Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Zweiter Brief an die Korinther Kap. 6: Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr eine Auslegung und Kommentar zum zweiten Brief an die Korinther Kap. 6

Bewährung im Dienst für Gott (2. Kor 6,1-13)

2. Kor 6,1: Lasst die Gnade, die Gott euch schenkt, in eurem Leben nicht ohne Auswirkung bleiben.

Empfänglich sein: Wirkende Gnade Gottes: Wir weisen oft diese Eingebungen zurück und verweigern Gott so unsere Liebe. Niemals entzieht Gott uns seine Gaben, außer wir ziehen unsere Herzen von ihm zurück. Eine Quelle mag noch so stark fließen, sie kann einen Garten nur entsprechend dem Durchmesser der Leitungen, die ihm das Wasser zuführen, begießen. So umflutet auch der Heilige Geist, gleich einer Quelle lebendigen Wassers unser Herz, um in uns seine Gnade zu ergießen. Er will aber, daß sie nur mit der freiwilligen Zustimmung unseres Willens einströme. Daher wird er sie uns nur nach dem Maß seines Wohlgefallens und unserer eigenen Empfänglichkeit und Mitwirkung spenden. So liegt es auch in unserer Hand, ob jeder Augenblick als begnadet gilt und jeder Tag ein Tag des Heils genannt werden kann.

Franz von Sales über die Gnade: Niemals entzieht Gott uns seine Gaben, außer wir ziehen unsere Herzen von ihm zurück. Eine Quelle mag noch so stark fließen, sie kann einen Garten nur entsprechend dem Durchmesser der Leitungen, die ihm das Wasser zuführen, begießen. So umflutet auch der Heilige Geist, gleich einer Quelle lebendigen Wassers unser Herz, um in uns seine Gnade zu ergießen. Er will aber, dass sie nur mit der freiwilligen Zustimmung unseres Willens einströme. Daher wird er sie uns nur nach dem Maß seines Wohlgefallens und unserer eigenen Empfänglichkeit und Mitwirkung spenden.

2. Kor 6,2: Jetzt ist der Tag des Heils!

Tag des Heils: Wenn wir uns dazu entscheiden, fromm zu leben und uns ganz der Gottesliebe hinzugeben, verändert das unser Leben grundlegend. Ein altes Leben wird darin zurück gelassen. Eine Versuchung liegt darin, sich immer wieder nach diesem alten Leben umzuschauen oder träumerisch in die Zukunft zu blicken. Frommes Leben ist immer gegenwärtiges Leben. Wir sind wie eine „alte“ Uhr, die man täglich aufziehen muss, damit sie gegenwärtig im Hier und Jetzt tickt. Jeder, der für seine Seele Sorge trägt, sollte diese Uhr am Morgen und am Abend aufziehen, um sie wieder instand zu setzen und auf Gott zu stimmen

2. Kor 6,6: Wir bewähren uns durch Reinheit des Lebens, durch Erkenntnis, Langmut und freundliches Wesen, durch Wirken im Heiligen Geist und ungeheuchelte Liebe.

Bewährung im Dienst für Gott: Was nun folgt sind Kennzeichen, die Gott bei seinen Dienern sucht. Paulus zählt in diesen Versen nicht weniger als 28 Dinge auf. Sechs davon möchte ich hier benennen:

• Reinheit des Lebens: bewahre dich vor einer übertriebenen Liebe zu den weltlichen Dingen. Denn das beschmutzt deine Seele
• Erkenntnis: lerne Gott immer besser kennen, vor allem durch die heilige Schrift und das Gebet.
• Langmut: das ist die Geduld, die du mit dir und mit anderen Menschen üben sollst.
• Freundliches Wesen: indem du freundlich bist, lässt du andere etwas von der Freundlichkeit Gottes empfinden.
• Wirken im heiligen Geist: er allein vollbringt in uns alles. Lassen wir uns von ihm leiten
• ungeheuchelte Liebe: liebe aufrichtig!

2. Kor 6,9: Wir sind Sterbende, und dennoch leben wir.

2. Kor 6,10: In allen Traurigkeiten bleiben wir fröhlich. Wir sind arm und beschenken doch viele reich. Wir haben nichts und besitzen doch alles.

Nichts haben und doch alles besitzen: Wir sind arm, weil wir uns bemühen, uns an nichts zu klammern, immer wieder loslassend, weil unser wahrer Reichtum in Christus ist. Darum: Wenn du Christus oft betrachtest, wird deine Seele von ihm erfüllt, du lernst seine Art und Weise kennen und deine Handlungen nach den seinen formen. Das ist kein „ein bisschen“ oder „je nach Situation“, sondern ein „voll und ganz“ und „immer“. In ihm haben wir das wahre Leben und die wahre Liebe. Seit Christus auferstanden ist, ist die Liebe stärker als der Hass, das Leben stärker als der Tod. Oft scheinen wir untergehen zu müssen, aber immer sind wir schon gerettet, sterbend und doch voll Leben. Die rettende Hand des Herrn hält uns, und so können wir jetzt schon das Lied der Geretteten, das neue Lied der Auferstandenen singen: Halleluja. Amen.

Warnung vor falschen Wegen (2. Kor 6,14-18)

2. Kor 6,16: Ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott gesagt hat: Ich will in ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.

Ein Tempel sein: Gott verlangt es danach, bei mir in meiner Seele zu wohnen. Das ist nur möglich, wenn keine störenden Elemente da sind, denn „deinem Haus gebührt Heiligkeit.“ (Ps 93:5). Heiligkeit bedeutet sich abzusondern für Gott. Darum sondern wir uns von allem ab, was unsere Seele beschmutzt. Absonderung hat kein negatives, sondern ein positives Ziel: Gottes Wohnen in mir. Gott will, dass du für Ihn abgesondert bist, dass du allein ihm vertraust. Christus setzt alles daran, um dich darin in Übereinstimmung mit sich selbst zu bringen. Und der Vater verlangt danach, dich als sein Kind anerkennen zu können.

2. Kor 6,17-18: Sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an! Und ich will euch aufnehmen, und ich will euch ein Vater sein.

Sondert euch ab: Gott verlangt es danach, bei mir in meiner Seele zu wohnen. Uns verlangt es danach, ihn aufzunehmen. Auch jetzt ruft uns Gott, die Kraft seiner Gegenwart in uns zu erkennen. Darum bemühen wir uns von allem abzusondern, was unsere Seele beschmutzt und uns in allem Gott zu übergeben. Das ist keine Weltflucht, im Gegenteil: Übergabe an Gott bedeutet für alle von Gott her da zu sein, sind wir doch alle Geschwister durch den einen Vater.

Söhne und Töchter Gottes sein sowie untereinander Brüder und Schwestern: Dies ist Mitte und Herz des christlichen Lebens. Papst Franziskus

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

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