Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Zweiter Brief an die Thessalonicher: Kap. 3 – Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr einen Kommentar und eine Auslegung zum zweiten Brief an die Thessalonicher – Kap. 3

Betet für uns (2. Thess 3,1-5)

2. Thess 3,1: Übrigens, liebe Geschwister, betet für uns, dass die Botschaft des Herrn sich schnell ausbreitet und in ihrer Herrlichkeit offenbar wird, wie es auch bei euch geschehen ist.

2. Thess 3,2: Betet darum, dass Gott uns vor den niederträchtigen und bösartigen Menschen bewahrt. Denn nicht alle wollen etwas vom Glauben wissen.

2. Thess 3,3: Der Herr aber ist treu. Er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren.

Kraft durch Gottes Treue: Gott gibt uns Kraft in jeglichen Lebenslagen, sei es im Beruf oder in der Familie oder wenn wir mit einem schweren Schicksal oder einer Krankheit zu kämpfen haben. Gott verspricht uns, die Kraft zu geben, die wir für diesen Tag brauchen. Er weiß, was heute auf uns zukommt und welchen Belastungen wir ausgesetzt sind. Darum kann Er uns genau die Energie schenken, die wir dazu benötigen. Der Herr verleiht uns die Kraft nicht im Voraus oder im Übermaß, damit wir jeden Morgen mit unserem Unvermögen zu Ihm kommen und Ihn bitten, uns für den Tag zu stärken. Gerade wenn wir denken, heute kann ich die Arbeit unmöglich schaffen, entfaltet Er seine Gnade und hilft uns.

Gottes Wort ist zuverlässig, wahr und seine Verheißungen werden sich erfüllen. Gott ist derselbe gestern, heute und morgen. Diese Treue bezieht sich vor allem auf seine Güte, er ist gut und möchte auch seinen Kindern Gutes schenken. Manchmal jedoch werden wir durch schwierige Umstände auf die Probe gestellt. In solchen Zeiten ist es schwieriger zu vertrauen. Jedoch sollten wir an Gottes Verheißungen festhalten und weiter auf den Herrn hoffen. Ulrike Puintner

2. Thess 3,5: Der Herr aber lenke eure Herzen zu der Liebe Gottes und zu der Geduld Christi!

Gott lenkt unsere Herzen: Was könnte wichtiger sein auf einem schwierigen Weg, als sich der Liebe Gottes und der Geduld des Christus im Himmel bewusst zu sein? Die Liebe Gottes ist unveränderlich auf uns gerichtet. Aber unsere Herzen sind nicht unveränderlich auf Gottes Liebe gerichtet! Deshalb ist das Gebet so nötig, dass der Herr unsere Herzen dahin richtet. Es ist eine Tatsache, dass wir von Gott, unserem Vater, geliebt werden, aber es ist eine andere Sache, dass unsere Herzen auch im täglichen Leben auf diese Liebe Gottes gerichtet sind. Wir haben es nötig, immer wieder darin befestigt zu werden, dass unser Gott Liebe ist. Diese Liebe verlässt uns nie. Liebe ist von Gott in unsere Herzen gekommen, aber unsere Herzen werden durch die Liebe gleichzeitig immer wieder auf Ihn hingewiesen und zu Ihm hingezogen. Gott ist auf unserer Seite. Seine Liebe schützt uns, so dass uns nichts und niemand schaden kann.

Arbeiten und essen (2. Thess 3,6-18)

2. Thess 3,10: Denn schon als wir bei euch waren, haben wir ausdrücklich gesagt: Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen.

2. Thess 3,11: Nun hören wir, dass einige von euch ein unordentliches Leben führen: Sie arbeiten nicht, sondern treiben sich nur herum.

2. Thess 3,12: Solchen Leuten befehlen wir im Namen des Herrn Jesus Christus mit allem Nachdruck: Sie sollen Ordnung in ihr Leben bringen, einer geregelten Arbeit nachgehen und sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen.

Die Arbeit: Die Arbeit ist die ursprüngliche Bestimmung des Menschen und ein Segen Gottes. Sie als eine Strafe anzusehen, ist ein beklagenswerter Irrtum. Unsere Aufgaben tun wir in Hingabe für unseren Herrn. Die gewöhnliche Arbeit soll für dich ein ständiges Gebet sein, ein Gebet, das immer aus denselben herzbewegenden Worten besteht, aber jeden Tag zu einer anderen Melodie. In den Augen Gottes ist keine Arbeit, für sich genommen, groß” oder klein. Allein die Liebe, mit der sie getan wird, bestimmt ihren Wert. In der Schlichtheit deiner gewöhnlichen Arbeit, in dem immerfort sich wiederholenden Kleinkram des Alltags mußt du das große und neue Geheimnis entdecken, das vielen Menschen verborgen bleibt: die göttliche Liebe.

2. Thess 3,13: Doch ihr, liebe Geschwister, werdet nicht müde, das zu tun, was gut und richtig ist.

Gutes tun: Mit jedem Schritt, den du tust, und in jeder Begegnung, die dir geschenkt wird, hinterlässt du Spuren. Keine deiner Entscheidungen, keines deiner Worte, keine deiner Gesten kann je ungeschehen gemacht werden. Ich wünsche dir, dass du Spuren der Freude hinterlässt und des Glücks, Spuren der Hoffnung und der Liebe, Spuren der Gerechtigkeit und des Friedens und dass du da, wo du anderen weh getan hast, Vergebung erfährst. Christa Spilling-Nöker

Vorsätze für den Tag: So wie wir Nahrung verkosten, damit sie in unserem Körper wirkt und Kraft gibt, so soll auch das Verkosten des Wortes Gottes in uns gute Werke wirken. Mache dir Vorsätze für den Tag, möglichst konkret, also nicht einfach „Ich möchte Gutes tun“ oder „Ich möchte mehr lieben“, sondern z.B. „Heute begegne ich einer einer schwierigen Person X. Ich möchte innerlich ruhig bleiben und ihr mit Sanftmut begegnen.“ Es geht hier nicht nur um Wortbekenntnisse. Es ist notwendig, dass du den Entschluß, den du gefasst hast, festhälst und sorgfältig ausführst. Der Entschluss ist ja Frucht des Gebetes und des Wortes Gottes. Habe ich mir z.B. vorgenommen, jemand, der mich beleidigt hat, zu verzeihen, so suche ich an diesem Tag den Betreffenden zu begegnen, um ihn freundlich zu grüßen.

2. Thess 3,14: Sollte aber jemand unserer brieflichen Weisung nicht gehorchen wollen, dann merkt ihn euch und geht ihm aus dem Weg, damit er beschämt wird.

2. Thess 3,15: Betrachtet ihn aber nicht als Feind, sondern weist ihn als Bruder zurecht.

2. Thess 3,16: Der Herr des Friedens selbst schenke euch allezeit und auf jede Weise seinen Frieden. Der Herr sei mit euch allen.

Herr des Friedens: Gott hält Bedrängnis und Trübsal nicht von uns fern. Aber er ist uns darin näher, weil wir seines Schutzes und seines Beistands mehr und mehr bedürfen. Trotz aller Unruhe gibt es einen Fels der Ruhe und des Friedens. Das heilige Evangelium handelt fast ausschließlich vom Frieden. Wie es mit dem Frieden beginnt, so schließt es mit dem Frieden, um uns zu lehren, daß er das Erbe ist, das Gott der Herr, unser Meister, seinen Kindern hinterlassen hat.

2. Thess 3,18: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen.

Briefschluss: Für Paulus war Gottes Gnade der Anfang und das Ende des christlichen Lebens. Es war angemessen, dass dieser Brief – und die meisten seiner Briefe – mit einer Erwähnung der Gnade begannen und endeten .

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste