Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Zweiter Brief an Timotheus: Kap. 2 – Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr einen Kommentar und eine Auslegung zum zweiten Brief an Timotheus – Kapitel 2

Für Christus kämpfen und leiden (2. Tim 2,1-13)

2. Tim 2,1: Timotheus, mein lieber Sohn, sei stark in der Gnade, die uns in Jesus Christus gegeben ist.

Sei stark in der Gnade: Er bringt uns seine Kraft, wenn wir ihn suchen und uns auf ihn statt auf unsere eigene Kraft verlassen.

2. Tim 2,3: Und sei als ein guter Soldat von Jesus Christus bereit, die dazugehörigen Leiden auf dich zu nehmen.

2. Tim 2,4: Kein Soldat, der in den Krieg zieht, lässt sich in Alltagsgeschäfte verwickeln, denn er will dem gefallen, der ihn angeworben hat.

Ein guter Soldat sein: Er muss die Haltung eines Soldaten einnehmen, der erwartet, Härten für seine Sache zu ertragen. Kein wirklicher Soldat oder zumindest kein guter Soldat hat je aufgegeben, nur weil ihm eine Not widerfahren ist. Ein Soldat muss vieles aufgeben. Einige von ihnen sind schlechte Dinge (Stolz, Unabhängigkeit, Eigensinn), und einige von ihnen sind gute Dinge (sein Zuhause, seine Familie). Wenn ein Soldat jedoch nicht bereit ist, diese Dinge aufzugeben, ist er überhaupt kein Soldat. Träume niemals von Delikatesse. Denke nicht daran, Gott in den Gärten Ägyptens zu finden, den Moses nur im brennenden Dornbusch fand.

2. Tim 2,8: Richte deine Gedanken immer wieder auf Jesus Christus aus – auf ihn, der von den Toten auferweckt wurde und aus der Nachkommenschaft Davids stammt. Er ist der Inhalt der guten Botschaft, die mir anvertraut wurde.

2. Tim 2,9: Ihretwegen habe ich Böses erfahren und bin jetzt wie ein Verbrecher gefesselt. Doch das Wort Gottes kann man nicht in Fesseln legen.

Leben mit Christus: Für Paul ging es bei den besten Nachrichten nicht um mehr Geld, mehr Liebe, mehr Status oder mehr Zeug. Bei der guten Nachricht ging es um eine echte Beziehung zu Gott durch das vollendete Werk Jesu Christi am Kreuz. Das Evangelium brachte Paulus kein glanzvolles und bequemes Leben. Es brachte ihm ein Leben voller Abenteuer und Herausforderungen, aber auch ein Leben voller Leiden.

2. Tim 2,10: Deshalb nehme ich das alles auf mich; ich ertrage es für die, die Gott erwählt hat, weil ich möchte, dass auch sie durch Jesus Christus gerettet werden und an der ewigen Herrlichkeit teilhaben.

2. Tim 2,11: Es ist ein wahres Wort: Wenn wir mit Christus gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben.

2. Tim 2,12: Leiden wir hier mit ihm, werden wir auch mit ihm herrschen. Wenn wir nicht zu ihm stehen, wird auch er nicht zu uns stehen.

2. Tim 2,13: Sind wir untreu, bleibt er doch treu, denn er kann sich selbst nicht untreu werden.

Frühchristliches Lied: Wir wissen, wie es ist, ein Anbetungslied im Kopf zu haben, eines, das unser Herz zum Ausdruck bringt. Hier zitierte Paulus ein frühchristliches Lied, das den Christen seiner Zeit bekannt war. Das Lied beginnt mit einem Versprechen der Auferstehung an die, die mit Jesus gestorben sind. Das Lied versichert dem treuen Gläubigen ewigen Lohn. Dieses Prinzip versichert uns, dass unsere gegenwärtige Schwierigkeit oder Prüfung es wert ist, ertragen zu werden. Die Belohnung ist größer als das, was man durch das Aufhören gewinnen könnte. Wir werden mit Ihm regieren! Wir können Jesus nicht verleugnen und wir müssen ihm die Treue halten. Doch wenn jemand abfällt, ändert es nichts daran, wer Gott ist. Er bleibt treu.

Warnung vor Irrlehrern (2. Tim 2,14-26)

2. Tim 3,14-15: Du jedoch sollst an der Lehre festhalten, in der du unterwiesen worden bist und von deren Glaubwürdigkeit du dich überzeugen konntest. Du kennst ja die, die dich gelehrt haben und bist von Kind auf mit den heiligen Schriften vertraut, aus denen du alle Wegweisung bekommen kannst, die zur Rettung nötig ist – zur Rettung durch den Glauben an Jesus Christus.

2. Tim 3,16: Denn alles, was in der Schrift steht, ist von Gottes Geist eingegeben, und dementsprechend groß ist auch der Nutzen der Schrift: Sie unterrichtet in der Wahrheit, deckt Schuld auf, bringt auf den richtigen Weg und erzieht zu einem Leben nach Gottes Willen.

2. Tim 3,17: So ist also der, der Gott gehört und ihm dient, mit Hilfe der Schrift allen Anforderungen gewachsen; er ist durch sie dafür ausgerüstet, alles zu tun, was gut und richtig ist.

2. Tim 2,19: Doch der feste Grund Gottes steht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt, die sein sind; und: Jeder, der den Namen des Herrn nennt, stehe ab von der Ungerechtigkeit!

Dreifaches Fundament: Wir haben ein dreifaches Fundament, auf welchem unser Tempel (vgl. 1. Korinther 3, 16) steht.

Das unterste, erste Fundament ist das stärkste. Es heißt: Der Herr kennt. Der Hirte kennt seine Schafe, er sorgt für sie, er weidet sie auf frischen Wiesen, er gibt ihnen alles, was sie brauchen. Der Herr kennt. Wenn der Herr dich kennt, so ist dein Tempel auf dem sichersten Fundament aufgebaut. Dieses Fundament können Hölle, Sünde, Tod und Teufel niemals überwinden. Wenn der Herr dich kennt, brauchst du dich vor nichts zu fürchten. Wenn der Herr dich kennt, so muss dir zwangsläufig alles zum Guten dienen. Dies hat der Herr versprochen, geschworen und mit dem Siegel seines Blutes bekräftigt. Wenn der Herr dich kennt, so hat er dich in sein Testament eingetragen und er ist bereits gestorben, so dass du jetzt ein rechtmässiger Erbe bist.

Das zweite Fundament ist ebenfalls gelegt: Die sein sind. ist das zweite Fundament. Die, welche er kennt, die sind auch sein. Der Herr wünscht sich, jeden zu kennen, möchte mit allen diese innige Gemeinschaft pflegen. Doch nur wenige Menschen sind bereit, sich darauf einzulassen. Warum das? Jesus sagte uns den Grund dazu: In der Welt werdet ihr Angst haben. Das ist ein Fakt. Wer diese innige Nähe Gottes regelmäßig aufsucht, wird zwangsläufig von der Welt verfolgt werden. Oft vertrauen wir nicht, dass auch der zweite Teil dieses Verses stimmt: Doch seid getrost, ich habe die Welt überwunden! Wenn wir uns daran festklammern, gibt uns das die Freiheit, diese Angst zu überwinden.

Das dritte Fundament: Es ist auch sehr wichtig, doch leider mögen die meisten Menschen dieses Fundament nicht. Jeder, der den Namen des Herrn nennt, stehe ab von der Ungerechtigkeit. Mit der Ungerechtigkeit ist hier nicht (nur) ungerechtes Verhalten gemeint, sondern die Sünde in jeder Form. Denn Sünde ist es, die den sündlosen Christus den ungerechten Tod sterben ließ. So steht unser Tempel auch auf diesem Fundament: Mit der Sünde brechen, wo immer wir auf sie stoßen. Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er gerecht und treu, dass er uns die Sünden vergibt. Doch dieses Bekennen jeder bekannten Sünde ist unablässig, damit unser Tempel auf einem sicheren Fundament steht. Wir dürfen wissen: dieses dritte Fundament steht auf einem unüberwindbaren Fundament der Gnade Christi. Dies soll uns ermutigen, den Kampf gegen jede Sünde nicht aufzugeben. Jonas Erne

2. Tim 2,22: Hüte dich vor den Leidenschaften, die besonders junge Menschen in Gefahr bringen. Strebe zusammen mit denen, die den Herrn aufrichtig und mit reinem Gewissen anbeten, nach einem Leben, das von Gerechtigkeit, Glauben, Liebe und Frieden erfüllt ist.

Vermeiden, aber auch Streben: Reinigung kann niemals nur eine Frage der Vermeidung schlechter Dinge sein. Es muss auch das Streben nach guten Dingen sein. Daher gibt es sowohl Dinge, vor denen wir fliehen müssen, als auch Dinge, denen wir nachgehen müssen. Um gereinigt zu werden, müssen wir alles tun, um in unseren persönlichen Beziehungen zu anderen richtig zu sein. Die Reinigung muss sich auch darauf erstrecken, wie wir andere behandeln.

2. Tim 2,24: Wer Gott dienen will, soll sich nicht herumstreiten, sondern allen Menschen freundlich begegnen.

2. Tim 2,24: Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern gegen alle milde sein, lehrfähig, duldsam, der in Sanftmut die Widersacher zurechtweist.

Meide Streit: Der Streit in der Welt, die Unversöhnlichkeit miteinander rührt oft davon her, daß wir eingeschlossen sind in die eigenen Interessen und Meinungen, in unsere eigene winzige Sonderwelt. Der Egoismus hält uns in unseren Interessen und Wünschen gefangen, die uns voneinander trennen. Daher meide Streit! Konflikte sind zwar unvermeidlich, aber bewahre dir in diesen Konflikten die Sanftmut und den Blick für Lösungen. Man erreicht mehr mit einem freundlichen Blick, mit einem guten Wort der Ermunterung als mit vielen Vorwürfen. Dazu braucht es stets auch Disziplin, so dass wir nicht geradewegs nach unseren Stimmungen handeln.

Freundlich mit schwierigen Menschen umgehen: Du hast sicher auch schwierigen Menschen in deinem Umfeld, die dich ab und zu auf die Palme bringen, stachelige Persönlichkeiten. Ich kenne das auch. Häufig hast du nicht die Möglichkeit, diesen Menschen aus dem Weg zu gehen z.B. wenn es im Beruf ist. Bevor du nun diese Leute innerlich ablehnst, sie verurteilst und evtl. mit Dritten über sie lästerst, versuche freundlich mit Ihnen um zu gehen, sie in ihrer Art und Weise im Rahmen deiner psychischen Möglichkeiten zu „ertragen“. Das ist, was dem Herrn gefällt. Sehe es u.a. als spirituelle Übung. Es wird dir nicht immer gelingen, mir auch nicht, aber auf den Versuch kommt es an.

Zur Sanftmut: Sanftmut ist nicht Weichlichkeit! In der Sanftmut verwische und verkleinere ich nicht blauäugig eigene und fremde Fehler. Sanfmut bleibt bei der Wahrheit und hat auch den Mut sie zu sagen, aber eben sanft und nicht unbarmherzig und gefühlslos. Der Sanftmütige sieht sehr wohl, was er selbst oder andere falsch machen, er gerät dabei jedoch nicht in Zorn, sondern sieht hinter all den Fehlern den Menschen, der viel Geduld und Liebe braucht, um sich zu verbessern.

Franz von Sales über die Milde: Verwenden Sie Ihre größtmögliche Sorge darauf, daß Sie inmitten der Ihren recht milde werden. Daran sollen Sie denken, wenn Sie das Haus betreten, wenn Sie es verlassen, am Morgen, zu Mittag, ja zu jeder Stunde. Ich sage Ihnen also, daß Sie Ihre besondere Aufmerksamkeit darauf lenken sollen, sich recht sanftmütig zu verhalten. Üben Sie kräftig Ihr Herz in der inneren und äußeren Milde und halten Sie es in Ruhe inmitten der vielfältigen Angelegenheiten, die sich ergeben. Hüten Sie sich sehr vor Übertreibung, sie ist die Pest der heiligen Frömmigkeit. Franz von Sales

Einigkeit erhalten: Gott hat mir befohlen, den Nächsten zu lieben. Es ist aber ein großes Werk der Nächstenliebe, die Einigkeit untereinander zu erhalten, und dazu weiß ich mir kein besseres Mittel als große Güte und Nachgiebigkeit. Über alles, was wir tun, soll daher diese liebenswürdige und demütige Nachgiebigkeit gebreitet sein. Franz von Sales

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste