Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Zweiter Brief an die Korinther – Kap. 2: Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr eine Auslegung und Kommentar zum zweiten Brief an die Korinther Kap. 2

Falsche Anschuldigungen (2. Kor. 2,1-4)

Vergebung für Bestraften (2. Kor 2,5-11)

2. Kor 2,7: Jetzt müsst ihr ihm vergeben und ihn ermutigen, denn er soll nicht verzweifeln.

Ermunterung zur Vergebung: Es ist eine Freude, jemanden, der echte Reue zeigt zu vergeben. Dazu spornt Paulus die Korinther und auch uns an. Und dennoch: Wirkliches Vergeben ist manchmal ganz schön schwer, gerade wenn mir viel Böses angetan wurde. Und häufig kann es sein, dass dein Gegenüber die Vergebung gar nicht annehmen will. So oder so, wir spüren in unserem Herzen entweder die Bereitschaft oder auch den Widerwillen zu vergeben. Versuche stets den Widerwillen in Vergebungsbereitschaft zu wandeln. Gott will dir dabei helfen. Musst du noch jemandem vergeben?Was ist dir alles schon vergeben worden?

Benedikt XVI über Vergebung: Wenn wir vor ihm erscheinen wollen, müssen wir uns auch bewegen und aufeinander zugehen. Dazu müssen wir die große Lektion der Vergebung lernen: Nicht im Herzen das nagende Gefühl des Grolls arbeiten lassen, sondern das Herz für die Großmut öffnen und dem anderen zuhören, das Herz für das Verständnis ihm gegenüber öffnen, um möglicherweise seine Entschuldigungen anzunehmen und unsere eigenen großzügig anzubieten.

Strenge dich notfalls an, denjenigen immer und vom ersten Augenblick an zu vergeben, die dich beleidigen. Denn auch wenn der Schaden oder die Beleidigung noch so groß ist, hat Gott dir mehr vergeben. Josemaría Escrivá

Vergebung ist kein Gefühl, sondern ein Akt des Willens. Welch eine Beifeiung ist es, wenn man vergeben kann. Corrie ten Boom

2. Kor 2,8: Entschließt euch dazu, ihm wieder eure Liebe zu zeigen.

Paulus in Troas (2. Kor 2,12-13)

Für Christus im Dienst (2. Kor 2,14-17)

2. Kor 2,14: Von ganzem Herzen danke ich Gott dafür, dass er uns immer im Triumphzug von Christus mitführt.

Gott führt uns: Gott führt uns in Christus im Triumphzug durch die Welt. In der Antike kam der Feldherr nach einem Sieg in sein Land zurück, um dort einen Triumphzug zu halten. Jeder bejubelte ihn. Alle Soldaten ehrten den Feldherrn. In derselben Weise sind wir mit Christus dem Sieger verbunden. Wohin wir auch gehen, wir zeigen der Welt den Christus. Wir bekennen uns zu ihm und wissen, dass er unser Leben lenkt. Gott will, dass Christus in unserem Leben sichtbar wird, in unseren Worten und in unseren Taten. Dadurch werden wir ein Wohlgeruch für Gott.

2. Kor 2,15: Durch Christus sind wir ein Wohlgeruch für Gott.

Wohlgeruch für Gott: Der Wohlgeruch besteht nicht so sehr in dem, was wir tun, sondern durch wen. Der Wohlgeruch besteht nicht so sehr in den konkreten Worten oder Taten, sondern in einer Haltung der Hingabe in der Liebe, wie Christus uns liebt. Es ist der Duft eines Lebens, das mit Christus in Gott ist und seinen Duft aus der Gemeinschaft mit Ihm bezieht. Wir bekennen uns zu ihm und wissen, dass er unser Leben lenkt. Gott gefällt es, dass Christus in unserem Leben sichtbar wird. In dieser Welt können wir den Wohlgeruch der Nähe und Gegenwart Jesu und seines persönlichen Blicks wahrnehmbar machen. Dadurch werden wir ein Wohlgeruch für Gott.

2. Kor 2,17: Wir reden in aller Aufrichtigkeit und in Gottes Auftrag, weil wir mit Christus eng verbunden sind und uns Gott verantwortlich wissen.

Schuld durch Schweigen: Wer das Wasser in der Wüste kennt und es verschweigt, der ist schuld, wenn Sterbende es übersehn. Wer im Moor die festen Wege kennt und sie nicht zeigt, der ist schuld daran, wenn andere untergehen.

Zeugnis geben: Ich bin davon überzeugt, dass wir Christen mehr denn je dazu aufgefordert sind über unseren Glauben Zeugnis zu geben. Das heutige Fronleichnahmsfest ist eine sicherlich sehr eindrückliche Möglichkeit, aber noch vielmehr sind wir im Alltag dazu aufgefordert, unseren Glauben nicht zu verschweigen und Auskunft zu geben über die Hoffnung, die uns beseelt. Nur wer selbst brennt, kann Feuer in anderen entfachen.

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste