Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Brief an die Kolosser: Kap. 2 – Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr einen Kommentar und eine Auslegung zum Brief an die Kolosser – Kapitel 2

Das Leben mit Christus ist allem überlegen: Christus zu erkennen ist viel mehr wert und hat viel bessere Konsequenzen als alle Mysterien und Weisheiten dieser Welt.

Christus genügt (Kol 2,1-23)

Kol 2:3: Weisheit und Erkenntnis

In ihm sind alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen. Kol 2:3

Das ist ein wichtiger Gedanke im Brief des Paulus an die Kolosser. Damit widerlegte Paulus einige der schlechten Lehren, die die kolossischen Christen beunruhigten. Sie wurden von Lehrern beeinflusst, die ihnen sagten, sie sollten die Schätze der Weisheit und des Wissens suchen , aber nicht in Jesus. Paulus schrieb: „Du wirst alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis nur in Jesus finden. Er hat sie alle. Es ist nicht falsch, nach Weisheit und Wissen zu streben ; aber wir müssen alles in Jesus suchen.

Kol 2:6: Wandelt mit Christus

Lebt nun auch so mit Jesus Christus, wie ihr ihn als Herrn angenommen habt! Kol 2:6

Das ist eine wunderbare Regel für das christliche Leben. Wir können im Fleisch nicht vollenden, was im Geist begonnen wurde; deshalb, so wie du Jesus angenommen hast, wandle in Ihm auf die gleiche Weise. Die einfachen Dinge des christlichen Lebens liefern beständigen und verlässlichen geistlichen Treibstoff für Wachstum.

Kol 2,7: In Christus verwurzelt

Seid in ihm verwurzelt, und gründet euch ganz auf ihn! Steht fest in dem Glauben, der euch gelehrt worden ist, und seid immer voller Dankbarkeit! Kol 2:7

Wie ein Baum in der Erde, so sollt ihr in Christus fest verwurzelt bleibe und nur er soll das Fundament eures Lebens sein. Kol 2:7

Bilder sind immer wieder beeindruckend. Einmal das Bild des Baumes (=Ich), der seine Wurzeln tief in den Boden versenkt (=Jesus). Der Baum bekommt über seine Wurzeln seine Nahrung, so soll auch der Christ allein durch Christus genährt werden, der allein die Quelle des Leben ist, der uns hilft, unser tägliches Kreuz zu tragen und Früchte zu bringen. Zum anderen das Bild des Hauses (=Ich) mit einem festen Fundament (=Jesus). Steht unser Haus auf diesem Fundament können uns die Stürme unseres Lebens und der Welt nichts anhaben, können wir unser Leben um seinetwillen verlieren, um es zu gewinnen. Oh Herr, du bist meine Wurzel, du bist mein Fundament. Gelobt seist du!

Die Verwurzelung ist vielleicht das wichtigste und meistverkannte menschliche Bedürfnis. Simone Weil

Kol 2,7: Voller Dankbarkeit

Seid immer voller Dankbarkeit! Kol 2:7

Das beste Heilmittel gegen den Neid ist der dankbare Blick auf das, was einem selbst geschenkt wurde. Wenn wir mit unseren eigenen Gaben Frieden schließen, werden wir uns nicht ärgern. In dem Herzen, das stets Dankbarkeit erweist, verbleibt die Gnade.“ (Isaak der Syrer). Dankbarkeit besänftigt die Gier nach Neuem und verringert Konsumbedürfnis und Reizhunger. Sie lässt einen für einen Moment innehalten und mit dem Erreichten zufrieden sein. Das bedeutet Entspannung.

Kol 2,9: Christus genügt

Denn in Christus allein wohnt die ganze Fülle des Göttlichen und durch die Verbindung mit ihm seid auch ihr mit diesem Leben erfüllt. Er ist der Herr über alle Herrscher und alle Mächte. Kol 2:9‭-‬10

Paulus erklärt, dass im Sohn die ganze Fülle der absoluten Gottheit wohnt; sie waren nicht nur Strahlen göttlicher Herrlichkeit, die ihn vergoldeten, seine Person für eine Zeit und mit einem Glanz erleuchteten, der nicht sein eigener war; aber Er war und ist ein absoluter und vollkommener Gott; und der Apostel verwendet Theotes , um diese wesentliche und persönliche Gottheit des Sohnes auszudrücken.

Das Thema des Briefes ist die Fülle in Christus. Es geht um das so wichtige „Christus genügt!“ und wie dieses Genügen unser Leben praktisch durchdringt. Der Vers Kol 2,9 ist letztlich der Grundgedanke, welcher den ganzen Brief durchzieht, so schon im ersten Vers: „Paulus, ein Apostel von Jesus Christus, durch Gott berufen“ (Kol 1:1). Gott beruft in seiner Gnade einen jeden von uns. In unserer Verantwortung liegt es, diese Berufung immer klarer zu erkennen in und durch unsere Beziehung zu Christus. Der Mensch ist nicht das, was er selbst aus sich macht, sondern das, wozu Gott ihn macht in und durch Christus

Kol 2:13: Vergebung der Schuld

Ihr wart ja auch tot in Schuld und eurer unbeschnittenen Natur. Doch nun hat Gott euch mit ihm lebendig gemacht und uns die ganze Schuld vergeben. Kol 2:13

Es ist wahr, dass er uns das Leben von den Toten gegeben hat? Er hat uns die Sünde vergeben; Er gab uns zugerechnete Gerechtigkeit. Das sind alles kostbare Dinge, aber Sie sehen, wir sind damit nicht zufrieden; wir haben Christus selbst empfangen. Der Sohn Gottes ist in uns ausgegossen worden, und wir haben ihn angenommen und uns angeeignet. Spurgeon

Kol 2,14: Die Vergebung annehmen

Gott hat den Schuldschein, der uns mit seinen Forderungen so schwer belastete, für ungültig erklärt. Ja, er hat ihn zusammen mit Jesus ans Kreuz genagelt und somit auf ewig vernichtet. Kol 2:14

Unser Stolz erschwert uns oft nicht nur dem Nächsten zu vergeben, sondern ebenso die Vergebung uns selbst gegenüber auszusprechen. Gerade fromme Menschen sind oft streng mit sich selbst und klagen sich bei Fehlschlägen heftig an. Bitte Gott um Vergebung, beichte deinen Fehlschlag in Reue und dann lass es gut sein. Ansonsten beleidigst du die Barmherzigkeit Gottes und zweifelst an ihr. Dabei leben wir in dieser Verheißung: „Keine der Sünden, die er früher begangen hat, wird ihm angerechnet.“ (Ez 33,16). Gottes größte Freude besteht im Vergeben. Herr, voll Vertrauen komme ich zu dir. Vergib mir und hilf mir, auch mir selbst vergeben zu können.

Ich glaube, wenn Gott uns vergibt, müssen wir uns auch selbst vergeben. Es nicht zu tun, bedeutet, sich selbst über Gott zu stellen. Clive Staples Lewis

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

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