Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Erster Brief an Timotheus Kap. 1: Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr einen Kommentar und eine Auslegung zum ersten Brief an Timotheus Kap. 1

Ratschläge für einen jungen Führer: Wie der junge Timotheus seiner großen Verantwortung in einer großen Gemeinde gerecht werden kann.

Anschrift und Gruß (1. Tim 1,1-2)

1. Tim 1,2: An Timotheus, der durch den Glauben ein richtiger Sohn für mich geworden ist.Ich wünsche dir Gnade, Barmherzigkeit und Frieden von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn.

Verbundenheit im Glauben: Liebe jeden mit echter, starker Nächstenliebe; Freundschaft dagegen schenke nur solchen, die mit dir Verbindung in wertvollen Dingen aufnehmen können. Je höher die Werte sind, die ihr einander mitteilt, um so vollkommener wird eure Freundschaft sein. Franz von Sales

Warnung vor falschen Lehrern (1. Tim 1,3-11)

1. Tim 1,5: Das Ziel jeder Weisung und Unterweisung ist aber die Liebe, und zwar Liebe aus reinem Herzen, gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben.

Das eine Ziel der Liebe: Der erste Timotheusbrief gehört zu den Pastoralbriefen, d.h. es ist ein Brief von Paulus an Timotheus, wo es um Anweisungen zur Gemeindeleitung geht. Diese Woche möchte ich einzelne Verse daraus in den Mittelpunkt stellen. Der erste Vers bringt es gleich auf den Punkt: das eine Ziel ist die Liebe! Die Größe einer Seele besteht nicht in großen Taten, sondern in großer Liebe. Auch wenn unsere Taten an sich klein und alltäglich sind, so werden sie durch die Liebe groß und mächtig vor Gott. Neben all den Kleinzielen unseres Alltags blicken wir immer wieder auf das große Ziel eines jeden Tages: die Liebe in Worten und Taten leben!

Gottes unverdiente Güte (1. Tim 1,12-20)

1. Tim 1,12: Ich danke unserem Herrn Jesus Christus, der mir die nötige Kraft schenkt, dass er mich überhaupt für vertrauenswürdig hielt und in seinen Dienst genommen hat.

1. Tim 1,14: Die Gnade unseres Herrn hat mich förmlich überschüttet. Er hat mir einen Glauben und eine Liebe geschenkt, wie nur Jesus Christus sie geben kann.

Glaube und Liebe: Halte dein Herz weit offen für Gott. Gehe deinen Weg in seiner Gegenwart immer fröhlich weiter. Er liebt dich zärtlich, er ist ganz deiner, dieser gütige Jesus. Sei auch du nur ganz sein. Liebe ihn, gebe dich ihm hin. Ja, wir fallen immer wieder, aber er erbarmt sich unser und richtet uns wieder auf. Er führt uns auf dem Weg des Glaubens und der Liebe. Augustinus dazu: „Denen, die Gott lieben, verwandelt er alles in Gutes, auch ihre Irrwege und Fehler lässt Gott ihnen zum Guten werden.“ Oh wie herrlich und unbegreiflich ist unser Gott.

1. Tim 1,15: Ja, diese Botschaft ist absolut zuverlässig und verdient unser volles Vertrauen: Jesus Christus ist in die Welt gekommen, um Sünder zu retten.“ Ich war der schlimmste von ihnen.

Jesus der Retter: Da Jesus in die Welt kam, um Sünder zu retten , ist dies die erste notwendige Qualifikation, um ein Kind Gottes zu sein – ein Sünder zu sein. Sünder sind nicht davon ausgeschlossen, zu Gott zu kommen, weil Jesus gekommen ist, um sie zu retten.

Wir sind Sünder: Alle Menschen sind wirklich Sünder, aber nicht alle Menschen sind gleichermaßen Sünder. Sie sind alle im Sumpf; aber sie sind darin nicht alle gleich tief gesunken. Paulus Anspruch, der Anführer der Sünder zu sein, war kein Ausdruck einer seltsamen falschen Demut. Er fühlte wirklich, dass seine Sünden ihn vor Gott verantwortlicher machten als andere.

Ich war der Schlimmste: Der Verzweiflung wird der Kopf abgeschnitten und an eine Stange gesteckt durch die Errettung des Häuptlings der Sünder. Niemand kann jetzt sagen, dass er ein zu großer Sünder ist, um gerettet zu werden, weil der Anführer der Sünder gerettet wurde. Wenn der Rädelsführer, der Anführer der Bande, in dem kostbaren Blut gewaschen wurde und jetzt im Himmel ist, warum nicht ich? Warum nicht du? 

Gott sucht dich: Christus kam in die Welt, um Sünder zu retten, um dich und mich zu retten. Die gesamte Geschichte kann in einem Satz zusammen gefasst werden: Gott ist auf der Suche nach dem Menschen. Gott ist auf der Suche nach dir! Gott sucht die Verlorenen und freut sich über die Umkehrenden. Das ist ununterbrochen der Kern der Botschaft des Evangeliums. Daher ist es wichtig, dass ich zwei Dinge in meinem Leben lerne: erstens, dass ich ein Verlorener war (!) und zweitens dass ich durch Christus ein Geretteter bin.

1. Tim 1,17: Dem König der Ewigkeit, dem unvergänglichen, unsichtbaren, alleinigen Gott gebührt Ehre und Herrlichkeit für immer und ewig! Amen.

Lob und Ehre dem König: Paulus konnte nicht daran denken, wie schlecht er war, und wie groß die Errettung Gottes war, und wie groß die Liebe Gottes war, ohne einfach in spontanes Lob auszubrechen. Er kannte Gott als den ewigen König , der in vollkommener Macht und Herrlichkeit regierte und regierte. Er wusste, dass Gott unsterblich war, existierte, bevor alles andere existierte, und dass er der Schöpfer aller Dinge war. Er wusste, dass Gott unsichtbar ist ist, für uns nicht vollständig erkennbar; Wir können Gott nicht vollständig verstehen oder alle Seine Geheimnisse kennen. Er wusste, dass Gott allein weise ist , dass Er Gott ist – und wir nicht. Wir denken, dass unsere Pläne und Einsichten so wichtig sind, aber nur Gott kennt und versteht alle Dinge wirklich.

Sein Königtum gründet in der Liebe Gottes, die er der Welt durch sein Opfer gebracht hat. Es ist die göttliche Macht der Liebe, welche im Zentrum seines Königreichs steht. Es ist die Macht seiner Liebe, die es versteht, Gutes aus dem Bösen zu gewinnen, mein verhärtetes Herz zu erweichen, Frieden in unseren Streit zu tragen, Hoffnung in mein Dunkel zu bringen. Meine Entscheidung für Christus garantiert keinen Erfolg nach den Kriterien der Welt, sichert jedoch jenen Frieden und jene Freude, die allein Christus mir schenken kann. Darum immer wieder neu: vertraue dem König Christus. Sein Königtum ist Barmherzigkeit. Seine Herrschaft heißt Dienen. Seine Macht ist die Liebe.

1. Tim 1,18: Diese Anweisung lege ich dir, mein lieber Sohn Timotheus, im Anschluss an die früher über dich ergangenen prophetischen Aussprüche ans Herz: „Kämpfe in ihrer Kraft den Guten Kampf, in dem du am Glauben festhältst und dir ein gutes Gewissen bewahrst!

Kämpfe den guten Kampf: sich den Glauben bewahren und nicht am Evangelium zweifeln, ist auch heute noch eine Herausforderung.  Auch wir heute, brauchen Ermutigung. In einer Gesellschaft die sich immer mehr vom Fundament des Glaubens an Jesus Christus entfernt, ist es wichtig, gerade diesen Glauben und das Evangelium zu verteidigen. Nach Halt im Leben (Fundament = Glaube an Jesus) suchen viele Menschen. Doch suchen sie diesen Halt in „ihren Religionen“ und finden doch oft keine Ruhe. Den Halt in Jesus Christus zu suchen, wird vielmals mit „alt und verstaubter Tradition“ gleichgesetzt und die Vertreter dieses Glaubens werden hierzulande noch harmlos belächelt, woanders aber lebensbedrohend bekämpft. Es ist ein Kampf, wenn wir uns den Glauben bewahren wollen. Rolf Aichelberger

1. Tim 1,19: Bleib in deinem Glauben fest und bewahre dir ein reines Gewissen. Einige haben das leider von sich gestoßen und dadurch im Glauben Schiffbruch erlitten.

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste