Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Brief an die Philipper Kap. 1 – Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr einen Kommentar und eine Auslegung zum Brief an die Philipper – Kap. 1

Philipper: Der persönliche Brief von der Freude: Wie Paulus der Gemeinde in Philippi persönlich dankt und die Gläubigen dort praktisch ermutigt, Christus mit Freude zu folgen.

Ich bete mit Freude für euch (Phil 1,1-11)

Phili 1:1: Briefeingang

Paulus und Timotheus, Sklaven von Jesus Christus. An alle Gläubigen in Philippi; an alle, die durch Jesus Christus geheiligt sind, samt ihren Ältesten und Diakonen. Phil 1:1

Der Apostel Paulus schrieb diesen Brief an seine engen Freunde, die Christen in Philippi, von seinem am Ende der Apostelgeschichte beschriebenen römischen Hausarrest ( Apostelgeschichte 28:30-31 ), als er auf sein Erscheinen vor Caesar (ca das Jahr 61 n. Chr.).

Ich wünsche euch Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, dem Herrn. Phil 1:2

Phil 1,3-4: Dankbarkeit und Freude

Jedes Mal, wenn ich an euch denke, danke ich meinem Gott. Und immer, wenn ich Gott bitte, bete ich mit Freude für euch. Phil 1:3‭-‬4

Man könnte einfach sagen, dass Paulus glücklich wurde, als er für die Philipper betete. Es ist bemerkenswert zu sehen, dass Pauls erster Hinweis auf seine eigenen Gefühle oder Gemütsverfassung in diesem Brief die Freude ist – obwohl er aus dem Gefängnis und einer möglichen baldigen Hinrichtung schrieb.

Gott für andere Menschen zu danken ist wundervoll. Ich danke Gott immer wieder ganz bewusst für bestimmte Menschen, die er mir auf meinem Lebensweg geschenkt hat und die mir durch ihre Verbundenheit mit mir Freude bereiten. Dreizehn mal kommt dieses Wort Freude im Brief vor! Es ist wahrlich ein Brief der Freude. Diese Verbundenheit nun gründet in der Liebe. Wir dürfen und sollen darum beten, dass die Liebe sowohl in mir wie auch im anderen zunehme. Das ist so wichtig! „

Für welche Menschen kannst du Gott danken? Welche Menschen bereiten dir Freude? Hälst du Fürbitte für sie, auf dass die Liebe in ihnen tiefer wird?

Phil 1:5: Einsatz für Paulus

Denn ihr habt euch vom ersten Tag an mit mir für die gute Botschaft eingesetzt. Und das tut ihr bis heute. Phil 1:5

Dies war einer der Gründe, warum Paulus für die Philipper dankbar war. Die Idee ist, dass die Philipper mit Paulus bei der Verbreitung des Evangeliums durch ihre Freundschaft und finanzielle Unterstützung eine Partnerschaft eingingen, und zwar vom ersten Tag bis heute. Sie warteten nicht, um zu sehen, ob Paul ein Gewinner war, bevor sie ihn unterstützten. Sie stellten sich früh hinter Paulus und seinen Dienst.

Phil 1:6: Gottes gute Werk

Ich bin ganz sicher, dass Gott das gute Werk, das er in euch angefangen hat, auch weiterführen und am Tag, an dem Christus wiederkommt, vollenden wird. Phil 1:6

Es war in der Tat ein gutes Werk , das in den Philippern und in allen Gläubigen begonnen wurde. Das Werk der Gnade hat seine Wurzel in der göttlichen Güte des Vaters, es ist gepflanzt durch die selbstverleugnende Güte des Sohnes, und es wird täglich durch die Güte des Heiligen Geistes getränkt; es entspringt dem Guten und führt zum Guten, und ist somit insgesamt gut.

Phil 1:7: Paulus herzliche Zuneigung

Es ist durchaus angemessen, wenn ich so über euch denke, denn ihr liegt mir besonders am Herzen. Und ihr habt Anteil an derselben Gnade wie ich, auch wenn ich jetzt im Gefängnis die gute Botschaft verteidige und mich für sie verbürge. Phil 1:7

Paulus war ein Mann mit überragendem Intellekt, aber er war auch ein Mann mit großem Herzen , und die philippinischen Christen waren in seinem Herzen . Er konnte sogar Gott als Zeugen seiner tiefen Zuneigung zu ihnen anrufen.

Gott weiß, wie sehr ich mich nach euch allen sehne – mit der herzlichen Liebe von Jesus Christus. Phil 1:8

Phil 1:9: Reicher werdende Liebe

Und ich bete auch darum, dass eure Liebe immer reicher an Verständnis und Einsicht wird. Phil 1:9

Philipper hatten viel Liebe, und sie zeigten sie Paulus. Doch Paulus zögerte nicht zu beten, dass ihre Liebe noch mehr und mehr überhand nehmen möge . Es spielt keine Rolle, wie viel Liebe wir für andere haben; wir können noch mehr haben!

Hauptsache, Christus wird geehrt (Phil 1,12-30)

Phil 1:12: Gefangenschaft des Paulus

Ihr sollt wissen, liebe Geschwister, dass alles, was mir hier zugestoßen ist, die Verbreitung des Evangeliums gefördert hat. Phil 1:12

Und die meisten der Brüder hier haben durch meine Gefangenschaft Mut gefasst und wagen es, das Wort Gottes ohne Furcht weiterzusagen. Phil 1:14

Paulus hat hier auf ein Anliegen der Philipper geantwortet. Er wollte, dass sie wissen, dass Gottes Segen und Kraft immer noch bei ihm waren, obwohl er im Gefängnis war. Er war nicht außerhalb des Willens Gottes, und Gottes Werk ging weiter.

Die Gefangenschaft des Paulus gab den Christen um ihn herum, die nicht inhaftiert waren, größere Zuversicht und Kühnheit. Sie sahen, dass Paulus inmitten einer solchen Prüfung Freude hatte. Sie sahen, dass Gott in solchen Situationen für Paulus sorgen würde. Sie sahen, dass Gott Paulus auch im Gefängnis noch gebrauchen konnte.

Phil 1:15: Motive der Verkündigung

Es gibt zwar einige, die aus Neid und Eifersucht predigen; andere aber verkündigen die Botschaft von Christus mit guten Absichten. Phil 1:15

Die anderen verkündigen das Wort von Christus aus selbstsüchtigen Motiven. Sie sind nicht aufrichtig, weil sie mir die Fesseln noch schmerzhafter machen wollen. Phil 1:17

Aber was macht das schon? Es wird doch Christus verkündigt! Ob es nun aus ehrlichen Beweggründen getan wird oder nicht, Hauptsache, es wird getan. Und darüber freue ich mich. Ja, ich werde mich auch künftig darüber freuen, denn ich weiß, dass dies alles zu meiner Rettung führen wird – durch euer Gebet und durch die Hilfe des Geistes, der von Jesus Christus kommt. Phil 1:18-19

Paulus wusste, dass einige predigten, weil sie Paulus im Dienst übertreffen wollten und ihren eigenen Namen und ihre Stellung über Paulus hervorheben wollten.

Phil 1:20: Christus groß machen

Ich erwarte und hoffe sehr, dass ich nichts tun werde, dessen ich mich schämen müsste, sondern dass jetzt genauso wie bisher Christus an mir und durch mich in aller Öffentlichkeit groß gemacht wird – sei es durch mein Leben oder durch meinen Tod. Phil 1:20

Paulus lebte sein Leben nicht, um sich selbst zu erhalten und zu fördern, sondern um Jesus Christus zu verherrlichen. Wenn Jesus eines Tages entscheiden sollte, dass Paulus ihn am besten dadurch verherrlichen könnte, dass er sein Leben niederlegte, dann würde Paulus sich sehr über die Gelegenheit freuen.

Phil 1,21: Christus ist das Leben

Für mich ist Christus das Leben, und das Sterben ein Gewinn. Phil 1:21

Lebenssinn besteht in der Gemeinschaft mit Jesus Christus. Sein Tod und seine Auferstehung sind die Frohe Botschaft. Das Sterben jeglicher Art als Gewinn anzusehen, bedeutet nicht, das Leben gering zu schätzen. Vielmehr ist es eine Neuausrichtung des Lebens auf Christus, denn wer liebt, will bei dem sein, den er liebt: der Auferstandene ist Anfang und Ziel unseres Lebens. Und jetzt kommt’s: durch diese Neuausrichtung sind wir allem gestorben, was uns so wichtig und unersetzlich erschien. Dies alles aber drängt nach außen zu anderen Menschen, um ihnen zu verkündigen, dass Christus das Leben ist.

Phil 1,27: Lebt nach dem Evangelium

Das Entscheidende ist: Lebt so , dass es im Einklang mit dem Evangelium von Christus steht! Phil 1:27

Ich nehme mit stets vor, mit allen Menschen aus meinem Umfeld friedvoll umzuggehen, nach dem Willen Gottes, dem Evangelium von Christus. Es gibt Tage, da gelingt das richtig gut. Und es gibt diese anderen Tagen, wo ich aus welchen Gründen auch immer pampig zu meinem Nächsten bin oder mehr. Da gelingt mir nicht, was ich mir vorgenommen habe. In diesem Mißlingen muss ich auch Barmherzigkeit mir selbst erweisen, über dieses Mißlingen darf ich mir keine Sorgen machen, nein: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.“ (1. Petrus 5,7), er verweigert die Barmherzigkeit keinem, der sie erfleht. „Ich will nun einmal dem Letzten hier genauso viel geben wie dir.“(Mt 20:14) Gott sieht unser Bemühen, versagen wir, dürfen wir das in sein unerschöpfliches Meer der Barmherzigkeit werfen.

Phil 1:29: Für Jesus leiden

Denn ihr habt das Vorrecht, nicht nur an Christus zu glauben, sondern auch für ihn zu leiden. Phil 1:29

Schau auf und nimm jeden Schmerz, jede Stunde der Qual als Geschenk. Wage es, ihm dafür zu danken. Suchen Sie in der Hülle des Schmerzes nach der Botschaft, die sie enthält. Es ist ein grober Koffer, aber es steckt ein Schatz darin. Meier

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

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