Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Matthäus Evangelium Kapitel 17 – Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr einen Kommentar und eine Auslegung zum Matthäus Evangelium Kapitel 17

Mt 17,1-13: Verklärung

Mk 9,2-13; Lk 9,28-36

Mt 17,1: Sechs Tage später nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes mit auf einen hohen Berg. Sie waren dort ganz allein.

Der hohe Berg: Beginnen tut die Verklärung damit, dass Jesus die 3 Apostel mit auf einen Berg nimmt. Der Berg steht in der Bibel für Gottesnähe, ein Ort, an dem Gott sich offenbart, an dem der Mensch Gott näher ist als im Tal, im Nebel seines Alltags. So wichtig der Alltag ist, wir auch dort in und bei Gott sind, wir dort unser Kreuz tragen, so unerlässlich ist es für jeden von uns, dass er einen inneren Berg hat auf dem er Gott begegnet. Physische Orte (Kirche, Gebetsecke) und eine bestimmte Zeit (z.B. Morgengebet) helfen dabei. Wie dein Berg sich im Einzelnen zeigt, gestaltet sich bei jedem anders. Benedikt der XVI hat einmal gesagt, es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt.

Präziser Zeitpunkt: Die Verklärung findet zu einem ganz präzisen Zeitpunkt der Sendung Christi statt, nach der Ankündigung seines Leidens. Jesus weiß, dass sie die Realität des Kreuzes nicht akzeptieren, und so möchte er sie darauf vorbereiten, den Skandal der Passion und des Kreuzestodes zu ertragen, damit sie wissen, dass dies der Weg ist, durch den der himmlische Vater seinen Sohn zur Herrlichkeit führen wird. Jeder von uns hat nun sein eigenes Kreuz. Der Herr lässt uns das Ende dieses Wegs sehen, das die Auferstehung ist, die Schönheit, indem wir unser eigenes Kreuz tragen. 

Mt 17,2: Da wurde Jesus vor ihren Augen verwandelt: Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider strahlten hell.

Jesus ist im Gebet (vgl. Lk 9,29). Häufig wird davon berichtet, dass Jesus sich zum Gebet zurückzog. Das Besondere hier ist, dass er drei Apostel mitnimmt und somit auch dich. Auf den Berg mit Jesus zu steigen bedeutet für die Apostel in das Gebet Jesu hineingezogen zu werden. Er wollte ihnen und dir das innere Licht zeigen, das ihn erfüllt, wenn er betet. Das Gebet damals und für uns jetzt ist kein Beiwerk, keine „Option“, sondern es ist eine Frage von Leben oder Tod. Nur wer betet, d.h. wer sich in kindlicher Liebe Gott anvertraut, kann in das ewige Leben eintreten, das Gott selbst ist. Das Ereignis der Verklärung macht uns die existenzielle Bedeutung des Gebets für unser Leben klar. Mein Gebet ist immer das Gleiche, wenn ich am Morgen bete: Hier bin ich.

Mt 17,3: Dann erschienen plötzlich Mose und Elia und redeten mit Jesus.

Das Thema des Gesprächs gibt Lukas an: Jesu Tod (Lk 9, 31). Das Evangelium ist nicht eine Aneinanderreihung von Erzählungen, sondern eine abgestimmte Komposition. Vor der Verklärung spricht Jesus über seinen bevorstehenden Tod und richtet an uns die Worte, dass auch wir in der Jüngerschaft unser Kreuz auf uns nehmen sollen. Und in der Verklärung geht es wieder um seinen Tod. Jesus flieht nicht vor dieser Sendung, für die er in die Welt gekommen ist. So zeigt er uns, dass das wahre Gebet darin besteht, unseren Willen mit dem Willen Gottes zu vereinen. Für uns bedeutet beten also nicht, vor der Wirklichkeit und deren Verantwortung zu fliehen, sondern sie im Vertrauen auf die treue und unerschöpfliche Liebe des Herrn vollends auf sich zu nehmen.

Mt 17,4: Petrus rief: Herr, wie gut, dass wir hier sind! Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elia.

Es war gut, da zu sein. Auch wenn wir es nicht so erfahren wie die drei, es gibt nichts Größeres als bei Gott zu sein. Dazu können wir uns die Allgegenwart Gottes bewusst machen. Wir können im Gebet bei ihm sein, der durch die Taufe im Tempel unseres Leibes in uns Wohnung genommen hat. Oder wir können seine leibhaftige Gegenwart in der Eucharistie suchen und in der Kirche vor ihm verweilen. In keinem dieser Fälle sehen wir Christus verklärt, doch es bleibt jedes Mal seine göttliche Gegenwart. Bertalan Egervári

Petrus möchte die Gotteserfahrung festhalten. Du hast sicher schon Momente tiefer Gotteserfahrung gemacht. Bei dem einen haben sie zur Bekehrung geführt, bei dem anderen ihn auf seinem Glaubensweg gestärkt. Dennoch sind diese Momente tiefer Gotteserfahrung eher selten, sie sind ein besonderes Geschenk, lassen sich weder durch Askese oder Meditation erzwingen, noch lassen sie sich festhalten. Aber du kannst dich daran erinnern, sie wirken in uns nach und verändern uns. Erinnere du dich heute an einen Moment tiefer Gotteserfahrung in deinem Leben. Vergesst in eurem Leben nicht den Berg der Verklärung. Es gibt ihn diesen Berg der Verklärung, für jeden von uns anderswo. Edith Stein sagt: Je dunkler es hier um uns wird, desto mehr müssen wir das Herz öffnen für dieses Licht von oben.

Mt 17,5: Noch während er redete, hüllte sie eine leuchtende Wolke ein, und aus der Wolke hörten sie eine Stimme: Dies ist mein geliebter Sohn, über den ich mich von Herzen freue. Auf ihn sollt ihr hören.

Berg der Verklärung und Berg Golgatha: Eine Analogie, die mich sehr bewegt hat: Hier der Berg der Verklärung dort der Berg Golgatha. Hier strahlt Jesu Angesicht wie die Sonne, dort war sein Aussehen entstellt. Hier wurden seine Kleider weiß wie das Licht, dort wurde er seiner Kleider beraubt. Hier umgaben ihn zwei große Gottesmänner, dort hingen zwei Verbrecher neben ihm. Hier war die Wolke der Gegenwart Gottes, dort Finsternis und Gottverlassenheit. Das Kreuz und die Herrlichkeit Christi gehören unzertrennlich zusammen. Auch dein Kreuz und das Wachsen in der Erkenntnis der Liebe Gottes sind unzertrennlich verbunden.

Auf den Sohn hören: Die Einladung des Vaters, auf Jesus zu hören, den die Jünger nach dem Verschwinden der Vision „allein» antreffen, unterstreicht den Vorrang des Hörens vor dem Sehen. Der Glaube wird oft in der Dunkelheit gelebt: Lasst uns das Licht aufnehmen, wenn es uns gegeben wird, aber lasst uns mit dem zufrieden sein, was uns zu hören gegeben wird. Gebet: Gott, du hast uns geboten, auf deinen geliebten Sohn zu hören. Nähre uns mit deinem Wort und reinige die Augen unseres Geistes, damit wir fähig werden, deine Herrlichkeit zu erkennen.

Wenn wir auf irgendjemanden hören sollten, sollten wir auf Jesus hören. Man könnte meinen, eine Stimme vom Himmel würde sagen: „Hör mir zu!“ Aber der Vater sagte: „ Hört ihn! „Alles weist uns auf Jesus hin.

Mt 17,6: Bei diesen Worten erschraken die Jünger zutiefst und warfen sich zu Boden.

Einbruch von Transzendenz: das ist mehr als gute Laune oder ein intensives Hochgefühl. Dann wäre die Oper oder der Ballermann eine Gotteserfahrung. Es ist mehr! Der Einbruch von Transzendenz gibt uns Kraft für schwierige Tage, lässt uns vertrauensvoll inmitten weltlicher Sorgen leben, lässt uns zur Überzeugung kommen, dass Gott das Wichtigste in unserem Leben ist, Alpha und Omega. Dazu Martin Luther Kings Worte: „Schwierige Tage liegen vor uns. Aber das macht mir jetzt wirklich nichts aus. Denn ich bin auf dem Gipfel des Berges gewesen. Ich mache mir keine Sorgen. Wie jeder andere würde ich gern lange leben. Langlebigkeit hat ihren Wert. Aber darum bin ich jetzt nicht besorgt. Er hat mir erlaubt, auf den Berg zu steigen.“ Er bezieht sich hier auf seinen Berg der Verklärung. Ein Tag, nachdem Martin Luther King das gesagt hat, wurde er von seinem Attentäter erschossen.

Stimme vom Himmel: Sie fielen nicht auf ihr Angesicht, als sie Jesus verklärt sahen; nicht, wenn sein Gesicht wie die Sonne leuchtete; nicht, als seine Kleider so weiß wie das Licht wurden; nicht, als Moses und Elia mit ihm erschienen; nicht, als Moses und Elia mit Jesus sprachen; und nicht einmal, als die Wolke der Herrlichkeit erschien und sie überschattete. Aber als die Jünger die Stimme vom Himmel hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. Sie waren in der unmittelbaren Gegenwart Gottes und lauschten auf die Stimme ihres Vaters.

Mt 17,7-8: Aber Jesus kam zu ihnen, berührte sie und sagte: Steht auf! Fürchtet euch nicht! Und als sie aufblickten, sahen sie niemanden mehr außer Jesus.

Jesus ermutigt uns: Jesus beruhigt die verängstigten Jünger, ermutigt sie. Diese Ermutigung zieht sich durch alle Evangelien. Wir brauchen Mut. Personen oder Situationen, die uns Angst machen gibt es immer wieder und erscheinen häufig wie ein großer gefährlicher Bär. Dem Zweifel des Schaffe-ich-das? muss die Ich-bin-da-Ermutigung von Jesus entgegen gesetzt werden. Gefahren oder die Möglichkeit des Scheiterns sind da. Wenn du rein auf Gefahren- und Risikovermeidung aus bist, bleibst du stehen und stagnierst. Ja, wir brauchen Mut und Ermutigung, dem Bären zu begegnen, der uns Angst macht.

Berührendes Wort: Weil sie aber daselbst lagen und nicht aufstehen konnten, so geht er selbst sanft hinzu und berührt sie, damit er durch die Berührung die Furcht verscheuche und die schwachen Glieder kräftige. Dieses sagen die Worte: Und Jesus trat hinzu und berührte sie. Jene aber, die er mit der Hand geheilt hatte, heilte er auch durch das Wort. Darum folgt: Und er sprach zu ihnen: Stehet auf und fürchtet euch nicht. Zuerst wird die Furcht ausgetrieben, um ihnen nachher die Lehre mitzuteilen. Goldene Perle

Worte von Papst Franziskus: Für uns ist es notwendig, Abstand zu gewinnen, auf den Berg in einen Raum der Stille hinaufzusteigen, um uns selbst zu finden und besser die Stimme des Herrn zu vernehmen. Dies tun wir im Gebet. Doch wir können nicht dort bleiben! Die Begegnung mit Gott im Gebet drängt uns, erneut vom Berg hinabzusteigen und nach unten zurückzukehren, in die Ebene, wo wir den vielen Brüdern und Schwestern begegnen, auf denen Mühsal, Krankheiten, Ungerechtigkeiten, Unwissen, materielle und geistliche Armut lasten. Wir sind gerufen, diesen unseren Brüdern und Schwestern, die in Schwierigkeiten sind, die Früchte der Erfahrung zu bringen, die wir mit Gott gemacht haben, und die empfangene Gnade zu teilen. Das Wort Christi in uns wächst, wenn wir es verkünden, wenn wir es den Anderen weitergeben! Und das ist das christliche Leben. Das ist eine Sendung für die ganze Kirche, für alle Getauften, für uns alle: auf das Wort Jesu hören und es den Anderen anbieten. Papst Franziskus

Worte von Egervari: Wäre es nicht von unschätzbarem Wert für den Glauben, wenn alle Menschen den verklärten, göttlichen Christus sehen könnten? Wir könnten meinen: Wenn ich ihn so sehen könnte, würde ich ganz anders glauben und leben. Die Evangelien zeigen uns aber, dass es Petrus im entscheidenden Moment der Kreuzigung keine Hilfe war. Feste Glaubensüberzeugungen entstehen anders. Außergewöhnliche Erfahrungen oder Erlebnisse können eine Hilfe sein, der Glaube wird aber vor allem in den vielen kleinen Prüfungen des Alltags geschmiedet. Es liegt an uns, ob wir den Alltag einfach an uns geschehen lassen oder ob wir ihn bewusst mit den Augen des Glaubens sehen und leben. Bertalan Egervári

Mt 17,9: ‭Und als sie den Berg hinabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Sagt niemand von dem Gesicht, bis der Sohn des Menschen aus den Toten auferstanden ist!‭

Steige hinab, Petrus: du wolltest auf dem Berge ausruhen: steige hinab; verkündige das Wort, greife bei jeder Gelegenheit ein, sei es gelegen oder ungelegen, tadle, ermahne und ermuntere mit aller Großmut und mit jeder Art von Unterweisung. Arbeite, strenge dich sehr an, nimm auch Leiden und Qualen auf dich, damit du mittels des Glanzes und der Schönheit der guten Werke in der Liebe das besitzen mögest, was im Glanz der Kleider des Herrn versinnbildlicht ist. Augustinus

Mt 17,10: Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, dass zuvor Elia kommen müsse?

Sie wollen sagen: Wenn du schon zur Herrlichkeit gekommen bist, warum erscheint dein Vorläufer nicht? Vorzüglich aber sagen sie dieses, weil sie den Eliah verschwunden sahen.

Mt 17,11: ‭Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Elia kommt freilich zuvor und wird alles wiederherstellen.‭

Mt 17,12: Ich sage euch aber, dass Elia schon gekommen ist; und sie haben ihn nicht anerkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Sohn des Menschen von ihnen leiden müssen.

Elia und Johannes: Wenn er aber sagt, daß Eliah schon gekommen ist, so nennt er den Johannes Eliah wegen der gleichen Würde. Denn wie Eliah der Vorläufer der zweiten Ankunft sein wird, so ward Johannes der Vorläufer der ersten Ankunft. Aus der Verkündung seines Leidens, das der Herr öfters vorhersagte, wie auch aus dem seines Vorgängers, das sie schon erfüllt sahen, erkannten die Jünger, daß Johannes unter Eliah verstanden werde. Daher folgt: Sodann erkannten die Jünger.  Goldene Perle

Elia ist in Johannes schon gekommen: Dies wird aus einem Vergleich des Lebens und Wirkens von Elia und Johannes dem Täufer deutlich. Elia wurde als voller Eifer für Gott bezeichnet; so war Johannes der Täufer. Elia tadelte mutig die Sünde in hohen Positionen; ebenso Johannes der Täufer. Elia rief Sünder und Kompromißler zu einer Reueentscheidung auf; ebenso Johannes der Täufer. Elia zog in seinem Dienst viele Menschen an; ebenso Johannes der Täufer. Elia zog die Aufmerksamkeit und Wut eines Königs und seiner Frau auf sich; ebenso Johannes der Täufer. Elia war ein strenger Mann; so war Johannes der Täufer. Elia floh in die Wildnis; Dort lebte auch Johannes der Täufer. Elia lebte in einer korrupten Zeit und wurde verwendet, um das versagende geistliche Leben wiederherzustellen; so war es bei Johannes dem Täufer.

Mt 17,13: ‭Da verstanden die Jünger, dass er zu ihnen von Johannes dem Täufer redete.‭

Mt 17,14-21: Jesus heilt besessenen Jungen

Mk 9,14-29; Lk 9,37-43

Mt 17,14-15: Als sie zur Volksmenge kamen, trat ein Mensch zu ihm, fiel vor ihm auf die Knie und sprach: Herr, erbarme dich über meinen Sohn, denn er ist mondsüchtig und leidet schwer; er fällt nämlich oft ins Feuer und oft ins Wasser!

Zurück in das Tal: Vom Berg der Verklärung kehrten Jesus und die Jünger am folgenden Tag in das Tal menschlicher Not zurück. Das Leben bietet Augenblicke geistlicher Erhebung, doch Gott gleicht sie durch die alltägliche Mühe und Arbeit wieder aus. Es ist leicht, sich im Moment des Gebets und der Meditation als Christ zu fühlen; Es ist leicht, sich Gott nahe zu fühlen, wenn die Welt ausgeschlossen ist. Aber das ist keine Religion – das ist Eskapismus. Wahre Religion besteht darin, sich von unseren Knien vor Gott zu erheben, um den Menschen und den Problemen der menschlichen Situation zu begegnen.

Mt 17,16: ‭Und ich habe ihn zu deinen Jüngern gebracht, aber sie konnten ihn nicht heilen.‭

Mt 17,17: ‭Da antwortete Jesus und sprach: O du ungläubiges und verkehrtes Geschlecht! Wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn her zu mir!‭

Mt 17,18: ‭Und Jesus befahl dem Dämon, und er fuhr von ihm aus, und der Knabe war gesund von jener Stunde an.‭

Mt 17,19: ‭Da traten die Jünger allein zu Jesus und sprachen: Warum konnten wir ihn nicht austreiben?‭

Mt 17,20: Jesus aber sprach zu ihnen: Um eures Unglaubens willen! Denn wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Berg sprechen: Hebe dich weg von hier dorthin!, und er würde sich hinwegheben; und nichts würde euch unmöglich sein.

Kleinglaube: Verwirrt durch ihre Machtlosigkeit, baten die Jünger den Herrn im kleinen Kreis um eine Erklärung, als sie allein mit ihm waren. Jesu Antwort war ebenso kurz wie ehrlich: Kleinglaube. Wenn sie Glauben wie ein Senfkorn gehabt hätten (das kleinste von allen Samenkörnern), dann hätten sie einem Berg befehlen können, sich ins Meer zu stürzen, und es wäre geschehen. Natürlich ist hier eingeschlossen, dass sich der echte Glaube immer auf einen Auftrag oder eine Verheißung Gottes gründen muss. MacDonald

Glaube wie ein Senfkorn: Es wird darum der ganze Glaube mit dem Senfkorn verglichen, weil zwar der Glaube von den Menschen verachtet wird und als etwas Geringes und Schwaches erscheint, wenn aber sein Same eine gute Seele, gleichsam ein gutes Erdreich, erlangt, zu einem großen Baum wird. Goldene Perle

Mt 17,21: ‭Aber diese Art fährt nicht aus außer durch Gebet und Fasten.‭

Gebet und Fasten: Denn wer recht betet und fastet, bedarf nicht vieler Dinge, und so wird er nicht geizig, sondern gibt gerne Almosen. Denn wer fastet, ist wachsam, betet sorgfältig und löscht die schädlichen Begierden aus, macht Gott gnädig und demütigt die stolze Seele. Wer also mit dem Fasten das Gebt verbindet, hat doppelte Flügel, die selbst leichter sind als die Winde. Goldene Perle

Mt 17,22-23: Zweite Leidensankündigung

Mk 9,30-32; Lk 9,44-45

Mt 17,22-23: Der Sohn des Menschen wird in die Hände der Menschen ausgeliefert werden. Sie werden ihn töten, und am dritten Tag wird er auferweckt werden. Und sie wurden sehr betrübt.

Ankündigung der Auferstehung: Durch die Auferstehung hat der Herr Jesus sich als Sohn Gottes in Kraft dem Geist der Heiligkeit nach erwiesen. Zugleich ist die Auferweckung die Antwort Gottes auf sein vollkommenes Werk am Kreuz. Gott hat Ihn auferweckt. Die Auferweckung offenbart, dass Gott dieses Werk angenommen hat und auf dieser Grundlage den rechtfertigt, der an den Herrn Jesus als Retter glaubt. So ist sie Gottes Antwort auf das Schreien und die Tränen des Herrn in seinen Leiden. Seibel

Mt 17,24-27: Petrus findet Münze im Fisch

Mt 17,24: ‭Als sie aber nach Kapernaum kamen, traten die Einnehmer der Tempelsteuer zu Petrus und sprachen: Zahlt euer Meister nicht auch die zwei Drachmen?‭

Tempelsteuer: Der Herr wird angegangen, die Doppeldrachme zu zahlen, d.h. die zwei Denare. Denn einem jeden Israeliten hatte das Gesetz befohlen, diese Summe für den Tempeldienst zur Erlösung seiner Seele und seines Leibes zu entrichten. Goldene Perle

Wegen der Größe der Wunder wagten es die Steuereinnehmer nicht, ihn anzufordern, sondern sie begeben sich zu seinem Jünger.

Mt 17,25: ‭Er antwortete: Doch! Und als er ins Haus trat, kam ihm Jesus zuvor und sprach: Was meinst du, Simon, von wem nehmen die Könige der Erde den Zoll oder die Steuer, von ihren Söhnen oder von den Fremden?‭

Mt 17,26: ‭Petrus sagte zu ihm: Von den Fremden. Da sprach Jesus zu ihm: So sind also die Söhne frei!‭

Mt 17,27: ‭Damit wir ihnen aber keinen Anstoß geben, geh hin an den See, wirf die Angel aus und nimm den ersten Fisch, den du herausziehst, und wenn du sein Maul öffnest, wirst du einen Stater finden; den nimm und gib ihn für mich und dich!‭

Bewundernswertes Wunder: Was ich zuerst bei dieser Stelle bewundern soll, weiß ich nicht, ob das Vorherwissen, oder die Größe des Erlösers: das Vorherwissen, weil er wußte, daß der Fisch einen Stater in dem Munde trage und daß es der erste wäre, welcher in das Netz ginge; die Größe und die Kraft, wenn auf sein Wort der Stater in dem Munde des Fisches geschaffen wurde, und er das, was geschehen sollte, selbst durch sein Wort bewirkte. Goldene Perle

Klugheit Christi: Betrachte ferner die Klugheit Christi, daß er weder den Tribut verweigert, noch ihn geradezu zu geben befiehlt, sondern zuerst zeigt, daß er nichts schuldig sei und ihn sodann gibt. Das Eine tat er, d.h. er gab den Tribut, daß sich Jene, nämlich die Steuereinsammler, nicht ärgerten; das Andere aber tat er, d.h. er zeigte, daß er frei sei, damit sich seine Jünger nicht ärgerten. Denn es ist zu bemerken, daß wir, wenn wir es ohne Sünde können, das Ärgernis des Nächsten vermeiden müssen. Wenn aber wegen der Wahrheit ein Ärgernis genommen wird, so ist es heilsamer, das Ärgernis entstehen zu lassen, als von der Wahrheit abzufallen. Goldene Perle

Jesus war nach dem Grundsatz, den er gerade mit Petrus besprochen hatte, nicht verpflichtet, diese Steuer zu zahlen; dass er als Sohn, nicht als Diener, diese Tempelsteuer nicht zahlen musste. Jesus erkannte jedoch auch, wie wichtig es ist, unnötige Kontroversen zu vermeiden, und war daher bereit, die Steuer zu zahlen, um diejenigen, die Fragen stellten , nicht zu beleidigen .

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

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