Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Zweiter Brief an die Thessalonicher: Kap. 2 – Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr einen Kommentar und eine Auslegung zum zweiten Brief an die Thessalonicher – Kap. 2

In Erwartung des kommenden Herrn: Wie eine wartende Gemeinde verunsichert werden kann und neu das Vertrauen auf ihren gegenwärtigen und kommenden Herrn lernen soll.

Fest im Glauben bleiben! (2. Thess Kap. 2)

2. Thess 2,2: Lasst euch nicht verwirren

Was nun das Kommen unseres Herrn Jesus Christus und unsere Vereinigung mit ihm betrifft, bitten wir euch, liebe Geschwister: 2. Thess 2:1

Lasst euch durch die Behauptung, der Tag des Herrn wäre schon angebrochen, nicht so schnell aus der Fassung bringen oder gar in Schrecken versetzen. Glaubt es nicht, auch wenn sich jemand auf eine Geistesoffenbarung, eine angebliche Aussage oder einen Brief von uns beruft. 2. Thess 2:2

Die Thessalonicher wurden von Irrlehrern verführt. Das ganze Leben der Thessalonicher stand in Gefahr, durcheinander gebracht zu werden. Darum benötigten sie Belehrung. Diese finden wir in Kapitel 2. Es geht um zukünftige Ereignisse: um den Tag des Herrn. Niemand kann die Zeit und Stunde des Kommens des Herrn kennen kann. Der Zeitpunkt ist offen und für die Menschheit nicht vorhersehbar. Darum warnt Paulus vor jeder Panikstimmung, so als stünde die Ankunft Christi gewissermaßen unmittelbar bevor.

Das Wort erschüttert werden bedeutet, wie ein Schiff auf See in einem Sturm bewegt zu werden, und kennzeichnet deutlich die Verwirrung und Not, die die Thessalonicher in ihrer falschen Befürchtung dieses Kommens Christi empfanden

Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen! 2. Thess 2:3

2. Thess 2,13: Der heilige Geist

Aber für euch, vom Herrn geliebte Geschwister, sind wir immer zum Dank verpflichtet. Denn Gott hat euch von Anfang an dazu ausgewählt, dass ihr gerettet werdet, gerettet durch das heiligende Wirken des Geistes und durch den Glauben an die Wahrheit. 2. Thess 2:13

Durch die Kraft und Wirksamkeit des Heiligen Geistes wird aus einem verlorenen Menschen ein Anziehungspunkt der Gnade Gottes. Durch ihn wird ein Mensch für Gott zur Seite gestellt (abgesondert, geheiligt). Diese heiligende Kraft haben wir nicht nur in unserem praktischen Leben nötig, sondern gerade auch am Anfangspunkt, d.h. im Augenblick unserer Bekehrung. Der Heilige Geist sondert uns für Gott ab, indem Er uns unter das vergossene Blut vom Kreuz stellt. Der Glaube ist die Antwort auf das Wirken des Heiligen Geistes. Der Glaube ist die Seite des Menschen, während die Heiligung des Geistes die Seite Gottes vorstellt.

Von Anfang an! Wer soll den Inhalt des gewaltigen unbekannten Abgrunds errechnen, der in diesem Ausdruck enthalten ist? Dem Beginn der Schöpfung ging die Erwartung der Erlösung voraus und die Liebe Gottes zu allen, die mit Christus eins waren.

Paulus ist zuerst dankbar, dass sie vom Herrn geliebt werden. Gottes Liebe zu uns ist die primäre Motivation für all sein Wirken in und durch uns. Paulus lobte auch die souveräne Wahl Gottes, die Thessalonicher zur Errettung zu bringen. Gottes Wahl war von Anfang an . Bevor sie Gott wählten, wählte er sie aus, und er wählte sie für sie aus Errettung durch Heiligung aus .

Und durch unser Evangelium hat er euch dazu berufen, denn ihr sollt einmal an der Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus teilhaben. 2. Thess 2:14

2. Thess 2:15: Standhaft bleiben

Bleibt also standhaft, liebe Geschwister, und haltet euch an die Überlieferungen, an alles, was wir euch mündlich oder schriftlich gelehrt haben. 2. Thess 2:15

So steht denn nun fest. 2. Thess 2:15

Das Gebot, fest zu stehen , impliziert einen Ort , und dieser sagt uns, worauf Christen fest stehen müssen. Sie müssen weiterhin auf Gottes Wort stehen, das sowohl durch das maßgebliche Wort der Apostel ( durch Wort ) als auch durch die Briefe der Apostel ( unsere Epistel ) überliefert wird.

2. Thess 2,16: Trost und Stärke in Gott

Gott, unser Vater, hat uns geliebt und uns in seiner Gnade ewigen Trost und gute Hoffnung geschenkt. 2. Thess 2:16

Der erste Punkt, der erwähnt wird, ist die Tatsache, dass wir geliebt sind. Hier geht es nicht allein um die göttliche Liebe zu uns in der Vergangenheit, als Gott seinen Sohn gab und der Herr aus Liebe zu uns ans Kreuz ging. Sie wird uns in diesem Vers in ihrer Zeitlosigkeit und Unveränderlichkeit vorgestellt, die wir in der Gegenwart geniessen dürfen. Göttliche Liebe lässt uns nie im Stich. Wie immer die Umstände auch sein mögen, wie immer sich die Dinge im Wechsel der Zeit verändern mögen, es bleibt immer wahr, dass wir geliebt sind. Menschliche Liebe kann sich ändern, göttliche Liebe nie. Das ich unser tiefster Trost für unsere Herzen, der uns selbst aktiv werden lässt

2. Thess 2,17: Hoffnung

Er möge zusammen mit unserem Herrn Jesus Christus eure Herzen ermutigen und sie in jedem guten Werk und Wort stark machen. 2. Thess 2:17

In unserer Fürbitte und Bitte tun wir gut daran, uns an Gottes vergangene Treue und gegenwärtigen Segen zu erinnern. Seine Treue in der Vergangenheit ist ein Versprechen seiner Treue für die Zukunft.

Dies ist ein Gebet voller nützlicher und wichtiger Anregungen: Jesus ist unser. Gott ist unser Vater. Gott hat uns geliebt. Gott hat uns viel gegeben. Wir haben ewigen Trost. Es ist alles durch Gnade.

Gott hat uns eine gute Hoffnung geschenkt. Hüten wir uns davor, die Hoffnung zu verlieren. Dazu ein Text von Thomas Merton: Gott, mein Herr, ich habe keine Ahnung, wohin ich gehe. Ich sehe die Straße vor mir nicht. Ich kann es nicht sicher wissen, wohin sie geht. Ich kenne auch mich selbst nicht wirklich, und die Tatsache, dass ich meine, deinen Willen zu tun, bedeutet nicht, dass ich ihn auch wirklich tue. Aber ich glaube, dass bereits der Wunsch, dir wohlzugefallen, dir wohlgefällt. Und ich hoffe, dass ich in allem, was ich tue, diesen Wunsch habe. Und ich weiß: Wenn ich das tue, wirst du mich auf der richtigen Straße führen, obwohl ich sie nicht kenne. Darum werde ich dir immer vertrauen, auch wenn es scheint, dass ich verloren bin und im Tal des Todes stecke. Ich werde mich nicht fürchten, denn du bist immer bei mir, und du wirst mich mit meinen Gefahren nie allein lassen.

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste