Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Apostelgeschichte (Apg) Kapitel 17: Auslegung und Kommentar

Auslegung und Kommentar zur Apostelgeschichte (Apg) Kapitel 17

Apg 17,7: Christus ist unser König

Apg 17,7: Sie behaupten, ein anderer sei König, nämlich Jesus.

Diese Anklage in Thessalonich beinhaltet reines Evangelium. Jesus ist unser König! Dieser große König Jesus hat unser Herz zu seinem Sitz erwählt. Wer soll ihn daraus vertreiben? Der gute und gütige Jesus sei immerdar der König unserer Herzen. Legen wir unser Herz in die durchbohrte königliche Seite des Heilands. Wir müssen wahrlich ernsthaft unsere Herzen zu diesem unsterblichen König tragen und ganz allein für ihn leben. Franz von Sales hat ein schönes Gebet formuliert:

Mein guter Jesus, seliger König der ewigen Herrlichkeit, Dir wende ich mich zu; ich umfange Dich mit der ganzen Kraft meiner Seele. Ich bete Dich von ganzem Herzen an, ich erwähle Dich heute für immer zu meinem König. Dir will ich unverletzliche Treue bewahren. Ich gebe mich Dir ohne Widerruf hin und verpflichte mich zum Gehorsam gegen Deine heiligen Gesetze und Anordnungen.

Paulus und Silas reisen weiter nach Thessalonich. Neben Missionserfolgen stoßen sie auch hier wie überall auf Widerstand. Auch hier wieder Gefangennahme. Sie werden der politischen Unruhe beschuldigt, weil sie behaupteten, dass Jesus König sei. Nur durch eine Kaution kommen sie frei und reisen weiter nach Beröa. Dort werden sie offen angehört und es wurde überprüft, ob dies mit den heiligen Schriften übereinstimmt. Als die Widersacher aus Thessalonich das hörten, kamen sie von dorthin und erregten die Volksmenge. Von seinen Geschwistern wird Paulus sofort schützend weg gesandt. Einige von ihnen begleiteten ihn bis nach Athen, 600 km südöstlich von Beröa. Ja: Jesus ist unser König. Wir bekennen, dass er als König alle Macht im Himmel und auf Erden letztlich Jesus Christus. Aber er ist kein politischer König, weil seine Macht in der Liebe besteht, die ihn bis ans Kreuz führte.

Jesus Christus, sei du König und Herr in meinem Leben!

Apg 17,21: Alles Neue kann nicht erfüllen

Apg 17,21: Alle Athener nämlich und auch die dort lebenden Fremden vertrieben sich mit nichts anderem so gerne die Zeit als damit, etwas Neues zu sagen und zu hören.

Das Leben: ein Weg: Im Menschen lebt die Sehnsucht, die ihn hinaustreibt aus dem Einerlei des Alltags und aus der Enge seiner gewohnten Umgebung. Immer lockt ihn das Andere, das Fremde. Doch alles Neue, das er unterwegs sieht und erlebt, kann ihn niemals ganz erfüllen. Seine Sehnsucht ist größer. Im Grunde seines Herzens sucht er ruhelos den ganz Anderen, und alle Wege, zu denen der Mensch aufbricht, zeigen ihm an, dass sein ganzes Leben ein Weg ist, ein Pilgerweg zu Gott. Augustinus

Apg 17,23: Unbekannten Gott

Apg 17,23: Als ich durch eure Stadt ging und mir eure Heiligtümer ansah, da habe ich sogar einen Altar gefunden, auf dem stand: Für einen unbekannten Gott. Diesen Gott, den ihr verehrt, ohne ihn zu kennen, möchte ich euch nun bekannt machen.

Die Athener waren damals berühmt für ihre Neugier in philosophischen und religiösen Fragen. Paulus Worte sind für sie fremd und neu und sie möchten mehr davon hören. Und es ist tatsächlich neu, was Paulus verkünden darf: Gott ist in Jesus Mensch geworden. Bei den Athener gab es für jede Gelegenheit eine andere Gottheit, sogar dem möglicherweise noch unbekannten Gott huldigte man. So kann Paulus ihnen von Gott erzählen, von dem alles Leben kommt und der in Jesus den Tod überwunden hat. Seine Rede räumt auf mit allen Vorstellungen von vielen Göttern und ihrer Gegenwart in kunstvollen, teuren Skulpturen oder gemalten Bildern.

Unser Herz strebt nach dem höchsten Gut. Wir gleichen hier den Athenern, die dem unbekannten Gott Opfer brachten bis endlich Paulus ihnen die Kenntnis von ihm brachte. So strebt und sehnt sich auch unser Herz in all seinen Handlungen nach Glückseligkeit, sucht sie überall, gleichsam hin- und hertastend, ohne zu wissen, wo sie wohnt bis der Glaube sie ihm zeigt. Hat unser Herz aber endlich jenen so lange gesuchten Schatz gefunden, welch großen Frieden fühlt dann dieses Herz, welche Freude, welch liebendes Wohlgefallen an ihm! Im Rückblick: Warum wußte ich nicht, wonach ich mich eigentlich sehnte, da doch alles, wonach ich strebte, mir keine Befriedigung gewähren konnte. Ich wollte lieben, wußte aber nicht, was ich lieben sollte. So war mein Leben ein echtes, mir aber dunkles Sehnen. Nun aber ist Christus uns ganz nah. Er hat sich gezeigt. Er selbst. Und nun ist der Weg zu ihm offen.

Apg 17,24: Es ist der Gott, der die Welt und alles, was in ihr ist, geschaffen hat. Dieser Herr des Himmels und der Erde wohnt nicht in Tempeln, die Menschen gebaut haben.

Apg 17,27: Gott ist jedem von uns nahe

Apg 17,27-28: Das alles hat er getan, weil er wollte, dass die Menschen ihn suchen. Sie sollen mit ihm in Berührung kommen und ihn finden können. Und wirklich, er ist jedem von uns ja so nahe! Durch ihn allein leben und handeln wir, ja, ihm verdanken wir alles, was wir sind. […] Wir sind seine Kinder.

Das sind einer der schönsten Verse der Apostelgeschichte. Gott möchte, dass du ihn suchst. Gott möchte mit dir in Berührung kommen. Gott möchte, dass du ihn findest. Gott ist dir so nah. Durch Gott lebst du. Durch Gott handelst du. Gott verdankst du alles. Du bist sein Kind. In Gott leben wir, bewegen wir uns und sind wir. Bei der Betrachtung dieser Wahrheit wirst du in deinem Herzen eine große Ehrfurcht vor Gott erwecken, der in dir so innig gegenwärtig ist.

Wir aber besprechen uns mit ihm jederzeit, so oft wir wollen, im heiligen Gebet, da wir all unser Leben, unsere Bewegung und unser Sein nicht nur mit ihm haben, sondern in ihm und durch ihn. Franz von Sales

Apg 17,28: Sprechen wie mit einem Freund!

Apg 17,28: In ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir.

Machen Sie es sich zur Gewohnheit, sich mit Gott auf Du und Du zu unterhalten, unverkrampft, mit Vertrauen und Liebe, wie mit dem liebsten und liebevollsten Freund, den Sie haben. Es wird von Ihnen nicht eine ständige Geistesanstrengung erwartet, sodass Sie Ihre Pflichten oder sogar Ihre Erholung vergessen. Das einzige, was von Ihnen verlangt wird, ist, dass Sie sich, ohne ihre Aufgaben zu vernachlässigen, Gott gegenüber so verhalten, wie Sie es unter den verschiedenen sich bietenden Umständen Menschen gegenüber tun, mit denen Sie in gegenseitiger Liebe verbunden sind. Ihr Gott ist immer bei Ihnen, ja sogar in Ihrem Innern. Wer mit ihm sprechen möchte, muss nicht erst ins Vorzimmer, nein ganz im Gegenteil: Gott wünscht sich, dass Sie mit ihm ohne viel Zeremoniell umgehen. Reden Sie einfach mit ihm über Ihre Angelegenheiten, Ihre Pläne, Ihre Sorgen, Ihre Ängste, über alles, was Sie interessiert. Das Wichtigste ist, ich wiederhole, dass Sie es unbefangen und mit offenem Herzen tun. Gott spricht in der Tat kaum zu einer Seele, die nicht zu ihm spricht und die folglich nur schwer seine Stimme hören würde, da sie es nicht gewohnt ist, sich mit ihm zu unterhalten. Es stimmt, dass wir Gott immer den höchsten Respekt schulden; aber wenn er Sie mit seiner spürbaren Gegenwart beschenkt und Sie bittet, mit ihm wie mit dem besten Ihrer Freunde zu sprechen, dann lassen Sie Ihrem Herzen frei und vertrauensvoll Ihren Lauf. Alphons-Maria von Liguori


Das war eine Auslegung und ein Kommentar zu ausgewählten einzelnen Bibelversen aus der Apostelgeschichte (Apg) Kapitel 17.


Infos zum Impuls 

– Start mit dem Wort Gottes in den Tag

– Kurzimpuls

– es gibt stets ein Wochenthema

– täglich nur 1x

– entweder über

   * Whatsapp

   * Facebook-Seite

   * Telegram

– ca. zwischen 6-7 Uhr 

– hier geht´zur Anmeldung

Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste