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Markus Evangelium Mk Kapitel 9: Auslegung und Kommentar

Auslegung und Kommentar zum Markus Evangelium Mk Kapitel 9

Mk 9,1-13: Verklärung

Auslegung und Kommentar zu Mk 9,1-13

Parallelstellen: Mt 17,1-13; Lk 9,28-36

Mk 9,1: Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es sind einige unter denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Reich Gottes in Kraft haben kommen sehen!

Jesus will sagen: Einige (d.h. Petrus, Jakobus und Johannes) werden den Tod nicht kosten, bis ich ihnen in der Verklärung zeige, mit welcher Herrlichkeit ich in der zweiten Ankunft kommen werde. Denn die Verklärung war nichts Anderes, als die Vorherverkündung der zweiten Ankunft, in der sowohl Christus als auch die Heiligen leuchten werden. Goldene Perle

Mk 9,2: ‭Und nach sechs Tagen nimmt Jesus den Petrus und den Jakobus und den Johannes zu sich und führt sie allein beiseite auf einen hohen Berg. Und er wurde vor ihnen verklärt,

Zeitpunkt der Verklärung: Die Verklärung findet zu einem ganz präzisen Zeitpunkt der Sendung Christi statt, nach der Ankündigung seines Leidens. Jesus weiß, dass sie die Realität des Kreuzes nicht akzeptieren, und so möchte er sie darauf vorbereiten, den Skandal der Passion und des Kreuzestodes zu ertragen, damit sie wissen, dass dies der Weg ist, durch den der himmlische Vater seinen Sohn zur Herrlichkeit führen wird. Jeder von uns hat nun sein eigenes Kreuz. Der Herr lässt uns das Ende dieses Wegs sehen, das die Auferstehung ist, die Schönheit, indem wir unser eigenes Kreuz tragen. 

Worte der Goldenen Perle: Nach der Vorherverkündung des Kreuzes wird die Glorie der Auferstehung gezeigt, damit diese, welche mit ihren Augen die Herrlichkeit der künftigen Auferstehung sehen sollten, die Schmach des Kreuzes nicht fürchteten.

Der Berg der Verklärung: Beginnen tut die Verklärung damit, dass Jesus die 3 Apostel mit auf einen Berg nimmt. Der Berg steht in der Bibel für Gottesnähe, ein Ort, an dem Gott sich offenbart, an dem der Mensch Gott näher ist als im Tal, im Nebel seines Alltags. So wichtig der Alltag ist, wir auch dort in und bei Gott sind, wir dort unser Kreuz tragen, so unerlässlich ist es für jeden von uns, dass er einen inneren „Berg“ hat auf dem er Gott begegnet. Physische Orte (Kirche, Gebetsecke) und eine bestimmte Zeit (z.B. Morgengebet) helfen dabei. Wie dein Berg sich im Einzelnen zeigt, gestaltet sich bei jedem anders. Benedikt der XVI hat einmal gesagt, es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt.

Mk 9,3: ‭und seine Kleider wurden glänzend, sehr weiß wie Schnee, wie kein Bleicher auf Erden sie weiß machen kann.

Ins Gebet Jesus hinein gezogen: Das Besondere hier ist, dass er drei Apostel mitnimmt und somit auch dich. Auf den Berg mit Jesus zu steigen bedeutet für die Apostel in das Gebet Jesu hineingezogen zu werden. Er wollte ihnen und dir das innere Licht zeigen, das ihn erfüllt, wenn er betet. Das Gebet damals und für uns jetzt ist kein Beiwerk, keine Option, sondern es ist eine Frage von Leben oder Tod. Nur wer betet, d.h. wer sich in kindlicher Liebe Gott anvertraut, kann in das ewige Leben eintreten, das Gott selbst ist. Das Ereignis der Verklärung macht uns die existenzielle Bedeutung des Gebets für unser Leben klar. Mein Gebet ist immer das Gleiche, wenn ich am Morgen bete: Hier bin ich.

Worte von Johannes von Damaskus: Er hat nicht erst später das Sein empfangen und die Herrlichkeit dazu erhalten. Aus dem Vater geboren, ist er ohne Anfang und ohne Zeit und besitzt den Glanz seiner Herrlichkeit. Er wurde also verklärt. Das heißt nicht, dass er etwas wurde, was er vorher nicht war, sondern es bedeutet, dass er seinen Jüngern sichtbar machte, was er war. Er öffnete ihnen die Augen und machte aus Blinden Sehende. Johannes von Damaskus

Mk 9,4: Dann erschienen Elia und Mose und redeten mit Jesus.

Das Thema des Gesprächs gibt Lukas an: Jesu Tod (Lk 9,31): Das Evangelium ist nicht eine Anneinanderreihung von Erzählungen, sondern eine abgestimmte Komposition. Vor der Verklärung spricht Jesus über seinen bevorstehenden Tod und richtet an uns die Worte, dass auch wir in der Jüngerschaft unser Kreuz auf uns nehmen sollen. Und in der Verklärung geht es wieder um seinen Tod. Jesus flieht nicht vor dieser Sendung, für die er in die Welt gekommen ist. So zeigt er uns, dass das wahre Gebet darin besteht, unseren Willen mit dem Willen Gottes zu vereinen. Für uns bedeutet beten also nicht, vor der Wirklichkeit und deren Verantwortung zu fliehen, sondern sie im Vertrauen auf die treue und unerschöpfliche Liebe des Herrn vollends auf sich zu nehmen.

Mose und Elia: Direkt vor ihnen sahen die Jünger Beweise für ein Leben jenseits dieses Lebens. Als sie Moses und Elia sahen, wussten sie, dass Moses vor 1.400 Jahren von dieser Welt gegangen war und Elia vor etwa 900 Jahren. Und doch waren sie da, lebendig in Herrlichkeit vor ihnen. Es gab ihnen Vertrauen in den Anspruch Jesu auf die Auferstehung.

Mk 9,5: Petrus rief: Rabbi, wie gut, dass wir hier sind! Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elia.

Es war einfach gut, da zu sein. Auch wenn wir es nicht so erfahren wie die drei, es gibt nichts Größeres als bei Gott zu sein. Dazu können wir uns die Allgegenwart Gottes bewusst machen. Wir können im Gebet bei ihm sein, der durch die Taufe im Tempel unseres Leibes in uns Wohnung genommen hat. Oder wir können seine leibhaftige Gegenwart in der Eucharistie suchen und in der Kirche vor ihm verweilen. In keinem dieser Fälle sehen wir Christus verklärt, doch es bleibt jedes Mal seine göttliche Gegenwart. Bertalan Egervári

Petrus möchte die Gotteserfahrung festhalten. Du hast sicher schon Momente tiefer Gotteserfahrung gemacht. Bei dem einen haben sie zur Bekehrung geführt, bei dem anderen ihn auf seinem Glaubensweg gestärkt. Dennoch sind diese Momente tiefer Gotteserfahrung eher selten, sie sind ein besonderes Geschenk, lassen sich weder durch Askese oder Meditation erzwingen, noch lassen sie sich festhalten. Aber du kannst dich daran erinnern, sie wirken in uns nach und verändern uns. Erinnere du dich heute an einen Moment tiefer Gotteserfahrung in deinem Leben. Vergesst in eurem Leben nicht den Berg der Verklärung. Es gibt ihn diesen Berg der Verklärung, für jeden von uns anderswo.

Je dunkler es hier um uns wird, desto mehr müssen wir das Herz öffnen für dieses Licht von oben. Edith Stein

Mk 9,6: Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren voller Furcht.

Törichte Worte: Was Petrus sagte, war töricht, weil er Jesus auf die gleiche Stufe mit Elia und Mose stellte – eine Stiftshütte für jeden! Aber Jesus ist nicht nur ein weiterer Moses oder Elia oder sogar ein größerer Moses oder Elia. Jesus ist der Sohn Gottes.

Mk 9,7: Da kam eine Wolke und hüllte sie ein, und aus der Wolke hörten sie eine Stimme: Dies ist mein geliebter Sohn!

Eine Analogie, die mich sehr bewegt hat: Hier der Berg der Verklärung dort der Berg Golgatha. Hier strahlt Jesu Angesicht wie die Sonne, dort war sein Aussehen entstellt. Hier wurden seine Kleider weiß wie das Licht, dort wurde er seiner Kleider berraubt. Hier umgaben ihn zwei große Gottesmänner, dort hingen zwei Verbrecher neben ihm. Hier war die Wolke der Gegenwart Gottes, dort Finsternis und Gottverlassenheit. Das Kreuz und die Herrlichkeit Christi gehören unzertrennlich zusammen. Auch dein Kreuz und das Wachsen in der Erkenntnis der Liebe Gottes sind unzertrennlich verbunden.

Und eine Wolke kam und überschattete sie: Dies ist eine vertraute Wolke, die Wolke der Herrlichkeit Gottes, die traditionell als Shekinah bekannt ist. Es war die Wolkensäule, die Israel in der Wüste zur Seite stand (Ex 13:21-22). Es war die Wolke der Herrlichkeit, aus der Gott zu Israel sprach (Ex 16:10). Aus dieser Wolke der Herrlichkeit traf Gott Mose und andere (Ex 19:9 , 24:15-18 , Num 11:25 , 12:5 , 16:42). Es war die Wolke der Herrlichkeit, die neben der Tür der Stiftshütte stand (Ex 33:9-10). Aus dieser Wolke erschien Gott dem Hohepriester im Heiligtum hinter dem Schleier (Lev 16:2). Aus dieser Wolke erschien Gott Salomo, als der Tempel geweiht wurde, und füllte den Tempel so sehr, dass die Priester nicht weitermachen konnten (1. Kön 8:10-11 , 2. Chr 5:13-14). Es war die Wolke von Hesekiels Vision, die den Tempel Gottes mit dem Glanz Seiner Herrlichkeit erfüllte (Hes 10:4). Es war die Wolke der Herrlichkeit, die Maria überschattete, als sie Jesus durch die Kraft des Heiligen Geistes empfing (Lk 1:35 ä). Es war die Wolke der Herrlichkeit, die Jesus bei seiner Himmelfahrt in den Himmel aufnahm (Apg 1,9). Es war die Wolke, die die Herrlichkeit Jesu Christi zeigen wird, wenn er im Triumph auf diese Erde zurückkehrt (Lk 21:27).

Der Herr spricht zu uns. Wir hören. Das ist Gebet. Wir dürfen das Gebet suchen, nicht um es zu genießen im Ego-Trip nach spirituellen Hochgenüßen, sondern um Kraft zum Dienen zu bekommen und zwar dort, wo mich Gott hingestellt hat in meinem Alltag in der Familie, bei der Arbeit oder sonstwo. Gott, du hast uns geboten, auf deinen geliebten Sohn zu hören. Nähre uns mit deinem Wort und reinige die Augen unseres Geistes, damit wir fähig werden, deine Herrlichkeit zu erkennen.

Mk 9,8: Und plötzlich, als sie umherblickten, sahen sie niemand mehr bei sich als Jesus allein.

Worte von Bertalan Egervári: Wäre es nicht von unschätzbarem Wert für den Glauben, wenn alle Menschen den verklärten, göttlichen Christus sehen könnten? Wir könnten meinen: Wenn ich ihn so sehen könnte, würde ich ganz anders glauben und leben. Die Evangelien zeigen uns aber, dass es Petrus im entscheidenden Moment der Kreuzigung keine Hilfe war. Feste Glaubensüberzeugungen entstehen anders. Außergewöhnliche Erfahrungen oder Erlebnisse können eine Hilfe sein, der Glaube wird aber vor allem in den vielen kleinen Prüfungen des Alltags geschmiedet. Es liegt an uns, ob wir den Alltag einfach an uns geschehen lassen oder ob wir ihn bewusst mit den Augen des Glaubens sehen und leben.

Mk 9,9: Als sie aber vom Berg herabgingen, gebot er ihnen, niemand zu erzählen, was sie gesehen hatten, bis der Sohn des Menschen aus den Toten auferstanden sei.

Steige hinab, Petrus: du wolltest auf dem Berge ausruhen: steige hinab; verkündige das Wort, greife bei jeder Gelegenheit ein, sei es gelegen oder ungelegen, tadle, ermahne und ermuntere mit aller Großmut und mit jeder Art von Unterweisung. Arbeite, strenge dich sehr an, nimm auch Leiden und Qualen auf dich, damit du mittels des Glanzes und der Schönheit der guten Werke in der Liebe das besitzen mögest, was im Glanz der Kleider des Herrn versinnbildlicht ist. Augustinus

Mk 9,10: Und sie behielten das Wort bei sich und besprachen sich untereinander, was das Auferstehen aus den Toten bedeute.

Mk 9,11: Und sie fragten ihn und sprachen: Warum sagen die Schriftgelehrten, dass zuvor Elia kommen müsse?

Das Kommen Elias: Das Kommen Elias vor dem Messias wurde in Maleachi 4:5-6 eindeutig prophezeit. Also fragten sich die Jünger: Wenn Jesus der Messias ist, wo ist dann Elia?

Mk 9,12: Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Elia kommt wirklich zuvor und stellt alles wieder her, so wie es auch über den Sohn des Menschen geschrieben steht, dass er viel leiden und verachtet werden muss.

Mk 9,13: Aber ich sage euch, dass Elia schon gekommen ist, und sie haben mit ihm gemacht, was sie wollten, wie über ihn geschrieben steht.

Mk 9,14-29: Jesus heilt besessenen Jungen

Auslegung und Kommentar zu Mk 9,14-29

Parallelstellen: Mt 17,14-21; Lk 9,37-43

Mk 9,14: Und als er zu den Jüngern kam, sah er eine große Volksmenge.

Zurück im Tal der Not: Die Jünger durften nicht auf dem Berg der Verklärung bleiben. Im Tal wartete eine seufzende, weinende Menschheit auf sie. Eine Welt der Bedürftigkeit lag zu ihren Füßen.

Mk 9,15: Und die ganze Volksmenge geriet sogleich in Bewegung, als sie ihn sah, und sie liefen herzu und begrüßten ihn.

Mk 9,16: Und er fragte die Schriftgelehrten: Was streitet ihr euch mit ihnen?

Mk 9,17: Und einer aus der Menge antwortete und sprach: Meister, ich habe meinen Sohn zu dir gebracht, der hat einen sprachlosen Geist.

Ein stummer Geist: In den Augen zeitgenössischer jüdischer Exorzisten war dies ein besonders schwer wenn nicht gar unmöglich auszutreibender Dämon. Das lag daran, dass sie glaubten, dass man den Namen eines Dämons lernen musste, bevor man ihn austreiben konnte, und wenn ein Dämon jemanden stumm machte, konnte man seinen Namen nie lernen.

Mk 9,18: Und wo immer der ihn ergreift, da wirft er ihn nieder, und er schäumt und knirscht mit seinen Zähnen und wird starr. Und ich habe deinen Jüngern gesagt, sie sollten ihn austreiben; aber sie konnten es nicht!

Mk 9,19: Er aber antwortete ihm und sprach: O du ungläubiges Geschlecht! Wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Bringt ihn her zu mir!

Mk 9,20: Und sie brachten ihn zu ihm. Und sobald der Geist ihn sah, zerrte er ihn, und er fiel auf die Erde, wälzte sich und schäumte.

Mk 9,21: Und er fragte seinen Vater: Wie lange geht es ihm schon so? Er sprach: Von Kindheit an.

Mk 9,22: Er hat ihn oft ins Feuer und ins Wasser geworfen, um ihn umzubringen; doch wenn du etwas kannst, so erbarme dich über uns und hilf uns!

Mk 9,23: Wenn du glauben kannst — alles ist möglich dem, der glaubt!

Mk 9,24: Ich glaube! Hilf meinem Unglauben!

Mk 9,24: Und sogleich rief der Vater des Knaben mit Tränen und sprach: Ich glaube, Herr; hilf mir, loszukommen von meinem Unglauben!

Hilf meinem Unglauben: das ist etwas, was ein Mann nur im Glauben sagen kann. Während die Menschen keinen Glauben haben, sind sie sich ihres Unglaubens nicht bewusst; aber sobald sie ein wenig Glauben bekommen, beginnen sie sich der Größe ihres Unglaubens bewusst zu werden. Spurgeon

Worte der Goldenen Perle: Wir können also sagen, daß der Glaube vielfach ist, nämlich anfänglich und vollkommen. Hier aber war es ein Anfänger im Glauben, welcher den Herrn bat, daß er seine Tugend vervollkommnen möchte. Denn Niemand ersteigt plötzlich den höchsten Grad, sondern bei dem Wandel fängt Jedermann mit dem Geringsten an, um zu Großem zu gelangen.

Das Paradox: Der Vater drückte das Paradox von Glaube und Unglaube aus, das Gottes Volk zu allen Zeiten empfunden hat: Ich glaube. Hilf meinem Unglauben! Wenn wir glauben wollen, dann sehen wir, dass wir voller Unglauben sind. Wir hassen diesen Zustand, die unvernünftige Auflehnung, und scheinen doch vergeblich dagegen anzukämpfen.

Mein Erkennen ist schwach und von Finsternissen verdunkelt. Hilf mir daher, o mein Herr, zu glauben, denn: Der Glaube läßt uns mit Gewißheit erkennen, daß Gott ist, daß er unendlich gut ist, daß er sich mit uns vereinigen kann und will. So strebt das Herz auf seinen Gott hin. Und hat es endlich jenen so lange gesuchten Schatz gefunden, welch großen Frieden fühlt dann dies arme Herz, welche Freude. Im Himmel dann wird sich uns Gott entschleiert geben, wir werden ihn von Angesicht zu Angesicht schauen, so wie er ist. Nicht aus der Ferne werden wir diese Quelle der Seligkeit sehen, wie jetzt im Glauben. Nein! Wir werden, in diese Quelle hineingetaucht und versenkt. Diese Glückseligkeit ist endlos.

Mk 9,25: Da nun Jesus eine Volksmenge herbeilaufen sah, befahl er dem unreinen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir: Fahre aus von ihm und fahre nicht mehr in ihn hinein!

Mk 9,26: Da schrie er und zerrte ihn heftig und fuhr aus; und er wurde wie tot, sodass viele sagten: Er ist tot!

Mk 9,27: Aber Jesus ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf; und er stand auf.

Mk 9,28: Und als er in ein Haus getreten war, fragten ihn seine Jünger für sich allein: Warum konnten wir ihn nicht aus­treiben?

Mk 9,29: Und er sprach zu ihnen: Diese Art kann durch nichts ausfahren außer durch Gebet und Fasten.

Gebet und Fasten: Es ist nicht so, dass Gebet und Fasten uns würdiger machen, Dämonen auszutreiben. Beten und Fasten bringen uns näher zum Herzen Gottes und bringen uns mehr in Einklang mit Seiner Macht. Sie sind ein Ausdruck unserer totalen Abhängigkeit von Ihm.

Worte der Goldenen Perle: Das Fasten in allgemeiner Fassung besteht aber darin, daß man sich nicht nur von der Speise, sondern auch von allen fleischlichen Gelüsten, ja von allen lasterhaften Regungen enthält. So liegt auch das allgemeine Gebet nicht nur in den Worten, wodurch wir die göttliche Sanftmut anrufen, sondern auch in Allem, was wir zur Verehrung unseres Schöpfers mit gläubiger Gesinnung tun, wie der Apostel bezeugt (1 Thess. 5): Betet ohne Unterlaß.

Mk 9,30-32: Zweite Leidensankündigung

Auslegung und Kommentar zu Mk 9,30-32

Parallelstellen: Mt 17,22-23; Lk 9,44-45

Mk 9,30: Und sie gingen von dort weg und zogen durch Galiläa. Und er wollte nicht, dass es jemand erfuhr.

Er wollte nicht, dass es irgendjemand erfuhr: Das lag wahrscheinlich daran, dass Jesus nicht wollte, dass sich die galiläische Menge an ihn klammert und diese wichtige Reise nach Jerusalem behindert.

Mk 9,31: Denn er lehrte seine Jünger und sprach zu ihnen: Der Sohn des Menschen wird in die Hände der Menschen ausgeliefert; und sie werden ihn töten, und nachdem er getötet worden ist, wird er am dritten Tag auferstehen.

Die 2.Leidensankündigung eröffnet eine Reihe von Jüngerbelehrungen: Rangstreit unter den Jüngern, Umgang mit fremden Exorzisten, Warnung vor Verführung und Mahnung zur Einigkeit. Der Evangelist reflektiert hier Gemeindeprobleme

Worte von Kristel Köhler: Mit der Betonung des Belehrens der Jünger wird Jesus deutlich in seiner Rolle als Lehrer akzentuiert und die Jünger in ihrer Schülerrolle dargestellt. Sie sollen direkt und mit Freimut (Mk 8,32) erzählt bekommen, wie Jesu weiterer Weg aussehen wird und welche Bedeutung seiner Sendung zukommt. Anders als in der ersten Leidensankündigung wird nun das Ausgeliefertsein ins Zentrum gerückt. Der Menschensohn wird von den Menschen, also von Seinesgleichen ausgeliefert – ein typisches Wort, das im Neuen Testament mit den Passionsereignissen verknüpft ist. Es umfasst die gesamte Bandbreite von Verrat, Verkauf, Verleugnung, falscher Anklage etc., alles, was Jesus im Zuge seines Leidensweges von Menschen angetan wird. All diese Handlungen gipfeln in der Tötung des Gottessohnes, der als Mensch zu den Menschen gesandt wurde. Dem passiven Ausgeliefertsein und der Tötung folgt das aktive Auferstehen vom Tod. Der Menschensohn stellt sich den Bedrohungen der Menschen nicht aktiv entgegen, sondern erleidet sie. Dennoch bleibt er der Aktive, indem er den Tod besiegt von ihm aufersteht.

Mk 9,32: Sie aber verstanden das Wort nicht und fürchteten sich, ihn zu fragen.

Nichtverstehen der Jünger: Dieses Nichtverstehen hatte seinen Grund nicht so fast in der Langsamkeit des Geistes, als vielmehr in der Liebe zum Erlöser, weil sie noch fleischlich gesinnt und mit dem Geheimnisse des Kreuzes unbekannt nicht glauben konnten, daß der, welchen sie als wahren Gott erkannt hatten, sterben könnte; und weil sie ihn oft bildlich reden hörten, wollten sie aus Furcht vor dem Eintreten seines Todes auch in dem, was er von seiner Auslieferung und seinem Leiden unverhüllt sprach, eine bildliche Bezeichnung erkennen. Goldene Perle

Worte von Bertalan Egervári: Es scheint undenkbar, dass das Leben Jesu, des Sohnes Gottes, der Wunder wirkt, der immer für alles eine Lösung und einen Ausweg findet, auf solche Weise enden soll. Wie schwer kann es auch für uns sein, den Plan Gottes für unser Leben zu akzeptieren, wenn er ähnlich schwer ist wie sein Plan für Jesus. Wir brauchen vor allem Offenheit, um alles aus der liebenden Hand des Vaters annehmen zu können. Wir brauchen viel Glauben, um seine Nähe auch im Leid zu erkennen. Und schließlich: Scheuen wir uns nicht, den Herrn im Gebet über seine Pläne mit uns zu befragen. Er wird uns helfen, sie anzunehmen, und uns auf den rechten Weg führen.

Mk 9,33-37: Jünger streiten, wer der Größte ist

Auslegung und Kommentar zu Mk 9,33-37

Parallelstellen: Mt 18,1-6; Lukas 9,46-48

Mk 9,33: Und er kam nach Kapernaum; und als er zu Hause angelangt war, fragte er sie: Was habt ihr unterwegs miteinander verhandelt?

Mk 9,34: Sie aber schwiegen; denn sie hatten unterwegs miteinander verhandelt, wer der Größte sei.

Wer ist der Größte? Wir ertappen uns häufig dabei, dass wir, ebenso wie die Jünger, danach trachten, der oder die Größte zu sein. Die Gesellschaft ermutigt uns, alles zu tun, was verspricht, erfolgreich zu sein, Spitze zu sein. Häufig verlieren wir in dem Kampf um Erfolg die Sicht auf Christus und schieben ihn schließlich auf den zweiten Platz ab. Wenn mir wirklich daran gelegen ist und ich mich ehrlich mühe, kann Christus zur wichtigsten Person in meinem Leben werden. Trotz meiner schwachen Neigungen kann er die Nummer Eins in meinem Leben werden. Christopher Scroggin

Ursache des Streits: Der Streit der Jünger über den Vorrang schien aber dadurch entstanden zu sein, weil sie sahen, daß Petrus, Jakobus und Johannes allein auf den Berg geführt und ihnen dort etwas Geheimes anvertraut worden sei, und auch, weil dem Petrus nach Matthäus die Schlüssel des Himmelreiches verheißen worden waren. Goldene Kette

Mk 9,35: Wer der Erste sein will soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.

Natürlich ist Jesus der Größte. Als er also zuletzt und Diener sagte, beschrieb er sich wirklich selbst und er drückte seine Natur genau aus. Er war wirklich der Erste und hat sich um unsertwillen zum Letzten von allen und zum Diener aller gemacht.

In einem Spruch der Wüstenväter heißt es: Wenn du einen Jüngling siehst, der mit seinem eigenen Willen zum Himmel hinaufsteigt, dann halte seinen Fuß und ziehe ihn auf die Erde, denn das andere nützt ihm nichts.

Zur Demut: Als demütige Menschen bleiben wir geerdet. Das was wir sind, sind wir doch nur Dank seiner Güte und Gnade und häufig auch durch Menschen, die er uns auf unseren Lebensweg schickt. Der Wunsch, alles durch sich selbst sein zu wollen, ist ein falscher Stolz.

Lektion in Demut. Er sagte, dass sie dann die Ersten wären, wenn sie freiwillig den niedrigsten Dienst auf sich nehmen und für andere statt für sich selbst leben würden. Er stellte ihnen ein Kind vor und umarmte es. Er betonte, dass Liebe, die in seinem Namen den am wenigsten Geachteten erwiesen wird, eine große Tat ist. Das ist, als ob man diese Liebe Jesus selbst erweist, ja, sogar Gott dem Vater. O gepriesener Herr Jesus, deine Lehren prüfen mein fleischliches Herz und stellen es bloß. Brich mein Ich und lebe du durch mich. MacDonald

Worte von Kristel Köhler: Er selbst spricht gerade noch – und das schon zum zweiten Mal – von seinem kommenden Schicksal, das durch Auslieferung, Leiden, Tod und Auferstehung gekennzeichnet ist, sie selbst aber kreisen nur um sich selbst. Der Dialog der Jünger über Rangfolge und Bedeutung widerspricht diametral dem, was sie an ihrem Lehrer in diesen Tagen wahrnehmen: Er geht seinen Weg ohne sich in den Mittelpunkt zu spielen, er sucht nicht das Bad in der Menge, er wendet sich denen zu, die Hilfe benötigen und von anderen ausgeschlossen werden. Er verweilt bei Heiden und Sündern und streitet mit den religiösen Wortführern. Wenn Jesus vom „Diener“ sein spricht, dann hat er genau dieses Verhalten im Blick: Eines, das sich auf das Wohl der anderen, aber nicht auf das eigene fokussiert.

Bemerkenswert: Daß sie im Gehen wegen des Vorranges stritten, er aber sitzend sie Demut lehrte. Denn die Vornehmen haben Mühe, die Demütigen Ruhe. Da nun der Herr die Gedanken seiner Jünger sah, suchte er das Verlangen nach Erhebung durch die Demut zu heilen und ermahnte sie zuerst durch das einfache Gebot der Demut, daß sie den Vorrang nicht suchen sollten. Goldene Kette

Mk 9,36: ‭Und er nahm ein Kind und stellte es mitten unter sie; und nachdem er es in die Arme genommen hatte, sprach er zu ihnen:

Mk 9,37: ‭Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.

Beispiel des Kindes: Das Beispiel des Kindes dient als Zeichen für all die Menschen, die in der damaligen Gesellschaft einen geringen bis gar keinen Rang haben. Den „Niedrigen“ soll die Aufmerksamkeit der Jünger zugewandt sein. Sie sollen wertgeschätzt werden, nicht diejenigen, die sich durch Geld, Macht und Einfluss ohnehin alle Aufmerksamkeit erkaufen können. Jüngerschaft bedeutet eben, sich nicht selbst nach vorne zu drängeln, sondern anderen den Vortritt zu lassen. Kristel Köhler

Mk 9,38-41: Mann handelt im Namen Jesus

Auslegung und Kommentar zu Mk 9,38-41

Parallelstellen: Lk 9,49-50

Mk 9,38: ‭Johannes aber antwortete ihm und sprach: Meister, wir sahen einen, der uns nicht nachfolgt, in deinem Namen Dämonen austreiben, und wir wehrten es ihm, weil er uns nicht nachfolgt.

Mk 9,39: ‭Jesus aber sprach: Wehrt es ihm nicht! Denn niemand, der in meinem Namen ein Wunder tut, wird mich bald darauf schmähen können.

Das Gute im anderen schätzen: So ist das menschliche Herz der Jünger, dem unser Herz so ähnelt. Wie schwer fällt es oft, das Gute in anderen zu schätzen, zu loben, anzuerkennen! Aber gerade so denkt und handelt Jesus, ganz anders als die Jünger. Immer wieder finden wir im Evangelium den Kontrast zwischen der Denkweise der Jünger und Jesu Denkweise. Er urteilt anders, hat andere Kriterien. In diesem Fall freut er sich über diesen Menschen, der in seinem Namen auftritt. Er sieht und schätzt das Gute. Wie wichtig ist es, dass wir in unserem christlichen Leben unsere Kriterien, unsere Urteilsweisen immer wieder mit seinen Kriterien konfrontieren, mit der Bereitschaft, uns von Jesus herausfordern zu lassen und einiges an unserer Denkweise zu ändern. Lorli Pregel

Mk 9,39: Haltet ihn nicht davon ab!, erwiderte Jesus. Wer in meinem Namen Wunder vollbringt, kann nicht gleichzeitig schlecht von mir reden.

Wer in Jesu Namen auftritt und Gutes tut, gehört zu ihm. Warum? Sein Name, Jesus bedeutet: Gott erlöst. Wer in seinem Namen wirkt und predigt, stellt nicht sich, sondern Gottes erlösende Kraft in den Mittelpunkt. Er strebt danach und wünscht sich, die Menschen mit dieser erlösenden Kraft Gottes in Berührung zu bringen. Ihm ist klar, dass nur die Kraft Gottes den Menschen innerlich erlösen kann. Wer diese Überzeugung im Herzen trägt und aus ihr lebt, gehört zu Jesus und wird nicht um seinen Lohn kommen. Lorli Pregel

Mk 9,40: Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.

Mk 9,41: Denn wer euch einen Becher Wasser in meinem Namen zu trinken gibt, weil ihr Christus angehört, wahrlich, ich sage euch: Ihm wird sein Lohn nicht ausbleiben.

Tasse Wasser: Nichts könnte kleinlicher erscheinen, als nur eine Tasse Wasser zu geben. Aber Gott erinnert sich an das Herz, nicht nur an die Gabe selbst.

Kleine Werke der Liebe: Ein Glas Wasser, das eine Seele aus Liebe zu Gott dem Nächsten reicht, ist wenig. Gott aber belohnt es und verleiht der Seele Wachstum in der Liebe. So sind auch kleine Handlungen, wenn sie aus der Liebe hervorgehen, Gott angenehm und fördern in uns die Liebe. So strömen in einer liebenden Seele nicht nur die großartigen, sondern auch die geringfügigen Werke den Duft heiliger Liebe aus. So sind auch die geringsten guten Werke, auch wenn sie nicht mit voller Liebeskraft verrichtet werden, Gott angenehm und haben ihren Wert bei ihm.

Mk 9,42-50: Jesus warnt vor Versuchungen

Auslegung und Kommentar zu Mk 9,42-50

Parallelstellen: Mt 18,7-9

Mk 9,42: Wer aber einem der Kleinen, die an mich glauben, Anstoß zur Sünde gibt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde.

Worte der Goldenen Kette: Wie Jene, welche euch meinetwegen ehren, einen Lohn empfangen, so werden auch die Entehrenden, d.h. die Ärgernisgeber, die strengste Strafe erfahren. Von den uns bekannten Todesarten erwähnt er die schwerste, indem er von dem Mühlstein und der Versenkung spricht; und er sagt nicht: Ein Mühlstein soll an seinen Hals gebunden werden, sondern: Es wäre für ihn besser, wodurch er ausdrückt, daß ihn ein schwereres Übel erwarte. Kleine aber nennt er die an ihn Glaubenden, wie auch die, welche seinen Namen anrufen, wenn sie ihm auch nicht Nachfolgen, und auch die, welche einen Becher Wassers reichen und nichts Größeres tun. Er will aber, daß Keiner von diesen geärgert oder zu Grunde gerichtet werde; denn das heißt, sie von der Anrufung seines Namens abhalten.

Mk 9,43: ‭Und wenn deine Hand für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so haue sie ab! Es ist besser für dich, dass du als Krüppel in das Leben eingehst, als dass du beide Hände hast und in die Hölle fährst, in das unauslöschliche Feuer,

Mk 9,44: ‭wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.

Um das Ziel zu erreichen, lohnt sich jedes Opfer. Die Hand steht für unsere Taten, der Fuss für unseren Wandel und das Auge für Dinge, die wir begehren. Das sind mögliche Gefahrenpunkte. Wenn wir hierin nicht hart bleiben, können sie uns ins ewige Verderben führen.

Der Wurm: Nicht von dem wirklichen Wurme sagt er dieses, sondern er versteht darunter das Gewissen, welches die Seele nagt und quält, daß sie nichts Gutes getan. Denn Jeder wird sich selbst anklagen, und erwähnen, was er in diesem sterblichen Leben getan hat und so bleibt ihr Wurm in Ewigkeit. Wie aber der Wurm der innere anklagende Schmerz ist so ist das Feuer die äußerlich wütende Strafe. Goldene Kette

Mk 9,45: ‭Und wenn dein Fuß für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so haue ihn ab! Es ist besser für dich, dass du lahm in das Leben eingehst, als dass du beide Füße hast und in die Hölle geworfen wirst, in das unauslöschliche Feuer,

Mk 9,46: ‭wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.

Die Sünde im Herzen: Das Problem, Jesu Worte hier wörtlich zu nehmen, ist, dass körperliche Verstümmelung nicht weit genug geht, um Sünde zu kontrollieren. Die Sünde ist mehr eine Sache des Herzens als eines bestimmten Gliedes oder Organs, und wenn ich meine rechte Hand abhacke, ist meine linke immer noch bereit zu sündigen. Wenn ich meinen Körper vollständig zerstückle, kann ich immer noch in meinem Verstand und in meinem Herzen sündigen.

Mk 9,47: ‭Und wenn dein Auge für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so reiß es aus! Es ist besser für dich, dass du einäugig in das Reich Gottes eingehst, als dass du zwei Augen hast und in das höllische Feuer geworfen wirst

Mk 9,48: ‭wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.

Hör auf damit! Jetzt! Jesus ist in diesem Punkt radikal, fordernd, aber zu unserem Besten, wie ein guter Arzt. Jeder Schnitt, jedes Beschnitten-Werden dient dazu, besser zu wachsen und Früchte in der Liebe zu tragen. Fragen wir uns also: Was gibt es in mir, das dem Evangelium widerspricht? Was genau in meinem Leben soll ich wegschneiden, weil Jesus es will? Franziskus

Mk 9,49: Denn jeder muss mit Feuer gesalzen werden, wie jedes Opfer mit Salz gesalzen wird.

Das Feuer kann zwei Bedeutungen haben: entweder spricht es von Verfolgungen, die den Glauben reinigen (1.Petrus 1,7). Man spricht dann davon, dass der Glaube geläutert wird. Die zweite Möglichkeit wäre, dass Jesus vom Heiligen sprach, der in der Apostelgeschichte als Feuer auf die Jünger kommen sollte. Zwischen beidem besteht kein Widerspruch, denn mit dem Heiligen Geist begannen auch Verfolgungen im Leben der Jünger und nur einer starb eines natürlichen Todes. So ist es wahr, dass jeder Gläubige mit Feuer gesalzen werden muss: wir alle brauchen den Heiligen Geist und das Feuer, das den Glauben reinigt. Pastor Storch

Mk 9,50: Das Salz ist etwas Gutes; wenn aber das Salz salzlos wird, womit wollt ihr es würzen? Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander!

Zum Salz: Salz galt in der Antike als etwas göttliches und besonders reines. Die Jünger sollten sich dieses Reine bewahren indem sie Frieden untereinander hielten. Die Christen verlieren jedes Mal etwas von ihrer Würzkraft wenn sie in weltliche Streitereien verfallen.  Pastor Storch

Salz in uns: Gut ist das Salz, d.h. das Feuer der Liebe. Habt Salz in euch u.s.w. damit nämlich die Liebe zum Nächsten die Falschheit der Zurechtweisung zügle und das Salz der Gerechtigkeit die Liebe zum Nächsten würze. Goldene Kette


Das war eine Auslegung und ein Kommentar zum Markus Evangelium Mk Kapitel 9.


Infos zum Impuls 

– Start mit dem Wort Gottes in den Tag

– Kurzimpuls

– es gibt stets ein Wochenthema

– täglich nur 1x

– entweder über

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   * Facebook-Seite

   * Telegram

– ca. zwischen 6-7 Uhr 

– hier geht´zur Anmeldung

Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste