Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Erster Brief an Timotheus Kap. 4: Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr einen Kommentar und eine Auslegung zum ersten Brief an Timotheus Kap. 4

Falsch verstandene Frömmigkeit (1. Tim 4,1-5)

Tim 4,4: Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut. Wir müssen nichts davon ablehnen, wenn wir es mit Dank an Gott angenommen haben.

Mit Dank annehmen: In Bezug auf das, was wir essen, können wir alles essen. Wir nehmen Dinge richtig an, wenn wir sie mit Dankbarkeit empfangen , mit einem bleibenden Gefühl der Dankbarkeit gegenüber Gott. Wir erhalten die Segnungen von Nahrung, Obdach und Trost als Geschenk und nicht als Rechte.

Ratschläge für den Dienst (1. Tim 4,6-16)

Tim 4,7: Gib dich nicht mit den lächerlichen Legenden ab, mit denen sich diese leichtfertigen Leute beschäftigen, sondern übe dich darin, ein Leben nach Gottes Willen zu führen.

Gott ist die Mitte: Die Priorität muss auf dem Wort Gottes liegen, nicht auf den Worten der Menschen. Paulus warnte Timotheus, sich auf das Wort zu konzentrieren, nicht auf Dinge, die von Menschen kommen. Die größte Anstrengung muss in Gottes Wort gesteckt werden, nicht in das Wort der Menschen.

Gottes Wille ist für uns die Mitte unseres Lebens! Diese Mitte unseres Lebens ist es, die absolut trägt (Wir sind Getragene!), absolut genügt (Wir sind Gesegnete!), absolut beauftragt (Wir sind Diener Gottes!) Wenn Gott nicht mehr diese Mitte ist, wer ist es dann? Ich! Das aber ist eine zum Scheitern verurteilte Aufgabe. Bonhoeffer dazu: Wir müssen erst einmal ganz verlernen, ich will zu sagen, ehe Gott durch den Heiligen Geist uns lehrt, es neu und richtig zu sagen. Gelobt sei Jesus Christus, der uns auf seinem Weg führt und leitet.

Tim 4,8: Sich in körperlichen Entbehrungen zu üben, bringt nur wenig Nutzen. Aber zu üben, wie man Gott liebt und ehrt, ist in jeder Hinsicht nützlich, weil das ein Versprechen für das jetzige und das zukünftige Leben in sich trägt.

Nutzen der Frömmigkeit: Nur Frömmigkeit ist der Weg zum ewigen Leben und Glück. Sünde und Laster bieten nichts für das kommende Leben. Genealogien und Stammbäume bieten nichts für das kommende Leben. Weltlicher Erfolg und Reichtum bieten nichts für das kommende Leben. Persönlicher Ruhm oder Schönheit bieten nichts für das kommende Leben. Leistungen im Lernen oder in den Künsten bieten nichts für das kommende Leben.

Tim 4,10: Denn dafür arbeiten und kämpfen wir, weil wir unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, den Wohltäter für alle Menschen und besonders die Gläubigen.

Gott als Wohltäter: Aber unser Gott, auf den wir vertrauen, ist ein Gott mit einem großen, warmen, liebenden Herzen, ein denkender Gott, ein aktiver Gott, ein wirkender, persönlicher Gott, der mitten in diese Welt kommt.

Tim 4,12: Niemand verachte dich wegen deiner Jugend, sondern sei den Gläubigen ein Vorbild im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Geist, im Glauben, in der Keuschheit!

Ein Vorbild sein: Das bedeutete, dass Timotheus und jeder gottesfürchtige Diener Gottes ein Vorbild sein sollten: In dem, was sie sagen ( Wort ). In dem, was sie tun ( Verhalten ). In ihrer Liebe. In ihrer Haltung ( Geist ). In ihrem Glauben (im Sinne von Treue ). In ihrer Reinheit .

Tim 4,13: Widme dich bis zu meinem Kommen ganz dem Vorlesen der Heiligen Schrift, dem Ermutigen der Gläubigen und dem Lehren.

Tim 4,15: Mühe dich um das, was dir aufgetragen ist. Dann werden deine Fortschritte allen offenbar sein.

Tim 4,16: Achte auf dich selbst.

Auf sich selbst achten: Setze Grenzen, indem du der Person z.B. aus dem Weg gehst. Du kannst nicht kontrollieren, wie der andere sich verhält, aber du kannst die Anzahl der Möglichkeiten begrenzen, die er hat, um dir auf die Nerven zu gehen. Wenn die nervende Situation schon eingetreten ist, versuche zumindest eine kurze Auszeit zu ermöglichen (z.B. auf Toilette gehen). Indem du dir Zeit gibst, um deine Gefühle zu verarbeiten, schaffst du einen Filter zwischen deinem Gehirn und deinem Mund. Dieser Filter kann dich davon abhalten, auf eine Art und Weise zu reagieren, die die Situation verschlimmern könnte. Lass deine Gefühle in diesem Moment zu, ganz egal wie sie sind. Sobald du deinen Emotionen Luft gemacht hast, mach etwas, um dich zu beruhigen. Meditiere, mache Atemübungen oder gehe spazieren. Ja, auch das ist eine Möglichkeit der Weisung Jesu zu folgen: Haltet Frieden untereinander. (Mk 9:50)

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste