Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

2. Kor. Kap. 4: Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr eine Auslegung und Kommentar zum zweiten Brief an die Korinther Kap. 4

Wir dienen Gott in Schwachheit und Leiden (2. Kor Kap 4)

2. Kor 4,6: Es werde Licht

Denn so wie Gott einmal befahl: Licht soll aus der Dunkelheit hervorbrechen! so hat sein Licht auch unsere Herzen erhellt. 2. Kor 4:6

Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi. 2. Kor 4:6

Der Herrgott, der das Licht in der physischen Welt erschaffen hat, kann dein Herz mit geistlichem Licht füllen, selbst wenn du vom Gott dieses Zeitalters geblendet bist. Satans Werk der Blendung ist großartig, aber Gottes Werk, Licht zu bringen, ist größer. So könnte man jeden Christen gut beschreiben: Menschen mit leuchtenden Herzen. Gott leuchtete in unseren Herzen , und es sollte sich in leuchtenden Leben für Jesus Christus zeigen.

In mir ist es finster, aber bei dir ist Licht ich bin einsam, aber du verläßt mich nicht. Ja: unserem Herzen ergeht es wie bei der Schöpfung, als Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. Das Licht ist in deinem Herzen aufgegangen und so wachsen wir in der Erkenntnis Gottes: „Jetzt erkennen wir klar, dass uns in Jesus Christus Gottes Herrlichkeit entgegenstrahlt.“ (2. Kor 4:6)

Ohne das Licht wären wir nicht, denn ohne das Licht gibt es kein Gegenüber, weil es keine Gestalt gibt. Ohne Gegenüber aber gibt es keine freie Anbetung Gottes. Bonhoeffer

2. Kor 4,7: Der Schatz in irdenen Gefäßen

Diesen kostbaren Schatz tragen wir in uns, obwohl wir nur zerbrechliche Gefäße sind. 2. Kor 4:7

Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überragende Kraft von Gott sei und nicht von uns. 2. Kor. 4:7

Der Schatz ist die Größe des Evangeliums Jesu Christi und die Herrlichkeit Gottes, die durch dieses Evangelium offenbar wird. Es ist das eigentliche Licht Gottes und das Licht der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes, das sich im Angesicht Jesu Christi widerspiegelt . Dies ist der größte Schatz in der ganzen Schöpfung! Wer ist würdig, ein Gefäß für Gottes Licht und Herrlichkeit zu sein? Die klügste Person ist nicht schlau genug, die reinste Person ist nicht rein genug, die spirituellste Person ist nicht spirituell genug und die talentierteste Person ist nicht talentiert genug. Wir sind alle nur Tontöpfe, die einen unaussprechlich großen Schatz bergen. Gott entschied sich dafür, sein Licht und seine Herrlichkeit in das alltägliche Geschirr zu legen , nicht in das feine Porzellan.

Die Erkenntnis Gottes in Jesus Christus ist dieser kostbare Schatz. Du kennst Gott, weil du dem Herrn Jesus begegnet bist und Ihn angenommen hast. Es ist wirklich unvorstellbar, wie groß das ist! Du hast in deinem Herzen einen Schatz, dessen Wert du kaum ermessen kannst. Es geht nun darum, dass dieser Schatz in deinem Leben zum Vorschein kommt.

Der Herr spendet dort Segen, wo er leere Gefäße findet. Thomas von Kempen

2. Kor 4,8: Stärke im Leiden

Die Schwierigkeiten bedrängen uns von allen Seiten, und doch werden wir nicht von ihnen überwältigt. 2. Kor 4:8

In der Welt werden wir immer zu leiden haben. Immer wieder sind wir in Schwierigkeiten, emotional oder körperlich. Unser irdisches Gefäß ist oft schwach und unvollkommen. Aber in Gottes Kraft überwältigen uns diese Schwierigkeiten nicht. Gott ist da und gibt Kraft. Und unser Leiden verbindet uns mit dem Leiden Christi. Tagtäglich erfahren wir am eigenen Leib etwas vom Sterben, das Jesus durchlitten hat. Also: „Lassen wir uns nicht entmutigen, sondern wenn auch unser äußerer Mensch zugrunde geht, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert.“ (2. Kor 4:16)

Gehen wir diese niedrigen Täler entlang. Leben wir mit dem Kreuz in den Händen in Demut und Geduld. Franz von Sales

2. Kor 4,9: Am Leid nicht verzweifeln

Wir werden niedergeworfen, aber wir kommen nicht um. 2. Kor 4:9

Leid ist und bleibt häufig unbegreiflich. Worte der heiligen Schrift und ganz zentral das Vorbild Jesus Christus können uns helfen, diese Unbegreiflichkeit auszuhalten und das Leiden anzunehmen, ja noch mehr, es zu verwandeln, es als Quelle zu betrachten, uns immer inniger mit Christus zu vereinen. Nein, es geht nicht um eine Mystifizierung und Glorifizierung von Leid. Leid gilt es dort wo möglich zu verringern. Das ist der Wille Gottes. Fakt ist aber eben auch. Trotz allen Bemühens, lässt sich Leid nicht vollkommen aus unserem Leben verbannen, nein es ist ein existentieller Bestandteil des Lebens selbst. An ihm zu verzweifeln oder an ihm zu wachsen ….das sind die zwei Wege.

Mitten im Dunkel warst du bei mir und hast mich ausgehalten. Mitten im Dunkel hast du mich berührt und ich habe mich berühren lassen. Andrea Schwarz

2. Kor. 4,13: Glauben und Reden

Weil wir aber denselben Geist des Glaubens haben, gemäß dem, was geschrieben steht: Ich habe geglaubt, da­rum habe ich geredet, so glauben auch wir, und darum reden wir auch. 2. Kor 4:13

Das ist ein großes Prinzip, dass der Glaube das Zeugnis schafft. Paulus glaubte wirklich, dass Gott einen Zweck in seinen todähnlichen Leiden hatte, und glaubte wirklich, dass er das Auferstehungsleben Jesu lebte und erlebte. Deshalb zögerte er nicht, darüber zu sprechen.

2. Kor 4,17: Leichte Bedrängnis

Denn unsere Bedrängnis, die schnell vorübergehend und leicht ist, verschafft uns eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit. 2. Kor 4:17

Selbst das Schlimmste, gemessen an der Ewigkeit, ist nur für einen Augenblick. Dies ist teilweise wahr in dem Sinne, dass die meisten unserer Schwierigkeiten kommen und gehen, und auch dies wird vorübergehen. Es ist auch wahr in dem Sinne, dass selbst ein langes Leben nach den Maßstäben dieser Welt nichts im Maßstab der Ewigkeit ist. Selbst wenn man hundert Jahre lebt und jeden Tag leidet, ist es nach dem Maß der Ewigkeit nur für einen Augenblick .

Ja, unsere Bedrängnis ist leicht! Unsere Bedrängnis ist leicht im Vergleich zu dem, was andere leiden. Unsere Bedrängnis ist leicht im Vergleich zu dem, was Jesus für uns erlitten hat. Unsere Bedrängnis ist gering im Vergleich zu den Segnungen, die wir genießen. Unsere Bedrängnis ist leicht, wenn wir die unterstützende Kraft der Gnade Gottes erfahren. Unsere Bedrängnis ist leicht, wenn wir die Herrlichkeit sehen, zu der sie führt. Wenn wir das verstehen, können wir wirklich mit Paulus sagen: unser leichtes Leiden.

2. Kor 4,18: Blick aufs Unsichtbare

Deshalb lassen wir uns von dem, was uns zurzeit so sichtbar bedrängt, nicht ablenken, sondern wir richten unseren Blick auf das, was jetzt noch unsichtbar ist. Denn das Sichtbare vergeht, doch das Unsichtbare bleibt ewig. 2. Kor 4:18

Wenn wir die Dinge betrachten, die wir sehen, sehen wir nur unser leichtes Leiden , und dann scheint es nicht sehr leicht zu sein! Aber wenn wir auf die Dinge schauen, die nicht sichtbar sind , dann sehen und schätzen wir das ewige Gewicht der Herrlichkeit . Paulus sagt nicht, dass alle Bedrängnisse automatisch Herrlichkeit hervorbringen. Es ist möglich, zuzulassen, dass Leiden uns zerstört, und dass Leiden uns verbittert, elend und selbstbezogen machen. Wenn wir jedoch auf die Dinge schauen, die nicht sichtbar sind, dann wird unsere Bedrängnis in uns ein ewiges Gewicht der Herrlichkeit bewirken .

Paulus ermuntert uns vierfach. Erstens sollen wir stets im Leiden den Blick auf das bleibende Unsichtbare lenken: Gott, der Kraft gibt. Zweitens sollen wir stets das Ziel im Blick haben: das Leben in der Herrlichkeit des Herrn. Wir werden „gemeinsam vor Gott stehen“ (4,14). Drittens hält er uns vor Augen: alles geht vorbei. Und zuletzt immer wieder das Vertrauen: „Wir haben Gottes Geist, der uns auf Gott vertrauen lässt.“ (2. Kor 4:13)

Infos zum Impuls 

– Start mit dem Wort Gottes in den Tag

– Kurzimpuls

– es gibt stets ein Wochenthema

– täglich nur 1x

– entweder über

   * Whatsapp

   * Facebook-Seite

   * Telegram

– ca. zwischen 6-7 Uhr 

– hier geht´zur Anmeldung

Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste