mann, der auf den Herrn sich verlässt und dessen Hoffnung der Herr ist. Glauben bedeutet eben diese innere Haltung zu suchen, in der du dich mit ganzem Herzen und mit deinem ganzen Leben an Gott hängst, innerlich und äußerlich arm wirst, dich ganz auf ihn verlässt und somit auch keine Furcht haben musst, denn Gott hält dich ja. Suche stets diese Haltung des Glaubens in allen Situationen deines Lebens.

Glauben an seine Nähe

Ich bin euch nah. Jes 46:13

Obwohl wir Gott mit unseren Sinnen nicht zu erfassen vermögen, ist seine Existenz viel wirklicher als alle Realitäten, die wir sehen und betasten können. Gott ist hier, ist bei uns: gegenwärtig, lebendig. Er sieht uns, Er hört uns, Er leitet uns an und weiß auch das Geringste, das wir tun, das Verborgenste, das wir denken. Daran glauben wir und doch leben wir oft so, als ob Gott nicht existierte! Viel zu selten denken wir an Ihn.

Der tägliche Glaube

Ich verlasse mich auf den Herrn , ich warte auf seine Hilfe. Micha 7:7

Glaube ist keine Sache, die man anfängt und dann für immer hat. Glauben empfangen wir von Gott immer nur so viel, wie wir für den gegenwärtigen Tag gerade brauchen. Der Glaube ist das tägliche Brot, das Gott uns gibt. An uns liegt es diesen Glauben im Vertrauen anzunehmen. Vertrauen muss eingeübt werden. Immer wieder neu. Nur so kann es wachsen. Allerdings kannst Du nicht einfach beschließen, von heute an zu vertrauen. Vertrauen muß wachsen. Mein Glaube wurde vor allem durch Erfahrungen gestärkt, wo ich das ganz konkret im Kleinen wie im Großen erlebt habe. Durch die Erinnerung daran, wächst und vertieft sich mein Glaube.

Im Glauben Gott ich dir vertrau

So begannen dort viele an Jesus zu glauben. Joh 10:42

Ein glaubender Mensch ist jemand, der auf Jesus vertraut, der in einer Haltung des Vertrauens durch das Leben schreitet. Der Glaube an ihn gibt meinem Leben einen verlässlichen Grund, auf dem ich sicher stehen kann. Ein fester Glaube macht mein Denken ruhig und füllt mein Herz unabhängig von den Umständen mit Hoffnung. Beten wir heute das Glaubensbekenntnis ganz bewusst mit Kopf und Herz. In ihm sind die Wahrheiten vereint, die unserer tragender Grund sind. So gehe ich in den Tag, Gott gegenwärtig nehmend, wissend, dass er treu ist und bleibt. Er wird nicht heute so sein und morgen so. Gott ist nicht wetterwendisch.

Du bist Gott allein

Du bist Gott, du allein! Ps 86:10

Ich, ich, immer wieder ich. Du wirst solange fruchtlos dich mühen, bis endlich Er, nur Er und Er allein dich erfüllt. Wenn du dann von deinem Ich befreit bist, wird Er allein dein Herz erfüllen. Bitte Ihn um die Kraft zur radikalen Abkehr von der Tendenz, in den Dingen der Welt aufzugehen.

Ich preise dich, meinen Erretter, dass du mir auf der Erde kein Vaterland und keine Wohnung gegeben hast. Du hast mich vor der Torheit bewahrt, das Zufällige für das Wesentliche, den Weg für das Ziel, das Streben für die Ruhe, die Herberge für die Wohnung, die Wanderschaft für das Vaterland zu halten. Johann Amos Comenius

Sich allein auf Gott verlassen

Verlass dich voll und ganz auf mich, deinen Gott! Hos 12:7

Menschen suchen überall nach Glück und Erfüllung, außer bei Gott. Sie streben nach Besitz, Entspannung und Gemeinschaft. In Wirklichkeit kann nur Gott das tiefe Verlangen der Seele stillen. Darum müssen wir zuerst nach oben blicken, zum höchsten Gott. Glaube heißt: akzeptieren, dass Gott nahe ist und dass dies eine gute Botschaft ist.

Am Glauben festhalten

Am Glauben habe ich festgehalten, auch als ich sagen musste: Ich liege am Boden! Ps 116:10

Worauf du dein Leben baust, das ist auch dein Gott. Gott ist die einzigste verläßliche Basis, unveränderbar, immer da, voller Licht und Güte. „Worauf du dich verlässt, das ist auch dein Gott.“ (Martin Buber). Verlass dich auf Gott – täglich – dann bist du nie verlassen, auch in Schwierigkeiten. Aber sei vorsichtig. Gott ist keine Melkkuh. Dazu eindrückliche Worte von Meister Eckhart: „Manche Leute wollen Gott mit den Augen ansehen, mit denen sie eine Kuh ansehen, und wollen Gott lieben, wie sie eine Kuh lieben. Die liebst du wegen der Milch und des Käses um deines eigenen Nutzens. So halten’s alle jene Leute, die Gott um äußeren Reichtums oder inneren Trostes willen lieben; die aber lieben Gott nicht recht, sondern sie lieben ihren Eigennutz.“ Ich liebe dich, Herr! Du bist meine Kraft!“ (Ps 18:2) Heute, jetzt, hier bist du der „Ich-bin-da“  

Auf Gott vertrauen

Pflügt ein Neues und sät nicht unter die Dornen! Jeremia 4,3

Misstrauen ist ein Säen unter Dornen. Wir säen unter Dornen, wenn wir Gottes Liebe nicht trauen. Wir säen unter Dornen, wenn wir zweifeln, dass sich etwas ändern kann, wir aus Bequemlichkeit oder Angst die eingefahrenen Wege fahren, alte Gedanken denken, uns zu sehr an alten Gewohnheiten klammern. Pflügen wir ein Neues, indem wir vom innersten Herzen Gott jeden Tag neu vertrauen, dass er da ist, wirkt, mir meinen Nächsten zeigt und mich mit seinem Schutz und Weisung umgibt, gerade dann, wenn das manchmal nicht direkt seh- oder spürbar für mich ist. Es bleibt dabei: Selbst meine Haare auf meinem Kopf sind alle gezählt. Warum hast du gezweifelt? (Mt 14:31).

Glaube ist Vertrauen, nicht Wissenwollen. Hermann Hesse

Man kann Gott, unseren Vater, nicht mehr verehren als durch grenzenloses Vertrauen. (Alphons Maria von Liguori). Maria ist uns darin das Vorbild schlechthin. Eine der schwierigsten aber auch größten und wichtigsten Aufgaben im Leben ist es, dieses Vertrauen zu erlernen. Glauben heißt die „Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang aushalten“ (Rahner) und glaubt mir, auch ich habe neben all den schönen Lebensereignissen, die mich mit Dank und Freude erfüllen, auch Lebensereignisse, in denen ich die Unbegreiflichkeit Gottes schmerzlich aushalte. Wer nicht? Du bestimmt auch. Vertrauen, Vertrauen, Vertrauen … wo ich eben nicht weiß, warum bestimmte Dinge so oder so passieren, das Leben mich schier erdrückt, ich aber in der erfüllenden Zuversicht lebe, dass Gott mich lenkt, direkt, durch die hl. Schrift und auch durch andere Menschen, die sich mir zuwenden, liebend, barmherzig, zurechtweisend.

Wer glaubt, flieht nicht

Wer glaubt, der flieht nicht. Jes 28,16

Ich bin ein Fluchtmensch. In schwierigen Situationen, zwischenmenschlichen Konflikten oder wo jemand meine Hilfe braucht wo es gerade mir nicht passt, habe ich im ersten Moment immer noch einen Fluchtdrang. Früher habe ich dem nachgegeben. Heute akzeptiere ich dass er da ist, handele aber nicht nach ihm. Auch Jesu floh nicht vor der Passion. Ich halte die Situationen aus, spreche Unangenehmes an, helfe auch wenn’s mir gerade nicht passt. Der Glaube gibt mir dazu die Stärke. Er ist meine erste Hilfe. Das Gespräch mit Jesus, Gebete, Liturgie, rel. Lieder, da tanken ich für solche Momente auf. Denn: „Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht. Wenn ihr nicht fest im Glauben steht, dann könnt ihr überhaupt nicht bestehen!“ (Jes 7,9) Wachet, steht fest im Glauben, seid mutig und seid stark! (1.Kor 16,13)

Sich nicht fürchten

Fürchte dich nicht! Glaube nur! Mk 5,36

Im Gegensatz zu den 10 Geboten sind die Tugenden keine konkreten Handlungsvorschriften, sondern vielmehr innere Haltungen. So bedeutet das Wort Glauben, sich auf etwas zu verlassen bzw. vertrauen. Ein glaubender Mensch ist jemand, der vertraut, der in einer Haltung des Vertrauens durch das Leben schreitet. Gesegnet der Mann, der auf den Herrn sich verlässt und dessen Hoffnung der Herr ist. Glauben bedeutet eben diese innere Haltung zu suchen, in der du dich mit ganzem Herzen und mit deinem ganzen Leben an Gott hängst, innerlich und äußerlich arm wirst, dich ganz auf ihn verlässt und somit auch keine Furcht haben musst, denn Gott hält dich ja.

Suche stets diese Haltung des Glaubens in ausnahmslos allen Situationen deines Lebens.

Der Glaube als tägliches Brot

Gib uns heute unser tägliches Brot. Mt 6:11

Glaube ist keine Sache, die man anfängt und dann für immer hat. Glauben empfangen wir von Gott immer nur so viel, wie wir für den gegenwärtigen Tag gerade brauchen. Der Glaube ist das tägliche Brot, das Gott uns gibt. An uns liegt es diesen Glauben im Vertrauen anzunehmen. Vertrauen muss eingeübt werden. Immer wieder neu. Nur so kann es wachsen. Allerdings kannst Du nicht einfach beschließen, von heute an zu vertrauen. Vertrauen muß wachsen. Mein Glaube wurde vor allem durch Erfahrungen gestärkt, wo ich das ganz konkret im Kleinen wie im Großen erlebt habe. Durch die Erinnerung daran, wächst und vertieft sich mein Glaube.

Habe in deinem Herzen stets eine Schatztruhe mit deinen Erinnerungen, wo du ganz konkret erfahren hast, dass du ein von Gott Getragener bist!

Größerer Glaube

Hilf uns, dass unser Glaube größer wird! Lk 17:5 

„Wenn du krank und mit Schmerzen behaftet bist, wenn du von verzweifelnden Gedanken geplagt wirst, sprich entweder den Namen Jesus kräftig aus oder denke Ihn. In Gefahren, in Schrecken, im Hause oder auf dem Wege, wo immer du dich befindest, so sprich den Namen Jesus, unseres Erlösers, aus, aber nicht allein mit dem Munde, sondern auch mit dem Herzen, mit Andacht; denn dieser Name hat die Kraft, welche das Herz stärkt, die Andacht fördert und das Gemüt desjenigen, der Ihn anruft, zur Gottseligkeit bereitet.“ Laurentius

Herr Jesus Christus du allein, sollst stets in meinem Herzen sein.

Sich Gott überlassen

Zur Freiheit hat Christus uns befreit! Gal 5:1

Glaube bedeutet loszulassen und sich Gott zu überlassen. Das führt dich in eine tiefe Freiheit, denn im Vertrauen darauf, dass er mich lenkt, werde ich frei von aller Ich-Verkrampfung und Ich-Bezogenheit. Wenn ich mich im Gebet vor Gott hinsetze und ihm meine leeren Hände hinhalte, dann spüre ich diese Freiheit, die von dem Sich-Überlassen ausgeht. Ich lasse mich in Gott hineinfallen. Ich weiß, daß Er mich hält, daß ich in Seinen guten Händen einfach sein darf, wie ich bin. Das ist es, was den Glauben von Christen im Kern ausmacht: die Erfahrung der Freiheit, zu der Christus uns befreit hat.

Dich Vater, Sohn und heiliger Geist, voll Freude alle Schöpfung preist, der diesen neuen Tag und schenkt und diesen neuen Tag auch lenkt. Amen!

Gebet als Ausdruck des Glaubens

Doch für euch, meine lieben Freunde, ist der Glaube, den Gott euch selbst geschenkt hat, wie ein festes Fundament: Baut euer Leben darauf! Judas 1:20

Das Gebet ist die elementarste Äußerung unseres Glaubens. Dein Glaube bleibt nur lebendig, wenn du betest. Du kannst nicht glauben, ohne zu beten und um beten zu können, musst du glauben. Der Glaube drückt sich im Gebet aus, und das Gebet macht den Glauben stark. Augustinus drückt das so aus: Laßt uns also glauben, um zu beten, und beten, damit uns dieser Glaube nicht fehlt. Der Glaube bringt das Gebet hervor, das kommende Gebet verleiht dem Glauben Festigkeit.

So gehe in deinen Tag mit all seinen Aufgaben, Mühen und auch Freude und bete und glaube.

Gott loben

Lobe den Herrn, meine Seele, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat! Ps 103:1-2

Mit diesen zwei Versen beginne ich jeden Morgen mein Gebet. Psalm 103 ist ein gewaltiger Lobgesang, ein einzigartiges Bekenntnis des Glaubens: Wie ein Vater ist er zu uns (V.13), gibt mir ein Leben lang nur Gutes im Überfluss (V. 5) unsere Übertretungen (=Sünden) entfernt er (V.12), groß ist seine Gande (V.11). Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte (V.8), er krönt mich mit Gnade und Barmherzigkeit (V.4). Er heilt alle deine Gebrechen (V. 3). Dieser Psalm ist Gottesfreude pur! Erfreue dich an Gott, der die Quelle wahrer Freude ist!

Und eben dies ist das glückselige Leben, auf dich hin sich zu freuen, an dir und um deinetwegen. Augustinus