Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Zweiter Brief an die Thessalonicher: Kap. 1 – Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr einen Kommentar und eine Auslegung zum zweiten Brief an die Thessalonicher – Kap. 1

In Erwartung des kommenden Herrn: Wie eine wartende Gemeinde verunsichert werden kann und neu das Vertrauen auf ihren gegenwärtigen und kommenden Herrn lernen soll.

Verfolgung und Vergeltung (2. Thess Kap. 1)

2. Thess 1,1: Inhalt des Briefes

Paulus und Silvanus und Timotheus an die Gemeinde der Thessalonicher in Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus. 2. Thess 1:1

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus! 2. Thess 1:2

In der Gemeinde von Thessalonich hatte sich die Irrlehre verbreitet, dass die Endzeit, dass der Tag des Herrn schon da sei. Dies versucht Paulus mit diesem Brief zu korrigieren. Wie die Christen in Thessalonich damals warten auch wir auf die Wiederkunft von Jesus Christus. Wir wissen jedoch nicht, wann sie geschehen wird. Der zweite Thessalonicherbrief soll uns Mut machen, jeden Tag so zu leben, dass Jesus jederzeit wiederkommen kann. Paulus ermahnt dazu, am Glauben festzuhalten, und erinnert uns daran, dass Gott treu ist und uns stärken und vor dem Bösen bewahren wird. Wir gehören ihm ja.

2. Thess 1,3: Dank und Anerkennung

Wir müssen Gott immerzu für euch danken, liebe Geschwister. Und das ist richtig so, denn euer Glaube wächst überaus stark und die gegenseitige Liebe nimmt bei jedem Einzelnen von euch zu. 2. Thess 1:3

Paulus dankt Gott und stellt das Lobenswerte an den Thessalonicher heraus. Er übersah die vorhandenen negativen Entwicklungen nicht, aber wo immer möglich, dankte er zuerst für das, was positiv zu erwähnen war. Wir brauchen alle Ermunterung. Wie leicht stehen negative Dinge über den Nächsten im Vordergrund, wenn wir von ihnen reden. Wir lernen daraus, dass, wo wir mehr Anlass zur Fürbitte sehen würden, wir doch das Danken nicht außer Acht lassen dürfen. Diese Danksagung darf eine beständige, dauerhafte Haltung sein.

Mit stolzer Freude erzählen wir den Gemeinden Gottes von eurer Standhaftigkeit und Glaubenstreue in allen Verfolgungen und Bedrückungen, denen ihr ausgesetzt seid. 2. Thess 1:4

2. Thess 1:5: Leiden für das Reich Gottes

Daran lässt sich jetzt schon erkennen, dass Gottes Entscheidung gerecht ist und ihr gewürdigt seid, zum Reich Gottes zu gehören, für das ihr ja auch leidet. 2. Thess 1:5

Normalerweise denken wir, dass Gott abwesend ist, wenn wir leiden, und dass unser Leiden Gottes gerechtes Urteil in Frage stellt. Paulus vertrat die genau entgegengesetzte Position und bestand darauf, dass das Leiden der Thessalonicher ein Beweis für das gerechte Gericht Gottes sei. Wo Leid mit rechtschaffenem Ausharren verbunden ist, ist Gottes Werk getan. 

2. Thess 1,7: Jesus wird alle Not beenden

Er wird eure Not beenden und auch wir werden nicht länger leiden müssen, wenn Jesus, der Herr, für alle sichtbar erscheinen wird. Er wird mit seinen mächtigen Engeln vom Himmel kommen. 2. Thess 1:7

Was für eine Aussicht. In dieser Hoffnung und Zuversicht leben wir auf dieser Erde, in der wir noch Not leiden. Aber das alles wird vorüber gehen und dann werden wir beim Herrn sein, der alle Tränen abwischen wird, wo kein Tod, kein Leid, keine Klage und keine Schmerzen da sein werden. „Was einmal war, ist für immer vorbei.“ (Offb 21:4). Solange wir aber nun noch hier leben, wollen wir jeden Tag nutzen, um mit ihm im Glauben an den Herrn die Ewigkeit zu gewinnen.

Denke daran, dass der gegenwärtige Tag dir gegeben wurde, damit du durch ihn die Ewigkeit gewinnst. Nimm dir fest vor, den Tag gut zu nützen. Franz von Sales

Sie werden mit ewigem Verderben bestraft: Sie sind dann für immer vom Herrn getrennt und von seiner Macht und Herrlichkeit ausgeschlossen. 2. Thess 1:9

Das wird an dem Tag geschehen, an dem er kommt und seine Herrlichkeit sich in seinen Heiligen spiegelt. Dann wird er von denen, die ihm geglaubt haben, umjubelt werden – auch von euch, denn ihr habt ja unserem Zeugnis Glauben geschenkt. 2. Thess 1:10

2. Thess 1:11: Der Berufung würdig leben

Im Blick darauf beten wir immer für euch. Wir bitten Gott, dass er euch dieser Berufung würdige und durch seine Macht jede gute Absicht und jede Tat des Glaubens zur Vollendung führe. 2. Thess 1:11

Wir leben Seiner Berufung würdig, wenn wir all das Wohlgefallen Seiner Güte erfüllen , ein Leben führen, das von Seiner Güte berührt ist, und Seine Güte zeigen. Wir leben seiner Berufung würdig, wenn wir … das Werk des Glaubens mit Kraft erfüllen , an Jesus glauben und sehen, wie sein Werk überall um uns herum durch den Glauben getan wird. Wir leben seiner Berufung würdig, wenn der Name unseres Herrn Jesus Christus in uns verherrlicht wird. Wir verstehen, dass dies mehr bedeutet als der Name unseres Herrn Jesus als Wort, sondern auch als Darstellung seines Charakters. Wir leben Seiner Berufung würdig, wenn wir in Ihm verherrlicht sind , wenn Er allein unsere Quelle der Herrlichkeit und Erhöhung ist, und wer wir in Jesus sind, ist wichtiger als wer wir in irgendetwas anderem sind.

2. Thess 1,12: In ihm verherrlicht

So soll der Name unseres Herrn Jesus durch euch geehrt werden und auch ihr durch ihn – wie es der Gnade unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus entspricht. 2. Thess 1:12

Unser Gott und unser Herr Jesus Christus haben euch Barmherzigkeit erwiesen. 2. Thess 1:12

Der Name des Herrn Jesus Christus soll in uns verherrlicht werden. In unserem Leben soll etwas von dem sichtbar werden, was die Herrlichkeit und Schönheit seiner Person ausmacht. Es ist eine Einsmachung des Herrn mit uns, die wir nur bewundern können. Wenn er in uns verherrlicht wird, dann sind wir so sehr eins mit Ihm, dass wir dann gleichzeitig in Ihm verherrlicht werden. Anders ausgedrückt: Wenn andere in uns nur noch Christus sehen, dann werden wir jetzt schon praktisch so mit Ihm einsgemacht sein, dass dieser Tatbestand damit gleichzusetzen ist, dass wir in Ihm verherrlicht werden.

Jetzt habe ich allezeit ein hohes Ziel im Auge, ob ich rede oder stille schweige, ob ich handle oder leide, im Leben oder im Tod, dass der Herr Jesus an mir gepriesen werde. Frederick Brotherton Meyer

Er ist der Herr, dem alle Gewalt gegeben ist. Wir verherrlichen Ihn, indem wir Ihm dienen und seinen Herrschaftsanspruch in unserem Leben praktisch anerkennen. Auf seine Barmherzigkeit vertrauen wir. Er ist der Jesus, der einmal in Niedrigkeit auf diese Erde kam, um hier ein Leben der Hingabe und Weihe an seinen Gott zu leben. Er ist auch der Christus, der Gesalbte Gottes, der jetzt zur Rechten Gottes hoch erhoben und verherrlicht ist, in dessen Angesicht wir die Herrlichkeit Gottes sehen können.

In meinem inneren Leben schaue ich mit einem Auge in den Abgrund meines Elends und meiner Erbärmlichkeit, die ich bin; mit dem anderen schaue ich in den Abgrund deiner Barmherzigkeit, o Gott. Faustina

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste