Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Psalm (Ps) 74: Auslegung und Kommentar

Auslegung und Kommentar zum Psalm (Ps) 74: Zerstörtes Heiligtum

Ps 74,1: O Gott, warum hast du uns verworfen für immer, warum raucht dein Zorn gegen die Schafe deiner Weide?

Die Feinde Israels haben den Tempel zerstört, aber schlimmer noch: Gott schien sein Volk vergessen zu haben. Zu Beginn des Psalms wird die Frage nach dem Warum des Handelns Gottes gestellt. Warum? So fragt einer, wenn er Gottes Wege und Werke nicht begreifen kann. Der Beter leidet darunter, dass Gott Böses geschehen lässt. Im Glauben bestanden sie darauf, dass sie die Herde Seiner Weide sind, und doch waren ihre derzeitigen Lebensumstände alles andere als eine schöne, fette Weide

Ps 74,2: Gedenke an deine Gemeinde.

Ps 74,3: Erhebe deine Schritt.

Ps 74,9: Unsere eigenen Zeichen sehen wir nicht. Es ist kein Prophet mehr da, und niemand bei uns weiß, wie lange.

Das Volk hat kein Licht und weiß nicht, wie lange die Not noch dauern soll. An etwas Sichtbarem konnte sich ihr Glaube nicht mehr orientieren. Ihr Glaube verwirklichte sich jetzt nur noch in der Hoffnung und in der Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht. Doch gerade in dieser Zeit des Verlusts und ohne den sichtbaren Beistand bewährten sie sich. Auch ohne den sichtbaren Beistand pflegten sie eine lebendige Glaubensbeziehung zu ihrem Gott. So kann sich auch jeder Gläubige unserer Tage auf die großen Taten Gottes, auf das Werk von Golgatha, die Niederwerfung von Sünde, Tod und Teufel stützen. Unsere Zuversicht für die Gegenwart stärkt sich an frohen Rückblicken auf die Vergangenheit.

Ps 74,12: Gott ist ja mein König von Urzeit her, der Rettung gab in diesem Land.

Ps 74,16: Dein ist der Tag, dein ist auch die Nacht, du hast den Mond und die Sonne bereitet.

Gottes Schöpfungswerke veranschaulichen Gottes Walten. Er macht das Licht und auch die Finsternis, er tötet und er macht lebendig, er zerschlägt und er heilt. Der Gott, der jetzt Nacht über das Land und über die Stadt gebracht hat, wird über aller Nacht des Leidens auch das Licht der Wiederherstellung aufgehen lassen. Wir können weiter aus der regelmäßigen Folge der Jahreszeiten schließen, dass der düstere Kummer so wenig wie der Winter das ganze Jahr beherrschen wird, sondern dereinst Blumen der Hoffnung sprossen und lachende Früchte der Freude reifen werden.

Der Winter, meine Lieben, wird vorübergehen, und es wird ein nie endender Frühling anbrechen, der umso reicher an Schönheit sein wird, je heftiger der Sturm zuvor getobt hat. P. Pio

Ps 74,17: Sommer und Winter hast du gemacht.

Ps 74,21: Lass den Unterdrückten nicht beschämt davongehen, sondern lass die Elenden und Armen deinen Namen preisen!

Gott ist ein Gott, der in besonderer Weise auf den Elenden und Armen achthat. Denn er ist Liebe. Auch wenn der Beter lange auf Gottes Antwort warten muss, so wird er mit aller Gewissheit nicht leer zurückgeschickt. So werden sie dir begeisterten Gemütes ihre schönsten Lieder weihen. Es ist nicht die Weise des Herrn, zuzulassen, dass irgend jemand zuschanden wird, der auf ihn traut.

Ps 74,22: Steh auf o Gott!


Das war eine Auslegung und ein Kommentar zum Psalm (Ps) 74 


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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste