Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Zweiter Brief an die Korinther Kap. 7: Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr eine Auslegung und Kommentar zum zweiten Brief an die Korinther Kap. 7

Bitte um Vertrauen (2. Kor 7,1-4)

2. Kor 7,1: Darum wollen wir uns von allem trennen, was uns verunreinigt, sei es in unseren Gedanken oder in unserem Verhalten. In Ehrfurcht vor Gott wollen wir immer mehr so leben, wie es ihm gefällt.

Worte von Benedikt XVI: Rechtes Beten ist ein Vorgang der inneren Reinigung, der uns gottfähig und so gerade auch menschenfähig macht. Im Beten muss der Mensch lernen, was er von Gott wirklich erbitten darf, was Gottes würdig ist. Er muss lernen, dass er nicht gegen den anderen beten kann. Er muss lernen, dass er nicht um die oberflächlichen und bequemen Dinge bitten darf, die er sich gerade wünscht, die falsche kleine Hoffnung, die ihn von Gott wegführt. Er muss seine Wünsche und Hoffnungen reinigen. Er muss sich von seinen stillen Lügen befreien. Lasst uns also unsere Herzen reinigen, so dass wir in Einfachheit den Willen Gottes empfangen können und Tag für Tag großherzig den für uns bestimmten Weg folgen. Damit das Gebet diese reinigende Kraft entfaltet, muss es ganz persönlich sein, Konfrontation meines Ich mit Gott.

Ruhe ist für die Seele der Anfang der Reinigung. Basilius der Große 

Es liegt im Stille sein eine wunderbare Macht der Klärung, der Reinigung, der Sammlung auf das Wesentliche. Bonhoeffer

2. Kor 7:1: Weil wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes zur Vollendung der Heiligkeit in Gottesfurcht!

Befleckung: Mit der Befleckung des Fleisches ist offenbar gemeint, dass wir uns durch unsere Taten beflecken können. Es geht um das Fleisch in Aktion, um Werke des Fleisches (Gal 5,19). Die Befleckung des Geistes hingegen spricht davon, dass wir uns durch unsere Gedanken beflecken können. Sind wir heilig in unseren Taten? Sind wir auch heilig – wie leicht vergessen wir diesen Punkt! – in unseren Gedanken? Gerrid Setzer

2. Kor 7,4: Ich bin mit Trost erfüllt, ich fließe über von Freude.

Freude über die Reue: Paulus freut sich hier über die Einsicht und Umkehr der Korinther. Wenn wir vom Weg abkommen und dies erkennen, tun wir Buße. Diese Buße ist die Traurigkeit über das, was wir getan haben. Sie ist gut für unsere Seele. „Die von Gott bewirkte Traurigkeit führt zur Umkehr und bringt Rettung.“ (2. Kor 7:10). Bekennen ist allerdings keine Sache, die Freude macht. Dennoch: dass wir zur Einsicht kommen, darüber können wir uns freuen. Buße bedeutet, dass du dasselbe Empfinden der Trauer über die Sünde hast, wie Gott es hat. Aber du verzweifelst nicht daran. Denn du weißt: alles wird Gott dir im Namen Jesus Christus vergeben.

Umkehr einer Gemeinde (2. Kor 7,5-16)

2. Kor 7,6: Aber Gott, der die Geringen tröstet, er tröstete uns durch die Ankunft des Titus.

2. Kor 7,9: Nun freue ich mich — nicht darüber, dass ihr betrübt wurdet, sondern darüber, dass ihr zur Buße betrübt worden seid; denn ihr seid in gottgewollter Weise betrübt worden, sodass ihr von uns keinerlei Schaden genommen habt.

Zur Buße: Buße darf niemals als etwas betrachtet werden, das wir tun müssen, bevor wir zu Gott zurückkehren können. Reue beschreibt die eigentliche Handlung, zu Gott zu kommen. Du kannst dich nicht Gott zuwenden, ohne dich von den Dingen abzuwenden, gegen die er ist. In der Buße liegt eine bittere Süße oder eine süße Bitterkeit – wie soll ich es nennen? – davon, je mehr Sie haben, desto besser ist es für Sie. Ich kann wirklich sagen, dass ich kaum eine göttlichere Freude kenne, als meinen Kopf an die Brust meines himmlischen Vaters zu legen und zu sagen: „Vater, ich habe gesündigt, aber du hast mir vergeben; und, oh, ich liebe dich.

2. Kor 7,10: Die von Gott bewirkte Traurigkeit führt zur Umkehr und bringt Rettung. […] Die Traurigkeit, die rein menschlicher Art ist, bewirkt den Tod.

Gute und schlechte Traurigkeit: Die gute Traurigkeit führt zur Umkehr, gibt Kraft, Mut und gibt nicht auf. Sie kommt von Gott, macht zuversichtlich, vermehrt das Vertrauen auf Gott und bewirkt, daß er betet und sein Erbarmen anruft, denn die Kraft kommt in der Schwachheit zur Vollendung. Die gute Traurigkeit hinterläßt Frieden und Ruhe im Geist. Die schlechte, rein menschliche Traurigkeit dagegen verwirrt den Geist, versetzt die Seele in Unruhe, verliert den Mut und schläft ein. Sie sucht von allen Seiten nach Gründen der Traurigkeit, verdunkelt dadurch den Verstand, verekelt das Gebet und zerstört das Vertrauen auf die Güte Gottes.

Lenke dich ab und tröste dein Herz, und weise die Traurigkeit weit von dir. Denn sie hat schon viele Leute ins Verderben geführt und dient doch zu nichts. Sir 30,23

Infos zum Impuls 

– Start mit dem Wort Gottes in den Tag

– Kurzimpuls

– es gibt stets ein Wochenthema

– täglich nur 1x

– entweder über

   * Whatsapp

   * Facebook-Seite

   * Telegram

– ca. zwischen 6-7 Uhr 

– hier geht´zur Anmeldung

Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste