Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Offb. Kap. 2-3: Auslegung

Offb. 2,2: Der Herr kennt uns

Ich kenne deine Werke und deine Arbeit und dein Ausharren. Offb. 2,2

Der Herr kennt uns in unseren Beweggründen bis ins Innerste, und alle unsere Werke liegen wie ein offenes Buch vor Ihm. Wie kostbar ist es für unsere Herzen, dass der Herr, ganz anders als wir es getan hätten, zuerst das erwähnt, was Grund zur Anerkennung und zum Lob gibt! Ihm entgeht nichts, weder das auf der einen, noch das auf der anderen Seite. Er lobt stets das Gute und legt den Finger auf das Böse.

Offb. 2,4: Die erste Liebe

Ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast. Offb 2,4

Welcher Schmerz für den Herrn! Einem Ehemann, der seine Frau von Herzen lieb hat, schmerzt es, wenn er sehen muss, dass ihr Herz nicht mehr für ihn schlägt. Wie viel mehr muss unser Herr dies empfinden, der so unendlich viel an uns getan und uns um einen so hohen Preis erkauft hat! Es kann ihn niemals befriedigen, wenn die Seinen der äußeren Form nach auch alles tun, was von ihnen erwartet wird, aber ihre Herzen für ihn kalt geworden sind, wenn es nicht um seinetwillen und wirklich für ihn geschieht. Die erste Liebe ist nicht zeitlich zu verstehen. Dieser Ausdruck bedeutet vielmehr die höchste, die vornehmste Liebe. Dieser sollen wir nachstreben, denn sie ist es, die der Herr begehrt.

Offb. 2,5: Die ersten Werke tun

Gedenke nun, wovon du gefallen bist, und tu Buße und tu die ersten Werke. Offb 2,5

Wie zart und weise ermahnt der Herr die Epheser, was sie zu tun haben, um das rechte Gleis wieder zu finden! Sie sollen sich des Anfangs erinnern, des herrlichen Zustands damals, als Paulus die Epheser zum Herrn führte. Wie innig war die Liebe, wie groß die Zuneigung zum Herrn! In ernster Buße und Beugung mussten sie wieder mit der Hilfe des Herrn zu jenem Zustand der ersten Liebe zurückkehren. Dieses Gedenken, dieses Prüfen, dieses sorgfältige Vergleichen mit dem Anfang vor allem in Bezug auf den Zustand der Herzen, haben auch wir bitter nötig und sollte unsere ständige Übung sein.

Offb. 2,7: Baum des Lebens

Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt! Dem, der überwindet, dem werde ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der in dem Paradies Gottes ist. Offb 2,7

Dieser Geist allein ist der wahre, unbedingt sichere Lehrer der göttlichen Wahrheit. Hören wir auf ihn, so gilt uns eine Verheißung: Der Baum des Lebens ist niemand anders als unser Herr Jesus Christus selbst, und das Essen von diesem Baum ist die Glückseligkeit der innigen Gemeinschaft mit ihm, der höchste Genuss für uns, den der Herr selbst so sehnsüchtig sucht. Diesen Genuss können wir aber nur erlangen, wenn Christus unsere Herzen ganz und allein erfüllt und wir bereit sind, alles, auch unser eigenes Ich, um seinetwillen zu verleugnen. Gott möchte, dass wir zu jenen gehören, die begeistert sind von ihm und bereit nach seinen Geboten zu leben. Nur wenn der Glaube aus Liebe gelebt wird, kann er als echter Glaube bezeichnet werden.

Offb. 2,8: Der Erste und der Letzte

Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und lebendig geworden ist. Offb 2:8

Jesus stellt sich als der Erste und Letzte vor, der tot war und wieder lebendig geworden ist. Er ist der Schöpfer aller Dinge und Geschöpfe. Er ist der Herr über alles. Der Herr weiß und beachtet alles, was uns passiert, und lenkt es mit seiner Hand, so dass es trotz allem zu unserem Besten dienen wird. Damit will er sagen, dass er den Christen in den größten Schwierigkeiten beisteht. Selbst wenn sie sterben müssten, hat Jesus letztlich eine Lösung. Er, der Herr über Leben und Tod, wird die Gläubigen bei seiner Wiederkunft auferwecken.

Offb. 2,9: Arm und doch Reich

Ich kenne deine Werke und deine Drangsal und deine Armut. Du bist aber reich! Offb 2:9

Schmerz ist ein Teil des Lebens, aber es ist nie leicht zu leiden, was auch immer die Ursache sein mag. Die Gemeinde von Smyrna leidet, wird verfolgt und kann ihren Glauben nicht frei ausleben. Sie ist bedrängt und scheinbar arm, aber in den Augen Gottes ist sie reich. Jesus lobte die Gemeinde in Smyrna für ihren Glauben mitten im Leid. Dann ermutigte er die Christen, sich nicht vor der Zukunft zu fürchten, solange sie treu blieben. Wenn Sie eine schwierige Zeit durchmachen, lassen Sie sich dadurch nicht von Gott abbringen, sondern zu noch größerer Treue anspornen.

Offb. 2,10: Treue zu Gott

Fürchte nichts von dem, was du erleiden wirst! […] Sei getreu bis in den Tod, so werde ich dir die Krone des Lebens geben! Offb 2:10

Deshalb müssen wir unsere ganze Hoffnung auf Gott setzen. Er wird das Werk unserer Heiligung, das er begonnen, auch vollenden. Man darf doch nicht denken, daß derjenige, der zu dem Gelähmten sprach: Gehe hin und sündige fortan nicht mehr, ihm dann nicht auch die Hilfe gegeben, das meiden zu können, was er ihm zu wollen verboten hat. Gewiß würde Gott die Gläubigen nie mahnen auszuharren, wenn er nicht auch bereit wäre, jedem dazu das Können zu schenken. Die Ermutigung beinhaltet letztlich dem Leid nicht ängstlich zu begegnen. Gott will mitten im Leid Hoffnung geben. Er weiß, dass wir Angst haben, aber er will uns helfen, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Wer überwindet, dem wird kein Leid geschehen von dem zweiten Tod. Offb 2:11

Offb. 2,12: Zweischneidiges Schwert

Das sagt, der das scharfe zweischneidige Schwert hat: Offb 2:12

Jesus will damit andeuten, dass Er alles genau bis ins Innerste unterscheidet, nicht nur was aus dem Herzen ausgeht, sondern auch dessen geheimste Wurzeln und Untergründe, alle Gedanken und Gesinnungen. Er erkennt sehr wohl, wie die Herzen nicht mehr ungeteilt Ihm gehören. Er Ist Retter und Richter.

Offb. 2,13: Festhalten an Jesus Namen

Ich kenne deine Werke und weiß, wo du wohnst: da, wo der Thron des Satans ist, und dass du an meinem Namen festhältst und den Glauben an mich nicht verleugnet hast. Offb 2:13

Du wohnst, wo der Thron Satans ist! Obwohl der Herr den Widersacher am Kreuz besiegt und ihm die Todeswaffe entrissen hat, ist Satan doch immer noch der Fürst dieser Welt. Noch ist er eifrig beschäftigt, die Angehörigen des Herrn zu schädigen, wie und wo er nur kann, sie auf alle Weise irrezuführen und zum Straucheln zu bringen.

Offb. 2,17: Manna, Stein und Name

Wer überwindet, dem werde ich von dem verborgenen Manna zu essen geben und ich werde ihm einen weißen Stein geben und auf dem Stein geschrieben einen neuen Namen, den niemand kennt außer dem, der ihn empfängt. Offb 2:17‭‬

Das Manna bezieht sich auf die geistliche Nahrung, welche die treuen Gläubigen erhalten werden. Als die Israeliten in der Wüste unterwegs waren, versorgte Gott sie mit Manna vom Himmel als physische Nahrung. Jesus als Brot des Lebens gibt uns geistliche Nahrung, die unseren tiefsten Hunger stillt.

Einen weißen Stein. Im alten Griechenland wurde bei einer Urteilsfällung über Schuld und Unschuld durch Einlegen eines weißen Steines in eine Urne für Unschuld und eines schwarzen für Schuld gestimmt. So will Gott der Herr dem, der überwindet und sich von diesen Dingen rein hält, seine Rechtfertigung deutlich offenbar machen.

Einen neuen Namen, den nur der Empfänger kennt und versteht. Das wird der wahre Name seines neuen, aus Gott geborenen Ichs sein, der zugleich das ganze Wesen des Trägers zum Ausdruck bringt. Dem neuen wiedergeborenen Menschen gibt Gott einen Namen, seinem Wesen entsprechend und zwar nicht nur nach seiner Natur an und für sich, sondern er soll auch alle besonderen Beziehungen Gottes zu einem jeden einzelnen, die persönliche Freude, die der Herr an ihm hat, zum Ausdruck bringen.

Offb. 2,19: Der Herr kennt uns

Ich kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Dienst und deinen Glauben und dein standhaftes Ausharren, und ich weiß, dass deine letzten Werke mehr sind als die ersten. Offb 2:19

Diese Worte zeigen, wie genau der Herr die Seinen beobachtet. Selbst die feinsten Regungen des Herzens sind Ihm bekannt. Die Christen in Thyatira wurden dafür gelobt, dass sie immer mehr Gutes taten. Wir sollten uns nicht nur dadurch ermutigen lassen, dass wir uns zum Gottesdienst versammeln oder dass Menschen in unserer Gemeinde ihr Leben Christus anvertrauen. Wir sollen uns auch bemühen, in der Liebe, im Glauben und im Dienen zu wachsen. Da wir in kritischen Zeiten leben, müssen wir unsere Tage weise und treu nutzen.

Offb. 2,21: Falsche Lehren nicht dulden

Ich gab ihr Zeit, Buße zu tun von ihrer Unzucht, und sie hat nicht Buße getan. Offb 2:21

Die Gemeinde von Thyatira ist sehr engagiert und bemüht. Gute Werke wie Liebe, Glaube, Dienst und Geduld werden von Jesus anerkannt. Doch er verurteilt, dass Thyatira Isebel duldet. Der Name steht für die Frau des israelitischen Königs Ahab. Sie lebte um 850 v. Chr., verfolgte die Propheten Gottes und führte den Baalskult in Israel ein. Isebel steht für eine Gruppe in der Gemeinde Thyatira, durch die sich falsche Lehren und Götzendienst etablierten. Isebel war nicht zur Buße bereit. Buße bedeutet, seinen Sinn zu ändern und sich von der Sünde mit ihren katastrophalen Folgen abzuwenden, um sich Gott und dem ewigen Leben zuzuwenden. Aus Barmherzigkeit hat Gott uns Zeit gegeben, uns für seine Nachfolge zu entscheiden. Nur unser Starrsinn steht ihm im Weg

Alle Gemeinden werden erkennen, dass ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht. Und ich werde jedem Einzelnen von euch geben nach seinen Werken. Offb 2:23

Offb. 2,28: Morgenstern

Ich werde ihm den Morgenstern geben. Offb 2:28

Ein Morgenstern erscheint kurz vor Tagesanbruch, wenn die Nacht am kältesten und am dunkelsten ist. Wenn die Welt ihren düstersten Punkt erreicht hat, wird Christus auf dem Schauplatz erscheinen, das Böse mit seinem Licht der Wahrheit aufdecken und die versprochene Belohnung mitbringen.

Offb. 3,1: Lebendig und doch tot

Das sagt der, dem die sieben Geister Gottes dienen und der die sieben Sterne in seiner Hand hält. Ich weiß alles, was du tust. Du giltst als lebendige Gemeinde, aber in Wirklichkeit bist du tot. Offb 3:1

Einem Offizier sprang beim Appell ein Knopf von der Uniformjacke. Sofort erteilte er den Befehl: Schneider, vortreten! Mehrere Männer traten aus der Reihe. Der Offizier befahl dem Erstbesten, den Knopf an seiner Jacke wieder anzunähen. Darauf erwiderte dieser: Ich heiße Schneider, bin aber keiner. Doch jemand, der Schneider heißt, aber kein Schneider war, konnte der Offizier natürlich nicht gebrauchen. Mit dem Christsein ist es ähnlich. Viele Menschen sagen von sich, dass sie Christen sind. Aber in Wahrheit sind sie keine, sie heißen nur so. Wer ist denn ein Christ im Sinn der Bibel? Das ist jemand, der Jesus Christus als persönlichen Retter und Herrn angenommen hat. Wer das getan und nicht nur einen christlichen „Anstrich“ hat, der wird brauchbar für Gott und seinen Dienst. Gerrid Setzer

Wach auf und stärke, was bei euch noch lebendig ist, bevor auch das noch stirbt. Denn ich sehe, dass deine Taten vor Gott nicht bestehen können. Offb 3:2

Offb. 3,3: Besinnung und Rückkehr

Hast du denn ganz vergessen, wie du Gottes Botschaft gehört und aufgenommen hast? Besinn dich wieder darauf und kehr um zu Gott. Wenn du nicht wach wirst, werde ich plötzlich da sein, unerwartet wie ein Dieb. Und du wirst nicht wissen, wann ich komme. Offb 3:3

Die Gemeinde in Sardes wurde ermahnt, der christlichen Wahrheit zu gehorchen, die jeder bei seiner Bekehrung zu Jesus gehört hatte, und zu diesen Grundlagen des Glaubens sollten sie zurückzukehren. Es ist wichtig, in unserer Erkenntnis des Herrn zu wachsen und unser Verständnis durch sorgfältiges Studium zu vertiefen. Aber selbst wenn wir noch so viel lernen, dürfen wir nie die grundlegende Wahrheit über Jesus aufgeben. Jesus wird immer der Sohn Gottes sein und sein Opfer für unsere Sünden bleibt bestehen. Keine neue Offenbarung von Gott wird diesen grundlegenden biblischen Lehren je widersprechen.

Offb. 3,4: Weiße Kleider

Aber auch bei euch in Sardes sind einige, denen der Schmutz dieser Welt nichts anhaben konnte. Sie werden immer bei mir sein und weiße Kleider tragen. Denn sie sind es wert. Offb 3:4

Das weiße Kleid ist ein Symbol der Vergebung und Gerechtigkeit vor Gott. Unser Kleid ist zwar beschmutzt, weil wir nicht ohne Schuld sind, doch Jesus schenkt Vergebung und damit ein weißes Kleid. Was bedeutet es, dieses Gewand zu besudeln? Es ist eine Form der Zurückweisung und Undankbarkeit. Das Geschenk wird nicht mehr beachtet. Es ist eine grundsätzliche Untreue gegenüber Gott und seinem Wort. Wer das Kleid besudelt, wendet sich von der Erlösung allein durch Jesus ab zu den Göttern der Welt, die einen Weg der Selbsterlösung anbieten. Letztlich geht es aber darum, die Gemeinschaft mit Christus zu pflegen und daran festzuhalten.

Wer durchhält und den Sieg erringt, der wird solch ein weißes Kleid tragen. Ich werde seinen Namen nicht aus dem Buch des Lebens streichen, sondern mich vor meinem Vater und seinen Engeln zu ihm bekennen. Offb 3:5

Offb. 3,7: Der Schlüssel David

Das sagt dir der eine, der heilig und wahrhaftig ist. Er allein hat als Davids Nachkomme den Schlüssel zum Heil. Wo er aufschließt, kann niemand mehr zuschließen; wo er aber zuschließt, kann niemand mehr öffnen. Offb 3:7

Der Schlüssel Davids symbolisiert, dass Christus die Autorität hat, die Tür zu seinem zukünftigen Reich zu öffnen. Nachdem diese Tür geöffnet ist, kann sie niemand wieder verschließen: die Erlösung ist sicher. Sobald sie geschlossen ist, kann niemand sie öffnen: das Gericht ist gewiss.

Offb. 3,8: Kraft durch den Herrn

Ich weiß, was du getan und geleistet hast. Sieh, ich habe dir eine Tür geöffnet, die niemand verschließen kann. Deine Kraft ist klein. Doch du hast an dem, was ich gesagt habe, festgehalten und dich unerschrocken zu mir bekannt. Offb 3:8

Solche Männer, die von dem Herrn selbst zu Seinem Dienst zubereitet werden, empfangen ihre Kraft da, wo die eigene Kraftlosigkeit und Schwachheit erkannt wird. Solche Diener sind eine wirkliche Hilfe für die Kinder Gottes, und der große Hirte wird ihres Werkes nicht vergessen, das mit willigen Herzen in Seinem Namen für Seine Herde geschieht. Reichliche Anerkennung und eine unverwesliche Krone wird ihr Teil sein an jenem Tage.

Offb. 3,10: Bewahrung in Prüfung

Du hast meine Aufforderung befolgt, geduldig auszuhalten. Deshalb will ich dich auch in der schweren Prüfung bewahren. Offb 3:10

Im Glaubensleben sind Geduld und das Warten können von großer Bedeutung. Gott ist kein Automat, in den man eine Münze wirft und im Gegenzug sofort etwas bekommt. Es gibt gläubige Menschen, die Wunder erzwingen wollen. Dahinter steckt die Sehnsucht nach dem Eingreifen Gottes. Beeinflusst von der menschlichen Ungeduld fordern sie, dass Gott sofort etwas ändert. Geduld zeigt sich darin, für etwas zu beten und auf die Antwort warten zu können. Wir können Gott nicht zwingen unsere Vorstellungen zu erfüllen. Im Leben des Christen geht es meist nicht um plötzliche Veränderungen, sondern um langsame Entwicklungen. Die Bibel spricht von der Heiligung. Sie ist ein lebenslanger Prozes.

Offb. 3,11: Am Herrn festhalten

Ich komme schnell und unerwartet. Halte fest, was du hast, damit dir niemand deinen Siegespreis nehmen kann. Offb 3:11

Wir sehen, dass die Welt in immer tiefere Finsternis gerät. Deshalb müssen wir umso mehr im Licht bleiben und das Licht stets heller und nicht verschleiert scheinen lassen. Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Gemeinschaft mit dem Herrn immer inniger wird und alles aus dem Weg räumen, was uns dabei hinderlich sein kann. Ja, es ist erforderlich, zu allen Seiten hin wachsam zu sein, auch um unser eigenes „ich“ im Tod zu halten und bereit zu sein, Ihn zu empfangen. Lasst uns das jetzt tun, bevor die Gefahr uns erreicht. So hat Hiskia es getan.

Wer durchhält und den Sieg erringt, den werde ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen. Er wird dort immer bleiben. Und er soll den Namen meines Gottes tragen und wird ein Bürger des neuen Jerusalem sein, der Stadt, die Gott vom Himmel herabkommen lässt. Auch meinen eigenen neuen Namen wird er erhalten. Offb 3:12

Offb. 3,14: Anfang der Schöpfung

So spricht, der das Jawort ist, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes. Offb 3:14

Dies sagt dir der eine, der die Erfüllung aller Zusagen Gottes ist, sein treuer und wahrhaftiger Zeuge. Er ist der Ursprung von allem, was Gott geschaffen hat. Offb 3:14

Christus ist das Haupt, er ist der Anfang der neuen Schöpfung seit er aus den Toten auferstanden ist. Er ist der Anfang der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang haben. Martin Arhelger

Offb. 3,15: Gefahr der Lauheit

Ich kenne dich genau und weiß alles, was du tust. Du bist weder kalt noch heiß. Ach, wärst du doch das eine oder das andere! Aber du bist lau, und deshalb werde ich dich ausspucken. Offb 3:15-16

Die Gemeinde Laodizea ist am Tiefpunkt ihres geistlichen Verfalls angekommen. Sie wendet sich nicht gegen Gott, tut aber auch nichts für ihn. Die Armut besteht darin, dass sie keine klare Haltung einnimmt. Auch wenn Sie noch so viel besitzen und verdienen, haben Sie ohne eine lebendige Beziehung zu Christus gar nichts. Indem die Gemeinde es versäumte, irgendetwas für Christus zu tun, wurde sie hart und selbstzufrieden und zerstörte sich selbst. Begnügen Sie sich nicht damit, Gott nur halbwegs nachzufolgen. Lassen Sie sich im Glauben von Christus neu entfachen und zum Handeln motivieren. Der Schriftsteller Elie Wiesel schrieb: Ich habe immer daran geglaubt, dass das Gegenteil von Liebe nicht Hass ist, sondern Gleichgültigkeit. Das Gegenteil von Glaube ist nicht Überheblichkeit, sondern Gleichgültigkeit. Das Gegenteil von Hoffnung ist nicht Verzweiflung, es ist Gleichgültigkeit. Gleichgültigkeit ist nicht der Anfang eines Prozesses, es ist das Ende eines Prozesses.

Du bildest dir ein: Ich bin reich und habe alles, was ich brauche. Mir fehlt es an nichts! Da machst du dir selbst etwas vor! Du merkst gar nicht, wie jämmerlich du in Wirklichkeit dran bist: arm, blind und nackt. Offb 3:17

Offb. 3,18: Wahrer Reichtum

Darum solltest du dich endlich um den wahren Reichtum bemühen, um das reine Gold, das im Feuer geläutert wurde. Nur dieses Gold macht dich reich, und nur von mir kannst du es bekommen. Lass dir auch die weißen Kleider von mir geben, damit du nicht länger nackt dastehst und dich schämen musst. Kauf dir Augensalbe, die deine blinden Augen heilt. Offb 3:18

Christus zeigte den Gläubigen in Laodizea, dass wahre Werte nicht in materiellem Besitz liegen, sondern in der intakten Beziehung zu Gott. Ihr Besitz und ihre Leistungen waren im Vergleich zur ewigen Zukunft von Gottes Reich wertlos. Die Lösung gegen die geistliche Armut, Nacktheit und Blindheit sind Gold, weiße Kleider und Augensalbe. Gold wird mit Feuer erhitzt, damit die Schlacke nach oben steigt. So soll der Mensch von Gottes Liebe durchdrungen und verändert werden. Gold, das mit Feuer gereinigt wird, bedeutet einen echten, die Persönlichkeit durchdringenden Glauben. Die weißen Kleider sind ein Hinweis auf die Vergebung durch den Tod Jesu. Durch Jesus können wir mit einer reinen Weste vor Gott bestehen. Und die Augensalbe will sagen, dass Gottes Geist die Augen über unseren wahren Zustand öffnet und wir über das Leben reflektieren können. Aus Bibel. Begegnung fürs Leben

Offb 3,19: Erziehung und Umkehr

Bei allen, die ich liebe, decke ich die Schuld auf und erziehe sie mit Strenge. Nimm dir das zu Herzen und kehr um zu Gott! Offb 3:19

Die erzieherischen Maßnahmen Gottes sind nicht als Strafe gedacht, sondern sollen Menschen zu ihm zurückbringen. Sind Sie in Ihrer Hingabe an Gott lau geworden? Vielleicht erzieht Gott Sie, um Ihnen aus Ihrer Gleichgültigkeit herauszuhelfen. Aber seine erzieherischen Maßnahmen entspringen aus seiner Liebe. Sie können sie vermeiden, indem Sie ihm durch Sündenbekenntnis, Dienst, Anbetung und Bibellesen wieder näher kommen. So wie das Feuer der Liebe in einer Ehe neu entfacht werden kann, so kann der Heilige Geist unseren Eifer für Gott neu entzünden, wenn wir ihn in unseren Herzen wirken lassen. Aus Bibel. Begegnung fürs Leben

Offb. 3,20: Anklopfen des Herrn

Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir. Offb 3:20

Jesus steht vor der Tür und klopft an, er bittet dich in Gestalt des Menschenkindes um Hilfe, er tritt dir gegenüber in jedem Menschen, der dir begegnet. Christus wandelt auf der Erde solange es Menschen gibt, als dein Nächster, als der durch den Gott dich anruft, anspricht, Ansprüche stellt. Das ist der größte Ernst und die größte Seligkeit der Adventsbotschaft. Christus steht vor der Tür, er lebt in Gestalt des Menschen unter uns, willst du ihm die Tür verschließen oder öffnen? Sonderbar mag es uns vorkommen, in so nahem Antlitz Christus zu sehen, aber er hat’s gesagt, wer sich diesem Wirklichkeitsernst der Adventsbotschaft entzieht, kann auch vom Kommen Christi in sein Herz nicht reden.

Jesus hat Sehnsucht danach, dass wir ihn lieben. Seine Liebe zielt nach unserem Heil, unser Heil aber nach seiner Liebe. Mit welcher Liebe verlangt doch das göttliche Herz nach unserer Liebe! Die Sonne überströmt alles mit ihrer belebenden Wärme und spendet jedem die nötige Kraft, Früchte zu bringen. Genau so belebt auch die göttliche Güte alle Seelen und ermutigt die Herzen zur Liebe. Er geht sogar von Tür zu Tür, klopft an und beteuert, daß er bei jedem, der ihm auftut, einkehren und Gastmahl mit ihm halten, jede Art Gnade und Wohlwollen ihm erzeigen wird

O Gott, wie glücklich ist eine Seele, die ihre Freude daran findet, zu wissen und zu erkennen, daß Gott Gott ist und daß seine Güte eine unendliche Güte ist. Denn durch dieses Tor des Wohlgefallens tritt der himmlische Bräutigam in sie ein. Er hält Gastmahl mit uns und wir mit ihm. Wir weiden uns mit ihm an seiner Güte durch die Freude, die wir über sie empfinden, und sättigen unser Herz an den göttlichen Vollkommenheiten durch die Befriedigung, die wir dabei fühlen. Und dieses Mahl ist ein Abendmahl wegen der Ruhe, die ihm folgt; denn das Wohlgefallen läßt uns auf sanfte Weise ruhen in dem köstlichen

Wer durchhält und den Sieg erringt, wird mit mir auf meinem Thron sitzen, so wie auch ich mich als Sieger auf den Thron meines Vaters gesetzt habe. Offb 3:21

Infos zum Impuls 

– Start mit dem Wort Gottes in den Tag

– Kurzimpuls

– es gibt stets ein Wochenthema

– täglich nur 1x

– entweder über

   * Whatsapp

   * Facebook-Seite

   * Telegram

– ca. zwischen 6-7 Uhr 

– hier geht´zur Anmeldung

Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste