Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Zweiter Brief an die Korinther Kap. 13: Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr eine Auslegung und Kommentar zum zweiten Brief an die Korinther Kap. 13

Bitte und Grüße (2. Kor 13,1-13)

2. Kor 13,4: Als er gekreuzigt wurde, war er schwach. Aber jetzt lebt er aus der Kraft Gottes. Auch wir sind schwach, weil wir mit Christus verbunden sind. Doch euch gegenüber wird sich zeigen, dass wir mit Christus aus der Kraft Gottes leben.

2. Kor 13:4: Denn wenn er auch aus Schwachheit gekreuzigt wurde, so lebt er doch aus der Kraft Gottes; so sind auch wir zwar schwach in ihm, doch werden wir mit ihm leben aus der Kraft Gottes für euch.

Kraft Gottes in Christus: Den Höhepunkt der Nähe Gottes zum Leiden des Menschen sehen wir in Jesus selbst. Er hat mit uns gelitten, er ist gestorben. Durch sein Leiden und seinen Tod hat er unsere Schwachheit bis ins Letzte angenommen und verwandelt. Die Nähe Jesu zu den Leidenden ist ungebrochen: Sie erstreckt sich über die Zeit. In seiner Nähe und in unserem Vertrauen liegt das Geheimnis der Kraft. Die Kraft Gottes erweist sich in ganzer Fülle in der Schwachheit, in der Armut dessen, der sich ihm anvertraut und seine Hoffnung nur auf ihn setzt.

In Schwachheit gekreuzigt: Die Schwachheit, die sich in der Kreuzigung des Herrn Jesus darstellt, ist keinesfalls in seiner Natur oder seinem Wesen begründet. Selbst als Mensch ist Er der Heilige, der Vollkommene, und Er hätte ewig leben können, weil Er nicht unter dem Urteil des Todes, der Folge der Sünde, stand wie wir. Aber um uns zu erretten hat er sich selbst erniedrigt und war gehorsam bis zum Tod am Kreuz. So ist seine am Kreuz ersichtliche Schwachheit eine freiwillig angenommene Schwachheit, zu dem einzigen erhabenen Zweck, Gott durch die Errettung von verlorenen Sündern zu verherrlichen. In der Nachfolge Christi versuchen auch wir dieser Schwachheit in ihm in unserem Leben nach zu folgen. Wir wissen ja: Die Kraft Gottes erweist sich in ganzer Fülle in der Schwachheit, in der Armut dessen, der sich ihm anvertraut und seine Hoffnung nur auf ihn setzt.

2. Kor 13.5: Prüft euch! Stellt selbst fest, ob euer Glaube noch lebendig ist! Oder ist bei euch nichts mehr davon zu merken, dass Jesus Christus unter euch lebt?

2. Kor 13,5: Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellt euch selbst auf die Probe! Oder erkennt ihr euch selbst nicht, dass Jesus Christus in euch ist? Es sei denn, dass ihr unecht wärt!

Bin ich Christ? Paulus fordert die Christen in Korinth auf, sich eine ernüchternde Frage zu stellen: Bin ich wirklich ein Christ? Worauf sollen wir achten, wenn wir uns prüfen und prüfen ? Wir sollen sehen, ob Jesus Christus in dir ist. Wir sollen nicht nach Perfektion suchen – in uns selbst oder in anderen – aber wir sollten echte Beweise für Jesus Christus in uns sehen.

Was bedeutet es, Jesus Christus in sich zu haben? Der wahre Christ trägt das Kreuz in seinem Herzen; und ein Kreuz im Herzen, meine Freunde, ist eines der süßesten Heilmittel für ein Kreuz auf dem Rücken. Wenn du ein Kreuz in deinem Herzen hast – Christus in dir gekreuzigt, die Hoffnung der Herrlichkeit – werden dir alle Kreuze der Nöte dieser Welt leicht genug erscheinen, und du wirst es leicht tragen können. Christus im Herzen bedeutet, an Christus geglaubt, Christus geliebt, Christus vertraut, Christus vermählt, Christus mit Christus verbunden, Christus als unsere tägliche Speise und uns selbst als Tempel und Palast, in dem Jesus Christus täglich wandelt.

2. Kor 13,11: Freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch ermahnen, seid eines Sinnes, haltet Frieden; so wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein!

Fünf Aufforderungen in einem Vers. Paulus will damit keinen Druck erzeugen, den Druck möglichst gut zu sein. Es geht vielmehr um eine Öffnung und Wandlung des Herzens, das ein Blick hat für Dinge der Freude, das in Demut auch konstruktive Kritik annehmen kann, dass mehr im Wir denkt als im Ich, dass den Frieden sucht statt wegen jeder Kleinigkeit einen Zank anzufangen. Es geht um eine Wandlung des Seins. Es geht um eine intime Gottesbeziehung, die täglich neu seine Hilfe erbitte, damit er unser Herz leitet. So schließe ich die Auslegungen zum zweiten Brief an die Korinther mit dem Schlussvers:

2. Kor 13,13: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft, die der Heilige Geist schenkt, sei mit euch.

Dreifaltigkeit: Dies ist die einzige Stelle im Neuen Testament, wo der Vater, der Sohn und der Heilige Geist in dieser Art von Segen zusammen erwähnt werden. Paulus wollte, dass die Christen in Korinth mit allem, was Gott ist, vollkommen gesegnet sind.

Zum Kreuzzeichen: Das Gebet ist für die Seele, was der Regen für die Erde ist. Je mehr wir beten, desto mehr wollen wir beten. Wer nicht betet, wendet sich ganz der Erde zu und ist wie ein Maulwurf, der bemüht ist, ein Loch zu graben, um sich zu verstecken. Er liebt nur Irdisches und Materielles. Stumpfsinnig, ohne Gefühl für das Göttliche, denkt er nur an zeitliche Güter. Mit großer Ehrfurcht müssen wir das Kreuzzeichen machen. Man fängt beim Kopf an, womit auf das Oberhaupt der Schöpfung, den Vater, hingewiesen wird. Dann folgt das Herz: die Liebe, das Leben, die Erlösung – der Sohn; schließlich die Schultern: die Kraft – der Heilige Geist. (Jean Marie Vianney)

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

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