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Apostelgeschichte Kap. 16 – Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr eine Auslegung und Kommentar zur Apostelgeschichte Kap. 16

Apg 16:6: Dem heiligen Geist gehorsam

Apg 16,6: Als sie aber Phrygien und das Gebiet Galatiens durchzogen, wurde ihnen vom Heiligen Geist gewehrt, das Wort in der Provinz. Asia zu verkündigen.

Wir stellen mit Interesse fest, dass der Heilige Geist Paulus tatsächlich verbot, etwas zu tun, was wir normalerweise für gut halten: Gottes Wort denen zu predigen, die es brauchen. Doch der Geist Gottes leitete dieses Werk, und Paulus war nicht die richtige Person zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um damit zu beginnen, das Evangelium in die römische Provinz Kleinasien zu bringen. An dem Wunsch des Paulus, das Wort in Asien zu predigen , war sicherlich nichts auszusetzen ; aber es war nicht Gottes Timing, also wurde dies vom Heiligen Geist verboten .

Apg 16,14: Geöffnetes Herz

Apg 16,14: Und eine gottesfürchtige Frau namens Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu und der Herr tat ihr das Herz auf, sodass sie aufmerksam achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde.

Aspekt 1: Paulus will nach Asien, wird aber von Gott selbst nach Mazedonien gerufen. Gott führt uns oft andere Wege, wie wir sie im Kopf haben. Jeder von uns hat sein Mazedonien, wo der Herr ihn brauchen will. Wo ist dein Mazedonien? In Mazedonien ensteht nun die erste Gemeinde auf europäischen Boden.

Aspekt 2: Hervorgehoben wird die Bekehrung der Lydia. Ihr Herz öffnete sich. Sie öffnete ihr Herz nicht selber. Ihre Gebete taten es nicht. Paulus tat es nicht. Der Herr selbst öffnete ihr Herz, so dass sie die gute Nachricht aufnehmen konnte. Gott selbst ist der Schöpfer und Herr unseres Herzens. Das erste sichtbare Zeichen des geöffneten Herzen von Lydia war ihr Gehorsam. Sie ließ sich taufen. Das zweite Zeichen war die tätige Liebe. Sie nahm Paulus in ihr Haus und damit in ihr Herz auf.

Apg 16,15: Mit allen, die in ihrem Haus lebten, ließ sie sich taufen.

Apg 16,18: Freude und Frieden in Krisenzeiten

Apg 16,18: Im Namen von Jesus Christus befehle ich dir: Verlass diese Frau. In demselben Augenblick verließ der Dämon die Sklavin.

Paulus begegnet mehrmals einer wahrsagenden Sklavin, die ihrem Besitzer viel Geld brachte. Beim Anblick von Paulus schrie sie jedes Mal: Diese Männer sind Diener des höchsten Gottes und zeigen euch, wie ihr gerettet werden könnt! Als Paulus dies nicht mehr ertragen wollte, befiehlt er dem wahrsagenden Dämon, die Frau zu verlassen. Für den Besitzer der Sklavin ging somit eine beträchtliche Einnahmequelle verloren. Voller Zorn wird eine Verfolgung von Paulus & Begleitern ausgelöst. Paulus und Silas werden misshandelt, gefesselt und ins Gefängnis geworfen.

Und was machen Paulus und Silas im Gefängnis? Sie lobten Gott mit Liedern. Ihr Frieden und ihre Freude war nicht gebunden an diese heftigen Umstände. Was für ein Beispiel für uns, das wir in jeglicher dunklen Situation unseres Lebens nachahmen sollten! Jeder kann unter angenehmen Umständen glücklich sein, aber wahre Freude kommt nur von innen und ist ein Geschenk, das Christen jederzeit zur Verfügung steht. Nichts kann uns von der Liebe Christi trennen.

Apg 16,25: Loblied in Dunkelheit

Apg 16,25: Gegen Mitternacht beteten Paulus und Silas; sie priesen Gott mit Lobliedern, und die Mitgefangenen hörten ihnen zu.

Sie wurden geschlagen. Sie sitzen im dunklen Gefängnis. Und was machen sie? Sie singen Loblieder. Was für ein Beispiel für uns, das wir in jeglicher dunklen Situation unseres Lebens nachahmen sollten!

Apg 16,26: Bekehrung des Gefängnisaufseher

Apg 16,26: Plötzlich bebte die Erde so heftig. […] Alle Türen sprangen auf, und die Ketten der Gefangenen fielen ab.

Geöffnete Türen, angefallene Ketten: Gott greift ein. Damals wie auch jetzt bei uns. Paulus muss den Gefängnisaufseher vom Selbstmord abhalten, der dachte dass alle geflohen seien. Aber sie waren noch da. Überwältigt von den Ereignissen bekehrt sich der Gefängnisaufseher. Wichtig ist seine Frage: Was soll ich tun, dass ich gerettet werde? Paulus Antwort: Nicht durch dein Tun, sondern durch deinen Glauben an Christus wirst du gerettet. Aber: Wo der Glaube an Christus ist, da folgt heraus ein neues Tun. Der Gefängnisaufseher, der sie davor bewachte, reinigt nun ihre Wunden. So setzt er den für ihn neuen Glauben sogleich in die Tat der Liebe um. Für uns: Wir bemühen uns, allerlei Gutes am Tage zu tun, aus der Liebe Christi heraus, nicht, um uns diese Liebe zu verdienen, sondern aus einem dankbaren Herzen aus, dass diese Liebe Christi unsere Rettung ist.

Apg 16,30: Und er führte sie heraus und sprach: Ihr Herren, was muss ich tun, dass ich gerettet werde?

Apg 16,34: Er freute sich zusammen mit allen, die bei ihm lebten, dass sie zum Glauben an Gott gefunden hatten.

Apg 16:40: Lydia & Gefängniswärter

Apg 16,40: Da verließen sie das Gefängnis und begaben sich zu Lydia und als sie die Brüder sahen, trösteten sie sie und zogen fort.

In Philippi ließen Paulus und Silas zwei bemerkenswerte Bekehrte zurück: Lydia und den Gefängniswärter. Jeder dieser beiden wurde in seinem Leben von Jesus auf sehr unterschiedliche Weise berührt. Lydia war Kirchgängerin; die Wache war es nicht. Lydia florierte im Geschäft; Der Wächter war kurz davor, sich umzubringen. Lydias Herz wurde sanft geöffnet; das Herz der Wache wurde heftig konfrontiert. Die Wache hatte ein bemerkenswertes Zeichen – ein Erdbeben, aber alles, was Lydia hatte, war die Bewegung des Heiligen Geistes in ihrem Herzen. Beide hörten das Evangelium und glaubten, und durch jeden von ihnen wurde ihre ganze Familie berührt!

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

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