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Johannes Evangelium – Kapitel 20

Joh 20,1-10: Jesus Auferstehung

Mt 28,1-7; Mk 16,1-8; Lk 24,1-12

Jetzt ging auch der andere Jünger, der zuerst angekommen war, in die Grabkammer. Er sah sich darin um, und nun glaubte er, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Joh 20:8

Wir müssen erneut mit Kraft und Freude das Ereignis des Todes und der Auferstehung Christi verkünden; es ist das Herz des Christentums, der tragende Mittelpunkt unseres Glaubens, der mächtige Antrieb unserer Gewissheit, der starke Wind, der alle Angst und Unsicherheit, jeden Zweifel und jede menschliche Berechnung vertreibt. Allein von Gott kann die entscheidende Veränderung der Welt kommen. Nur von der Auferstehung her versteht man das wahre Wesen der Kirche und ihres Zeugnisses, das nicht vom Ostergeheimnis getrennt ist, sondern vielmehr dessen Frucht, Offenbarung und Verwirklichung durch diejenigen ist, die den Heiligen Geist empfangen und von Christus ausgesandt werden, seine eigene Sendung fortzusetzen.

O Jesus, ich will nur mit Dir eins sein. Du bist der einzig Notwendige für meine Seele. O treuer Freund meines Herzens, vereinige meine arme einzige Seele mit Deiner ganz einzigen Güte. Herr Jesus, Liebhaber meiner Seele, ziehe mein Herz an Dich! Drücke, presse und füge auf immer meine Seele an Dein väterliches Herz! Versenke diesen Tropfen Geistes, den Du mir gegeben, in das Meer Deiner Güte, aus dem er hervorgeht! Ziehe mich und ich werde Deinen Lockungen folgen. Ich werde laufen, um mich in Deine Arme zu werfen und mich von dort nicht mehr wegrühren in alle Ewigkeit. Amen

Joh 20,11-18: Jesus erscheint Maria Magdalena

Mk 16,9-11

Nun gingen die Jünger wieder heim. Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Wie sie nun weinte, beugte sie sich in das Grab. Joh 20:10‭-‬11‬‬‬

Die ersten beiden Worte sind treffend: »Maria aber …« Die anderen beiden Jünger kehrten nach Hause zurück, Maria aber … Hier haben wir wieder die Liebe und Hingabe einer Frau. Ihr war viel vergeben worden, deshalb liebte sie viel. Sie hielt als Einzelne Wache außerhalb des Grabes und weinte, weil der Leib des Herrn, wie sie mutmaßte, von seinen Feinden gestohlen worden war. MacDonald

Trauer braucht einen Ort. Nichts ist schlimmer für Menschen, als einen lieben Angehörigen zu verlieren, und nicht zu wissen, wohin man mit seiner Trauer soll. Maria geht so zum Grab. Der Tod als größte Distanz geht Maria zum Weinen nahe. Die weinende Maria von Magdala sucht Trost durch die Nähe zum Grab. Eine tiefe Bedeutung darf ich in Marias Handeln erkennen: Sie versteckt ihre Bedürftigkeit nach ihrem Herrn nicht, sie lässt sich von ihr antreiben. Auch uns treibt lebenslang diese Bedürftigkeit nach dem Herrn an.

Wie sieht mein Verlangen nach Gott aus? Mache ich mich frühmorgens auf aus dem Bett, um den Tag mit ihm zu starten? Gibt es im Laufe meines Tages Qualitätszeit für und mit Gott?

Als sie sich umblickte, sah sie Jesus dastehen. Aber sie erkannte ihn nicht. Joh 20:14

Maria dachte, es sei der Gärtner. Offensichtlich hatte der Auferstehungsleib des Herrn eine sehr ähnliche Erscheinung wie ein natürlicher Leib. Die tiefere Bedeutung dieses Nicht-Erkennens liegt darin, dass sie durch ihre Not so gefesselt wird, dass sie nicht das Sehen entwickeln kann, das den Herrn erkennt. Auch wir müssen uns fragen: Wie oft versinken wir in unseren Alltagsnöten? Unserem Selbstmitleid? Unseren Ängsten? Jesus nimmt uns ernst. Wir dürfen mit unseren Sorgen zu ihm kommen. Das ist kein psychologischer Trick. Der Auferstandene ist eine Person, ein Gegenüber, das uns tatsächlich ernst nimmt, liebt und uns helfen kann. Die Auferstehung Jesus Christus ist der existentielle Wendepunkt der Menschheit, die alles anders macht und wandelt.

Warum weinst du? Joh 20,15

Zulassen: Wir schreiben unsere inneren Kommentare über alles und jedes nieder. Dagegen können wir kaum etwas tun. Wenn ein nicht gewollter Gedanke bzw. Gefühl kommt, dann gib zu, dass dieser da ist. Und du wirst sehen, dass er nur vorübergehend ist und keine letztgültige Realität besitzt. Was du nicht zulässt, hält dich fest. Distanzieren: Dann bewahre aber eine gewisse Distanz zu dir selbst. Beobachte dich selbst und identifiziere dich nicht zu sehr mit deinen Gedanken und Gefühlen. Warum sollte man sich in ein Gefühl hineinsteigern, das einen drei Stunden später schon gar nicht mehr tangieren wird?Loslassen: Zuletzt sicher das Schwierigste. Versuche loszulassen. Je mehr wir loslassen, umso mehr Raum wird sein in deiner Herberge für den Auferstandenen

Wen suchst du? Joh 20:15

Jesus gibt sich nich sofort zu erkennen, sondern fragt nach Marias Suche. Diese Suche ist ein Vorspiel zum Glauben, weil es die Menschen auf dem Weg bewegt, der zum Geheimnis Gottes führt. Der Mensch trägt das Bedürfnis nach Gott in sich. Dieses Bedürfnis stellt eine unauslöschlich ins menschliche Herz eingeschriebene ständige Einladung dar, sich auf den Weg zu machen, um den zu treffen, den wir nicht suchen würden, wenn er uns nicht bereits entgegengekommen wäre.

So viele kleine Begebenheiten meines Lebens sind seine Frage an mich: Wen suchst du? Jesus möchte mich bereiten für die Begegnung mit ihm.

Jesus spricht zu ihr: Maria! Joh 20:16

Sie wandte sich ihm zu und rief: Rabbuni! Das ist Hebräisch und heißt: Mein Lehrer. Joh 20:16

Erst als der Herr Jesus Maria direkt anspricht, erkennt sie, dass es der Herr ist. Es muss ein gewaltiges Erlebnis für sie gewesen sein. Aus ihrer Trauer ruft Jesus sie ins Leben zurück. In dem Moment, in dem sie dem Ruf folgt und sich umdreht zu Jesus, erfährt ihr Leben eine Wende. Aus ihren Erinnerungsbildern wird sie zu Jesus und zu sich selbst gerufen. Sie wacht auf. Voller Freude erkennt sie Jesus, den sie ehrfurchtsvoll als Meister anspricht. Jetzt ist er wieder nahe. Jetzt hat ihr Leben wieder eine Perspektive. Ich brauche diese persönliche Begegnung mit Jesus, ich muss erfahren, wer er für mich ist. An uns liegt es, ihn immer neu zu suchen, wenn er uns beim Namen ruft. Er geht uns voraus ins Leben.

Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Joh 20:17

Er sagte deshalb: Rühre mich nicht an, denn ich bin mehr als ein Mensch aus Fleisch und Blut. Ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Wenn ich in den Himmel zurückkehre, wird der Heilige Geist auf die Erde gesandt. Wenn er kommt, wird er mich deinem Herzen offenbaren, und zwar auf eine nie zuvor gekannte Weise. Ich werde dir näher und lieber sein, als es während meines Lebens hier auf der Erde möglich war. MacDonald

Maria möchte sich an den auferstandenen Herrn klammern, ihn fest halten, damit er nicht wieder gehe. Sie will ihn nicht noch einmal verlieren. Aber der Herr erlaubt es nicht. Erst nach der notwendigen Auffahrt zum Vater (Himmelfahrt), wird er seinen endgültigen Platz einnehmen, indem er ganz beim Vater weilt und zeitgleich ganz bei uns ist. Dann wird er einem jeden von uns, der mit seinem Ja seinen Willen und Glauben bekundet, die notwendige Fußwaschung geben, in der wir ganz ihm gehören. Das ist unser Glaube und davon geben wir Zeugnis.

Maria aus Magdala lief nun zu den Jüngern und berichtete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen! Und sie erzählte alles, was Jesus ihr gesagt hatte. Joh 20:18

Joh 20,19-23: Jesus erscheint seinen Jüngern

Lk 24,35-43

Als es nun an jenem Tag, dem ersten der Woche, Abend geworden war und die Türen verschlossen waren an dem Ort, wo sich die Jünger versammelt hatten, aus Furcht vor den Juden, da kam Jesus und trat in ihre Mitte und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Joh 20:19

Wir verschließen ständig unsere Türen. Wir sind unentwegt darauf bedacht, uns in Sicherheit zu bringen und wollen weder von den anderen noch von Gott gestört werden. Deshalb können wir den Herrn immer wieder nur darum bitten, er möge unsere Verschlossenheit aufbrechen und zu uns kommen und uns seinen Gruß bringen. Friede sei mit euch. Dieser Gruß des Herrn ist eine Brücke, die er zwischen Himmel und Erde schlägt. Auf dieser Brücke steigt er zu uns herab, und wir können auf dieser Brücke des Friedens zu ihm emporsteigen. Auf dieser Brücke sollen wir, immer zusammen mit ihm, auch den Nächsten, der uns braucht, erreichen. Benedikt XVI

Die Jünger waren voller Angst, so sehr, dass sie ihre Türen verschlossen hielten. Das Geschehene überforderte sie. Nichts war so gelaufen, wie sie es erwartet hatten. Einerseits glaubten sie und doch hallten in ihren Herzen die Worte wider, die sie schon einmal an Jesus gerichtet hatten: Stärke unseren Glauben. Ist das nicht eine Erfahrung, die wir auch im Leben machen? Wir sind Jesus begegnet, wir haben ihn schon wirken sehen, wir glauben und doch bringen die Widrigkeiten des Lebens oftmals diesen Glauben ins Wanken. Wir fürchten uns vor dem, was kommen wird. Wir leiden unter dem, was geschehen ist. Und auch wir verschließen dadurch die Türen unseres Herzens. Aber kann ein verschlossenes Herz lieben? Kann ein verschlossenes Herz erfüllt sein? Christus durchbricht diese verschlossenen Türen und will auch mir heute sagen: Fürchte dich nicht. Sarah Briemle

Plötzlich kam Jesus zu ihnen. Er trat in ihre Mitte und grüßte sie: Friede sei mit euch! Joh 20:19

Die Worte aus seinem Mund haben nun eine neue Bedeutung, weil Christus durch sein Blut am Kreuz Frieden gemacht hat. Diejenigen, die durch den Glauben gerechtfertigt sind, haben Frieden mit Gott.

Dann zeigte er ihnen die Wunden in seinen Händen und an seiner Seite. Als die Jünger ihren Herrn sahen, freuten sie sich sehr. Joh 20:20

Nun denken wir oftmals, dass Jesu Ermutigung „Fürchte dich nicht“ die Zusage enthält, dass alles Leid verschwunden ist und alles schon wieder ins rechte Lot kommen wird. Wenn der auferstandene Jesus seine Wundmale beibehalten hat und sie den Jüngern zeigt, hat das nicht etwas Wichtiges zu besagen? Genau hier liegt der Schlüssel zu unserem inneren Frieden. Christus hat sich durchbohren lassen und deshalb können auch unsere durchbohrten Herzen, mit diesen aus Furcht verschlossenen Türen, Frieden finden. Die Wundmale meines Herzens erkennen, annehmen, sie Christus übergeben, ist der einzige Weg zur Fülle. Sie sind da, aber in Christus sind sie verklärt worden. Er ist Sieger. Die frohe Botschaft besagt also nicht, dass die Wundmale weg sind, sondern, dass ich auch mit ihnen die Freude der Auferstehung in meinem Leben erfahren kann. Sarah Briemle

Diese Wundmale zeigt er auch dir. Denn diese Wundmale sind die Quelle, aus der die Barmherzigkeit entspringt, die sich über die Menschheit und damit auch über dich ergießt. Die göttliche Barmherzigkeit erreicht dich durch das Herz des gekreuzigten Christus. Jesus selbst ist die personalisierte Barmherzigkeit Gottes. Eines meiner Lieblings-Stoßgebete ist daher: Jesus ich vertraue dir und deiner Barmherzigkeit. An dieser Stelle: Ich liebe Stoßgebete, weil sie es einem ermöglichen auch an einem vollgestopften Tagesablauf immer wieder in Kontakt mit Gott zu kommen und die einzelnen Stoßgebete pflanzen sich mit der Zeit ins Herz ein und blühen dort auf.

Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Joh 20:21

Friede und Loslassen: Immer wieder grüsst der auferstandene Jesus seine Jünger mit dem Friedensgruß. Um den Frieden unserer Seelen in Jesus zu finden und zu bewahren, ist es notwendig, immer wieder auch los zu lassen, vor allem sich selbst, im Blick auf den gekreuzigten Jesus, der sein Leben los ließ. Anhänglichkeit des Herzens: Viel zu häufig hängt unser Herz an vielen anderen Dingen, schöne wie nicht so schöne (materieller Besitz, Sorgen, Beziehungen etc.). Eine wachsende und inniger werdende Jesusbeziehung und der damit einhergehende innere Frieden hängt wesentlich mit diesem „Loslassen-Können“ zusammen. Und so soll es in dieser Pfingstwoche um das Loslassen in der Kraft des heiligen Geistes gehen: Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.

Dies ist ein wunderbarer Vers. Die Gläubigen sind nicht dazu bestimmt, nur selbstsüchtig seinen Frieden zu genießen. Sie sollen ihn an andere weitergeben. So sendet er sie in die Welt, wie ihn der Vater ausgesandt hat: Christus kam in Armut in die Welt. Er kam als Knecht. Er machte sich selbst zu nichts. Er fand Gefallen daran, den Willen des Vaters zu tun. Er machte sich eins mit den Men-schen. Er ging umher und tat Gutes. Er tat alles in der Kraft des Heiligen Geistes. Sein Ziel war das Kreuz. Nun sagte er zu den Jüngern: So sende ich auch euch. MacDonald

Nach diesen Worten hauchte er sie an und sprach: Empfangt den Heiligen Geist! Joh 20:22

Und den empfangen alle! Der Geist weht wo er will. Er lässt sich nicht einsperren in menschliche Gedankengerüste. Aber er tut machtvoll kund, was Gottes Wille ist. Nirgendwo ist dieser so verdichtet zu lesen, wie in der Bergpredigt. Genau in der Mitte der Bergpredigt befindet sich das „Vater unser“. Durch das Gebet werden wir empfänglich für den Willen Gottes, den uns der heilige Geist stets mitteilen will und der unsere Hoffnung stärken will. Ich lebe in der Hoffnung, dass Jesus am Ende der Zeit alles wieder zusammen führen wird und zur Vollendung bringt. Dass dies passieren wird, davon berichtet das Heilige Wort Gottes, die Bibel, unser Wegweiser in strürmischen Zeiten.

Der Herr haucht die Jünger an und verleiht ihnen so den Heiligen Geist, seinen Geist. Der Atem Jesu ist der Heilige Geist. Wir erkennen hier zunächst eine Anspielung auf den Bericht von der Erschaffung des Menschen, wo es heißt „…und blies in seine Nase den Lebensatem.“ Jesus haucht die Apostel an und beschenkt sie aufs neue, aber noch großartiger, mit Gottes Atem. In den Menschen ist jetzt trotz all ihrer Grenzen etwas absolut Neues: der Atem Gottes. Das Leben Gottes lebt in uns. Der Atem seiner Liebe, seiner Wahrheit und seiner Güte. Der Text des Evangeliums lädt uns dazu ein, immer im Bereich des Atems Jesu Christi zu leben, von ihm Leben zu empfangen, auf daß er uns das wahre Leben einflöße, das Leben, das kein Tod mehr zu nehmen vermag. Benedikt XVI

Welchen ihr die Sünden vergebt, denen sind sie vergeben; welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Joh 20:23

Das Bußsakrament ist einer der kostbaren Schätze der Kirche, weil sich nur in der Vergebung die wahre Erneuerung der Welt vollzieht. Nichts kann in der Welt besser werden, wenn nicht das Böse überwunden wird. Und das Böse kann nur durch die Vergebung überwunden werden. Es muß natürlich eine wirksame Vergebung sein. Aber diese Vergebung kann uns allein der Herr gewähren. Eine Vergebung, die das Böse nicht nur mit schönen Worten aus dem Weg räumt, sondern es wirklich zerstört. Das aber kann nur durch das Leiden geschehen, und es ist tatsächlich geschehen durch die leidende Liebe Christi, aus der wir die Vollmacht zur Vergebung schöpfen. Benedikt XVI

Joh 20,24-31: Zweifel und Glaube des Thomas

Mk 16,14

Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Joh 20,27

Der Auferstandene schenkt mir diese Berührung mit ihm. Der Glaube an Christus ist in erster Linie persönliche Begegnung mit dieser Person, die sich nicht in Theorien einzwängen lässt. Tun wir dies doch, so besteht die Gefahr, dass wir dem Leben ausweichen, nur Floskeln oder Dogmen aufsagen. Auferstehung erfahre ich nur, wenn ich in Berührung komme und mich berühren lasse. Lass dich von ihm berühren beim Mahl der Herrn und in der Begegnung mit den Nächsten in deinem Alltag. Werde dir seiner Nähe heute immer wieder bewusst.

Jesus opferte sich, und Er verbarg sich unter der Gestalt des Brotes. Jetzt ist Er dort so gegenwärtig – mit Fleisch und Blut, mit Seele und Gottheit -, wie Er Thomas gegenwärtig war, als dieser seine Finger in die Seitenwunde des verklärten Leibes legen durfte. Du aber gehst oft an Ihm vorbei und hast für Ihn nicht einmal den kurzen Gruß übrig, den du einem Bekannten, der dir begegnet, entbietest. Du hast viel weniger Glauben als Thomas! Josemaria

Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Joh 20:28

Er war ein Dickkopf! Aber der Herr wollte gerade einen Dickkopf, um uns dabei zu helfen, etwas noch Größeres zu verstehen. Thomas sah den Herrn, er wurde dazu aufgefordert, seinen Finger in die Male der Nägel zu legen, seine Hand in die Seite zu legen. Und hat er nicht etwa gesagt: „Es ist wahr, der Herr ist auferstanden!“ Nein. Er ist noch darüber hinausgegangen, er hat gesagt: „Mein Herr und mein Gott!“ Er ist der erste der Jünger, der das Bekenntnis zur Göttlichkeit Christi nach dessen Auferstehung ablegt. Und er hat ihn angebetet. Franziskus