Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Zweiter Brief an die Thessalonicher (2. Thess) Kapitel 2: Auslegung und Kommentar

Auslegung und Kommentar zum zweiten Brief an die Thessalonicher (2. Thess) Kapitel 2

2. Thess 2,1-12: Der Feind Gottes

Auslegung und Kommentar zu 2. Thess 2,1-12

2. Thess 2,1: Ihr wisst, liebe Brüder und Schwestern, dass unser Herr Jesus Christus kommen wird.

Es gibt ein dreimaliges Kommen des Herrn. Erstens das Kommen vor 2000 Jahren, als Gott Mensch wurde, zu uns kam und unter uns wohnte. Zweitens das endgültige Kommen am Ende der Zeiten. Und drittens möchte der Herr im Hier und Jetzt durch uns Menschen ständig auf die Erde kommen, und er klopft an die Tür unseres Herzens: Bist du bereit, mir dein Fleisch, deine Zeit, dein Leben zu geben? Das ist die Stimme des Herrn, der auch in unsere Zeit eintreten möchte, er möchte durch uns ins Leben der Menschen eintreten. Er sucht eine lebendige Wohnung, nämlich unser persönliches Leben.

Wer auf Jesu Kommen hofft, wird gegen jeden Schatten empfindlich, der zwischen ihm und seinem Herrn steht. Corrie ten Boom 

2. Thess 2,2: Lasst euch durch die Behauptung, der Tag des Herrn wäre schon angebrochen, nicht so schnell aus der Fassung bringen oder gar in Schrecken versetzen. Glaubt es nicht, auch wenn sich jemand auf eine Geistesoffenbarung, eine angebliche Aussage oder einen Brief von uns beruft.

Lasst euch nicht verwirren: Die Thessalonicher wurden von Irrlehrern verführt. Das ganze Leben der Thessalonicher stand in Gefahr, durcheinander gebracht zu werden. Darum benötigten sie Belehrung. Diese finden wir in Kapitel 2. Es geht um zukünftige Ereignisse: um den Tag des Herrn. Niemand kann die Zeit und Stunde des Kommens des Herrn kennen kann. Der Zeitpunkt ist offen und für die Menschheit nicht vorhersehbar. Darum warnt Paulus vor jeder Panikstimmung, so als stünde die Ankunft Christi gewissermaßen unmittelbar bevor.

Das Wort erschüttert werden bedeutet, wie ein Schiff auf See in einem Sturm bewegt zu werden, und kennzeichnet deutlich die Verwirrung und Not, die die Thessalonicher in ihrer falschen Befürchtung dieses Kommens Christi empfanden

2. Thess 2,3: Lasst euch von niemand und auf keine Weise täuschen! Zuerst muss der Aufruhr gegen Gott kommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit, der zur Vernichtung bestimmt ist, muss auftreten.

2. Thess 2,4: Er wird sich auflehnen und über alles hinwegsetzen, was Gott oder Heiligtum genannt wird, bis er sich schließlich im Tempel Gottes niederlässt und für Gott ausgibt.

2. Thess 2,5: Erinnert ihr euch nicht, dass ich euch das alles schon gesagt habe, als ich noch bei euch war?

2. Thess 2,6: Und nun wisst ihr ja, wodurch es noch zurückgehalten wird, denn er soll erst dann auftreten, wenn seine Zeit gekommen ist.

2. Thess 2,7: Die geheime Kraft der Gesetzlosigkeit ist allerdings schon am Werk. Das wird so bleiben bis der, der sie noch zurückhält, aus dem Weg genommen ist.

2. Thess 2,8: Dann erst wird der Gesetzlose offen hervortreten. Wenn aber Jesus, der Herr, wiederkommt, wird er ihn durch einen Hauch seines Mundes beseitigen, ihn durch sein bloßes Erscheinen vernichten.

2. Thess 2,9: Dieser Gesetzlose wird mit Satans Hilfe auftreten und alle möglichen Machttaten, Zeichen und Wunder vollbringen und die Menschen verblenden.

2. Thess 2,10: Alle, die ins Verderben gehen, wird er mit seinen Verführungskünsten zum Bösen verleiten. Sie werden ihm erliegen, weil sie es abgelehnt haben, die Wahrheit zu lieben, die sie gerettet hätte.

2. Thess 2,11: Aus diesem Grund liefert Gott sie der Macht der Täuschung aus, dass sie der Lüge glauben.

2. Thess 2,12: Denn alle, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Gefallen am Unrechttun gefunden haben, werden verurteilt werden.

2. Thess 2,13-17: Bleibt fest im Glauben

Auslegung und Kommentar zu 2. Thess 2,13-17

2. Thess 2,13: Wir müssen Gott zu jeder Zeit euretwegen danken, vom Herrn geliebte Brüder und Schwestern, weil Gott euch als Erstlingsgabe dazu auserwählt hat, aufgrund der Heiligung durch den Geist und aufgrund eures Glaubens an die Wahrheit gerettet zu werden.

Dankbarkeit: Paulus ist zuerst dankbar, dass sie vom Herrn geliebt werden. Gottes Liebe zu uns ist die primäre Motivation für all sein Wirken in und durch uns. Paulus lobte auch die souveräne Wahl Gottes, die Thessalonicher zur Errettung zu bringen. Gottes Wahl war von Anfang an . Bevor sie Gott wählten, wählte er sie aus, und er wählte sie für sie aus Errettung durch Heiligung aus .

Wir sind eine Erstlingsgabe. Dieser Begriff geht auf das alte Testament zurück. Hier galten alle Erstlinge (erste Früchte, Erstgeborener etc.) als Gottes Eigentum. Wir gehören uns nicht selbst, sondern Gott, aus dessen Wirken wir hervor gegangen sind. Als sein Eigentum sind wir nun auserwählt, gerettet zu werden. Daran dürfen wir nie zweifeln. Gerettet nun erstens durch die Heiligung des Geistes, der uns den Willen Gottes offenbart und uns zum Retter Jesus führt. Zweitens durch unseren Glauben an die Wahrheit, die in Jesus ist. Das ist das Fundament unserer Seligkeit, nicht etwa unser Tun, unsere guten Werke, sondern der Glaube an die Wahrheit in Christus. Der Glaube ist die Seite des Menschen, während die Heiligung des Geistes die Seite Gottes vorstellt.

Von Anfang an erwählt: Paulus bestätigt, dass Gott die Gläubigen „von Anfang an erwählt hat zum Heil. Meint er damit die Vorherbestimmungslehre? Vorherbestimmt durch Jesus Christus, nicht durch uns selbst! Gott hat durch seinen Sohn die Grundlage zum Heil geschaffen für alle Menschen. Vor Grundlegung der Welt hatte sich Gott dieses Heil ausgedacht (Eph. 1,4). Gott ist nicht ungerecht, als dass er einzelne Menschen zum Heil vorherbestimmt und andere nicht!

2. Thess 2,14: Und durch unser Evangelium hat er euch dazu berufen, denn ihr sollt einmal an der Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus teilhaben.

2. Thess 2,15: Bleibt also standhaft, liebe Geschwister, und haltet euch an die Überlieferungen, an alles, was wir euch mündlich oder schriftlich gelehrt haben.

2. Thess 2,15: So steht denn nun fest.

Standhaft bleiben: Das Gebot, fest zu stehen , impliziert einen Ort , und dieser sagt uns, worauf Christen fest stehen müssen. Sie müssen weiterhin auf Gottes Wort stehen, das sowohl durch das maßgebliche Wort der Apostel (durch Wort) als auch durch die Briefe der Apostel (unsere Epistel) überliefert wird.

2. Thess 2,16: Es ist unser Herr Jesus Christus selbst, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und in seiner Gnade immerwährenden Trost und eine verlässliche Hoffnung geschenkt hat.

Von Gott geliebt: Der erste Punkt, der erwähnt wird, ist die Tatsache, dass wir geliebt sind. Hier geht es nicht allein um die göttliche Liebe zu uns in der Vergangenheit, als Gott seinen Sohn gab und der Herr aus Liebe zu uns ans Kreuz ging. Sie wird uns in diesem Vers in ihrer Zeitlosigkeit und Unveränderlichkeit vorgestellt, die wir in der Gegenwart geniessen dürfen. Göttliche Liebe lässt uns nie im Stich. Wie immer die Umstände auch sein mögen, wie immer sich die Dinge im Wechsel der Zeit verändern mögen, es bleibt immer wahr, dass wir geliebt sind. Menschliche Liebe kann sich ändern, göttliche Liebe nie. Das ich unser tiefster Trost für unsere Herzen, der uns selbst aktiv werden lässt.

Trost und Hoffnung: Auf unserem Lebensweg gilt es allerlei Widrigkeiten auszuhalten. Das kostet oft erhebliche Kraft und Mühe. Die von Gott geschenkte und wahrlich benötigte Kraft für diesen Weg liegt ersten im immer währenden Trost. Jesus Christus hat Trost für alle deine Müdigkeit und Licht für deine dunkelsten Stunden, wenn du die Begegnung mit ihm suchst. Oft begegnet er dir auch in anderen Menschen, die dich auf deinem Lebensweg tröstend und aufmunternd begleiten. Zweitens liegt die Stärkung in der verlässlichen Hoffnung. Christus steht nicht hinter uns in der Vergangenheit, sondern vor uns als unsere Hoffnung. Mit diesem Trost und dieser Hoffnung gehen wir unseren Lebensweg

Hoffnung und Trost sind der Seele Heil. Horst Bulla 

2. Thess 2,17: Er möge eure Herzen ermutigen und sie in jedem guten Werk und Wort stark machen.

Ermutigte Herzen: Die Sonne überströmt alles mit ihrer belebenden Wärme und spendet jedem die nötige Kraft, Früchte zu bringen, so als liebte sie alle Dinge auf Erden. Genau so belebt auch die göttliche Güte alle Seelen und ermutigt die Herzen zur Liebe, zum guten Werk und zum guten Wort. Welche Fehler dabei auch immer bei einem guten Werk unterlaufen, vermögen sie nicht dessen wesentliche Güte an sich zu zerstören. Man muss das Gute lieben, woher es auch kommt.

Jedes Wort, das dazu beiträgt, und jede Tat, die dazu beiträgt, dass der Name Gottes gepriesen und verherrlicht wird, ist ein gutes Werk. Thomas Lieth 


Das war eine Auslegung und ein Kommentar zum zweiten Brief an die Thessalonicher (2. Thess)  Kapitel 2


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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

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