Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Dritter Brief des Johannes: Auslegung und Kommentar

Auslegung und Kommentar vom dritten Brief des Johannes

Die Praxis der Wahrheit Zur Wahrheit gehören Ermutigung, Tadel und Lob.

Ermutigung für Gajus (3. Joh 1,1-8)

3. Joh 1,2: Anfangsgruß

Mein lieber Gajus, ich wünsche, dass es dir in jeder Hinsicht gut geht und dass dein Körper so gesund ist wie deine Seele. 3. Joh 1:2

Natürlich sollten wir uns immer daran erinnern, dass Gott unser Bestes will und nur Gutes für uns plant. Oft sind gegenwärtiger materieller Wohlstand und körperliche Gesundheit Teil des Guten, das Er für uns hat. Doch für die gegenwärtige Zeit mag Gott – gemäß Seinem allweisen Plan – einen Mangel an materiellem Wohlstand und körperlicher Gesundheit nutzen, um größeren Wohlstand und Gesundheit im Maßstab der Ewigkeit zu fördern.

3. Joh 1:3: In der Wahrheit wandeln

Denn ich freute mich sehr, als Brüder kamen und von deiner Wahrhaftigkeit Zeugnis ablegten, wie du in der Wahrheit wandelst. 3. Joh 1:3

In der Wahrheit zu wandeln bedeutet, auf eine wirkliche und echte Weise zu wandeln, ohne Verstellung oder Verheimlichung.

Ich habe keine größere Freude als die, zu hören, dass meine Kinder in der Wahrheit wandeln. 3. Joh 1:4

3. Joh 1:5: Gutes Beispiel Gaius

Mein Lieber, du bist sehr treu in deinen Bemühungen um die Brüder, selbst wenn sie dir unbekannt sind. 3. Joh 1:5

Johannes lobte Gaius für seine Gastfreundschaft. Das mag für uns etwas trivial erscheinen, aber für Gott ist es das nicht. Dies ist eine praktische Umsetzung des wesentlichen Gebots, einander zu lieben; es ist Liebe in Aktion.

Sie haben hier vor der ganzen Gemeinde von deiner liebevollen Freundlichkeit berichtet. Es ist gut und richtig, wenn du sie auch künftig mit allem versorgst, was sie für ihre Reise brauchen. Damit ehrst du Gott, denn sie sind unterwegs, um den Namen unseres Herrn bekannt zu machen, und sie nehmen nichts von Leuten an, die den Herrn nicht kennen. 3. Joh 1:6‭-‬7

Tadel für Diotrephes (3. Joh 1,9-10)

3. Joh 1:9: Schlechtes Beispiel Diotrephes

Diotrephes, der sich für den ersten Mann in der Gemeinde hält, will nicht auf uns hören. 3. Joh 1:9

Ich werde deshalb sein Verhalten zur Sprache bringen, wenn ich komme. Denn er lügt und verbreitet unglaubliche Dinge über uns. Vor allem aber verweigert er den durchreisenden Brüdern die Gastfreundschaft. Und wenn andere sie aufnehmen wollen, hindert er sie nicht nur daran, sondern stößt sie sogar aus der Gemeinde. 3. Joh 1:10

Das Problem für Diotrephes war einfach der Stolz . In seinem Stolz empfing er die Apostel wie Johannes nicht. Dies stand im Gegensatz zu der demütigen Gastfreundschaft von Gaius, der in der Wahrheit wandelte. Diotrephes hat Johannes und die anderen Apostel nicht nur nicht empfangen, sondern auch gegen sie geredet. Sein boshaftes Geschwätz gegen die Apostel zeigte, was für ein Mann er wirklich war.

Lob für Demetrius (3. Joh 1,11-12)

3. Joh 1,11: Das Gute nachahmen

Mein Lieber, ahme nicht das Böse nach, sondern das Gute! Wer Gutes tut, der ist aus Gott; wer aber Böses tut, der hat Gott nicht gesehen. 3. Joh 1:11

Johannes hat uns zwei klare Beispiele gegeben, ein gutes (Gaius) und ein schlechtes (Diotrephes), und er wendet jetzt den Punkt an – folge dem Guten, denn wir dienen einem guten Gott und denen die ihm nachfolgen, werden ebenfalls Gutes tun.

Wenn einer zu dir kommt und von dir Hilfe fordert, dann ist es nicht an dir, ihm mit frommem Mund zu empfehlen: Habe Vertrauen und wirf deine Not auf Gott, sondern sollst du handeln, als wäre da kein Gott, sondern auf der ganzen Welt nur einer, der diesem Menschen helfen kann, du allein. Martin Buber

Der Mensch, der Gott beim Stallmisten nicht hat, hat ihn auch nicht beim Chorgebet. Meister Eckhart

Wenn einer zu dir kommt und von dir Hilfe fordert, dann ist es nicht an dir, ihm mit frommem Mund zu empfehlen: Habe Vertrauen und wirf deine Not auf Gott, sondern sollst du handeln, als wäre da kein Gott, sondern auf der ganzen Welt nur einer, der diesem Menschen helfen kann, du allein. Martin Buber

Die Freunde (3. Joh 1,13-15)

3. Joh 1:15: Friede sei mit dir

Friede sei mit dir! Es grüßen dich die Freunde. Grüße die Freunde mit Namen! 3. Joh 1:15

Dies ist ein Brief über Streit und Konflikt; dennoch beendet Johannes den Brief passenderweise mit einem Wunsch und einer Erwartung nach Frieden . Als Christen können und sollten wir auch in schwierigen Zeiten ein Gefühl des Friedens haben. Christen haben in Jesus Christus die Ressourcen, um selbst in unruhigen Zeiten Frieden zu haben.

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste