Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Zweiter Brief des Petrus – Kap. 3: Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr einen Kommentar und eine Auslegung zum zweiten Brief des Petrus.

Christus kommt wieder (2. Petr 3,1-9)

2. Petr 3,8: Eins dürft ihr dabei nicht übersehen, liebe Geschwister: Für den Herrn ist das, was für uns ein Tag ist, wie tausend Jahre und was für uns tausend Jahre sind, ist für ihn wie ein einziger Tag.

Gott steht über der Zeit. Er ist es, der die Zeit in Gang setzte, als er die Welt schuf. Er handelt in der Zeit, aber selbst ist er nicht wie wir der Zeit unterworfen. Darum irren wir, wenn wir Gottes Handeln in unsere Zeitbegriffe einpassen wollen. Wir können nicht anders als in den Begriffen von Zeit und Raum denken, da wir Geschöpfe der Zeit sind und daher ist es uns unmöglich, zu begreifen, wie jemand ganz außerhalb der Zeit sein kann. Aber wenn wir es auch nicht begreifen, so dürfen wir es wissen: Gott ist nicht wie wir. Er ist ewig, er ist zeitlos. Und wir dürfen zuversichtlich glauben, dass Gott in seiner Weise und zu seiner Zeit wirkt.

2. Petr 3,9: Der Herr verzögert seine Zusage nicht, wie manche das meinen. Im Gegenteil: Er hat Geduld mit euch, denn er will nicht, dass irgendjemand ins Verderben geht, sondern dass alle Gelegenheit haben, zu ihm umzukehren.

Gott steht zu seinen Zusagen: Der Herr zögert seine Verheißungen nicht hinaus, auch wenn wir meinen, er hätte nach bald 2000 Jahren längst kommen müssen. So dachten wohl auch viele, die auf das erste Kommen des Herrn warteten. Jesaja prophezeite das baldige Kommen des Erlösers. Es dauerte aber noch etwa 700 Jahre, bis dieses Wort sich erfüllte und der Erlöser Jesus Christus kam. Der Herr ist dennoch nicht nachlässig im Erfüllen seiner Verheißungen, wie es Menschen sind. Bei Gott gibt es weder Vergessen noch Unvermögen, schon gar kein Verleugnen. Gott wartet nicht aus Schwachheit, Vergesslichkeit oder Gleichgültigkeit, sondern aus Freundlichkeit.Gott kann sein Versprechen jederzeit einlösen.

Neuer Himmel und Erde (2. Petr 3,10-13)

2. Petr 3,11: Wenn sich das alles nun so auflösen wird, was für ein Anliegen müsste es euch dann sein, ein Leben in Heiligkeit und Ehrfurcht vor Gott zu führen.

Die Welt vergeht: Angesichts der Tatsache, dass diese Weltordnung und die damit verbundenen Dinge aufgelöst werden, sollten wir unser Leben leben, indem wir zuerst das Reich Gottes suchen und seine Gerechtigkeit – das heißt, heiliges Verhalten und Frömmigkeit zu haben. Die Gestalt dieser Welt vergeht, sie löst sich auf. Ein heiliger Wandel ist ein für Gott und für die Ewigkeit abgesonderter Wandel im alleinigen Vertrauen auf ihn. Sei also in jeder Situation deines Lebens zuversichtlich, dass Gott, der bei dir ist, es nicht unterlassen wird, dich auf dem rechten Weg zu leiten.

Was vergänglich ist, o Herr, das sei gering in meinen Augen; doch kostbar sei mir alles, was dein ist um deinetwillen; und über alles andere sollst du selbst mir kostbar sein, o Herr. Thomas von Aquin

2. Petr 3,13: Aber nach dem, was Gott uns versprochen hat, erwarten wir neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit regiert.

Neue Erde und neuer Himmel: Es wird eine neue Erde geben, die von ganz neuer Art sein wird. Jede Spur der Sünde ist verschwunden. Der Fluch und das Leid der ersten Schöpfung sind vergessen. Es wird einen neuen Himmel geben, der von ganz neuer Art sein wird. Alles Böse, was durch den Teufel und seine Engel im Himmel geschehen ist, ist verschwunden. Gott wird alles neu machen. In Ewigkeit werden wir fest mit ihm verbunden sein.

Komm zu mir, damit ich, zu nichts geworden, weg von mir, ganz in dich hinein fließe, damit ich mich von jetzt an in dieser Zeit nie mehr in mich selbst zurückziehen kann, sondern in Ewigkeit fest mit dir verbunden bleibe. Gertrud von Helfta

Nötige Wachsamkeit (2. Petr 3,14-18)

2. Petr 3,14: Weil ihr das alles erwartet, liebe Geschwister, beeilt euch, dass ihr rein und tadellos und innerlich im Frieden vor euren Herrn hintreten könnt.

2. Petr 3,15: Der Herr bringt euch so viel Geduld entgegen, damit ihr gerettet werdet!

2. Petr 3,15: Und haltet die Langmut unseres Herrn für eine Chance zur Rettung. Genau das hat euch auch unser lieber Bruder Paulus geschrieben, dem Gott in all diesen Fragen viel Weisheit geschenkt hat.

Geduldiger Retter: Wenn Gott uns Veränderung auf das Herz legt, sollten wir ihn handeln lassen. Und wenn wir selbst handeln sollen, dann wollen wir es sofort und umfassend tun.Heute, wenn wir seine Stimme hören, wollen wir unser Herz nicht verhärten. Christus steht geduldig und klopft an die Lebenstür des Einzelnen und spricht dabei Worte der Gnade. Alle, die wir noch atmen und lebendig sind, verdanken das einer ganz unbegreiflichen Geduld Gottes.

2. Petr 3,18: Nehmt vielmehr in der Gnade zu und lernt unseren Herrn und Retter Jesus Christus immer besser kennen. Ihm gehört alle Herrlichkeit und Ehre, schon jetzt und auch in alle Ewigkeit! Amen.

Christus besser kennen lernen: Am Ende seines zweiten Briefes steht nun diese Aufforderung. Wenn wir geistlich wachsen möchten, so können wir das nur in Verbindung mit der Erkenntnis der Person des Herrn tun. Mehrmals steht in diesem Brief diese Aufforderung, in der Erkenntnis des Herrn zu wachsen. Lasst uns Jesus immer besser kennen lernen im persönlichen Gebet und durch das Lesen der heiligen Schrift.

In der Gnade wachsen: Aber Sie werden bemerken, dass unser Text nichts über das Wachsen der Gnade sagt; es heißt nicht, dass die Gnade wächst. Es fordert uns auf, in der Gnade zu wachsen. Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen dem Wachsen der Gnade und unserem Wachsen in der Gnade. Gottes Gnade nimmt nie zu; es ist immer unendlich, also kann es nicht mehr sein; es ist immerwährend; es ist immer bodenlos; es ist immer uferlos. Mehr kann es nicht sein; und in der Natur Gottes könnte es nicht weniger sein. Der Text fordert uns auf, in der Gnade zu wachsen. Wir sind im Meer der Gnade Gottes; Wir können nicht in einem tieferen Meer sein, aber lass uns wachsen, jetzt wo wir drin sind.

2. Petr 3,18: Ihm sei die Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit! Amen.

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste