Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Zweiter Brief des Johannes (2. Joh) Kapitel 1:  Auslegung und Kommentar

Auslegung und Kommentar zum zweiten Brief des Johannes (2. Joh) Kapitel 1

2. Joh 1,1-3: Eingangsgruss

Auslegung und Kommentar zu 2. Joh 1,1-3

2. Joh 1,1: Ich liebe euch, weil ich durch die Wahrheit mit euch verbunden bin.

Getrennt und doch verbunden. Das lässt sich auch auf unsere Verstorbenen übertragen. Je schöner und voller die Erinnerungen an einen Verstorbenen, desto schwerer die Trennung. Es gibt nichts, was uns die Abwesenheit eines uns lieben Menschen ersetzen kann und man soll das auch gar nicht versuchen. Man muß es einfach aushalten und durchhalten. Das klingt zunächst sehr hart, aber es ist doch zugleich ein großer Trost. Denn indem die Lücke wirklich unausgefüllt bleibt, bleibt man durch sie miteinander verbunden. Es ist verkehrt, wenn man sagt, Gott füllt die Lücke aus. Er füllt sie gar nicht aus, sondern er hält sie vielmehr gerade unausgefüllt und hilft uns dadurch, unsere echte Gemeinschaft, wenn auch unter Schmerzen, zu bewahren. Bonhoeffer

2. Joh 1,2: Diese Wahrheit bleibt in uns und wird für immer und ewig bei uns sein.

Ewige Wahrheit: Die Wahrheit ändert sich nicht. Die Wahrheit wird für immer wahr sein , und wir werden die Wahrheit für immer in der Ewigkeit haben. Viele Menschen denken heute, dass sich die Wahrheit von Zeitalter zu Zeitalter und von Generation zu Generation ändert, aber die Bibel weiß, dass die Wahrheit für immer bei uns sein wird .

2. Joh 1,3: Gnade, Barmherzigkeit und Friede sei mit euch von Gott, dem Vater, und von dem Herrn Jesus Christus, dem Sohn des Vaters, in Wahrheit und Liebe!

Segensspruch: Welch tiefer, süßer Bedeutungsrhythmus liegt in den ersten Versen dieses Briefes! Man liest sie immer wieder. Ach, dass Gnade, Barmherzigkeit und Friede mit uns seien von Gott, dem Vater, und von Jesus Christus, dem Sohn des Vaters, in Wahrheit und Liebe. Meier

Wahrheit und Liebe: Für Johannes bilden Wahrheit und Liebe eine Einheit. Jemand ist „in der Wahrheit“, wenn er auf Jesus Christus vertraut. Dieses Vertrauen ist untrennbar verbunden mit Fakten über Jesus, vor allem aber der Deutung dieser Fakten im Neuen Testament. Wenn jemand in der Wahrheit steht und an Jesus glaubt, erkennt er in ihm die Liebe Gottes und wird mit Liebe zu Gott und dem Nächsten erfüllt. Die Wahrheit zu erkennen, beinhaltet vor allem, sie mit dem Verstand zu erfassen. Ihre Erkenntnis ist aber untrennbar verbunden mit der Liebe, mit der man der Wahrheit innerlich den angemessenen Wert beimisst. Und die Liebe ist an und für sich kein Wert, sondern entscheidend ist, wen oder was man liebt. Die Liebe ihrerseits also ist die innere Eigenschaft, mit der wir der Wahrheit den angemessenen Wert beimessen und uns über sie freuen. Wir lieben Gott angemessen, wenn wir uns über ihn mehr freuen als an allem anderen. Wahrheit und Liebe gehören im Blick auf Gottes Offenbarung also so zusammen: Ob jemand Gott in Christus erkannt hat, zeigt sich notwendig darin, dass er ihn über alles liebt.

2. Joh 1,4-6: Das Gebot der Liebe

Auslegung und Kommentar zu 2. Joh 1,4-6

2. Joh 1,4: Es freut mich sehr, dass ich unter deinen Kindern solche gefunden habe, die in der Wahrheit wandeln, wie wir ein Gebot empfangen haben von dem Vater.

2. Joh 1,5: Und nun bitte ich dich, Frau — nicht als ob ich dir ein neues Gebot schreiben würde, sondern dasjenige, welches wir von Anfang an gehabt haben —, dass wir einander lieben.

Einander lieben: Die Anwesenheit der Christen in den menschlichen Gemeinschaften muss von jener Liebe beseelt sein, mit der Gott uns geliebt hat, der will, dass wir einander mit derselben Liebe begegnen. Die christliche Liebe erstreckt sich auf alle, ohne Unterschied von Rasse, gesellschaftlicher Stufe oder Religion; sie erwartet nicht Gewinn oder Dankbarkeit; denn wie Gott sich uns mit ungeschuldeter Liebe zugewandt hat, so sind auch die Gläubigen in ihrer Liebe auf den Menschen selbst bedacht und lieben ihn mit der gleichen Zuwendung, mit der Gott den Menschen gesucht hat. II. Vatikanisches Konzil

2. Joh 1,6: Und darin besteht die Liebe, dass wir nach seinen Geboten wandeln; dies ist das Gebot, wie ihr es von Anfang an gehört habt, dass ihr darin wandeln sollt.

Liebesgebot: Die Integrität unseres christlichen Lebens kann an unserer Liebe. Wenn wir Gott lieben, werden wir seine Gebote befolgen. Wir tun dies nicht, weil wir denken, dass seine Gebote eine schwere Last sind, sondern weil wir sehen, dass sie das Beste für uns sind. Sie sind Führer und Geschenke für uns von Gott.

2. Joh 1,7-13: Vorsicht vor Verführern

Auslegung und Kommentar zu 2. Joh 1,7-13

2. Joh 1,7: Denn viele Verführer sind in die Welt hineingekommen, die nicht bekennen, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist — das ist der Verführer und der Antichrist.

Jesus ist Gott und Mensch: Johannes hatte in seiner eigenen Zeit hauptsächlich die Gefahr im Sinn, dass diejenigen dachten, dass Jesus, der Gott ist, keine wirkliche Verbindung mit der materiellen Welt haben könnte. Sie sagten, Er habe nur eine scheinbare Verbindung mit der materiellen Welt. Um dem entgegenzuwirken, machte Johannes eine klare Erklärung: Wir müssen bekennen, dass Jesus Christus im Fleisch kommt . Das bedeutet, dass Jesus bei Seinem ersten Kommen als echter Mensch kam, aber auch, dass Er als Mensch kommen wird – obwohl verherrlichte Menschheit, und das zu Seiner ewigen Göttlichkeit hinzugefügt – ein echter Jesus aus Fleisch und Blut wird wieder auf die Erde kommen.

2. Joh 1,8: Seht euch vor, dass wir nicht verlieren, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangen!

2. Joh 1:9: Wer über das hinausgeht, was Christus uns gelehrt hat, der wendet sich von Gott ab. Nur wer sich an die Lehre von Christus hält, bleibt mit dem Vater und mit dem Sohn verbunden.

2. Joh 1:10: Sollte also jemand zu euch kommen, der euch etwas anderes erzählen will, den nehmt nicht bei euch auf und grüßt ihn nicht einmal.

2. Joh 1:11: Denn wer diesen Verführern auch nur Gutes wünscht, unterstützt sie und macht sich mitschuldig an all dem Bösen, was sie anrichten.

2. Joh 1:12: Ich habe noch so vieles auf dem Herzen, aber das möchte ich euch lieber persönlich sagen und nicht schreiben. Ich hoffe, bald bei euch zu sein. Dann können wir alles miteinander besprechen, und nichts wird unsere Freude trüben.

2. Joh 1:13: Alle, die hier zu der von Gott erwählten Gemeinde gehören, lassen euch herzlich grüßen.


Das war eine Auslegung und ein Kommentar zum zweiten Brief des Johannes (2. Joh) Kapitel 1.


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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste