Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Erster Brief an die Thessalonicher: Kap. 2 – Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr eine Auslegung und einen Kommentar über den ersten Brief an die Thessalonicher – Kap. 2

Das Vorbild der Mitarbeiter (1. Thess 2,1-20)

1. Thess 2,2: Mutiger Glaube

Vorher, in Philippi, hatten wir noch viel zu leiden und waren misshandelt worden, wie ihr ebenfalls wisst. Doch dann schenkte Gott uns neuen Mut, euch trotz vieler Widerstände das Evangelium offen zu verkündigen. 1. Thess 2:2

Apostelgeschichte 16:23-24 berichtet, dass das Leiden ein öffentliches Auspeitschen und Stocken der Füße beinhaltete, während sie im inneren Gefängnis der Stadt eingesperrt waren. Eine solche römische Auspeitschung war keine leichte Sache. Es war eine Erfahrung, die man nicht so schnell vergisst.

Die Quelle zum Mut liegt nicht in uns selbst. Sie entspringt der Gemeinschaft mit Gott. Ich wünsche dir großen Mut, einen Mut, der auch in Widerständen und Schwierigkeiten ganz entschieden sagt: Es lebe Jesus! Ich diene ihm allein! Er ist mein Leben. In ihm bin ich geborgen. Durch diesen gelebten Glauben verkündigen wir Christus oft mehr als durch viele Worte. Allein an ihm richte ich mein Leben aus, und nicht daran, möglichst vielen Menschen zu gefallen. Gott möchten wir gefallen und ihm dienen wir. Er ist es auch, der zu unserem Heil unser Herz prüft und es reinigt. Das ist notwendig, die Gründe des Herzens müssen geprüft und manchmal auch korrigiert werden.

Gott hat uns geprüft, für geeignet gehalten und uns so mit dem Evangelium betraut. Deshalb verkünden wir diese Botschaft – nicht um Menschen zu gefallen, sondern wir tun es in der Verantwortung vor Gott, der unsere Motive hinterfragt. 1. Thess 2:4

1. Thess 2:6: Nicht die Ehre von Menschen suchen

Wir haben auch niemals die Ehre von Menschen gesucht – weder von euch noch von anderen. 1. Thess 2:6

Paulus suchte nicht Ruhm von Menschen, weil seine Bedürfnisse nach Sicherheit und Akzeptanz hauptsächlich in Jesus erfüllt wurden. Das bedeutete, dass er sein Leben nicht damit verbrachte, die Akzeptanz der Menschen zu suchen und zu verdienen. Er diente aus einem Verständnis seiner Identität in Jesus heraus.

1. Thess 2,7: Mütterliche Liebe

Obwohl wir als Apostel des Messias mit Autorität hätten auftreten können, sind wir behutsam mit euch umgegangen wie eine Mutter, die liebevoll für ihre Kleinen sorgt. 1. Thess 2:7

Es gibt wohl kein passenderes Bild von Liebe und Zuneigung und Hingabe, wie das einer Mutter mit ihren kleinen Kindern! Mütterliche Liebe ist erstens zart. Sie ist voller Sanfmut. Mütterliche Liebe ist zweitens nährend, gibt etwas von dem weiter, was sie selbst aufgenommen hat. Mütterliche Liebe ist drittens pflegend. Darin opfert sie sich auf zum Wohl des Kindes. Sie schenkt ihr Leben. Orientieren wir uns in der Liebe an diesen mütterlichen Tugenden, indem wir zart und sanfmütig mit der Seele des Nächsten umgehen, geben wir ihm in Wort und Tat nährende und aufbauende Nahrung und nicht zuletzt auch uns selbst als Mensch, der einem Menschen begegnet.

Wir hatten euch so sehr ins Herz geschlossen, dass wir bereit waren, euch nicht nur die gute Botschaft von Gott weiterzugeben, sondern unser eigenes Leben mit euch zu teilen. 1. Thess 2:8

Ihr wisst, dass wir uns um jeden Einzelnen von euch gekümmert haben wie ein Vater um seine Kinder.1. Thess 2:11

Wir haben euch ermahnt und ermutigt und mit allem Nachdruck daran erinnert, wie wichtig es ist, ein Leben zu führen, durch das Gott geehrt wird. Er ist es ja, der euch dazu beruft, an seinem Reich und an seiner Herrlichkeit teilzuhaben. 1. Thess 2:12

1. Thess 2,13: Gottes Wort aufnehmen

Immer wieder danken wir Gott dafür, dass ihr die Botschaft, die wir euch in seinem Auftrag gebracht haben, nicht als Lehre von Menschen aufgenommen habt, sondern als das, was sie tatsächlich ist: als Wort Gottes. Und weil ihr diesem Wort glaubt, erweist es seine Wirksamkeit an euch. 1. Thess 2:13

Das Empfangen bezieht sich auf das Ohr. Wir hören oder lesen das Wort Gottes. Das Aufnehmen bezieht sich auf das Herz. Nur in denen, die es tatsächlich innerlich aufgenommen haben, kann dieses Wort wirken. Es ist eine gute und wichtige Übung, jeden Tag einen Vers der Bibel mit in den Tag zu nehmen, ihn ständig bei sich tragend. Ist das Wort empfangen und aufgenommen worden, zeigt es seine Wirkung in uns, so dass wir würdig wandeln können. Würdig wandeln! Gemeint ist damit unser Verhalten in allen Lebensbereichen im Denken, Reden und Tun. Gott ruft uns und das darf man uns auch ansehen.

Seit wir von euch getrennt sind, liebe Geschwister, kamen wir uns richtig verwaist vor – natürlich nur äußerlich und nicht in unseren Herzen. Wir sehnten uns danach, euch wiederzusehen, und haben schon alles Mögliche dazu unternommen. 1. Thess 2:17

Wer ist denn unsere Hoffnung und unsere Freude? Wer ist unser Ehrenkranz, wenn unser Herr Jesus wiederkommt? Seid nicht gerade ihr das? 1. Thess 2:19

Ja, ihr seid unsere Ehre und unsere Freude. 1. Thess 2:20

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste