Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Erster Brief an die Thessalonicher: Kap. 3 – Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr eine Auslegung und einen Kommentar über den ersten Brief an die Thessalonicher – Kap. 3

Nachsorge für die Gemeinde (1. Thess 3,1-13)

1. Thess 3,2: Stärkende Fürsorge

Wir schickten Timotheus, unseren Bruder, der als Mitarbeiter Gottes die gute Botschaft des Messias verkündigt, zu euch. Er sollte euch im Glauben stärken und ermutigen. 1. Thess 3:2‭

Schwierigkeiten aller Art begegnen uns. Es ist oft nicht leicht. Was deinen Geist betrifft, so sei ganz ruhig und vertraue dich immer mehr und vollkommen Jesus an! Bemühe dich, immer und in allem dem Willen Gottes nachzukommen, sowohl bei den angenehmen als auch bei den unangenehmen Dingen, und sorge dich nicht um morgen. In und mit Jesus werden wir diese Situationen, die uns widerfahren, bestehen. Timotheus wurde zur jungen Gemeinde in Thessaloniki geschickt, um sie im Glauben zu stützen. Lassen wir uns von dieser liebenden Fürsorge inspirieren. Lasst uns gegenseitig im Glauben stärken, damit wir fest stehen. Wen kannst du heute im Glauben stärken und ermutigen? Von wem lässt du dich heute im Glauben stärken und ermutigen?

1. Thess 3:3: Gegenwärtiges Leiden

Damit niemand von euch unsicher wird – bei allem, was ihr jetzt ertragen und erleiden müsst. Ihr wisst ja selbst, dass wir als Christen leiden müssen. 1. Thess 3:3

Paulus wollte, dass die Thessalonicher wissen, dass ihre Zeit des gegenwärtigen Leidens in Gottes Kontrolle steht. Dies waren Bedrängnisse, zu denen sie ernannt wurden . Als Teil des normalen christlichen Lebens haben Gläubige eine Verabredung mit Leiden. Einige glauben, dass Christen keine Bedrängnis erleiden sollten und dass Gott uns nur durch sein Wort lehren will und nicht durch Prüfung oder Drangsal. Es ist wahr, dass uns viel Leid erspart werden könnte, wenn wir einfach Gottes Wort gehorchen, und Gott will uns dieses Leid ersparen. Trotzdem war das Leiden gut genug, um Jesus zu lehren ( Hebräer 2:10 und 5:8 ), also ist es gut genug, um uns zu lehren. Gott lehrt den Gläubigen Ausdauer, Gehorsam, wie man andere tröstet, und tiefere Gemeinschaft mit Jesus in Prüfungen.

Als Paulus bei den Thessalonichern war (nur wenige Monate bevor er diesen Brief schrieb), warnte er sie, dass sie Drangsal erleiden würden . Obwohl er nur wenige Wochen bei ihnen war, lehrte er sie den Stellenwert des Leidens im christlichen Leben.

Schon als wir bei euch waren, haben wir euch immer wieder gesagt, dass sie uns verfolgen werden. Und was das bedeutet, wisst ihr jetzt. 1. Thess 3:4

1. Thess 3:6: Glaube und Liebe

Doch jetzt ist Timotheus mit guten Nachrichten von eurem Glauben und eurer Liebe zu uns zurückgekommen. Er hat uns erzählt, dass ihr uns in guter Erinnerung habt und euch ebenso wie wir nach einem Wiedersehen sehnt. 1. Thess 3:6

Glaube und Liebe: Mit diesen beiden Worten drückt er kurz und bündig die Summe der Frömmigkeit aus. Alle, die nach diesem doppelten Ziel streben, sind ihr ganzes Leben lang der Gefahr des Irrtums entzogen.

Dass ihr euren Glauben bewahrt habt, liebe Geschwister, das hat uns in unserer eigenen Not und Bedrängnis getröstet. 1. Thess 3:7

Ja, wir leben richtig auf, wenn wir wissen, dass ihr treu zum Herrn steht. 1. Thess 3:8

1. Thess 3,9: Freude im Glauben

Wie können wir unserem Gott nur genug für die Freude danken, die ihr uns gemacht habt? 1. Thess 3:9

Welche Haltung steckt hinter diesen Worten von Paulus an die Thessaloniker? Können wir uns selbst diese Haltung zu eigen machen? Hier ist nicht die weltliche Freude gemeint, sondern die Freude im Glauben darüber, was Gott im Leben des Nächsten wirkt und dass jemand in Jesus ist. So schreibt Paulus weiter: „Wir leben wieder auf, seit wir wissen, dass ihr unbeirrt beim Herrn bleibt.“ (1. Thess 3:8). Es ist die Haltung, dass wir im Glauben an Christus eine Familie Gottes sind und wir voll Freude sind, wenn der andere fest im Herrn steht. Werde dir einer Person in deinem Leben bewusst, die dir in dieser Weise Freude bereitet und danke Gott dafür.

Der Heilige Geist gibt uns einen neuen Blick für die Mitmenschen, dass wir sie stets als Brüder und Schwestern in Jesus achten und lieben. Papst Franziskus

Wir bitten Gott, unseren Vater, und Jesus, unseren Herrn, dass er uns den Weg zu euch freimacht. 1. Thess 3:11

1. Thess 3,12: Überströmende Liebe

Und für euch erbitten wir eine immer größere Liebe zueinander und zu allen Menschen; eine Liebe, wie wir sie auch für euch empfinden. 1. Thess 3:12

Der Kern ist die Liebe. Alles andere ist Nebensache. Es ist die Liebe in all ihren wundervollen Facetten, die uns zu gesegneten Menschen macht: Schaue mit einem milden Blick auf die Fehler und Schwächen des anderen. Bemühe dich immer und überall in Geschwisterlichkeit dich jedem Menschen, zuzuwenden. Denke stets gut über den anderen. Jesus nennt uns seine Freunde! Sein Freund ist nun mein Freund! Dem Freund wende ich mich in liebender Verbundenheit zu. Wahres spirituelles Wachstum erkennt man daran, ob ein Mensch beziehungsfähiger wird.

Man muss lieben, lieben, nichts weiter als lieben. Pater Pio

1. Thess 3,13: Ganz für Gott leben

Unser Herr möge euch innerlich so stark machen, dass nichts Tadelnswertes an euch zu finden ist und ihr in Heiligkeit vor Gott, unseren Vater, treten könnt, wenn Jesus, unser Herr, mit allen seinen Heiligen wiederkommt. 1. Thess 3:13

Ganz für Gott zu leben ist unsere Ziel, an dem wir uns orientieren. Dazu müssen wir achtsam leben, um so eine innere Stärke zu entwickeln und unsere Herzen zu stärken. Lasst uns das gemeinsam tun. Dennoch: So vieles kann uns zum Fall bringen und tut es bisweilen auch. Das macht uns demütig und lässt uns dankbar werden für die Vergebung, die uns in Jesus Christus zuteil wird. Durch ihn können wir trotz aller Schwächen, Fehler und Irrungen voller Hoffnung und Zuversicht sein. Durch ihn können wir geheiligt und frei von aller Schuld vor Gott, den Vater treten. Gelobt sei Jesus Christus!

Dieses einzige Leben muß an Leib und Seele geheiligt und von Gott erfüllt werden, dem unsichtbaren Gott, dem wir in ganz sichtbaren und materiellen Dingen begegnen. Josemaria

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

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