Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Zweiter Brief an die Korinther – Kap. 9: Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr eine Auslegung und Kommentar zum zweiten Brief an die Korinther Kap. 9

Umgang mit Geld (2. Kor 9,1-5)

Wie Christen geben sollen (2. Kor 9,6-15)

2. Kor 9,6: Das aber bedenkt: Wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten.

Säen und ernten: Was ernten wir, wenn wir geben? Wir ernten sowohl materielle als auch geistige Segnungen .Materiell können wir darauf vertrauen, dass Gott für das gebende Herz sorgen wird. Geistlich können wir darauf vertrauen, dass Gott das gebende Herz jetzt und in der Ewigkeit belohnen wird.

2. Kor 9,7: Jeder, wie er es sich im Herzen vornimmt; nicht widerwillig oder gezwungen, denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!

2. Kor 9,7: Gebt jedoch nicht widerwillig oder unter Zwang, denn Gott liebt den Menschen, der gerne gibt.

2. Kor 9,7: Gott liebt den, der fröhlich gibt.

Das Wie des Gebens: Die Art, wie man gibt, bedeutet mehr, als was man gibt. Durch zähneknirschendes Geben können wir Gott weder beeindrucken noch erfreuen. Es geht um die richtige Herzenseinstellung. „Wer mit Freuden gibt, gibt am meisten.“ (Mutter Theresa) Geben ist eine Sache des Herzens. Ich achte darauf nicht aus Pflichtgefühl zu geben, um ja ein guter Christ zu sein, sondern zu geben mit einem geöffneten Herzen. Und immer wieder auch der Gegenpol: Dankbarkeit für all das Gute, was wir in unserem Leben schon empfangen durften.

Einen fröhlichen Geber liebt Gott: Die Motive beim Geben können unterschiedlich sein. Man kann dem anderen Gutes tun um seine Freundschaft zu gewinnen oder um ihm schlicht aus Zuneigung zu helfen oder zuletzt, um allein Gott zu gefallen. Das sind drei verschiedene Motive des Gebens, die sich häufig auch vermischen. Das dritte Motiv, im Geben Gott zu gefallen ist jedoch das Erhabenste. Reinigen wir daher, sosehr wir nur können, alle unsere Absichten. Geben wir all unseren Handlungen den heiligen Beweggrund der göttlichen Liebe. Wo kannst du heute geben?

Geben ist eine Sache der Großzügigkeit: Paulus war sehr daran gelegen, dass Geben eine Frage der Großzügigkeit und nicht einer widerwilligen Verpflichtung ist. Gott selbst gibt niemals aus einer Haltung widerwilliger Verpflichtung heraus , und wir sollten es auch nicht tun. Großzügig zu sein , hat nach der biblischen Vorstellung des Wortes mehr mit unserer Einstellung zum Geben zu tun als mit der Menge , die wir geben, also möchte Gott eine bereitwillige Einstellung von Gebern. Wenn Gott Gnade gibt, öffnet er nicht widerwillig einen kleinen Finger und hält eine geballte Faust voller Gaben. Ich würde Ihnen heute sagen, dass Gottes Hände von Nägeln durchbohrte Hände sind und sie weit geöffnet sind. Diese Quelle der Gnade ergießt sich immer und ohne jede Begrenzung auf der Seite des Himmels.

2. Kor 9,8: Gott aber ist mächtig, euch jede Gnade im Überfluss zu spenden, sodass ihr in allem allezeit alle Genüge habt und überreich seid zu jedem guten Werk.

2. Kor 9,8: Er kann euch so reich beschenken, ja, mit Gutem geradezu überschütten, dass ihr zu jeder Zeit alles habt, was ihr braucht.

Gott sei Dank für seine Gabe: Gott kann jede Gnade spenden. Da gibt es keinerlei Einschränkungen! Er spendet sie im Überfluss. Da gibt es keinerlei Begrenzungen. Darum haben wir in allem allzeit genug, also in jeder Situation, in jeder Schwierigkeit, jeder Herausforderung, zu jedem Zeitpunkt ist die Gnade da. Wie herrlich ist das alles. Wer mit Gott in Berührung steht, der sieht sein ganzes Lebens als außergewöhnlich und übernatürlich und voller Wunder an. So reich ist seine Gnade, dass wir aus dieser Gnade überreich sind zum guten Werk. Dadurch geben wir freudig, echt, mit der Spontaneität eines liebenden Herzens.

2. Kor 9,13: Wenn ihr euch in diesem Dienst bewährt, werden sie Gott dafür preisen, dass ihr euch gehorsam zum Evangelium von Christus bekannt und ihnen und allen anderen so freigiebig geholfen habt.

Gehorsam dem Evangelium: Paulus formuliert es mutig. Das Geben unter den korinthischen Christen war ein Beweis für ihren Gehorsam gegenüber ihrem Bekenntnis zum Evangelium Christi . Wenn eine Person kein großzügiges Herz hat, ist sie in gewisser Weise dem Bekenntnis des Evangeliums Christi nicht gehorsam.

2. Kor 9,14: Sie werden für euch beten.

Füreinander beten: Wenn du etwas schätzen solltest, dann dies: dass Menschen da sind, die für dich beten. Das ist von unschätzbarem Wert. Durch die Gabe ist eine besondere Verbindung entstanden. Die Empfänger der Gabe erkennen in deiner Gabe die überreiche Gnade Gottes an dir.

2. Kor 9,15: Gott sei Dank für seine unsagbar reiche Gabe!

2. Kor 9,15: Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!

Gott der große Geber: Gott ist und bleibt der größte Geber. Was ist seine unbeschreibliche Gabe? Die Gabe seines Sohnes zu unserem Heil. Wie liebenswürdig ist dieser große Gott! Von Ewigkeit her hat er den Gedanken gefasst, uns zu erschaffen, zu erhalten, zu leiten, zu erlösen, zu erretten, zu verherrlichen, uns alle zusammen und jeden im Besonderen. Gibt es eine Liebe, die dieser Liebe gleichkommt? Es lebe Jesus, dessen Tod geoffenbart, wie stark die Liebe ist! Leben wir in und für ihn, heute und alle Zeit!

Dankbarkeit gegenüber Gott: Das Besondere an der Tugend der Dankbarkeit ist, dass sie niemand anderem mehr von Nutzen ist, als dem Dankenden selbst. Das gilt vor allem in Bezug auf Gott. Die Größe Gottes kann mein Dank und Lobpreis nicht vergrößern, aber ich selbst erkenne in meiner Dankbarkeit meinen eigenen Wert umso besser. In einer Präfation der Heiligen Messe heißt es daher auch: „Du bedarfst nicht unseres Lobes, es ist ein Geschenk deiner Gnade, dass wir dir danken. Unser Lobpreis kann deine Größe nicht mehren, doch uns bringt er Segen und Heil durch unseren Herrn Jesus Christus. Glücklich werden jene sein, die den Namen Gottes fromm aussprechen und mit einem Gefühl tiefer Dankbarkeit dafür, dass der Erlöser uns losgekauft hat durch sein Blut und sein Leiden. Franz von Sales

Wach auf, mein Herz und singe dem Schöpfer aller Dinge, dem Geber aller Güter, dem frommen Menschenhüter. Paul Gerhardt 

Abschluss des Kapitels: Wie passend für Paulus, diese beiden Kapitel über das Geben mit einem Fokus darauf abzuschließen! Die beste Motivation zum Geben ist immer die Dankbarkeit für das unbeschreibliche Geschenk Gottes an uns. Gottes unbeschreibliches Geschenk ist das, was alles wahre Geben inspiriert.

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste