Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Apostelgeschichte Kap. 7 – Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr eine Auslegung und einen Kommentar zur Apostelgeschichte Kap. 7

Apg 7,48: Gott wohnt nicht im Tempel

Apg 7,48: Aber der höchste Gott wohnt ohnehin nicht in Häusern, die ihm Menschen bauen.

Stephanus konfrontierte ihren Götzendienst des Tempels. Dadurch versuchten sie, Gott im Tempel einzusperren. Doch Gott ist zu groß, um in irgendeinen Tempel zu passen, den Menschen bauen könnten. Auf einer subtileren Ebene tun viele Christen dasselbe. Es ist vielleicht nicht die Anbetung eines Kirchengebäudes (obwohl das sicherlich von Zeit zu Zeit stattfindet), aber es ist die Beschränkung Gottes auf einen Ort. Mit anderen Worten, der einzige Ort, an dem sie Gott begegnen, ist die Kirche. Soweit es sie betrifft, ist Gott für den Rest ihres Lebens abwesend. In den Köpfen und im Leben einiger heute könnte Gott genauso gut nur in der Kirche leben.

Apg 7,58: Märtyrertod des Stephanus

Apg 7,58: Sie zerrten ihn aus der Stadt und begannen, ihn zu steinigen.

Stephanus hält im Kapitel 7 eine gewaltige Verteidigungsrede über die Geschichte Israels (lesenswert!), die deren häufigen Ungehorsam heraus stellt, der im Verrat und Mord an Jesus gipfelt. Aufgrund seiner Rede wird Stephanus gesteinigt. Er verliert und gewinnt doch alles indem er in den Fußspuren Jesus wandelt. Wie Jesus, wurde auch er der Tempelzerstörung angeklagt. Wie Jesus bittet auch er für seine Mörder, dass ihnen diese Sünde nicht angerechnet wird. Wie Jesus endet das letzte Gebet des Stephanus mit den Worten: Herr Jesus, nimm meinen Geist bei dir auf!

Wenn wir Christus näher nachfolgen wollen, können wir kein angenehmes, ruhiges Leben suchen. Es verlangt Einsatz, schenkt aber große Freude. Es gibt kein Christsein zum Billigtarif: Jesus nachfolgen heißt gegen den Strom schwimmen und dabei auf Böses, auf den Egoismus verzichten. Papst Franziskus

Aufgrund seiner Rede wird Stephanus gesteinigt. Stephanus verliert am Ende alles und gewinnt doch alles. Es ist dies das Beispiel Jesu, der aufgrund seiner Treue und seines Gehorsams gegenüber dem Wort des Vaters am Kreuz endet. Wie Jesus, wurde auch er der Tempelzerstörung angeklagt. Wie Jesus bittet auch er für seine Mörder, dass ihnen diese Sünde nicht angerechnet wird. Wie Jesus endet das letzte Gebet des Stephanus mit den Worten: Nimm meinen Geist auf. Er betet und gibt sich ganz in Gottes Hand, wie Jesus: Ich sehe den Himmel offen, rief Stephanus, und Jesus, den Menschensohn, auf dem Ehrenplatz an Gottes rechter Seite stehen! Apg 7:56

Apg 7,59: Noch während die Steine Stephanus trafen, betete er laut: Herr Jesus, nimm meinen Geist bei dir auf!

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste