Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Zweiter Brief an die Korinther – Kap. 8: Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr eine Auslegung und Kommentar zum zweiten Brief an die Korinther Kap. 8

Mit anderen teilen (2. Kor 8,1-15)

2. Kor 8,5: Sie schenkten sich geradezu selbst, zuerst dem Herrn, danach auch uns, ganz so, wie Gott es wollte.

Sich dem Herrn und dem Nächsten schenken: Gottes Gnade in unserem Herzen befähigt uns dazu, uns dem anderen zu schenken. Zuerst sind wir von Gott Beschenkte, dann Schenkende im Herrn. Wir schenken immer aus Gott heraus und dies ist stets ein Schenken, das gesegnet ist. Du denkst dann weniger daran, was du verlierst (Zeit, Kraft, Geld u.a.), sondern mehr an das, was der andere dadurch an Gutem bekommt. Im Willen Gottes schenken wir uns ihm und dem Nächsten hin. Gott ist ein Schenkender. Er hat nichts zu schenken als sich selbst. Das aber ist Alles, dessen wir benötigen. Wir darin sind in der Nachfolge Christi Schenkende. Wir haben ebenso nichts zu schenken als uns selbst. Das aber ist das Wichtigste, was wir schenken können.

2. Kor 8,7: Ihr seid durch so vieles überaus reich beschenkt: durch euren Glauben, durch Worte, die der Heilige Geist euch schenkt, durch das Verständnis der Botschaft Gottes, euren Einsatz für den Herrn und die Liebe, die wir in euch geweckt haben. Lasst diesen Reichtum nun auch sichtbar werden, indem ihr der Gemeinde in Jerusalem helft.

Reich beschenkt: Paulus erinnerte sie daran, dass sie in allen Stücken reich waren – im Glauben, im Wort, in der Erkenntnis, in allem Eifer und in der Liebe. Sie hatten eine geistliche Fülle. So wie sie geistlich reich waren, sollten sie sich nun auch reichlich bei der Wohltat für die Armen beteiligen. In diesem Vers wird deutlich, dass es eine direkte Beziehung zwischen dem geistlichen Reichtum und dem Geben für andere gibt. Für Paulus war es selbstverständlich, dass sie, die geistlich reich waren, anderen auch materiell reichlich gaben. Das Geben ist ein Ausdruck des Glaubens und geistlichen Reichtums in unserem Herzen.

2. Kor 8,9: Denn ihr kennt ja die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, obwohl er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet.

2. Kor 8,9: Ihr wisst ja, was unser Herr Jesus Christus in seiner Liebe für euch getan hat: Er war reich und wurde doch arm, um euch durch seine Armut reich zu machen.

Wann war Jesus reich? Bevor Er Seiner Gottheit die Menschheit hinzufügte und auf dieser Erde wandelte. Hier weist Paulus subtil, aber bestimmt auf die Gottheit Jesu hin. Beachte, dass es heißt, dass Jesus arm wurde , als er reich war . So wie Jesus Menschlichkeit hinzufügte, aber nie seine Göttlichkeit verlor, so fügte er auch Armut hinzu, aber verlor nie seinen Reichtum. Denn er hat Armut angenommen, aber seinen Reichtum nicht verloren. Innerlich war er reich, äußerlich arm. Seine Gottheit war in Seinem Reichtum verborgen, Seine Männlichkeit war in Seiner Armut sichtbar.

Er war reich. Er ist der Schöpfer von Himmel und Erde. Alles, was du um dich herum wahrnimmst, ist von Ihm. Seine Weisheit ist nicht zu ergründen. Er trägt alle Dinge durch das Wort seiner Macht. Diesem ganzen Reichtum hat er entsagt, als er Mensch wurde, von Bethlehem bei der Geburt in einer Futterkrippe bis hin zu seinem Tod. Sogar das Grab, in das man Jesus legte, gehörte nicht ihm. Er war aber nicht nur im Materiellen arm, sondern in allem. In seinen schwersten Stunden verließen ihn seine Jünger und am Kreuz spürte er eine tiefe Verlassenheit von Gott. In allem wurde er für uns arm, damit wir reich seien. Wie unsagbar reich bin ich geworden!

Darin ahmen wir Christus nach, der reich war und arm wurde um der Menschen willen. Der Weg Jesu von der überreichen Fülle des Vaters in die Welt hinein wird zum Vorbild. Kristell Köhler

Warum sollte Jesus um deinetwillen arm werden? Wie kommt uns seine Armut zugute? Weil es uns das gebende Herz Gottes zeigt. Weil es uns die relative Bedeutung materieller Dinge zeigt. Weil es Jesus für alle offen und zugänglich macht. Weil es den Stolz zurechtweist, der sich weigern könnte, zu einem armen Retter zu kommen. Weil es anderen das Privileg gab, Jesus etwas zu geben. Weil es das Herz, den Willen und den Plan Gottes erfüllte und unsere Errettung möglich machte

Mutter Teresa über den Reichtum und die Armut: Die Reichtümer, seien sie materieller oder spiritueller Art, können uns die Luft abschneiden, wenn wir nicht richtig mit ihnen umgehen. Denn selbst Gott kann nichts in ein Herz legen, dass schon zum Bersten voll ist. Die Bedürfnisse wachsen so immer mehr, weil eine Sache nach der nächsten verlangt. Am Ende jedoch bleibt nur noch ein unkontrollierbares Gefühl der Unbefriedigtheit. Bleiben wir so leer wie nur irgend möglich, auf dass uns Gott erfüllen möge. Christus hat sich selbst seines ganzen Reichtums entblößt. Er hat die Armut gewählt, da er wusste, dass sie das wahre Mittel ist, Gott zu besitzen und seine Liebe in die Welt hineinzutragen.

2. Kor 8,12: Gott kommt es dabei nicht auf die Höhe der Gabe an, sondern auf unsere Bereitwilligkeit.

Umgang mit Geld (2. Kor 8,16-24)

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste