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Apostelgeschichte (Apg) Kapitel 19: Auslegung und Kommentar

Auslegung und Kommentar zur Apostelgeschichte (Apg) Kapitel 19

Apg 19,2: Paulus in Ephesus

Apg 19,2: Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt.

Nachdem Paulus kurz nach Antiochia zurück gekehrt war, bricht er zur dritten Missionsreise auf. Überall besuchte er die Gemeinden und stärkte sie in ihrem Glauben. Nach der Evangelisation war die Festigung der Gemeinden das große Ziel. Aber er kommt auch an neue Orte, wie das asiatische Ephesus, wo er sich zwei Jahre aufhält. Dort haben die Leute noch nie etwas von heiligen Geist gehört und sie kannten auch nur die Taufe des Johannes. Paulus erklärt ihnen: Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte damit, dass er zu Gott umkehren will. Johannes hat aber immer gesagt, dass man an den glauben muss, der nach ihm kommt, nämlich an Jesus. Nachdem sie das gehört hatten, ließen sie sich auf den Namen des Herrn Jesus taufen. Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie. Der heilige Geist hat Kraft. Manchmal ist er die Kraft, die einen bremst, manchmal ist er die Kraft, die antreibt. Gott ließ durch Paulus ganz erstaunliche Wunder geschehen. Die Leute legten sogar Tücher, mit denen Paulus sich den Schweiß abgewischt hatte und Kleidungsstücke von ihm auf die Kranken. Dadurch wurden sie gesund.

Apg 19,3: Zwei verschiedene Taufen

Apg 19,3-4: Er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie aber erwiderten: Auf die Taufe des Johannes. Da sprach Paulus: Johannes hat mit einer Taufe der Buße getauft und dem Volk gesagt, dass sie an den glauben sollten, der nach ihm kommt, das heißt an den Christus Jesus.

Was ist der große Unterschied zwischen der Johannestaufe und der Taufe auf den Namen Jesu? Die Johannestaufe stellt die Sünde des Menschen und seine bewusste Abkehr von ihr in den Mittelpunkt. Christliche Taufe ist mehr. In ihr wird der Mensch in Beziehung zu Jesus Christus gestellt. Er wird in den Herrschaftsbereich Gottes versetzt. Mit der Taufe bekommt ein Mensch Gottes tiefe, bedingungslose Liebe zu spüren. Mit seinem „Ja“ nimmt der Mensch diese Liebe in Anspruch. Holland

Apg 19,5: Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus.

Apg 19,6: Das Geschenk des Heiligen Geistes

Apg 19,6: Als Paulus ihnen die Hände auf­legte, kam der Heilige Geist auf sie.

Der Wert der Geschenke wird nach der Liebe bemessen, mit der sie gegeben werden. Dieses hier ist nun nicht nur mit großer Liebe gegeben worden, sondern die Liebe selbst wird gegeben, denn jeder muss wissen, dass der Heilige Geist die Liebe des Vaters und des Sohnes ist. Wenn wir aber sagen, der Heilige Geist ist uns verliehen vom Vater und vom Sohn, dann darf man das nicht so verstehen, dass er von ihnen getrennt worden sei, denn das ist nicht möglich, da es nur einen unteilbaren Gott gibt. Wir wollen damit vielmehr sagen, dass Gott uns sein göttliches Wesen geschenkt hat, wenn es auch in der Person seines Geistes geschah. Darüber kann man nicht viel sprechen, aber fest daran glauben. Uns vom Heiligen Geist vorbehaltlos leiten lassen: Das ist es! Franz von Sales

Apg 19,13: In Christus alles finden

Apg 19,13: Im ganzen Land gab es jüdische Geisterbeschwörer, die umherzogen und böse Geister austrieben. Einige von ihnen versuchten, Dämonen dadurch auszutreiben, dass sie über den Besessenen den Namen von Jesus, dem Herrn, aussprachen.

Apg 19,19: Eine ganze Anzahl von ihnen brachte ihre Zauberbücher und verbrannte sie öffentlich.

Paulus ist in Ephesus. Hier gibt es Menschen, die den Namen Jesus missbrauchen. Ohne an ihn zu glauben, versuchen sie durch die Nennung seines Namens zu heilen. Das war Zauberei. Diese funktioniert jedoch nicht. Noch mehr: sie erleiden dadurch Schaden. Darüber sind viele erschrocken und das hat eine heilsame Wirkung. Sie bekennen ihre Schuld und verbrennen ihre Zauberbücher. Diese Bücher stellten einen großen materiellen Wert dar. Auch wenn dieses ganze Geschehen auf uns fremd wirken mag, so steckt damals wie heute die gleiche Grundbotschaft dahinter: wer den „neuen Weg“ geht, lässt sowohl materielle aber auch immaterielle Dinge hinter sich, verbrennt sie bildlich gesprochen, um im echten Glauben an Christus seinem Weg zu folgen.

Wer Christus in sein Leben eintreten lässt, verliert nichts, gar nichts, absolut nichts von dem, was das Leben frei, schön und groß macht. Benedikt XVI

Apg 19,28: Groß ist Christus

Apg 19,28: Wutentbrannt schrien jetzt die Zuhörer: Groß ist die Artemis der Epheser!

Die Predigten des Paulus über Christus haben in Ephesus eine Wirkung, die wir uns heute kaum vorstellen können. Die ganze Stadt ist in Aufruhr geraten. Anhänger der Göttin Artemis befürchteten zudem um ihr Geschäft mit religiösen Artikeln. Ein Aufruhr um des Weges willen entsteht, der in einem zwei Stunden (!) dauernden Ruf „Groß ist die Artemis“ gipfelt. Wie hallt dies alles in unserer Zeit wider. Viele sagen heute, in Worten, Taten, und Zeit: Groß ist mein Sportteam. Groß ist meine politische Partei! Groß ist meine Familie! Groß ist die Konsumwirtschaft! Groß ist der materielle Reichtum! Und wir wissen und erfahren es: wenn man sagt „Groß ist der Herr Jesus Christus“ werden wir von vielen als seltsam angesehen.

Christus ist größer als unser Glaube; davon leben wir. Er ist auch größer als alles, was zwischen ihn und uns treten kann. Helmut Thielicke 


Das war eine Auslegung und ein Kommentar zu ausgewählten einzelnen Bibelversen aus der Apostelgeschichte (Apg) Kapitel 19.


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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste