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Johannes Evangelium – Kapitel 3

Joh 3,1-21: Jesu Gespräch mit Nikodemus

Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöhte, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Joh 3:14‭-‬15

Das Bild von der Schlange, die in der Wüste erhöht ist, ist ein Versuch Jesu, ihm das kaum erklärbare verständlich zu machen. Dabei weist Jesus weit voraus auf die noch ausstehende Erhöhung des Kreuzes, auf einen Moment also, den Nikodemus selbst noch nicht wahrnehmen kann. Aber wenn dieser Moment eintritt, wenn das Kreuz auf Golgotha aufgerichtet wird, dann soll er sich an das Zeichen in der Wüste erinnern. DIPL.-THEOL. KRISTELL KÖHLER

Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Joh 3,16

Denn so hat Gott (der größte Geber)
die Welt (die größte Gruppe)
geliebt, (das größte Motiv)
dass er seinen
eingeborenen Sohn (das größte Geschenk)
gab, (die größte Tat)
(Joh 3,16)

Wir wissen, daß dieses Hingeben von seiten des Vaters eine dramatische Entwicklung erfahren hat, die bis zum Opfertod des Sohnes am Kreuz ging. Wenn schon die ganze Sendung Jesu ein Zeichen der Liebe Gottes ist, dann ist es in ganz besonderer Weise sein Tod, in dem die erlösende Liebe Gottes ihren vollen Ausdruck gefunden hat. Deshalb muß immer das Kreuz im Mittelpunkt unserer Meditation stehen: In ihm betrachten wir die Herrlichkeit des Herrn, die im gemarterten Leib Jesu aufscheint. Gerade in dieser völligen Selbsthingabe offenbart sich die Größe Gottes, offenbart sich die Tatsache, daß er Liebe ist. Jeder Christ ist berufen, durch sein Dasein die Herrlichkeit des Gekreuzigten zu verstehen, zu leben und zu bezeugen. Benedikt XVI

Joh 3,22-36: Zeugnis von Johannes über Jesus

Er muss immer größer werden und ich immer geringer. Joh 3:30

Christus soll immer wichtiger werden, und ich will immer mehr in den Hintergrund treten. Joh 3:30

Wenn es heißt, dass wir Christus immer ähnlicher werden sollen, so doch, dass wir uns immer mehr zu seinem Herzen als Mitte seines Seins hin bewegen. Je näher wir ihm kommen, umso mehr tauchen wir in diesen Ozean der Liebe ein, wo Christus immer wichtiger in meinem Leben wird und ich in den Hintergrund trete. „Wenn du etwas vom Geheimnis Jesu begreifen willst, dann erniedrige dich: werde klein. Erkenne an, dass du nichts bist.“ (Papst Franziskus) Du bist immer wieder in Schwierigkeiten. Das Leben ist kein Ponyhof, es fordert uns und überfordert uns zuweilen, wenn es über unsere Kräfte geht. Mit Macht versuchen wir dann dagegen anzukämpfen, mal bringts was, mal nicht. Viel zu selten suchen wir die kindliche Seite unserer Seele, die sich an das Herz Jesu wendet im Gebet und sich ihm und seiner Herrschaft bedingungslos anvertraut. Jesus selbst sagt: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Herz Jesu, ich vertraue dir!