Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Offenbarung des Johannes (Offb) Kapitel 21:  Auslegung und Kommentar

Auslegung und Kommentar zur Offenbarung des Johannes (Offb) Kapitel 21

Offb 21,1-8: Neuer Himmel, neue Erde

Auslegung und Kommentar zu Offb 21,1-8

Offb 21,1: Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen.

Neuer Himmel und neue Erde: Den Zeitpunkt der Vollendung der Erde und der Menschheit kennen wir nicht und auch die Weise wissen wir nicht, wie das Universum umgestaltet werden soll. Es vergeht zwar die Gestalt dieser Welt, die durch die Sünde mißgestaltet ist, aber wir werden belehrt, daß Gott eine neue Wohnstätte und eine neue Erde bereitet, auf der die Gerechtigkeit wohnt, deren Seligkeit jede Sehnsucht nach Frieden in den Herzen der Menschen erfüllt und übertrifft. Der Tod wird besiegt sein, die Kinder Gottes werden in Christus auferweckt werden und was in Schwachheit und Verweslichkeit gesät wurde, wird sich mit Unverweslichkeit bekleiden. Die Liebe wird bleiben wie das, was sie einst getan hat und die ganze Schöpfung, die Gott um des Menschen willen schuf, wird von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit sein.

Offb 21,1: Das Meer gibt es nicht mehr.

Kein Meer mehr: Das Meer ist hier symbolisch gemeint. Es steht für Bedrohungen und lebensfeindliche Mächte. Es steht für das ewig Unruhige und Unbeständige. Dieses Meer wird es nicht mehr geben. Gerade dieses alles, was auf der jetzigen Erde infolge der Sünde so viel Weh und Leid bringt, wird auf der neuen Erde ganz und für immer verschwunden sein; Himmel und Erde werden ein Heim ungestörten Glückes sein. Wir wissen, daß Gott für alle Menschen einen neuen Himmel und eine neue Erde vorbereitet, in denen Friede und Gerechtigkeit herrschen, und im Glauben erblicken wir bereits die neue Welt, die unsere wahre Heimat ist

Mit der Bescheidenheit des Bewußtseins, einfache Weizenkörner zu sein, hüten wir die feste Gewißheit, daß die Fleisch gewordene Liebe Gottes größer ist als das Böse, die Gewalt und der Tod.

Offb 21,4: Er wird ihnen alle Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid, keine Klage und keine Schmerzen; denn was einmal war, ist für immer vorbei.

Hafen der Ewigkeit: Immer wenn’s Mal heftig zugeht, ist diese Bibelstelle mein Anker. Wenn´s mal wieder stürmt, ich voll und ganz emotional oder/und physisch gefordert bin und einfach nur am Limit laufe. Dann sage ich mir innerlich: Das ist jetzt so und ich nehme es an und sage mir: Auch das geht vorbei. Schau auf das Ziel. Und schau auf Jesus. Auch im Sturm des Alltags bin ich gewiss, dass mein Lebensschiff einst sicher im Hafen der Ewigkeit ankommt. Herr Jesus Gib mir Kraft und die Verbundenheit in schweren, stürmischen Zeiten des Alltags. Amen.

Offb 21,5: Seht, ich mache alles ganz neu!

Seht, ich mache alles neu: Diese Worte beziehen sich auf die Vollendung der Geschichte, wenn Christus seine Herrschaft Gott, dem Vater, übergibt, damit Gott herrscht über alles und in allem. Der Christ aber weiß, daß das Neue, das wir in seiner Fülle bei der Rückkehr des Herrn erwarten, schon gegenwärtig ist seit der Erschaffung der Welt, und zwar seitdem Gott in Jesus Christus Mensch geworden und mit ihm und durch ihn den Menschen zu einer neuen Schöpfung gemacht hat. Das wahre und ewig Neue kommt zu allen Zeiten aus der unendlichen Macht Gottes.

Offb 21,6: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

Quelle lebendigen Wassers: So wie mein Körper immer wieder frisches Wasser zum Leben braucht, so braucht auch meine Seele lebendiges Wasser. Jesus bietet mir an mit meinem Durst zu ihm zu kommen, er schenkt mir dieses Wasser umsonst. Dieses Wasser des Lebens brauche ich nicht nur in Notsituationen, sondern täglich in den kleinsten Herausforderungen des Alltags, weil ich eben nicht perfekt bin und immer alles richtig mache. Jesus kennt mich mit all meinen Fehlern und Schwächen. Er weiss alles und spricht mir in alledem seine bedingungslose Liebe zu. Ulrike Puintner

Das darf ich immer wieder erleben. Wenn ich mich in solchen Situationen zurückziehe, meine Bibel zur Hand nehme und Zeit mit Gott verbringe, sein lebendiges Wasser in mir aufnehme, verändert sich meine Sichtweise und ich kann gestärkt in den Alltag zurückkommen. Gott spricht durch einen Bibelvers oder ein Bild, zeigt mir auch meine Fehler und Schwächen. Und so entsteht nach einem Streit wieder Versöhnung, wir können einander vergeben und Wut oder Zorn verschwinden. Ulrike Puintner

Offb 21,9-27:  Das neue Jerusalem

Auslegung und Kommentar zu Offb 21,9-27

Offb 21,11: Gottes Herrlichkeit erfüllte die Stadt.

Gottes Herrlichkeit: Die Herrlichkeit Gottes ist die Liebe. So wird das himmlische Jerusalem von der Gegenwart Gottes, der die Liebe ist, erstrahlt. Dieses himmlische Jersualem ist das Ziel unserer Pilgerschaft, die Heimat die uns erwartet und nach der wir uns verzehren. Sie mit den Augen des Glaubens zu ersehnen darf nicht Grund für eine Flucht aus der geschichtlichen Wirklichkeit sein. Wenn die Schönheit des himmlischen Jerusalem die Herrlichkeit Gottes, also seine Liebe, ist, dann können wir uns ihr nur in der Liebe nähern und in einem bestimmten Maß bereits in ihr leben. Wer den Herrn Jesus liebt und sein Wort befolgt, erfährt schon in dieser Welt die geheimnisvolle Gegenwart des dreieinigen Gottes. Jeder Christ ist deshalb gerufen, lebendiger Stein dieser wunderbaren Wohnung Gottes unter den Menschen zu werden. Was für eine großartige Berufung! Wenn wir nun jetzt schon ganz von der Liebe Christi beseelt und bewegt sind, ist dies schon jetzt die Vorwegnahme der heiligen Stadt, die von der Herrlichkeit Gottes erstrahlt. (n. Benedikt XVI)

Offb 21,22: Der Herr, Gott der Allmächtige, ist ihr Tempel, und das Lamm. Offb 21:22

Der Tempel: Er ist selbst der wahre lebendige Tempel, in dem Gott wohnt und in dem wir Gott begegnen und ihn anbeten können. Anbetung Gottes ist an keinen Ort mehr gebunden, sondern vollzieht sich in diesem Tempel des Christus. In ihm sind wir einer. Es ist das ganz Neue, das ganz andere, dass seitdem Anbetung nicht mehr an Orte gebunden ist, sondern allein in Christus geschieht. Anbetung ist Wegschauen von sich und ein fasziniertes Hinschauen zu Jesus Christus, der dein Schöpfer, dein Erlöser und dein Vollender ist. Dieser Tempel Christus ist Tempel in Ewigkeit, das neue himmlische Jerusalem.

Die äußere Anbetung hat zum maßgebenden Zwecke die innere; diese aber geschieht überall, wie Gott überall existiert. Thomas von Aquin

Offb 21,23: Die Stadt bedarf nicht der Sonne, noch des Mondes, dass sie in ihr scheinen. Denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.

Jesus die Sonne: Wie schön ist der Himmel nun, da der Heiland ihm als Sonne dient und seine durchbohrte Seite als Quelle der Liebe, aus der wir nach Wunsch trinken können. Jeder wird sich darin betrachten und jeder sieht dort seinen Namen mit Liebesbuchstaben geschrieben. Wir dürfen also hoffen, daß unser Name in Gottes Herz geschrieben sein wird. Welche Freude, wenn wir diese göttlichen Schriftzeichen sehen werden, Ausdruck unserer ewigen Seligkeit! Wenn auch unser Herz noch nicht die Liebe hat, hat es doch Sehnsucht nach Liebe und den Beginn der Liebe. Ist nicht der heilige Name Jesus in unsere Herzen geschrieben? Ich meine, daß nichts ihn auslöschen könnte.

Offb 21,24: Die Völker werden in dem Licht leben.

Im Licht leben: Wie begehrenswert ist dieser Ort, immer dürfen wir dort Gottes Anblick genießen. Welche Freude, immer mit seinem Schöpfer verbunden zu sein! Erwecke eine innige Sehnsucht nach dieser herrlichen Stätte. Wandere nach diesem gesegneten Land und meide Dinge, die dich vom Weg dorthin abbringen. Ich wende mich meinem gütigen und barmherzigen Gott zu und bin unwiderruflich entschlossen, ihm zu dienen und ihn zu lieben, jetzt und ewig. Ich weihe ihm zu diesem Zweck meinen Geist mit all seinen Fähig- keiten, meine Seele mit all ihren Kräften, mein Herz mit all seiner Liebe, meinen Leib mit all seinen Sinnen.

Dieses Leben ist ein Vorzimmer des Himmels. Unsere größten Freuden sind nur die ersten Früchte und der Vorgeschmack der ewigen Freude, die noch kommen wird. Ja, das Beste kommt noch. Corrie ten Boom

Offb 21,25: Ihre Tore sollen niemals geschlossen werden den ganzen Tag. Denn dort wird keine Nacht sein.

Diesseits und Jenseits: Die Jahre gehen dahin, sie reihen sich so unmerklich eines nach dem anderen zu einer Kette, und indem sie ihre Dauer ablaufen, wickeln sie auch unser sterbliches Leben ab und beenden unsere Tage, da sie selbst zu Ende gehen. O wie unvergleichlich liebenswerter ist doch die Ewigkeit, da ihre Dauer kein Ende nimmt und ihre Tage ohne Nacht sind. Möchtest du doch dieses wunderbare Gut der heiligen Ewigkeit einst besitzen. Aber in der Erwartung, unseren Herrn verherrlicht zu sehen, sehen wir ihn doch jetzt ganz erniedrigt in seiner kleinen Wiege mit den Augen des Glaubens. Gott sei immerdar inmitten deines Herzens. Amen. Es lebe Jesus!


Das war eine Auslegung und ein Kommentar zur Offenbarung des Johannes (Offb) Kapitel 21.


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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste