Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Erster Brief an die Korinther Kap. 8 – Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr eine Auslegung und Kommentar über den ersten Brief an die Korinther Kap. 8

Freiheit und Gewissen (1. Kor 8,1-13)

1. Kor 8,1: Gegenseitige Liebe

Ich komme zu der Frage, ob man Fleisch von Tieren essen darf, die Götzen geopfert wurden. Gewiss, wir alle haben Erkenntnis. Doch Erkenntnis allein lässt uns schnell eingebildet sein. Die Liebe dagegen baut auf.‭ 1. Kor 8:1

Nachdem Paulus ihre Fragen über Ehe und Ehelosigkeit behandelt hat, geht er nun (in 1. Korinther, Kapitel 8-10) auf die nächste ihrer Fragen bezüglich des Essens von Fleisch, das Götzen geopfert wurde, ein.

Immer wieder: das Entscheidende ist die Liebe. Sie verleiht all unseren Tun ihren Glanz. Diese Liebe empfangen wir von Gott, der die Liebe ist. Bilden wir uns also nichts ein auf unser Wissen oder Können. Das lässt uns hochmütig werden. Es ist die gegenseitige Liebe zwischen Gott und uns, aus der wir alle leben. „Wer aber Gott liebt, dem wendet sich Gott in Liebe zu.“ (1. Kor 8:3). Welch Segen! Welch Gnaden!

‭Wenn jemand meint, etwas Besonderes erkannt zu haben, dann hat er noch nicht einmal erkannt, wie man erkennen soll.‭ 1. Kor 8:2

‭Wenn aber jemand Gott liebt, dann ist er von ‭ihm‭ erkannt worden.‭ 1. Kor 8:3

‭Was nun das Essen von Götzenopferfleisch betrifft, wissen wir doch, dass es gar keine Götzen in der Welt gibt und keinen Gott, außer dem einen.‭ 1. Kor 8:4

‭Selbst wenn es Größen im Himmel und auf der Erde gibt, die Götter genannt werden – und solche Götter und Herren gibt es viele. 1. Kor 8:5

‭So haben wir doch nur ‭einen‭ Gott, den Vater, von dem alles kommt und zu dem wir gehen. Und wir haben nur ‭einen‭ Herrn, Jesus Christus, durch den alles entstand und durch den wir leben.‭ 1. Kor 8:6

‭Aber nicht alle wissen das. Manche essen das Fleisch immer noch als Götzenopferfleisch, weil sie bisher an die Götzen gewöhnt waren, und belasten so ihr schwaches Gewissen.‭ 1. Kor 8:7

‭Doch ein Nahrungsmittel wird uns nicht vor Gottes Gericht bringen. Wir haben keinen Nachteil, wenn wir nicht davon essen, und keinen Vorteil, wenn wir davon essen.‭ 1. Kor 8:8

1. Kor 8:9: Die Schwachen nicht zu Fall bringen

‭Ihr müsst aber darauf achten, dass diese eure Freiheit nicht die Schwachen zu Fall bringt.‭ 1. Kor 8:9

Ein korinthischer Christ mit „überlegenem Wissen“ mag die persönliche Freiheit fühlen, Götzenopferfleisch zu essen, aber übt er diese Freiheit auf eine Weise aus, die zu einem Stolperstein wird?

Warum gilt der Bruder, der das einem Götzen geopferte Fleisch nicht essen will, als schwach ? Viele Christen würden ihn für den „stärkeren“ Christen halten. Paulus spricht jedoch nicht davon, in Bezug auf Selbstbeherrschung schwach oder stark zu sein, sondern in Bezug auf Wissen.

Den schwachen Bruder dazu zu bringen, gegen sein Gewissen zu handeln (und dadurch sein schwaches Gewissen zu verletzen ), ist eigentlich eine Sünde gegen Christus . Die Christen in Korinth, die ihre Freiheit missbrauchten, dachten vielleicht, es sei eine Kleinigkeit, ihre schwachen Brüder zu beleidigen, aber sie verstanden nicht, dass sie Jesus Christus beleidigten.

‭Wenn nämlich einer mit einem schwachen Gewissen dich, der diese Erkenntnis hat, im Götzentempel beim Mahl sieht, wird er dann nicht verleitet, auch Götzenopferfleisch zu essen, obwohl er dabei gegen sein Gewissen handelt?‭ 1. Kor 8:10

‭So geht der Schwache an deiner Erkenntnis zugrunde, dein Bruder, für den Christus gestorben ist.‭ 1. Kor 8:11

‭Wenn ihr so gegen eure Geschwister sündigt und ihr schwaches Gewissen verletzt, sündigt ihr gegen Christus.‭ 1. Kor 8:12

1. Kor 8:13: Was für den Nächsten hilfreich ist

‭Wenn ein Nahrungsmittel dazu führt, dass mein Bruder zu Fall kommt, dann will ich nie wieder Fleisch essen. Ich will für meinen Bruder doch nicht zur Falle werden.‭ 1. Kor 8:13

Paulus macht das Prinzip klar. Unser Handeln darf niemals nur auf dem basieren, was wir für uns selbst als richtig erkannt haben. Wir müssen auch darüber nachdenken, was gegenüber unseren Brüdern und Schwestern in Jesus richtig ist.

Viele Menschen bedecken einen Geist des Neids und der Lieblosigkeit mit dem Namen göttlichen Eifers und zärtlicher Sorge um die Errettung anderer; sie bemängeln alles; ihr Geist ist ein Geist der allgemeinen Zensur; keiner kann ihnen gefallen; und jeder leidet darunter. Diese zerstören mehr Seelen, indem sie Minze und Kümmel verzehnten, als andere, indem sie die wichtigeren Angelegenheiten des Gesetzes vernachlässigen. Solche Personen haben das, was man auch sehr richtigerweise als saure Frömmigkeit bezeichnet. Clark

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste