Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Johannes Evangelium Joh Kapitel 1 Auslegung und Kommentar

Auslegung und Kommentar zum Johannes Evangelium Joh Kapitel 1

Joh 1,1-14: Prolog des Johannes

Auslegung und Kommentar zu Joh 1,1-14

Zum Prolog: Dieser bemerkenswerte, tiefgründige Abschnitt ist nicht nur ein Vorwort oder eine Einführung. Es ist eine Zusammenfassung des gesamten Buches. Der Rest des Johannesevangeliums befasst sich mit den hier eingeführten Themen: der Identität des Wortes, des Lebens, des Lichts, der Wiedergeburt, der Gnade, der Wahrheit und der Offenbarung Gottes des Vaters in Jesus dem Sohn.

Joh 1,1-4: Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gott. Alles wurde durch das Wort geschaffen, und nichts ist ohne das Wort geworden. Von ihm kam alles Leben, und sein Leben war das Licht für alle Menschen. Joh 1, 1-4

Joh 1,1: Im Anfang war das Wort.

Am Anfang: Mit „am Anfang“ ist kein Zeitpunkt in der Vergangenheit gemeint, sondern eine Wirklichkeit, ein Seinszustand. Gott ist seinem Wesen nach ein Sprechender. Der eine Gott in drei Personen, die durch ihr Gespräch Einer sind. Auch wir Menschen als Ebenbild Gottes sind als Gespräch geschaffen, d.h. auf die lebendige Beziehung zu unseres gleichen angewiesen. Im Gespräch, im Wort, wird Leben vermittelt. Im Glauben geht es um die Begegnung mit diesem Wort, das Gott selbst ist. Neben dem Alltagsgebrauch der Worte und der Sprache, um die es diese Woche geht, ist dies für mich der noch tiefer gehende spirituelle Aspekt des „Wortes“.

Im Anfang: Die Geburtsgeschichten von Matthäus und Lukas setzen beim Beginn seiner menschlichen Existenz an. Johannes setzt an bei der Existenz des Christus von Anfang an vor der Erschaffung der Welt. Er steht am Anfang und am Ende und in ihm hat alles Bestand. So kann unser Fundament allein das Wort sein. Denn dieses Wort hat durch sein Sprechen die Welt erschaffen. Durch die Zeiten hat es weiter gesprochen und das Wort wirkt durch sein Sprechen auch heute in dir und mir. Achte mit Staunen und Ehrfurcht darauf, dass das Wort, das die Welt erschuf, auch in deinem Einerlei des Alltags wirkkräftig anwesend ist.

Es ist stets dasselbe, es kann sich nicht ändern, es ist. Diesen seinen Namen hat das Wort seinem Diener Moses genannt: Ich bin, der ich bin. Augustinus

Joh 1,1: Das Wort war bei Gott. Das Wort war Gott.

Und das Wort war Gott: Alles, was über Gott den Vater gesagt werden kann, kann über Gott den Sohn gesagt werden. In Jesus wohnt alle Weisheit, Herrlichkeit, Macht, Liebe, Heiligkeit, Gerechtigkeit, Güte und Wahrheit des Vaters. In Ihm ist Gott der Vater bekannt.

Es ist wichtig die Sakramentalität des Wortes zu bedenken. Das Wort Gottes ist aufgeschrieben in der Bibel. Im Wort Gottes ist Christus unter uns. Christus, der unter den Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig ist, ist in analoger Weise auch in dem Wort gegenwärtig, das in der Liturgie verkündigt wird. Das Wort Gottes ist also mehr als Buchstaben und Worte, im Wort Gottes ist der Herr sakramental gegenwärtig. „Wenn du die Heilige Schrift liest, spricht Gott zu dir.“ (Augustinus) Achte mit Staunen und Ehrfurcht darauf, dass durch die Bibel, dem Wort Gottes, dir der Herr selbst begegnet.

Die Heilige Schrift lesen, heißt von Christus Rat holen. Franz von Assisi

Joh 1,2: ‭Dieses war im Anfang bei Gott.‭

Joh 1,3: Alles wurde durch das Wort geschaffen.

Du wurdest im Wort erschaffen und lebst in ihm. Du kannst dich selbst nicht verstehen, wenn du dich diesem Dialog nicht öffnest. Alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen. Gott, der durch das Wort alles erschafft und erhält, gibt dir jederzeit in den geschaffenen Dingen Zeugnis von sich. Die Schöpfung ist der Ort, an dem sich die ganze Geschichte der Liebe zwischen Gott und seinem Geschöpf entfaltet.

Augustinus: Betrachte dieses Weltgebäude; schaue an, was durch das Wort geworden ist. Wer erklärt mit Worten den Schmuck des Himmels? Wer erklärt mit Worten die Fruchtbarkeit der Erde? Dann wirst du erkennen, was für ein Wort es ist.

Worte von Benedikt Peters: Christus ist das Wort, durch das Gott die Welten schuf, und dieses Wort kam in diese Welt, wurde Mensch, um Erlösung zu wirken. Wir müssen das ganze von Johannes verfasste Evangelium in diesem Licht lesen: So, wie Gott durch sein Wort Himmel und Erde schuf, so schafft er durch sein Wort Heil. Die Erlösung ist ebenso wie die Schöpfung ganz und ausschließlich Gottes Werk.

Joh 1,4: In ihm war das Leben.

In Ihm war Leben: Das Wort ist die Quelle allen Lebens – nicht nur des biologischen Lebens, sondern das eigentliche Prinzip des Lebens. Das altgriechische Wort , das mit Leben übersetzt wird, ist zoe , was „das Lebensprinzip“ bedeutet, nicht bios , was lediglich biologisches Leben ist.

Das Wort Gottes in der Liturgie der Kirche führt hin zur Eucharistie. Gottes Wort und Eucharistie gehören so eng zueinander, daß eines nicht ohne das andere verstanden werden kann. Darum verehren wir das Wort Gottes und die Eucharistie gleichermaßen. In beidem begegnet uns Christus. Das Wort Gottes offenbart das auf Kindschaft zum Vater und Beziehung zum Sohn beruhende Wesen unseres Lebens. Durch die Bibel, dem Wort Gottes, spricht Gott jeden Tag zu dir und mir. Jeder Tag unseres Leben sei geprägt von der immer neuen Begegnung mit Christus in seinem Wort, das uns Leben schenkt, weil er das Leben ist.

Die göttlichen Worte wachsen mit dem, der sie liest. Gregor des Große

Durch das Wort wurdest du geschaffen, aber du mußt durch das Wort neu geschaffen werden. Augustinus

Joh 1,4: Das Leben war das Licht der Menschen.

In seiner Gegenwart in seinem Wort ist er das Licht unseres Lebens. Im Hören von Gottes Wort sagt Jesus heute, hier und jetzt, zu jedem: Ich bin dein Licht, ich schenke mich dir hin, damit der Mensch ihn aufnehmen und antworten und seinerseits sagen kann: Ich bin dein. Gott hört den Menschen und antwortet auf seine Fragen und Probleme. Und durch dieses Gespräch mit Gott verstehen wir uns selbst und finden eine Antwort auf die tiefsten Fragen, die wir in unserem Herzen tragen, werden erleuchtet. Wie wichtig ist es, zu entdecken, daß nur Gott auf das Verlangen antwortet, das im Herzen eines jeden Menschen wohnt.

Ohne die Heilige Schrift, die Jesus Christus allein zum Gegenstand hat, erkennen wir nichts, und wir sehen nur Dunkles und Verworrenes in Gottes Sein und in seinem eigenen Wesen. Blaise Pascal

Joh 1,5: Das Licht leuchtet in der Finsternis.

Warum haben die Psalmen eine so immense Bedeutung? In der Fleischwerdung des Wortes nimmt Jesus alle in den Psalmen ausgedrückten menschlichen Empfindungen auf sich: Freude und Schmerz, Angst und Hoffnung, Furcht und Zittern. Das Licht leuchtet in der Finsternis. So beten wir die Palmen nie für uns allein, sondern immer in der Gemeinschaft mit Christus. Der Psalter ist sein Gebet geworden für alle Zeiten. Der Psalter ist zugleich Gebet zu Gott und doch Gottes eigenes Wort, weil der betende Christus uns hier begegnet, ja der Psalter ist das stellvertretende Gebet Christi für seine Gemeinde.

Wenn ihr in Psalmen und Liedern zu Gott betet, dann sollen die Worte, die ihr aussprecht, auch in eurem Herzen lebendig sein. Augustinus

Joh 1,5: Die Finsternis hat es nicht begriffen.

Das Wort kann falsch verstanden werden, nicht begriffen werden. Darum muss Gebet das Lesen in Gottes Wort begleiten. Dein Gebet ist dein an Gott gerichtetes Wort. Und in alledem: vertraue! Wenn wir auch bisweilen das Gefühl seiner Nähe nicht haben: vertraue! Zwischen Gott und dem Gefühl von Gott gibt es einen gewichtigen Unterschied. Darum: vertraue! Du sollst dich nicht entfernen von dem, der sich nie entfernt; du sollst ihn nicht verlassen, und du wirst nicht verlassen werden.

Wenn du die Bibel liest, spricht Gott zu dir; wenn du betest, sprichst du zu Gott. Augustinus

Joh 1,6: Es war ein Mensch, von Gott gesandt; sein Name war Johannes.‭

Worte von Benedikt XVI: Er ist eine Stimme in der Wüste, und er ist ein Zeuge des Lichts; und das berührt uns tief, weil wir in dieser Welt, die so voller Finsternis und großer Dunkelheit ist, alle dazu berufen sind, Zeugen des Lichts zu sein. Das ist der Auftrag der Adventszeit: Zeugen des Lichts zu sein, und das können wir nur dann sein, wenn wir in uns das Licht tragen, wenn wir nicht nur sicher sind, daß es das Licht gibt, sondern daß wir etwas davon gesehen haben. 

Joh 1,7: ‭Dieser kam zum Zeugnis, um von dem Licht Zeugnis zu geben, damit alle durch ihn glaubten.‭

Das Werk von Johannes dem Täufer konzentrierte sich bewusst darauf, Menschen zum Glauben an Jesus den Messias zu bringen.

Joh 1,8: ‭Nicht er war das Licht, sondern er sollte Zeugnis geben von dem Licht.‭

Worte von Benedikt Peters: Der Sinn des Zeugnisses ist es einzig und allein, Glauben zu wecken; und glauben kann der Mensch nur, nachdem er ein Zeugnis vom Licht gehört hat; denn er kann nicht aus sich heraus glauben. Er kann nur einer Person oder einem Wort glauben, das von außen zu ihm gelangt. Alle von Gott gesandten Zeugen verkünden, was Gott ihnen aufgetragen hat. Damit tritt Gott selbst mit seinem Licht und seiner Wahrheit vor den Menschen.

Joh 1,9: Der das wahre Licht ist, kam in die Welt, um für alle Menschen das Licht zu bringen.

Joh 1,9: Das wahre Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen.

Licht der Welt: Weihnachten wurde im 4.Jhd. als Fest eingeführt. Es wurde auf den römischen Feiertag der Geburt des Sonnengottes gelegt. Warum? Jesus selbst ist das Licht der Welt. Als Christen tragen wir dieses Licht, dieses Weihnachten, in die Welt, nicht abstrakt, sondern konkret, wo wir durch unser Handeln dem Nächsten helfen in und mit Jesus. Das sind meist kleine, aber wichtige Dinge: Zeit zum Reden, Beten für den anderen etc. HIER kommt Weihnachten in unsere Welt, das Licht in das Dunkel.

Die Erleuchtung des Menschen: Die Eingebung ist ein himmlischer Strahl, der ein warmes Licht in unserem Herzen leuchten läßt, durch das wir das Gute sehen und zu einem eifrigen Streben danach erwärmt werden. Ohne Eingebungen würden unsere Seelen träge und lahm. Dadurch erhalten wir die Kraft, das zum ewigen Heil erforderliche Gute zu wollen und zu tun.Gott haucht und flößt unserer Seele die Eingebungen des übernatürlichen Lebens ein. Der Atem des Menschen erwärmt alle Dinge, die er anhaucht. Der Atem Gottes erwärmt aber nicht bloß, sondern er erleuchtet auch in vollkommener Weise, ist doch der göttliche Geist unendliches Licht. Zahllos sind dabei die Weisen Gottes, uns Eingebungen zu spenden: durch andere Menschen, eine Predigt, durch den Anblick der Natur, durch Leiden u.v.m. O wie selig sind jene, die ihr Herz für die heiligen Eingebungen aufgeschlossen halten!

Worte von Irenäus: Denn dem Heiland nachzufolgen, ist Teilhabe am Heil, und dem Licht nachzufolgen, ist Aneignung des Lichts. Denn die im Licht sind, erleuchten nicht selbst das Licht, sondern werden von ihm erleuchtet und erhellt. Sie geben ihm zwar nichts, bekommen aber Wohltaten und werden vom Licht erleuchtet. So ist es auch mit der Zeit des Dienstes vor Gott; er bringt Gott nichts ein, und Gott braucht keine unterwürfigen Menschen; doch gibt er denen, die ihm folgen und dienen, Leben, Unverweslichkeit und ewige Herrlichkeit; er gewährt denen, die ihm dienen, Wohltaten, weil sie ihm dienen, und denen, die ihm folgen, weil sie ihm folgen. Von ihnen bekommt er aber keine Wohltat, denn er ist reich, vollkommen und bedürfnislos. Gott verlangt von den Menschen ihren Dienst aus dem Grund, dass er denen Gutes tun kann, die im Dienst an ihm beständig bleiben, denn er ist gut und barmherzig. So wenig Gott jemanden braucht, so sehr braucht der Mensch die Gemeinschaft mit Gott. Irenäus

Joh 1,10: Doch obwohl er unter ihnen lebte und die Welt durch ihn geschaffen wurde, erkannten ihn die Menschen nicht.

Worte von Charles de Foucauld: Eine solche Welt, die von Gott erschaffen wurde, ihn aber nicht erkannte, ist auch meine Seele. Du hast mich erschaffen, hast mich mit Gütern überreich beschenkt, hast dich mir zu erkennen gegeben. Nach und nach wandte ich mich von dir ab, bis ich dich schließlich nicht mehr kannte, glaubte nicht einmal mehr an dich. Verzeihe mir! Du hast mich bekehrt, hast mich gesucht, wie der gute Hirte das verlorene Schaf sucht, hast mich machtvoll und mit äußerster Milde zurückgebracht. Du hast mir noch größere und reichlichere Gnaden geschenkt als früher, hast den verlorenen Sohn besser behandelt als den getreuen, und trotzdem sündige ich noch. Wenn ich sündige, kennt meine Seele dich nicht mehr, liebt dich nicht mehr. Verzeihe, verzeihe!

Ohne die Hilfe des Heiligen Geistes werden wir das Wort Gottes nicht verstehen. Pflegen wir die Stille, denn „wo die Wörter schweigen, kann das WORT laut werden.“ (Augustinus). Pflegen wir also die Stille, um das Wort des Herrn zu hören und darüber nach zu denken, damit es durch das Wirken des Heiligen Geistes alle Tage unseres Lebens immer neu in uns wohnt, in uns lebt und zu uns spricht. Heiliger Geist, erleuchte mein Herz und lass mich das Wort Gottes verstehen

Die Schrift muss man betend lesen und lesend beten, weil alles Licht, Segen und Nachdruck allein vom Heiligen Geist aus Gnade herzukommen muss. Tersteegen

Joh 1,11: ‭Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.‭

Joh 1,12: Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden.

Glaube wird beschrieben als Annehmen von Jesus. Es ist der leere Becher, der unter den fließenden Strom gestellt wird; die mittellose Hand streckte sich nach himmlischen Almosen aus. Spurgeon

Das Wort hat sich klein gemacht, Gott hat sich herab gelassen. Das Wort hat sich zum Kind gemacht. Jetzt hat das Wort ein Gesicht, das wir sehen können: Jesus von Nazaret. Christsein ist und bleibt in erster Linie die Begegnung mit Christus.

Die Heilige Schrift ist das Wickelband des heiligen Kindes Jesus; löse es auf, so findest du deinen Heiland. Spurgeon

‭Joh 1,13: die nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.‭

Joh 1,14: Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Wir sahen seine Herrlichkeit.

Wort wurde Fleisch: Durch alle Worte der Heiligen Schrift sagt Gott nur ein Wort, sein eingeborenes Wort Christus, in dem er sich selbst ganz aussagt. Die Antwort des Menschen an Gott, der zu ihm in der heiligen Schrift spricht, ist der Glaube. Im Glauben empfängt und gebiert jeder Christ das Wort Gottes in sich. Wie einst das Wort in Maria Fleisch annahm, so nimmt es durch unser gäubiges Hören ebenso ähnlich Fleisch an. Was an Maria geschehen ist, kann daher in jedem von uns täglich beim Hören auf das Wort und bei der Feier der Sakramente wieder geschehen. Wenn es auch nur eine Mutter Christi dem Fleische nach gibt, so ist doch dem Glauben nach Christus die Frucht aller.

Von seiner Menschwerdung bis zur Himmelfahrt hat er sichtbar, berührbar und hörbar unter uns gewohnt. Als Mensch teilte er unsere Bedingungen. Als Gott konnte, sah und wusste er alles. Er sah uns in jedem Augenblick unseres irdischen wie himmlischen Lebens. Seit der Himmelfahrt wohnt er unter uns in der heiligen Eucharistie und wird weiter unter uns wohnen bis zum Ende der Zeiten. Mein Gott, wie bist du gut! Da du in jedem Augenblick deines Lebens unser ganzes Leben sahst und machst du, dass wir unter deinem Blick lebten, um dir zu gefallen, dir so angenehm wie möglich zu sein, dir größtmögliche Liebe zu zeigen. Da du immer bei uns bist in der heiligen Eucharistie, machst du, dass wir dich dort umgeben, ehren, anbeten und von ganzem Herzen lieben und auch die anderen dazu bringen, dies zu tun.

Joh 1,15-36: Johannes der Täufer

Auslegung und Kommentar zu Joh 1,15-36

Joh 1,15: Johannes legte Zeugnis ab von ihm, rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir gewesen, denn er war eher als ich.‭

Präexistenz Jesus: Das Zeugnis von Johannes dem Täufer wurzelte in seinem Verständnis der Präexistenz Jesu. Er wusste, dass Jesus in jeder Hinsicht vor ihm war.

Joh 1,16: ‭Und aus seiner Fülle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade.‭

Joh 1,17: ‭Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.‭

Das ewige Leben ist die Gnade für die Gnade. Diese Gnade war nicht im Alten Testament; weil das Gesetz drohte, aber nicht zu Hilfe kam; befahl, aber nicht heilte; die Wunde zeigte, aber nicht tilgte. Aber es bereitete vor auf den künftigen Arzt mit der Gnade und Wahrheit. Goldene Perle

Joh 1,18: ‭Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoß des Vaters ist, der hat Aufschluss ‭über ihn‭ gegeben.‭

Jesus, das Wort, ist die vollkommene Verkündigung des unsichtbaren Gottes. Der Vater und der Sohn gehören derselben Familie an, und Jesus hat den Menschen die Natur des unsichtbaren Gottes erklärt. Wir müssen uns nicht über die Natur und Persönlichkeit Gottes wundern. Jesus hat es sowohl mit seiner Lehre als auch mit seinem Leben erklärt.

Schoß des Vaters: Denn im Schoße des Vaters ist so viel, als im Geheimnis des Vaters, weil Gott keinen Schoß hat, wie wir in den Kleidern haben; oder man nicht denken dürfe, er sitze so, wie wir, oder daß er geschürzt ist und einen Schoß hat; sondern weil unser Schoß im Innern ist, heißt das Geheimnis des Vaters der Schoß des Vaters. Wer also in dem Innern des Vaters den Vater kennt, der hat erzählt, was er sah. Goldene Perle

Joh 1,19: ‭Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden von Jerusalem Priester und Leviten sandten, um ihn zu fragen: Wer bist du?‭

Wer bist du? Die Juden hatten eine menschliche Neigung zu Johannes. Denn sie hielten es für unwürdig, daß er sich Christus unterwarf wegen der vielen Werke, die seine Herrlichkeit zeigten. Das erste davon war die berühmte Abkunft; denn er war der Sohn des Hohenpriesters; sodann die strenge Lebensweise und die Verachtung des Menschlichen. Bei Christus aber sah man das Gegenteil; eine niedrige Abkunft, die sie ihm vorwarfen und sagten (Matth. 13): Ist dieser nicht der Zimmermannssohn? Sodann eine gewöhnliche Lebensweise und eine Kleidung, die sich nicht von den Anderen unterschied. Goldene Perle

Joh 1,20: ‭Und er bekannte es und leugnete nicht, sondern bekannte: Ich bin nicht der Christus!‭

Joh 1,21: ‭Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia? Und er sprach: Ich bin“s nicht! Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein!‭

Bist du Elias? Johannes achtete darauf, niemals von sich selbst zu sagen, dass er Elia war. Doch Jesus bemerkte, dass Johannes in gewisser Weise Elia war , der in seinem Amt und Geist diente ( Matthäus 11:13-14 und Markus 9:11-13 ).

Joh 1,22: ‭Nun sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn? Damit wir denen Antwort geben, die uns gesandt haben: Was sagst du über dich selbst?‭

Joh 1,23: Johannes antwortete mit den Worten des Propheten Jesaja: Ich bin eine Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!

Auf Jesus hinweisen: Die eigentliche Funktion des Johannes bestand nicht darin, Ethik zu lehren, sondern Menschen auf Jesus hinzuweisen. Macht den Weg des Herrn gerade ist ein Ruf, bereit zu sein, denn das Kommen des Messias ist nahe.

Johannes dem Täufer erkennt seinen Auftrag. Auch du hast einen Auftrag. Du bist kein Produkt des Zufalls. Es ist gut, immer wieder darüber nach zu sinnen wozu ich auf dieser Welt bin. Das kann ich nicht im Trubel, sondern vor allem in der Stille. Nehme dir Zeiten für das Alleinsein, gehe innerlich in die Wüste, um zu erkennen, wer Gott ist, wer du bist, wozu du da bist, was deine Talente und Schwächen sind.

Joh 1,24: ‭Die Gesandten gehörten aber zu den Pharisäern.‭

Joh 1,25: ‭Und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufst du denn, wenn du nicht der Christus bist, noch Elia, noch der Prophet?‭

Zur Taufe: Die Juden in den Tagen des Johannes praktizierten die Taufe. Es war ein Ergebnis zeremonieller Waschungen, aber nur für Nichtjuden, die Juden werden wollten. Indem er sich der Taufe des Johannes unterwarf, musste sich ein Jude mit nichtjüdischen Konvertiten identifizieren. Dies war ein echtes Zeichen der Reue.

Joh 1,26: ‭Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt;‭

Taufe mit Wasser: Denn Johannes taufte nicht mit dem Geist, sondern dem Wasser, weil er die Sünden nicht zu vertilgen vermochte. Er reinigt die Leiber der Getauften durch das Wasser, aber reinigt doch die Seelen durch die Vergebung nicht. Goldene Perle

Hinweis auf den Stehenden: Weil die Pharisäer Christi Ankunft erwarteten, aber nichts so Hohes an ihm sahen, und ihn daher nur für einen heiligen Menschen hielten, so rügt er mit Recht ihre Unwissenheit, weil sie seine Erhabenheit nicht kannten. Er sagt aber: Er steht. Denn es steht der Vater unveränderlich und unwandelbar, auch steht sein Wort, um uns sogleich zu erlösen, obwohl es das Fleisch annimmt, obwohl es mitten unter ihnen als unsichtbar und von ihnen nicht erkannt steht. Goldene Perle

Joh 1,27: ‭Dieser ist’s, der nach mir kommt, der vor mir gewesen ist; und ich bin nicht würdig, ihm den Schuhriemen zu lösen.‭

Er will sagen: Er ist so sehr vor mir, daß ich selbst nicht würdig bin, mich unter seine niedrigsten Diener zu stellen. Denn die Schuhe abzulösen, war die Sache des niedrigsten Dieners. Goldene Perle

Damals: Jeden Dienst, den ein Sklave für seinen Herrn leistet‘, sagte ein Rabbi, ‚wird ein Schüler für seinen Lehrer verrichten, außer seinen Sandalenriemen zu lösen

Joh 1,28: ‭Dies geschah in Bethabara, jenseits des Jordan, wo Johannes taufte.‭

Joh 1,29: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.

Hinweis auf seine Tod am Kreuz: Zu Beginn seines Wirkens wurde Jesus mit Worten begrüßt, die sein Schicksal verkündeten – seine Opferqual und seinen Tod am Kreuz für die Sünde der Menschheit. Der Schatten des Kreuzes lag über dem gesamten Wirken Jesu.

Das Lamm: Bereits seit dem 4. Jahrhundert gilt das Lamm als Symbol für Christus und zählt damit zu den ältesten Symbolen überhaupt. Im Alten Testament wird von einem Brauch berichtet, ein Lamm zur Vergebung der Sünden zu opfern. Die Christen erkannten in Jesus Christus das Lamm Gottes, so dass das Bild des Lammes zu einem Symbol für die Erlösung wurde, ebenso wie das Kreuz: Das Kreuz ist das wichtigste Symbol des Christentums, weil es an den Kreuzestod Jesu und damit an das zentrale Element des christlichen Glaubens erinnert. So ist es fast in jeder Kirche an mehreren Orten und in verschiedenen Ausführungen zu finden, vom Altarkreuz bis zum kreuzförmigen Grundriss der Kirche. Das Kreuz ist ebenso wie das Lamm Symbol der Erlösung

Im jüdischen Paschafest stand die Schlachtung eines Lammes im Mittelpunkt. Beachtenswert: Jesus feiert das Pascha aber ohne Lamm. Warum? Weil er selbst das neue, wahre Lamm ist, dass sich zur Vergebung der Sünden schlachten lässt. Insofern feiert Jesus das Pascha ohne Lamm und doch mit Lamm. Einmal geopfert, stirbt er nicht wieder, sondern lebt auf ewig als das Lamm, das geschlachtet ist. So erhält das uralte jüdische Pascha seinen wahren Sinn und vollendet sich in Christus. Er verwandelt es in sein eigenes Pascha, in das Pascha Jesus Christus. Gelobt sei Jesus Christus.

Die Sünde hat nur zwei Orte, wo sie ist. Entweder ist sie bei dir, dass sie dir auf dem Halse liegt, oder sie liegt auf Christus, dem Lamm Gottes. Martin Luther

Joh 1,30: ‭Das ist der, von dem ich sagte: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich.‭

Joh 1,31: ‭Und ich kannte ihn nicht; aber damit er Israel offenbar würde, darum bin ich gekommen, mit Wasser zu taufen.‭

Joh 1,32: ‭Und Johannes bezeugte und sprach: Ich sah den Geist wie eine Taube vom Himmel herabsteigen, und er blieb auf ihm.‭

Joh 1,33: ‭Und ich kannte ihn nicht; aber der mich sandte, mit Wasser zu taufen, der sprach zu mir: Der, auf den du den Geist herabsteigen und auf ihm bleiben siehst, der ist“s, der mit Heiligem Geist tauft.‭

Joh 1,34: ‭Und ich habe es gesehen und bezeuge, dass dieser der Sohn Gottes ist.

Feierliches Zeugnis: Das feierliche Zeugnis von Johannes dem Täufer war, dass Jesus der Sohn Gottes ist . Er ist der Sohn Gottes im Sinne von Johannes 1,18 – derjenige, der das Wesen und die Persönlichkeit Gottes des Vaters vollkommen erklärt.

Joh 1,35: ‭Am folgenden Tag stand Johannes wiederum da und zwei seiner Jünger.‭

Joh 1,36: ‭Und indem er auf Jesus blickte, der vorüberging, sprach er: Siehe, das Lamm Gottes!‭

Joh 1,37-51: Die ersten Jünger

Auslegung und Kommentar zu Joh 1,37-51

Joh 1,37: Und die beiden Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach.

Joh 1,38: ‭Als aber Jesus sich umwandte und sie nachfolgen sah, sprach er zu ihnen: Was sucht ihr? Sie sprachen zu ihm: Rabbi (das heißt übersetzt: »Lehrer«), wo wohnst du?‭

Was sucht ihr? Es war kein Zufall, dass die ersten Worte, die der Meister in Seinem messianischen Amt sprach, diese zutiefst bedeutsame Frage waren: Was sucht ihr?

Joh 1,39: ‭Er spricht zu ihnen: Kommt und seht! Sie kamen und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm. Es war aber um die zehnte Stunde.‭

Joh 1,40: ‭Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den beiden, die es von Johannes gehört hatten und ihm nachgefolgt waren.‭

Joh 1,41: ‭Dieser findet zuerst seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir haben den Messias gefunden (das heißt übersetzt: den »Gesalbten«‭

Anderen von Jesus erzählen: Andreas traf Jesus und wollte dann, dass sein Bruder Simon Petrus Jesus begegnet. Jedes Mal, wenn Andreas im Johannesevangelium erwähnt wird, bringt er jemanden zu Jesus (auch in Joh 6:8 und 12:22). Im Laufe der Jahrhunderte kamen so die meisten Menschen zum Glauben an Jesus Christus. Die Goldene Perle schreibt dazu: Andreas behielt das, was er von Jesus lernte, nicht bei sich, sondern eilte sogleich zu seinem Bruder, um ihm das Gute, welches er empfing, mitzuteilen. Denn dieses heißt wahrhaftig den Herrn finden, von seiner wahren Liebe glühen, wenn man auch für das brüderliche Heil Sorge trägt.

Joh 1,42: ‭Und er führte ihn zu Jesus. Jesus aber sah ihn an und sprach: Du bist Simon, Jonas Sohn, du sollst Kephas heißen (das heißt übersetzt: »ein Stein«).‭

Simon Petrus, der Fels: Er blickte ihn aber nicht nur mit den äußeren Augen an, sondern er sah auch mit dem ewigen Blick der Gottheit die Einfalt seines Herzens, die Erhabenheit des Geistes, weswegen er der Vorsteher der ganzen Kirche zu werden verdiente. Petrus und Kephas heißen aber beide dasselbe und leiten sich beide vom Felsen ab. Petrus aber heißt er wegen der Festigkeit des Glaubens, wonach er an jenem Felsen hing, wovon der Apostel sagt (1. Kor. 10): Der Felsen aber war Christus. Goldene Perle

Joh 1,43: ‭Am folgenden Tag wollte Jesus nach Galiläa reisen; da findet er Philippus und spricht zu ihm: Folge mir nach!‭

Joh 1,44: ‭Philippus aber war von Bethsaida, aus der Stadt des Andreas und Petrus.‭

Joh 1,45: ‭Philippus findet den Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von welchem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, den Sohn Josephs, von Nazareth.‭

Zeugnis des Philippus: Dies war das Zeugnis von Philippus als ein Zeuge von Jesus Christus. Er erklärte, dass er der im Alten Testament vorhergesagte Messias und Erlöser sei.

Wir haben den Messias gefunden! Der Messias war die Hoffnung eines ganzen Volkes. Seit Jahrhunderten schon wartete Israel auf den Befreier, der das Volk in seiner Größe und Macht wiederherstellen sollte. Was muss es doch für ein besonderes Erlebnis sein, wenn er ausgerechnet im eigenen Leben plötzlich auftaucht! Wir haben heute leider keine so wache, religiöse Erwartung. Eher erwarten wir uns etwas von der Technik oder hoffen aufgrund unserer eigenen Möglichkeiten auf eine bessere Zukunft, auf die ein oder andere Änderung im Leben. Wie wichtig wäre es doch, eine Hoffnung, einen Traum, ein Ideal zu verfolgen, das einen motiviert und dem Leben Richtung gibt. Wieso also nicht die Hoffnung auf das Wirken und die Gegenwart Gottes im eigenen Leben wählen? Der Herr will unser Leben verändern. Er klopft dauernd an die Tür unseres Herzens. Bertalan Egervári

‭Joh 1,46: Und Nathanael sprach zu ihm: Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh!‭

Joh 1,47: Jesus sah den Nathanael auf sich zukommen und spricht von ihm: Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem keine Falschheit ist!‭

Ein Mann ohne Falschheit. Jesus spricht dem Bartholomäus ein großes Lob aus. Er war „ein echter Israelit und ein Mann ohne Falschheit“, lebte also ganz nach den Geboten. Alles, was er tat, war authentisch, es gab nichts Zweideutiges oder Zwiespältiges in seinem Leben. Diese Ehrlichkeit im Leben ist eine wichtige Voraussetzung, um auf das Kommen des Herrn, auf sein Wirken im eigenen Herzen, vorbereitet zu sein. Und Aufrichtigkeit beginnt bei einem selbst. Wenn ich mir selbst gegenüber ehrlich bin, erkenne ich die Dinge an, wie sie sind, bin bereit, die eigenen Fehler einzugestehen. All dies ist nötig, um in der Wahrheit zu bleiben. Und Liebe ohne Wahrheit gibt es nicht. Bertalan Egervári

Joh 1,48: Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe dich Philippus rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich!

Unter dem Feigenbaum sah ich dich: Es ist möglich, dass Nathanael es mochte, im Schatten eines echten Feigenbaums zu beten und über Gott und sein Wort nachzudenken. Doch unter dem Feigenbaum war ein Ausdruck, den Rabbiner benutzten, um die Meditation über die Schrift zu beschreiben. Wir können annehmen, dass Nathanael Zeit im Gebet verbrachte und über die Schrift nachdachte, und Jesus sagte ihm dort: Ich habe dich gesehen.

Woher kennst du mich? Er fragte als Mensch, aber Jesus antwortete als Gott. Denn es folgt: Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe dich Philippus rief, sah ich dich. Nicht als Mensch ihn sehend, sondern als Gott von Oben erkennend, sprach er.

Ein jeder von uns kann sagen: Jesus kennt mich! Jeder von uns. Es ist wahr, so ist es: er kennt uns wie kein anderer. Nur er weiß, was in unseren Herzen ist, die Absichten, die allerverborgensten Gefühle. Jesus kennt unsere Vorzüge und unsere Schwächen, und er ist immer bereit, sich um uns zu kümmern, die Wunden unserer Fehltritte mit der Fülle seiner Barmherzigkeit zu heilen. Papst Franziskus

Joh 1,49: ‭Nathanael antwortete und sprach zu ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel!‭

Joh 1,50: ‭Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte: Ich sah dich unter dem Feigenbaum? Du wirst Größeres sehen als das!‭

Joh 1,51: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Künftig werdet ihr den Himmel offen sehen und die Engel Gottes auf- und niedersteigen auf den Sohn des Menschen!

Jesus ist die wahre Leiter: Er lernt jetzt, dass Jesus die wahre Leiter ist, mit der die Kluft zwischen Erde und Himmel überbrückt wird.

Grösseres sehen: Ihr werdet Größeres als dieses sehen, weil es mehr ist, daß der Herr uns rief und rechtfertigte, als daß er uns in dem Todesschatten liegen sah. Denn was nützte es uns, wenn wir dortgeblieben wären, wo er uns sah?

Verschiedene Zeugnisse: Dieser Abschnitt zeigt uns vier verschiedene Zeugen, die die Identität Jesu bezeugen. Wie viel mehr Zeugnis braucht jemand? Johannes der Täufer bezeugte, dass Jesus ewig ist, dass er der Mann ist, der einzigartig mit dem Heiligen Geist gesalbt ist, dass er das Lamm Gottes ist und dass Jesus der einzigartige Sohn Gottes ist. Andreas bezeugte, dass Jesus der Messias, der Christus ist. Phillip bezeugte, dass Jesus derjenige ist, der im Alten Testament prophezeit wurde. Nathaniel bezeugte, dass Jesus der Sohn Gottes und der König von Israel ist.


Das war eine Auslegung und ein Kommentar zum Johannes Evangelium Joh Kapitel 1


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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste