Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Offenbarung des Johannes (Offb) Kapitel 2:  Auslegung und Kommentar

Auslegung und Kommentar zur Offenbarung des Johannes (Offb) Kapitel 2

Offb 2,1-7: An die Gemeinde von Ephesus

Auslegung und Kommentar zu Offb 2,1-7

Offb 2,2: Ich kenne deine Werke und deine Arbeit und dein Ausharren.

Der Herr kennt uns: Der Herr kennt uns in unseren Beweggründen bis ins Innerste, und alle unsere Werke liegen wie ein offenes Buch vor Ihm. Wie kostbar ist es für unsere Herzen, dass der Herr, ganz anders als wir es getan hätten, zuerst das erwähnt, was Grund zur Anerkennung und zum Lob gibt! Ihm entgeht nichts, weder das auf der einen, noch das auf der anderen Seite. Er lobt stets das Gute und legt den Finger auf das Böse.

Offb 2,4: Ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast.

Die erste Liebe: Welcher Schmerz für den Herrn! Einem Ehemann, der seine Frau von Herzen lieb hat, schmerzt es, wenn er sehen muss, dass ihr Herz nicht mehr für ihn schlägt. Wie viel mehr muss unser Herr dies empfinden, der so unendlich viel an uns getan und uns um einen so hohen Preis erkauft hat! Es kann ihn niemals befriedigen, wenn die Seinen der äußeren Form nach auch alles tun, was von ihnen erwartet wird, aber ihre Herzen für ihn kalt geworden sind, wenn es nicht um seinetwillen und wirklich für ihn geschieht. Die erste Liebe ist nicht zeitlich zu verstehen. Dieser Ausdruck bedeutet vielmehr die höchste, die vornehmste Liebe. Dieser sollen wir nachstreben, denn sie ist es, die der Herr begehrt.

Offb 2,5: Gedenke nun, wovon du gefallen bist, und tu Buße und tu die ersten Werke.

Die ersten Werke tun: Wie zart und weise ermahnt der Herr die Epheser, was sie zu tun haben, um das rechte Gleis wieder zu finden! Sie sollen sich des Anfangs erinnern, des herrlichen Zustands damals, als Paulus die Epheser zum Herrn führte. Wie innig war die Liebe, wie groß die Zuneigung zum Herrn! In ernster Buße und Beugung mussten sie wieder mit der Hilfe des Herrn zu jenem Zustand der ersten Liebe zurückkehren. Dieses Gedenken, dieses Prüfen, dieses sorgfältige Vergleichen mit dem Anfang vor allem in Bezug auf den Zustand der Herzen, haben auch wir bitter nötig und sollte unsere ständige Übung sein.

Offb 2,7: Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt! Dem, der überwindet, dem werde ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der in dem Paradies Gottes ist.

Baum des Lebens: Dieser Geist allein ist der wahre, unbedingt sichere Lehrer der göttlichen Wahrheit. Hören wir auf ihn, so gilt uns eine Verheißung: Der Baum des Lebens ist niemand anders als unser Herr Jesus Christus selbst, und das Essen von diesem Baum ist die Glückseligkeit der innigen Gemeinschaft mit ihm, der höchste Genuss für uns, den der Herr selbst so sehnsüchtig sucht. Diesen Genuss können wir aber nur erlangen, wenn Christus unsere Herzen ganz und allein erfüllt und wir bereit sind, alles, auch unser eigenes Ich, um seinetwillen zu verleugnen. Gott möchte, dass wir zu jenen gehören, die begeistert sind von ihm und bereit nach seinen Geboten zu leben. Nur wenn der Glaube aus Liebe gelebt wird, kann er als echter Glaube bezeichnet werden.

Offb 2,8-11: An die Gemeinde von Smyrna

Auslegung und Kommentar zu Offb 2,8-11

Offb 2,8: Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und lebendig geworden ist.

Der Erste und der Letzte: Jesus stellt sich als der Erste und Letzte vor, der tot war und wieder lebendig geworden ist. Er ist der Schöpfer aller Dinge und Geschöpfe. Er ist der Herr über alles. Der Herr weiß und beachtet alles, was uns passiert, und lenkt es mit seiner Hand, so dass es trotz allem zu unserem Besten dienen wird. Damit will er sagen, dass er den Christen in den größten Schwierigkeiten beisteht. Selbst wenn sie sterben müssten, hat Jesus letztlich eine Lösung. Er, der Herr über Leben und Tod, wird die Gläubigen bei seiner Wiederkunft auferwecken.

Offb 2,9: Ich kenne deine Werke und deine Drangsal und deine Armut. Du bist aber reich!

Arm und doch Reich: Schmerz ist ein Teil des Lebens, aber es ist nie leicht zu leiden, was auch immer die Ursache sein mag. Die Gemeinde von Smyrna leidet, wird verfolgt und kann ihren Glauben nicht frei ausleben. Sie ist bedrängt und scheinbar arm, aber in den Augen Gottes ist sie reich. Jesus lobte die Gemeinde in Smyrna für ihren Glauben mitten im Leid. Dann ermutigte er die Christen, sich nicht vor der Zukunft zu fürchten, solange sie treu blieben. Wenn Sie eine schwierige Zeit durchmachen, lassen Sie sich dadurch nicht von Gott abbringen, sondern zu noch größerer Treue anspornen.

Offb 2,10: Fürchte nichts von dem, was du erleiden wirst! […] Sei getreu bis in den Tod, so werde ich dir die Krone des Lebens geben!

Treue zu Gott: Deshalb müssen wir unsere ganze Hoffnung auf Gott setzen. Er wird das Werk unserer Heiligung, das er begonnen, auch vollenden. Man darf doch nicht denken, daß derjenige, der zu dem Gelähmten sprach: Gehe hin und sündige fortan nicht mehr, ihm dann nicht auch die Hilfe gegeben, das meiden zu können, was er ihm zu wollen verboten hat. Gewiß würde Gott die Gläubigen nie mahnen auszuharren, wenn er nicht auch bereit wäre, jedem dazu das Können zu schenken. Die Ermutigung beinhaltet letztlich dem Leid nicht ängstlich zu begegnen. Gott will mitten im Leid Hoffnung geben. Er weiß, dass wir Angst haben, aber er will uns helfen, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

Offb 2,11: Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem wird kein Leid geschehen von dem zweiten Tod.

Offb 2,12-17: An die Gemeinde von Pergamus

Auslegung und Kommentar zu Offb 2,12-17

Offb 2,12: Das sagt, der das scharfe zweischneidige Schwert hat:

Zweischneidiges Schwert: Jesus will damit andeuten, dass Er alles genau bis ins Innerste unterscheidet, nicht nur was aus dem Herzen ausgeht, sondern auch dessen geheimste Wurzeln und Untergründe, alle Gedanken und Gesinnungen. Er erkennt sehr wohl, wie die Herzen nicht mehr ungeteilt Ihm gehören. Er Ist Retter und Richter.

Offb 2,13: Ich kenne deine Werke und weiß, wo du wohnst: da, wo der Thron des Satans ist, und dass du an meinem Namen festhältst und den Glauben an mich nicht verleugnet hast.

Festhalten an Jesus Namen: Du wohnst, wo der Thron Satans ist! Obwohl der Herr den Widersacher am Kreuz besiegt und ihm die Todeswaffe entrissen hat, ist Satan doch immer noch der Fürst dieser Welt. Noch ist er eifrig beschäftigt, die Angehörigen des Herrn zu schädigen, wie und wo er nur kann, sie auf alle Weise irrezuführen und zum Straucheln zu bringen.

Offb 2,17: Wer überwindet, dem werde ich von dem verborgenen Manna zu essen geben und ich werde ihm einen weißen Stein geben und auf dem Stein geschrieben einen neuen Namen, den niemand kennt außer dem, der ihn empfängt.

Manna: Das Manna bezieht sich auf die geistliche Nahrung, welche die treuen Gläubigen erhalten werden. Als die Israeliten in der Wüste unterwegs waren, versorgte Gott sie mit Manna vom Himmel als physische Nahrung. Jesus als Brot des Lebens gibt uns geistliche Nahrung, die unseren tiefsten Hunger stillt.

Weißer Stein: Einen weißen Stein. Im alten Griechenland wurde bei einer Urteilsfällung über Schuld und Unschuld durch Einlegen eines weißen Steines in eine Urne für Unschuld und eines schwarzen für Schuld gestimmt. So will Gott der Herr dem, der überwindet und sich von diesen Dingen rein hält, seine Rechtfertigung deutlich offenbar machen.

Neuer Name: Einen neuen Namen, den nur der Empfänger kennt und versteht. Das wird der wahre Name seines neuen, aus Gott geborenen Ichs sein, der zugleich das ganze Wesen des Trägers zum Ausdruck bringt. Dem neuen wiedergeborenen Menschen gibt Gott einen Namen, seinem Wesen entsprechend und zwar nicht nur nach seiner Natur an und für sich, sondern er soll auch alle besonderen Beziehungen Gottes zu einem jeden einzelnen, die persönliche Freude, die der Herr an ihm hat, zum Ausdruck bringen.

Offb 2,18-29: An die Gemeinde von Thyatira

Auslegung und Kommentar zu Offb 2,18-29

Offb 2,19: Ich kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Dienst und deinen Glauben und dein standhaftes Ausharren, und ich weiß, dass deine letzten Werke mehr sind als die ersten.

Der Herr kennt uns: Diese Worte zeigen, wie genau der Herr die Seinen beobachtet. Selbst die feinsten Regungen des Herzens sind Ihm bekannt. Die Christen in Thyatira wurden dafür gelobt, dass sie immer mehr Gutes taten. Wir sollten uns nicht nur dadurch ermutigen lassen, dass wir uns zum Gottesdienst versammeln oder dass Menschen in unserer Gemeinde ihr Leben Christus anvertrauen. Wir sollen uns auch bemühen, in der Liebe, im Glauben und im Dienen zu wachsen. Da wir in kritischen Zeiten leben, müssen wir unsere Tage weise und treu nutzen.

Offb 2,21: Ich gab ihr Zeit, Buße zu tun von ihrer Unzucht, und sie hat nicht Buße getan.

Falsche Lehren nicht dulden: Die Gemeinde von Thyatira ist sehr engagiert und bemüht. Gute Werke wie Liebe, Glaube, Dienst und Geduld werden von Jesus anerkannt. Doch er verurteilt, dass Thyatira Isebel duldet. Der Name steht für die Frau des israelitischen Königs Ahab. Sie lebte um 850 v. Chr., verfolgte die Propheten Gottes und führte den Baalskult in Israel ein. Isebel steht für eine Gruppe in der Gemeinde Thyatira, durch die sich falsche Lehren und Götzendienst etablierten. Isebel war nicht zur Buße bereit. Buße bedeutet, seinen Sinn zu ändern und sich von der Sünde mit ihren katastrophalen Folgen abzuwenden, um sich Gott und dem ewigen Leben zuzuwenden. Aus Barmherzigkeit hat Gott uns Zeit gegeben, uns für seine Nachfolge zu entscheiden. Nur unser Starrsinn steht ihm im Weg

Offb 2,23: Alle Gemeinden werden erkennen, dass ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht. Und ich werde jedem Einzelnen von euch geben nach seinen Werken.

Offb 2,28: Ich werde ihm den Morgenstern geben.

Morgenstern: Ein Morgenstern erscheint kurz vor Tagesanbruch, wenn die Nacht am kältesten und am dunkelsten ist. Wenn die Welt ihren düstersten Punkt erreicht hat, wird Christus auf dem Schauplatz erscheinen, das Böse mit seinem Licht der Wahrheit aufdecken und die versprochene Belohnung mitbringen.


Das war eine Auslegung und ein Kommentar zur Offenbarung des Johannes (Offb) Kapitel 2.


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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste