Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Hebr. Kap. 11-13: Auslegung

Vorbilder des Glaubens (Hebr 11,1-40)

Hebr 11,1: Wolke der Glaubenszeugen

Was ist also der Glaube? Er ist die Grundlage unserer Hoffnung, ein Überführtsein von Wirklichkeiten, die man nicht sieht. Hebr 11:1

Kapitel 11 enthält eine Aufzählung von Glaubenszeugen des AT, einmalig im NT: Abel, Henoch, Noah, Abraham, Isaak, Jakob, Joseph, Mose, Rahab u.a. Die Auflistung von so vielen Glaubenszeugen soll dich ermutigen, im Glauben fest zu stehen. Auch jüngere Glaubenszeugen (Bonhoeffer, Ratzinger, Edith Stein, Pater Pio …oder auch Menschen aus deinem Bekanntenkreis, ein Freund, ein Familienmitglied) können dich stärken und ermutigen durch ihr Vorbild wie sie glauben, hoffen und vertrauen. Denke du heute besonders an einen Menschen, der DICH im Glauben gestärkt und ermutigt hat und spüre die Gemeinschaft mit ihm durch den gemeinsamen Glaube an Christus.

Hebr 11:3: Gott der Schöpfer

Aufgrund des Glaubens verstehen wir, dass die Welt durch Gottes Befehl entstand, dass also das Sichtbare aus dem Unsichtbaren kam. Hebr 11:3

Wir haben diesen Schöpfungsakt nicht gesehen; wir kennen es nur durch den Glauben . Wir wissen das auch aus gutem Grund , weil wir wissen, dass die Welt von einem intelligenten Designer erschaffen und erschaffen wurde. Auch dies ist Glaube, der über die Vernunft hinausgeht , aber nicht im Widerspruch dazu steht.

Hebr 11,6: Im Glauben Gott wohlgefallen

Aber ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt und dass er die belohnt, die ihn aufrichtig suchen. Hebr 11:6

Ich will zu Gott gehen, um ihm mein Lob zu bringen. Ich will zu Gott gehen, um zu hören, was er sagt. Ich will zu Gott gehen, um mir bei ihm Rat zu holen und mit ihm vertraulich zu reden. Ich will zu Gott gehen, um meine Dankbarkeit zu zeigen, dass ich in dieser Welt einen solchen Freund als Berater und Helfer habe. Ich will meinen Kummer vor seinem treuen Herzen ausschütten. Ich will ihn an meinen Freuden Anteil nehmen lassen. Ich will ihm meine Sünden bekennen. Ich will ihm meine Ängste sagen, will ihm klagen, wie niedergeschlagen ich oft bin. Ich will ihm meine Hoffnungen mitteilen, denn inmitten aller Entmutigungen hoffe ich trotz allem. Ich will zu ihm gehen und ihm das alles, alles sagen. Ich will vor ihm mein ganzes Herz aufdecken und alle meine Last auf ihn werfen.

Hebr 11:16: Heimat im Himmel suchen

Aber sie suchten nach etwas Besserem, einer Heimat im Himmel. Deshalb schämt Gott sich nicht, ihr Gott genannt zu werden, denn er hat ihnen eine Stadt im Himmel gebaut. Hebr 11:16

Das Leben im Glauben ist leichter, wenn wir uns daran erinnern, dass diese Welt nicht unsere Heimat ist. Es ist einfacher, wenn wir uns daran erinnern, dass auf dieser Seite der Ewigkeit nicht alles geregelt und nicht jedes Unrecht wiedergutgemacht wird. Deshalb suchen sie eine Heimat und ein besseres himmlisches Land

Hebr 11:17: Opfer Isaak

Aufgrund des Glaubens war Abraham bereit, Isaak zu opfern, als Gott ihn auf die Probe stellte. Abraham, der die Zusagen Gottes empfangen hatte, war bereit, seinen einzigen Sohn zu opfern. Hebr 11:17

Denn Abraham ging davon aus, dass Gott Isaak wieder zum Leben erwecken konnte. Und bildlich gesprochen hat er seinen Sohn ja auch vom Tod zurückerhalten. Hebr 11:19

Für Abraham war Isaak so gut wie tot, und von den Toten empfing er ihn zurück, in einer Weise, die die Auferstehung Jesu vorwegnahm. Bruce fragt sich, ob dies nicht der Vorfall ist, auf den sich Jesus in Johannes 8:56 bezog, als Jesus sagte: Dein Vater Abraham freute sich, meinen Tag zu sehen; und er sah es und freute sich .

Hebr 11,27: Vertrauen auf Gott

Er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn. Heb 11,27

Du und ich, wir halten uns an den, vertrauen auf den, den wir nicht sehen, als ob wir ihn sehen: der dreifaltige Gott. Der Kirchenvater Origines fragt bewusst und provokant: „Was für einen Weg sollen wir dem Herrn bereiten? Etwa einen sichtbaren? Ist nicht vielmehr im Innern des Menschen dem Herrn ein Weg zu bereiten und sind nicht vielmehr in unseren Herzen gerade und ebene Wege anzulegen?“ (Origines). Den Himmel im Blick haben, bei dem, was man tut. Wesentliches vom Unnötigen unterscheiden. Den Alltag beten. Wachen und beten. Das ist weniger Handlung als vielmehr eine Haltung. Eine, die aus dem Bewusstsein lebt: Advent ist immer. Weihnachten ist immer. Ostern ist immer. Kommen, Krippe, Kreuz – eine Einheit, damals wie auch heute!

O Aufgang, wir blicken mit den Augen unseres Herzens auf dich, den wir nicht sehen und dennoch wahrnehmen.

Werdet nicht müde! (Hebr 12,1-29)

Hebr 12,1: Ausdauernder Glaubenslauf

Wir sind also von einer ganzen Wolke von Zeugen umgeben. Deshalb wollen auch wir den Wettkampf bis zum Ende durchhalten und jede Last ablegen, die uns behindert, besonders die Sünde, die uns so leicht umschlingt. Hebr 12:1

Die Sünde kann uns zurückhalten. Aber es gibt auch Dinge, die vielleicht keine Sünde sind ( jedes Gewicht ), sondern nur Hindernisse sind, die uns davon abhalten können, den Lauf, den Gott für uns hat, effektiv zu laufen.

Wir bleiben nicht stehen. Der Glaubenslauf ist etwas, bei dem man nicht stehen bleibt. Die Zeit ist knapp und du musst laufen. Wenn du hinfällst, stehe dann auf und laufe weiter. Es gibt viele Läufer, die zwar bei einem Lauf stürzten, aber wieder aufgestanden sind, weitergeliefen und trotzdem Erste wurden. Lassen Sie sich also nicht entmutigen, wenn Sie auf Ihrem Weg mit dem Herrn manchmal hinfallen. Bleiben sie nicht da liegen. Stehen sie auf, bekennen sie ihre Sünde und laufen sie weiter. Schauen Sie auf Jesus, der das Kreuz ertrug und bis zum Ende seines Lebens weiter lief. Zac Poonen

Hebr 12,2: Auf Jesus schauen

Und dabei wollen wir auf Jesus schauen. Er hat uns gezeigt, wie man diesen Lauf beginnt und als Sieger ans Ziel kommt. Weil er wusste, welche Freude auf ihn wartete, hat er das Kreuz und die Schande dieses Todes auf sich genommen. Nun sitzt er auf dem Ehrenplatz an Gottes rechter Seite. Hebr 12:2

Im Glauben allein auf Jesus schauen, egal wann und wo, immer und überall. Unser eigenes Tun ist ohnmächtig ohne die Verbindung mit ihm. Jesus sagt, dass es für uns oft nicht einfach sein wird aufgrund unserer Schwäche. Durch die Verbindung mit ihm können wir uns stärken und kräftigen. „Stärkt die kraftlosen Hände! Lasst die zitternden Knie wieder fest werden!“ (Heb 12:12). In dieser unseren Schwäche sollen wir ausdauernd und geduldig sein und zuversichtlich sein, dass Gott selbst diese Schwäche dazu gebraucht, um uns zur Vollkommenheit zu führen. Meine Schwächen haben mich näher zu Gott geführt als meine Stärken. Also, egal wo du gerade stehst und was heute auf dich zukommt: Schaue auf Jesus!

Allerlei Unangenehmes erfährt uns im Leben, vom ganz Großen bis hin zum einerlei des Alltags: von fernen Menschen, aber viel zu häufig auch von uns nahen Menschen, was ungleich mehr weh tut. Dies und das lässt sich vermeiden, vieles nichts und hier geht es um die Tugend des geduldigen Ertragens der Schwierigkeiten. Schau oft auf den gekreuzigten, nackten, gelästerten, verleumdeten, verlassenen und mit aller Art von Traurigkeit und Leiden beladenen Jesus. Bedenke, dass alle deine Leiden weder in der Art noch im Ausmaß auch nur im geringsten damit verglichen werden können. Lerne von ihm die Ruhend des Ertrages.

Der Glaube gibt uns die Kraft, tapfer zu ertragen, was wir nicht ändern können, und Enttäuschungen und Sorgen gelassen auf uns zu nehmen, ohne je die Hoffnung zu verlieren. Martin Luther King

In unserem Leben werden wir vielfach angegriffen: Beleidigungen, üble Nachrede, Ängste, Gemurre, Streit, Verleumdungen: das alles richtet sich gegen dich. Wenn du aber dem entkommen willst, dann schaue auf Jesus. Er wohnt in deinem Herzen. Blicke auf Jesus wenn man deine Ehre angreift. Auch ihm ist um deinetwillen die Ehre abgeschnitten worden (vgl. Joh 8,48), wenn du, weil man dir wichtige Dienste überträgt, von einem eitlen Gedanken gebissen wirst, so erinnere dich an Jesu Worte: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Knechte“ (Lk 17,10), wenn in dir die Mißachtung für einen anderen aufsteigt, denn Jesus hat für Sünder, Zöllner und Dirnen größere liebende Fürsorge aufgebracht als für Gerechte, die der Umkehr nicht bedurften (Lk 5,30‒32).

Wenn du dir die Welt anschaust, wirst du verzweifelt sein. Wenn du nach innen schaust, wirst du deprimiert sein. Aber wenn du auf Christus schaust, wirst du zur Ruhe kommen. Corrie ten Boom

Möge die Welt einstürzen, alles in Finsternis, Rauch und Getöse gehüllt sein: Gott ist doch mit uns. Franz von Sales

Interessant: Im AT gab es für die Priester im Tempel keine Stühle. Sie standen immer. Das „Opferbringen“ der Priester fand kein Ende, da kein Mensch die Gebote einhalten konnte und die Opfer die Schuld nur zeitlich begrenzt tilgten. Jesus dagegen hat in seinem Tod einmal das Opfer für alle Sünden von allen Menschen erbracht (Kol 1:22). Das Opfer von Jesus, weil er selber Gott ist, ist so gigantisch umfassend, daß er es nur 1mal erbringen mußte. Nachdem Jesus das Opfer erbracht hat, konnte sich Jesus bildlich gesprochen hinsetzen. Er muß (und wird) nie wieder ein zweites Mal das Opfer für uns erbringen. Es ist vollbracht und wir sind dadurch gerettet.

Du sollst von allen Seiten auf Jesus schauen. Richte deinen Blick nicht auf die Wolke der Zeugen; sie werden dich hindern, wenn sie dein Auge von Jesus abwenden. Schau nicht auf die Lasten und die hartnäckige Sünde, die du beiseite gelegt hast; schau weg von ihnen. Schau nicht einmal auf die Rennbahn oder die Konkurrenten, sondern schau auf Jesus und beginne so mit dem Rennen.

Wir müssen uns davor hüten, Jesus nur als Beispiel zu sehen. Er war und ist so viel mehr. Aber er bleibt auch das ultimative Beispiel christlichen Ausharrens. Auf Jesus zu schauen bedeutet Leben, Licht, Führung, Ermutigung, Freude: Höre nie auf, auf den zu schauen, der dich jemals ansieht.

Schaut euch an, wie er die Anfeindung sündiger Menschen ertragen hat. Dann werdet auch ihr nicht müde und verliert nicht den Mut. Hebr 12:3

Hebr 12:11: Früchte

Alle Züchtigung aber scheint uns für den Augenblick nicht zur Freude, sondern zur Traurigkeit zu dienen; danach aber gibt sie eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die durch sie geübt sind. Hebr 12:11

Viele Gläubige sind zutiefst betrübt, weil sie nicht sofort das Gefühl haben, von ihren Leiden profitiert zu haben. Nun, Sie erwarten nicht, Äpfel oder Pflaumen an einem Baum zu sehen, den Sie vor einer Woche gepflanzt haben. Nur kleine Kinder legen ihre Samen in ihren Blumengarten und erwarten dann, dass sie in einer Stunde zu Pflanzen heranwachsen.

Darum richtet wieder auf die schlaff gewordenen Hände und die erlahmten Knie. Hebr 12:12

Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird! Hebr 12:14

Hebr 12,15: Gegen die Bitterkeit

Und achtet darauf, dass nicht jemand die Gnade Gottes versäumt, dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwächst und Unheil anrichtet und viele durch diese befleckt werden. Hebr 12:15

Wenn wir uns weigern, zu vergeben, verschließt sich unser Herz. Die Unversöhnlichkeit ist eine bittere Wurzel, die uns geistig in Ketten legt, Mauern um uns errichtet und unser Herz zu Stein verhärtet. Ich war einmal fast ein Jahr mit einer Kollegin unversöhnlich. Welch grausame Zeit. Gott sei’s gedankt für die Kraft zur Versöhnung. Vor Gott nahm ich mir vor, dass es nie mehr so weit kommen darf. Unversöhnlichkeit hält uns gefangen und öffnet psychosomatischen und seelischen Krankheiten Tür und Tor. Hast du einen Menschen, mit dem du unversöhnt bist? Bitte Jesus, unseren Arzt, dass er die bittere Wurzel der Unversöhnlichkeit aus deinem Herzen reißt! Bitte ihm um die Gnade, allen alles verzeihen zu können!

Durch Unversöhnlichkeit richten wir eine Wand auf zwischen Gott und unserer Seele. Carl Eichhorn

Hebr 12:28: Unerschütterliches Reich

Auf uns wartet also ein unerschütterliches Reich. Deshalb wollen wir dankbar sein, denn dadurch dienen wir Gott, wie es ihm gefällt: in Ehrfurcht und heiliger Scheu. Hebr 12:28

Im Gegensatz zur Instabilität der Welt um uns herum ist das Reich Jesu unerschütterlich , und wir empfangen dieses Reich. Das ist unsere Stabilität in einer instabilen Welt. Wir haben dieses Reich noch nicht ganz; es kommt noch. Und doch empfangen wir es.

Hebr 12:29: Verzehrendes Feuer

Denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer. Hebr 12:29

Die Wahrheit, dass Gott ein verzehrendes Feuer ist, ist ein Trost für den Gläubigen. Sie erkennen, dass der Vater sein verzehrendes Feuer des Gerichts an unserer Stelle über den Sohn ausgoss. Als Er dies tat, verzehrte es die Schuld der Sünde in allen, die glauben. Die Strafe der Sünde wurde in Jesus am Kreuz verzehrt

Lebt, wie es Christus gefällt (Hebr 13,1-25)

Hebr 13,1: Aufruf zur Geschwisterliebe

Bleibt fest in der brüderlichen Liebe! Hebr 13:1

Nach den hohen theologischen Ausführungen über Jesus als Hohepriester im Himmel, wird´s praktisch. Kapitel 13 enthält eine reiche Aufzählung an Spielarten der Liebe:

• Liebt einander.
• Achtet die Ehe!
• Seid nicht hinter dem Geld her.
• Seid zufrieden mit dem, was ihr habt.
• Setzt eure ganze Hoffnung auf Gottes Gnade
• Vergesst nicht, Gutes zu tun
• Vergesst nicht, mit anderen zu teilen
• Betet für uns
• Führt ein Leben, dass Gott gefällt
• Übt Gastfreundschaft
• Leidet mit verfolgten Christen

Vernachlässigt nicht die Gastfreund­schaft; denn durch sie haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt. Hebr 13:2

Gedenkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und derer, die misshandelt werden, als solche, die selbst auch noch im Leib leben. Hebr 13:3

Die Ehe soll von allen in Ehren gehalten werden und das Ehebett unbefleckt; die Unzüchtigen und Ehebrecher aber wird Gott richten! Hebr 13:4

Hebr 13,5: Zufrieden sein

Euer Lebenswandel sei frei von Geldliebe! Begnügt euch mit dem, was vorhanden ist; denn er selbst hat gesagt: Ich will dich nicht aufgeben und dich niemals verlassen! Hebr 13:5

Das ist der Grund, warum wir nicht begehrlich sein dürfen. Es gibt keinen Raum für Habgier, keine Entschuldigung dafür, denn Gott hat gesagt: ‚Ich werde dich niemals verlassen noch dich verlassen.‘ Wir sollten zufrieden sein. Wenn wir nicht zufrieden sind, handeln wir verrückt, weil wir sehen, dass der Herr gesagt hat: ‚Ich werde dich niemals verlassen noch dich verlassen.‘ Spurgeon

Habgier ist ein Loch ohne Boden, das Menschen durch endlose Anstrengung erschöpft, das Bedürfnis zu befriedigen, ohne jemals Zufriedenheit zu erreichen. Ein wichtiges Gegengift ist das Zufriedensein mit dem was du hast. Das ist eine Entscheidung, die du bewusst fällen kannst. Ja, auch wenn nicht alles immer so ist, wie wir uns das wünschen, so gehe heute in dich und zähle innerlich auf, worin dich Gott schon überreich beschenkt hat. Konzentriere dich auf das halbvolle Glas, nicht auf das halbleere. Konzentriere dich auf das, was du hast und nicht auf das, was du nicht hast. Es ist für mich erstaunlich, wie lang auf einmal meine Liste wurde. Ich bin mir sicher. Das wird sie bei dir auch!

Hebr 13:6: Der Herr ist mein Helfer

So können wir nun zuversichtlich sagen: Der Herr ist mein Helfer, und deshalb fürchte ich mich nicht vor dem, was ein Mensch mir antun könnte. Hebr 13:6

Dieses Zitat aus Psalm 118:6 weist auf die Wahrheit hin, dass echte Zufriedenheit nur dann entsteht, wenn wir darauf vertrauen, dass Gott unsere Bedürfnisse stillt und unsere Sicherheit ist. Seltsamerweise neigen wir oft eher dazu, Sicherheit zu finden und Zufriedenheit in Dingen zu finden, die weitaus weniger zuverlässig und sicher sind als Gott selbst.

Gedenkt an eure Führer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; schaut das Ende ihres Wandels an und ahmt ihren Glauben nach! Hebr 13:7

Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit! Hebr 13:8

Lasst euch nicht von vielfältigen und fremden Lehren umhertreiben; denn es ist gut, dass das Herz fest wird, was durch Gnade geschieht, nicht durch Speisen, von denen die keinen Nutzen hatten, die mit ihnen umgingen. Hebr 13:9

Hebr 13,10: Das Kreuz als Altar

Wir haben einen Altar, das Kreuz, an dem Jesus seinen Leib als Opfer darbrachte. Heb 13:10

Das lat. Wort adolere bedeutet verbrennen. Im Volke Israel gab es Altäre, auf denen dem einen Gott Opfer dargebracht und verbrannt wurden v.a. Tieropfer. Mit dem Kreuzestod Jesu Christi haben solche Opfer jedoch ihren Sinn verloren. Christus hat ein für allemal uns Menschen mit Gott versöhnt. Er ist der Mittler unseres Heils. Er selbst ist für uns der Priester, das Opfer und eben der Altar. Der Altar ist der Ort der Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers, ja ein Symbol für Christus selbst, in der kath. Kirche küsst der Priester den Altar zu Anfang und Ende der Messe. Das Sakrament des Altars ist eine Wiederholung des Opfertodes am Kreuze.

Glaube ist: die Selbstanbetung zu beenden und vor Gottes Altar zu kommen. Pamela Reeve

Im Wesentlichen ist unser Altar das Kreuz – das Herzstück des christlichen Evangeliums und Verständnisses.

Darum hat auch Jesus, um das Volk durch sein eigenes Blut zu heiligen, außerhalb des Tores gelitten. Hebr 13:12

So lasst uns nun zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers, und seine Schmach tragen! Hebr 13:13

Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. Hebr 13:14

Hebr 13:15: Lobpreis

Durch ihn lasst uns nun Gott beständig ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen! Hebr 13:15

Der Verfasser der Hebräer erklärt einige wesentliche Grundlagen für angemessenes Lob. Lob, das Gott gefällt, wird von Ihm dargebracht , das heißt von Jesus Christus, auf der Grundlage Seiner Gerechtigkeit und seines Wohlgefallens an Gott. Lob, das Gott gefällt, wird fortwährend dargebracht , so dass wir Ihn immer preisen. Lobpreis, der Gott gefällt, ist ein Lobpreisopfer , da es kostspielig oder unbequem sein kann. Lobpreis, der Gott gefällt, ist die Frucht unserer Lippen , mehr als nur auf Gott gerichtete Gedanken. Es wird zum Herrn gesprochen, entweder in Prosa oder in Liedern. „Was von den Lippen ausgeht, wird als Frucht angesehen , die den Charakter ihrer Quelle offenbart, wie die Frucht eines Baumes die Natur des Baumes offenbart.

Hebr 13:16: Gutes tun

Vergesst auch nicht, Gutes zu tun und mit anderen zu teilen! Denn solche Opfer gefallen Gott. Hebr 13:16

Lob ist nicht das einzige Opfer, das Gott gefällt. Wir erfreuen Gott auch mit Opfern, wenn wir Gutes tun und teilen . Lobpreis und Anbetung sind wichtig, aber die Verpflichtung des Christen endet hier nicht.

Hebr 13:18: Beten und Bitten um Gebet

Betet für uns! Wir sind überzeugt, ein gutes Gewissen zu haben, denn wir möchten in jeder Weise ein Leben führen, wie es gut und richtig ist. Hebr 13:18

Es ist der Gott des Friedens, der den großen Hirten seiner Schafe, unseren Herrn Jesus, von den Toten zurückbrachte, und der vorher mit dessen Blut den ewigen Bund in Kraft gesetzt hat. Hebr 13:20

Nachdem er seine Leser gebeten hat, für ihn zu beten, betet der Verfasser der Hebräer für seine Leser. „Der Apostel hatte die hebräischen Gläubigen ermahnt, für ihn zu beten, mit den Worten: ‚Betet für uns;‘ und dann, wie um zu zeigen, dass er nicht von ihnen verlangte, was er selbst nicht war. Bereit zu geben, spricht er dieses wunderbare Gebet für sie. Der kann getrost zu seiner Gemeinde sagen: ‚Betet für mich‘, der aus tiefstem Herzen für sie betet.

In diesem Segen wird Gott zuerst in Seinen Eigenschaften erkannt: Frieden , Kraft ( hat unseren Herrn Jesus von den Toten auferweckt ), liebevolle Fürsorge ( dieser große Hirte ) und ewig gebende Liebe ( das Blut der Ewigkeit Bund ).

Hebr. 13,21: Gerüstet zum guten Werk

Dieser Gott rüste euch mit allem Guten aus, damit ihr seinen Willen tun könnt. Durch Jesus Christus möge er das, was ihm gefällt, in euch bewirken. Ihm sei die Ehre für immer und ewig. Amen. Hebr 13:21

Tun wir für unsere Mitmenschen in leiblicher wie in seelischer Hinsicht, was wir nur können; beten wir für sie und seien wir stets von Herzen hilfsbereit, dann beweisen wir am besten, daß wir sie wirklich von Herzen lieb haben. Eine Freundschaft, die sich in schönen Worten erschöpft, hat wenig Wert; das ist nicht Liebe, wie sie der Herr uns erwiesen. Ihm war es nicht genug, uns nur in Worten seiner Liebe zu versichern, er ging weit darüber hinaus; er erbrachte den Beweis seiner Liebe durch all das, was er für uns getan hat.

Hebr 13,25: Gottes Gnade mit uns

Die Gnade sei mit euch allen! Hebr 13:25

Dies ist ein passender Abschluss für ein Buch, das das Vergehen des Alten Bundes und die Einrichtung des Neuen Bundes dokumentiert. Gnade sei in der Tat mit euch allen unter dem, was Gott durch den erhabenen Erlöser, Jesus Christus, gegeben hat! 

O Leben, eintönig und grau, wie viele Schätze ruhen in dir! Keine Stunde gleicht der anderen. Einerlei und Grau des Alltags weichen, wenn ich alles mit den Augen des Glaubens betrachte. Die Gnade, die für mich in dieser Stunde steckt, wiederholt sich nicht in der nächsten Stunde. Sie wird mir in der nächsten Stunde gegeben, doch nicht mehr die gleiche. Die Zeit verrinnt und kehrt niemals zurück. Was sie in sich birgt, verändert sich nicht, sie besiegelt es in Ewigkeit. Faustyna

Schlüsselworte des Hebräerbriefes

• Erstes Schlüsselwort – Lasst uns: „Lasst uns also unerschütterlich an unserem Bekenntnis zu Jesus Christus festhalten.“ (Heb 4:14) Das häufige „Lasst uns“ will uns in unserer Verantwortlichkeit wachrütteln, ermutigt zum Vertrauen auf Christus, jeden Tag aufs neue!

• Zweites Schlüsselwort – besser: „Jesus ist ja auch der Vermittler eines viel besseren Bundes.“ (Heb 8:6) Das häufige „besser“ stellt die Vollendung in Christus in den Mittelpunkt. Er ist besser als die Engel, als Mose oder Aaron etc. Er hat den besseren Bund eingesetzt.

So lasst uns in und mit Jesus leben, der besser ist als alles andere in unserem Leben !

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste