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Epheser – Auslegungen

Epheser Kapitel 1

Eph 1,3: Lobpreis Gottes

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns mit seinem Geist reich beschenkt und uns durch Christus Zugang zu seiner himmlischen Welt gewährt. Eph 1:3

Paulus, der die Gemeinde in Ephesus selbst drei Jahre begleitete, beginnt seinen Brief in Gefangenschaft sitzend in Rom mit einem faszinierenden, hymnenhaften Lobpreis Gottes für die Erlösung durch Christus. Lesenswert! Ergreifend! Dazu zwei Gedanken – erstens: Gott braucht dein Lob nicht. Aber du brauchst das Lobgebet. Im Lobgebet wirst du dir der vielen Geschenke Gottes, seiner großen Gnade bewusst. Wir loben ihn im Allgemeinen für seine Liebe, Größe, Gnade, Barmherzigkeit etc. und im Besonderen für sein ganz konkretes Wirken in unserem Leben, das er so wunderbar lenkt. In unserem Gebet sollte das Lob immer an erster Stelle stehen. Zweitens: Auch im Umgang mit unseren Mitmenschen sollten wir stets wahrnehmen und danken was schön am anderen ist, bevor wir gleich mit Erwartungen und Bitten an den anderen herantreten.

Eph 1,7: In Christus leben und sind wir

In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade. Eph 1,7

Paulus gebraucht im Epheserbrief sehr häufig den Ausdruck „in Christus“ bzw „in ihm“. Nicht nur in Eph 1,3-14 sondern auch in Eph 2,5-6.10.13. 21 und Eph 3,6.1. Dass du in Christus bist heißt, dass du in seinem Wirkungsbereich bist, unter dem Einfluss seiner Kräfte stehst. In Christus hast du Frieden. In ihm lebst du. In ihm gehst du durch deinen Alltag. Ihn ihm bist du in all deinen Beziehungen. In Christus hat Gott an dich gedacht. Das ist wahrlich ein großes Geheimnis, dass uns hier offenbart wurde. Es ist nicht so, dass ich hier bin und Christus dort, sondern er ist in mir, so wie ich in ihm bin, Teil seines Leibes. Dieser Verbundenheit täglich neu nach zu spüren ist Geschenk und Aufgabe zugleich. So lebe diesen Tag IN CHRISTUS!

Epheser Kapitel 2

Eph 2,8: Hoffnung auf Gottes Gnade

Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch. Gottes Gabe ist es. Eph 2:8

Zwischen Hoffen und Streben besteht folgender Unterschied: Wir erhoffen Dinge, wenn wir erwarten, sie durch die Hilfe anderer zu erlangen. Die Gnade Gottes erhoffen wir. Wir streben dagegen nach Dingen, wenn wir sie mit eigenen Mitteln aus uns selbst zu erreichen suchen. Die göttliche Barmherzigkeit will, daß wir mit seiner Gnade mitwirken, dass wir mit der Schwäche unserer Einwilligung zur Stärke seiner Gnade einen Beitrag leisten. So ist also unser Hoffen irgendwie vom Streben begleitet, wobei die Hoffnung immer den Vorrang hat. Sie fußt ja auf der göttlichen Gnade. Das Streben, d.h. unser Mitwirken aber ist ein Sprößling der Hoffnung.

Eph 2,10: Alles ist Gnade

Was wir jetzt sind, ist allein Gottes Werk. Er hat uns durch Jesus Christus neu geschaffen, um Gutes zu tun. Eph 2,10

Diese Stelle ist eine Zusammenfassung der paulinischen Rechtfertigungslehre. In drei Versen wird kurz und knackig dargestellt, dass wir nicht durch unsere Werke, unser „Gut-sein“ die Gnade Gottes erlangen, sondern durch Christus. Dass der Mensch nicht aus Werken gerecht wird, bedeutet nicht, dass er keine guten Werke tun soll. Aber sie sind nicht sein Verdienst. Denn die guten Werke werden durch Gottes Liebe vorbereitet, damit sie in deinem Leben der Liebe verwirklicht werden. Ganz wichtig daher für uns: wir müssen stets innerlich wachsam sein, wo Gott solche Werke für uns vorbereitet, damit wir sie im richigen Moment dann erkennen und auch tun. Gesegnet bist du, der du heute in der Gnade Gottes lebst und seine Werke tust.

Eph 2,14: Gottes Friedensbotschaft

Durch Christus haben wir Frieden (Eph 2:14). Als Christen sind wir eins. So hat er zwischen uns Frieden gestiftet (Eph 2:15). Christus ist gekommen und hat seine Friedensbotschaft allen gebracht (Eph 2:17).

Gleich drei mal hintereinander wird hier das Geschenk des Friedens angebracht, dass durch Christus zu uns gekommen ist. Hier geht es über den zwischenmenschlichen Frieden hinaus um den Frieden in deinem Herzen, den du nur in Christus finden wirst, den in ihm wirst du dich auch mit allem aussöhnen, was dunkel in deinem Herzen und in deinem Leben ist. Dieser Friede Christi ist Geschenk an uns, das uns aufruft, verantwortsvoll damit umzugehen. Tun wir dies nicht, können weltliche Dinge uns diesen Frieden rauben. Franz von Sales gibt folgenden Rat: Üben Sie kräftig Ihr Herz in der inneren und äußeren Milde und halten Sie es in Ruhe inmitten der vielfältigen Angelegenheiten, die sich ergeben. Der Friede des Herrn sei mit dir.

Eph 2,16: Frieden mit Gott durch Christus

Christus ist für alle Menschen am Kreuz gestorben, damit wir alle Frieden mit Gott haben. Eph 2:16

Wir wollen das Kreuz Christi wie eine Krone tragen. Denn durch das Kreuz wird ja unser ganzes Heil vollbracht, überall steht dieses Zeichen des Sieges uns zur Seite. Deshalb zeichnen wir es auf die Stirn und auf das Herz. Ist es ja doch das Sinnbild unserer Erlösung sowie der Güte unseres Herrn. So oft du dich also mit dem Kreuz bezeichnest, beherzige alles, was im Kreuz liegt, dämpfe den Zorn und alle übrigen Leidenschaften. Wenn du dich bekreuzigst, erfülle deine Stirn mit großer Zuversicht, mache deine Seele frei. Man darf das Kreuz aber nicht einfach nur mit dem Finger machen, sondern zuerst mit dem Herzen, voll innigen Glaubens. Johannes Chrysostomos

Epheser Kapitel 3

Eph 3,16: Kraft durch den heiligen Geist

Ich bitte Gott, euch aus seinem unerschöpflichen Reichtum Kraft zu schenken, damit ihr durch seinen Geist innerlich stark werdet. Eph 3:16

Zur Erinnerung: Der hl. Geist gebraucht mich zum Guten, er erinnert mich an das Gute und er instruiert mich im Tun des Guten und er stärkt mich bei alledem. Körperlich oder seelisch kostet das Leben in dieser Welt neben all den Freuden immer wieder Kraft. Auch in der Versuchung oder im Tun des Guten sind wir immer wieder schwach. Der heilige Geist stärkt uns sowohl in der Situation des Hinfallens und des Unvermögens, indem er uns wieder aufrichtet, wie auch in der Standhaftigkeit und dem Willen, dass wir gar nicht erst ins Trudeln kommen und mit Freude das Gute tun. Und auch in unseren körperlichen Gebrechen stärkt er uns, so dass wir sie tragen können, ohne daran zu zerbrechen.

Epheser Kapitel 4

Eph 4,1: Gott in unserem Handeln ehren

Lebt so, dass Gott dadurch geehrt wird. Er hat euch ja berufen, seine Kinder zu sein. Eph 4:1

Kapitel 1-3 beschreiben Gottes gnädiges Handeln an uns. Kapitel 4-6 beschreiben Konsequenzen, die sich daraus für unser Leben ergeben. Die Verbindung dieser zwei Briefteile ist wichtig, ansonsten wäre das Christentum eine reine Moral-Religion. Das aber ist das Christentum nicht: wir haben einen Gott, haben einen Leib, eine Hoffnung, einen Glauben und eine Taufe. Aufgrund dieser Gnade, in der Gott uns seine Kinder nennt, entscheiden wir uns immer wieder neu zur Umkehr zum Vater, betrachten kritisch unser Leben und streben nach einem tugendhaften Leben, das Paulus hier facettenreich darlegt: sich nicht über andere erheben, freundlich und geduldig sein, in Liebe aufeinander zugehen, sich um Einheit bemühen u.v.m.

Eph 4,2: Gegen die Überheblichkeit

Überhebt euch nicht über andere, seid freundlich und geduldig! Eph 4:2

Seid euch der eigenen Niedrigkeit bewusst und begegnet den anderen freundlich, habt Geduld miteinander und ertragt euch gegenseitig in Liebe. Eph 4:2

Mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut, einander ertragend in Liebe. Epheser 4:2

Alle Menschen sind dir Brüder und Schwestern. Alle Menschen wurden von Gott in ihrer Einmaligkeit geschaffen. Alle Menschen sind es Wert geliebt zu werden. Alle Menschen machen Fehler. Kein Mensch ist gerecht. „Selig, wer die Schwäche und Mittelmäßigkeit seiner Seele entdeckt, sie eingesteht und sie bis zu seinem letzten Tag vor Gott bekennt“ (Matta Al-Maskin, ägyptischer Mönch). Demut wächst in dir, erstens, wenn du dich unter die Größe des Anlitz Gottes stellst, zweitens, wenn du deine eigenen Schwächen ansiehst und liebevoll annimmst und drittens, wenn du im anderen dein Bruder und deine Schwester erkennst. Amen

Vermeiden Sie es auch, sich zum Richter über die Handlungen anderer aufzuspielen. Wenn Sie andere zurechtweisen, soll es immer mit dem Herzen und mit milden Worten geschehen. Achten Sie beim Tadeln der Fehler darauf, dass Sie in Ihrem Herzen den schwachen Menschen entschuldigen und den Fehler verkleinern. Denn so wirken die Mahnungen am nachhaltigsten. Und hüte dich vor dem Zorn. Ich bin nie in Zorn geraten, so berechtigt er auch gewesen sein mag, ohne dass ich nachher eingesehen hätte, es wäre besser gewesen, ich wäre nicht zornig geworden. Franz von Sales

Wir müssen den Nächsten in Gott betrachten, denn Er will ja, daß wir ihn lieben und gut zu ihm seien.

Wir sind alle unterschiedlich. Und da ist es nur natürlich, dass es auch mal emotional knistert. Die Last des anderen tragen bedeutet hier: ihn zu ertragen in seinen Macken, Schwächen, seinem Charakter und seiner Art. Ihn wie er ist und redet und wirkt, lebt und fühlt, ihn, so wie er ist und nicht, wie ich ihn gerne haben würde! Den anderen Menschen so annehmen wie er ist, auch wenn mich manches nervt. „Die Last des Andern tragen heißt, die geschöpfliche Wirklichkeit des Andern ertragen, sie bejahen und in ihrem Erleiden zur Freude an ihr durchdringen.“ (Bonhoeffer) Und bedenke: auch du gehst anderen auf die Nerven. Was uns als Christen verbindet, ist nicht unbedingt, dass wir uns alle auf Anhieb so toll und sympathisch finden, sondern es ist Jesus Christus. Er ist das Haupt, das die Gemeinschaft stiftet.

Bleibe vor Gott und den Menschen immer demütig in der Liebe. Bemühe dich, stets die Demut und die Liebe beständig zu halten, denn sie sind die Säulen des geistlichen Baues, und alle anderen sind von ihnen abhängig. Sei stets in der Demut und der Liebe. Die eine ist die tiefste, die andere die höchste. Die Beständigkeit eines Hauses hängt vom Fundament und vom Dach ab. Wenn wir unser Herz immer auf die Ausübung dieser beiden Tugenden ausrichten, werden wir keine Schwierigkeiten in den andern haben. Diese beiden sind die Mütter aller Tugenden, sie folgen ihnen wie die kleinen Küken ihren Müttern folgen. Pater Pio

Wie gehe ich mit diesem Unterschied um zwischen dem, wie es ist und dem, wie ich es mir wünschen würde. Beispiele: Ich würde gerne von allen anerkannt werden, aber ich werde es nicht. Ich würde gerne alles richtig machen, aber ich tue es nicht. Solche Erkenntnis tut weh. Wer sanftmütig werden will, muss leidensfähig sein. Anstatt aus dem Unterschied Hass und Wut auf sich oder andere zu entwickeln, wird der Sanftmütige das Schmerzhafte an diesem Unterschied empfinden und bewusst betrauern, sowie versuchen, die guten Seiten zu erkennen, mag der Ist-Zustand auch noch so schlecht sein. Das führt dazu, dass wir dass annehmen, was ist. Macken, Fehler und Probleme sind schlicht Bestandteil unserer Welt. Und so haben auch die Menschen ihre Fehler und Macken. Das Besondere ist: Gott nimmt diese Welt an, so wie sie ist. Er akzeptiert auch unvollkommene Menschen. Und so sollen es auch wir tun. Der christliche Glaube ist eine Einladung, mit den Unvollkommenheiten der Welt sanftmütig umzugehen, sowohl mit den eigenen wie auch mit den Unvollkommenheiten des anderen.

Das beste Selbsterfahrungsseminar ist die intensive Beziehung zu einem anderen Menschen. Erst in der Begegnung mit einem Gegenüber bemerke ich, wer ich wirklich bin. Und wenn es in der Beziehung mit einem anderen Menschen schwierig wird, dann hat das immer auch etwas mit mir selbst zu tun.

Eph 4,2: Geduld üben

Seid freundlich und geduldig! Eph 4:2

Wenn wir mit den anderen Geduld haben müssen, so müssen wir sie auch mit uns selbst und unserer Unvollkommenheit haben. Wir müssen unsere eigene Unvollkommenheit mit Geduld ertragen, nicht aber sie lieben. Wir müssen die Wahrheit bekennen, daß wir arme Menschen sind. Sollen wir deshalb nun in Unruhe oder Verwirrung geraten, hastig werden oder uns betrüben? Nein, gewiß nicht. Unsere Unvollkommenheit muß uns bis zum Grab begleiten. Wir können nicht gehen, ohne die Erde zu berühren. Wir dürfen uns nicht auf die Erde hinlegen oder uns dort wälzen, aber wir dürfen auch nicht ans Fliegen denken. Franz von Sales

Wenn wir in der Welt leben, auch wenn wir sie nur mit den Füßen berühren, ist es uns nicht möglich, von ihrem Staub nicht beschmutzt zu werden.

Eph 4,15: In Christus wachsen

In aller Wahrhaftigkeit wollen wir in Liebe wachsen in allem in den hinein, der unser Haupt ist, Jesus Christus. Eph 4,15

Solange dein Leben dauert eile eifrig Jesus nach! Die Liebe schreitet immer voran. Die heilige Liebe kann in uns ohne Ende vervollkommnet werden, ohne jedoch je unendlich werden zu können, da ihr Gegenstand Gott ist. Sie kann mehr und mehr und immer mehr gesteigert werden, nie aber unbegrenzt. Gott selbst ist es dabei, der das Wachstum der Liebe in uns bewirkt, je nach dem Gebrauch, den wir von seiner Gnade machen. Nicht aus eigener Kraft treibt die Liebe einem Baum gleich ihre Äste. Gott ist es, der in einer Seele die Liebe vermehrt.

Wahrheit und Liebe zusammen ist oft eine Herausforderung z.B. beim Familienzwist: Soll ich Liebe zeigen und geduldig den Mund halten, schwierige Themen liebevoll bedecken oder alle Harmoniesucht überwinden und endlich mal ungeschminkt die Wahrheit sagen, Tacheles reden, was uns vielleicht Streit bringt, aber vielleicht auch einen Schritt weiter? Je mehr Liebe, desto weniger Wahrheit und umgekehrt? Ist dem so? Nein, es geht anders. Das zeigt uns Jesus. Er ist immer klar in der Sache (=Wahrheit), aber er fordert nicht und schimpft nicht, sondern bittet (=Liebe). Alles, was er von anderen erwartet, macht er selber vor. So wird aus dem Entweder-Oder von Liebe und Wahrheit ein Sowohl-als-Auch. So sei es auch in unserem Leben

Schicke mir im rechten Augenblick jemanden, der den Mut hat, mir die Wahrheit in Liebe zu sagen. Antoine de Saint-Exupery

Eph 4,24: Christus anziehen

Lebt nicht länger wie Menschen, die Gott nicht kennen (Eph 4:17). Zieht das neue Leben an, wie ihr neue Kleider anzieht (Eph 4:24).

Auch in dieser Stelle geht es nicht in erster Linie darum, dass wir moralisch immer besser werden. Ganz ehrlich, wir wissen doch alle, dass wir uns immer wieder auch verfehlen und versagen werden. In erster Linie geht es hier darum Christus als neuen Menschen anzuziehen und sich erst dadurch in der Folge zum Guten verändern zu lassen. Er, der selbst rein war, hat das Gewand der Sünde angezogen, d.h. beladen mit der Schuld der Welt wurde er gekreuzigt. Durch ihn sind wir gerecht vor Gott. Den neuen Menschen anzuziehen bedeutet Christus anzuziehen, an seine Heilsbotschaft zu glauben. Menschen die Gott kennen, wissen, dass seine Barmherzigkeit groß ist, dass egal was passiert ist oder passieren möge, da diese Zusage dasteht: Du bist mein geliebter Sohn. Du bist meine geliebte Tochter. Ziehe dir heute und immerdar Christus an.

Eph 4,26: Gegen den Zorn

Die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn. Eph 4:26

Nicht zornig zu werden ist eine gute Sache. Sollte dich der Zorn aber einmal überfallen, dann darf dein Tag, der davon überschattet wurde, nicht in diesem Schatten enden. Denn es heisst: Lass die Sonne nicht untergehen über eurem Zorn. Sonst könnte es sein, das der Schatten sich über dein Leben verbreitet. Weshalb einen Menschen verabscheuen, wenn er dir weh getan hat? Nicht dieser Mensch ist schuldig, sondern der Teufel. Verabscheue die Krankheit, doch nicht den kranken Menschen. Apophthegmata

Eph 4,29: Gute Worte sagen

Redet nicht schlecht voneinander, sondern habt ein gutes Wort für jeden, der es braucht. Was ihr sagt, soll hilfreich und ermutigend sein, eine Wohltat für alle. Eph 4,29

Gott allein gebührt Lob und Ehre. Das gilt es zuerst fest zu halten. Zu viel Lob tut einem selbst und dem anderen nicht gut. Dennoch sind wir dazu berufen, andere Menschen durch anerkennende Worte aufzubauen und zu ermutigen, nicht um ihr Ego zu mehren, sondern ihr Geliebtes sein durch Gott als seine Kinder näher zu bringen. Echt gemeinte Komplimente sind wirkungsvolle Kommunikatoren der Liebe. Wenn wir unsere Sinne und unser Auge schulen, so werden wir stets am anderen Dinge finden, die es lohnenswert machen, ihn dafür Anerkennung entgegen zu bringen. In unserer Herzen wohnt immer noch das Kind in uns, dass sich nach bedingungsloser Liebe sehnt. Schau heute, wem du Wort der Anerkennung entgegen bringen kannst, die dein Gegenüber eben gerade heute und hier von dir braucht.

Wenn ein Bruder von einem andern Übles redet vor dir, hüte dich, dich von ihm einschüchtern zu lassen und zu sagen: Ja, es ist so. Sondern entweder schweige oder sage zu ihm: Bruder, ich bin selbst verdammt und kann einen andern nicht richten. So rettest du dich selbst mit dem andern. Apophthegmata

Wir geraten häufig in Situationen, in denen ein anderer über irgendjemand etwas erzählt. Wir wissen dann oft nicht, wie wir uns verhalten sollen. Wir wollen nicht urteilen, aber auch den, der uns von anderen Menschen erzählt, nicht bloßstellen. Die Mönche raten, entweder zu schweigen oder aber auf sich selbst zu verweisen: Ich bin selbst schwach. Ich habe den gleichen Fehler wie der andere. Ich kann nicht über andere richten. Dann beschäme ich den anderen nicht. Aber ich ermutige ihn dennoch, vom Reden über andere zu lassen. Ich erweise mir, dem Erzähler und dem, über den gerade geredet wurde, etwas Gutes, etwas, was für heisam ist. Anselm Grün

Eph 4,30: Liebe, Liebe, Liebe

Tut nichts, was den Heiligen Geist traurig macht. Eph 4:30

Den heiligen Geist macht alles traurig, was der Liebe widerspricht: Wut, Zorn, Bitterkeit, einander anschreien, über andere schlecht reden, jede Feindseligkeit. Den heiligen Geist macht alles froh, was aus der Liebe hervorgeht: Freundlichkeit, Barmherzigkeit, Vergebung, liebevoller Umgang. In allem sollen wir als Gottes Kinder seinem Vorbild folgen. Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden. Die beste Grundlage dafür ist das Lesen in der heiligen Schrift, vor allem in den Evangelien. So versuchen wir heute nichts zu tun, was den heiligen Geist traurig macht.

Eph 4,32: Vergebt einander

Vergebt euch gegenseitig, wie auch Gott euch durch Christus vergeben hat.‭ Eph 4:32

Vergeben bedeutet nicht gutheißen, was uns zugefügt wurde. Nur wo etwas schlecht war, ist Vergebung überhaupt angebracht. Doch solange wir nicht vergeben wollen, bleiben auch wir selbst in der Fessel verhaftet, in die uns die Sünde des anderen geschlagen hat. Und wir bleiben darin gefangen. Es kann manchmal sehr lange dauern, bis man bereit ist, Vergebung zu schenken. Der Anfang ist gemacht, wenn der Wunsch zu vergeben in uns aufkeimt. Er holt uns aus der Passivität und löst die uns angelegte Fessel. Wir beginnen wieder unsere Würde in Anspruch zu nehmen, die der andere verletzt hat. Wir gelangen allmählich wieder zum Eigenbesitz unserer selbst. Achten wir auf unser Herz, dass es die Härte, die der Vergebung oft im Weg steht, überwindet. Denn: “

Herzenshärte ist das Schändlichste von allem, weil sie keine Barmherzigkeit kennt, nichts von Liebe wissen will und weil sie nichts Gutes wirken kann. Hildegard von Bingen

Menschliches Miteinander kann nur aus der Vergebung heraus bestehen. Vergebung reinigt immer wieder die Atmosphäre und auch die Seele. So kann ich den andern wieder bedingungslos lieben, ohne inneren Vorwurf. Wenn Vergebung nicht geschieht, dann wächst die gegenseitige Aversion. Und irgendwann hat man den Eindruck, dass die Liebe in Hass umgeschlagen ist. Die Vergebung heißt zunächst, dass ich mich von der negativen Energie befreie, die durch die Verletzung in meiner eigenen Seele herumschwimmt und sie verunreinigt. Dann bedeutet Vergebung, dass ich die Verletzung beim andern lasse. Ich gebe sie weg. Ich kreise nicht mehr um sie. Ich benutze die Verletzung nicht als Vorwurf gegen den andern, sondern vergebe sie. Die Vergebung geschieht aber nicht aus einer Position des Stärkeren heraus. Immer vergebe ich zugleich mir selbst und dem andern. Nur dann geschieht die Vergebung so, dass der andere sie annehmen kann.

Vergebung ist keine einmalige Sache, Vergebung ist ein Lebensstil. Martin Luther King

Epheser Kapitel 5

Eph 5,1: Gottes Nachahmer werden

Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, gleichwie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat . Eph 5:1‭-‬2

Wir predigen, wie sehr Gott uns annimmt, versteht und verzeiht. Doch sind wir dafür das lebendige Beispiel? Sieht man bei uns diese lebendige Offenheit, dieses lebendige Verständnis, und dieses lebendige Verzeihen? Seien wir aufrichtig in unseren gegenseitigen Beziehungen. Haben wir den Mut, einander anzunehmen, wie wir sind. Seien wir nicht erstaunt über unser Versagen oder das der anderen und räumen wir ihm keinen zu großen Platz ein. Schauen wir vielmehr auf das Gute, das in jedem von uns ist. Erspüren wir es, denn jeder von uns wurde nach dem Bild Gottes geschaffen. Wappnen wir uns mit viel Geduld gegenüber unseren Fehlern und unserem Versagen. Bediene dich deiner Zunge nur um des Wohles der anderen willen, denn wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund. Wir müssen zuerst etwas im Herzen tragen, bevor wir etwas geben können. (Teresa von Kalkutta)

Christus hat niemanden auf Erden außer euch, keine Hände außer euren, keine Füße außer euren, deine Augen sind es, durch die man auf Christi Erbarmen gegenüber dieser Welt blickt, deine Füße sind es, mit denen Er herumgeht, um Gutes zu tun, deine Hände sind es, mit denen er die Menschen jetzt segnet.

Es ist notwendig, dass eure Grundlage aus mehr besteht als Gebet und Kontemplation. Wenn ihr nicht nach Tugenden strebst und sie auch praktizierst, dann werdet ihr immer Zwerge bleiben. So seid also erfüllt mit Gebet, nicht um Vergnügung zu suchen, sondern um die Stärke des Dienens willen. Maria und Martha müssen sich vereinigen. Teresa von Ávila

Eph 5,8: Leben im Licht

Weil ihr mit dem Herrn verbunden seid, seid ihr im Licht. Darum lebt nun auch wie Menschen, die zum Licht gehören! Eph 5:8

Christus selbst sagt: „Ich bin das Licht der Welt!“ Wir sind im Licht, d.h. in Christus, der uns erhält und nichts bei uns im Dunkel belässt. Gerade auch unsere dunklen Schattenseiten können wir ihm hinhalten. Er erleuchtet und reinigt sie, damit wir als Menschen, die dem Licht gehören, den Willen Gottes tun können. Das können wir nie aus uns heraus, sondern nur aus dem Licht. Achtet also genau darauf, wie ihr lebt und begreift, was der Herr von euch will. Der Wille Gottes ist der wichtigste Dreh- und Angelpunkt in deinem Leben und nicht, was du von Gott willst. Den Willen Gottes erkennen wir im üblichen aber nicht durch mystische Offenbarungen, sondern indem wir uns im Gebet durch Gottes Geist erfüllen lassen.

Sprich heute im Gebet in Bezug auf eine ganz konkrete Situation: Vater, dein Wille geschehe.

Eph 5,15: Sich klug verhalten

Verhaltet euch klug. Eph 5:15

Klug ist nur die Einsicht, die zur Tat wird. Die gute Absicht reicht für ein gutes Handeln nicht aus, es muss in die Tat umgesetzt werden. Ich überlege mir z.B. wie ich heute konkret mit einer Person umgehen kann, die mir Schwierigkeiten bereitet. Klugheit überlegt, welche Handlungen zu welchem Ergebnis führen werden und wählt die Handlung aus, die zum gewünschten Ziel führt. Mit diesen Überlegungen und im Gebet gehe ich dann in diese Begegnung. Das ist praktische, vorausschauende Klugheit, die verhindert dass ich allein durch meine Stimmungen und Leidenschaften bestimmt werde. Jeder Tag bietet hier zahlreiche Möglichkeiten.

O Tage der Arbeit und des Einerleis, ihr seid gar nicht so eintönig für mich, denn jeder Augenblick verschafft mir neue Gnaden und neue Möglichkeiten, Gutes zu tun. Faustina

Eph 5,15: Achte darauf wie du lebst

Achtet also genau darauf, wie ihr lebt: nicht wie unwissende, sondern wie weise Menschen. Eph 5:15

Lebe einfach! Lebe wesentlich! Weisheit ist der Blick aufs Wesentliche. „Ein Mensch mit einfachem Herzen sucht im gegenwärtigen Augenblick zu leben, jeden Tag als ein Heute Gottes zu empfangen.“ (Frère Roger) Wir denken uns unser Leben häufig zu kompliziert. Gehe in aller Einfachheit deinen Weg. Wenn du aufstehst sprich: „Gott, du bist da. Ich bin da. Fangen wir an.“ Verwende deine Aufmerksamkeit nur auf wichtige Dinge; zerpflücke nicht so sehr Kleinigkeiten! Suche nicht nach komplizierten Wegen; nimm den Weg der Schlichtheit, gehe Schritt für Schritt. Und habe Vertrauen. Jesus sagt: „Ich selbst werde euch Weisheit geben.“ (Lk 21,15) .

Eph 5,17: Den Willen des Herrn verstehen

Versteht, was der Wille des Herrn ist. Eph 5,17

Gottes Wille ist es, dass du dich ihm in Jesus Christus täglich hingibst. Nicht weil er deine Hingabe braucht, sondern weil du dieser Hingabe deiner selbst an ihn brauchst. Es wäre unvernünftig, Gott zu sagen, dass wir ihm vertrauen, ihm aber nicht ganz angehören wollen. Wir gehören ihm ganz! Gott ist nie nur etwas Zusätzliches oder das Sahnehäuptchen deines Lebens. Bei all dieser Hingabe haben wir allerdings nicht nur einmal auch Wünsche bzw. einen Willen, der dem göttlichen Willen entgegen ist. Das liegt im freien Willen begründet und dadurch befinden wir uns lebenslang immer wieder in einem Zustand des Ringens, einem geistlichen Kampf. Immer wieder neu entscheiden wir uns zu sagen: Ich will das, was Du willst, ohne mich zu fragen, ob ich es kann. Ohne mich zu fragen, ob ich Lust darauf habe. Ohne mich zu fragen, ob ich es will.

Eph 5,20: Danket allzeit

Im Namen unseres Herrn Jesus Christus dankt Gott, dem Vater, zu jeder Zeit und für alles! Eph 5:20

Die wahre Lebenstiefe besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen. Ein Sonnenaufgang, geliebte Menschen, die mich umgeben und an mich denken, das Lächeln und die unverstellte Freude eines Kindes, ein gutes Essen, ein schöner Spaziergang oder ein tolles Lied uvm. Ich stehe immer in Gefahr dieses Alltägliche als selbstverständlich hin zu nehmen. Dankbarkeit wächst, wenn ich gerade in diesen scheinbaren Kleinigkeiten das ganz Große, das Geschenk sehen lerne. Nehme heute mal wieder ganz bewusst diese kleinen und doch so großen Geschenke wahr.

Eph 5,25: Liebt eure Frauen

Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Jesus Christus seine Kirche liebt. Eph 5,25

Gott selbst war es, der mit unsichtbarer Hand das heilige Band eurer Ehe knüpfte. Die erste Wirkung dieser Liebe ist die unlösbare Einheit eurer Herzen. Die zweite Wirkung dieser Liebe muß die unverletzliche Treue zueinander sein. Eure Liebe zueinander soll immer stärker und inniger werden. Im übrigen sollen sie sich so gut vertragen, daß sie einander nie zürnen, daß es nie Streit oder Zank zwischen ihnen gibt.Ihr Frauen, liebt eure Männer, wie die Kirche ihren Heiland liebt!

Eph 5,31-32: Das geoffenbarte Geheimnis

Ein Mann verlässt seine Eltern und verbindet sich so eng mit seiner Frau, dass die beiden eins sind mit Leib und Seele. Das ist ein großes Geheimnis. Ich deute dieses Wort auf die Verbindung zwischen Christus und seiner Gemeinde. Eph 5:31‭-‬32

Paulus benutzt das Wort Geheimnis in keinem Brief so häufig wie im Epheserbrief. Insgesamt sechsmal spricht er davon (1,9; 3,3.4.9; 5,32; 6,19).Paulus benutzt diesen Begriff im Sinn von einer bisher nicht geoffenbarten Wahrheit, die jetzt bekannt ist: das Heil in Jesus Christus. Im engeren Sinne ist es ja dann kein Geheimnis mehr, im weiteren Sinne beinhaltet das Wort Geheimnis auch den Gedanken, dass die geoffenbarte Wahrheit so wunderbar und überwältigend ist und das ist sie (!!!), dass sie denjenigen, der sie annimmt immer wieder demütigt und in Staunen versetzt: die innige Verbindung zwischen Christus und uns, die jegliches Verstehen übersteigt.

Epheser Kapitel 6

Eph 6,7: Arbeiten für den Herrn

Arbeitet mit Freude als Christen, die nicht den Menschen dienen, sondern dem Herrn. Eph 6:7

Dienst du in deiner Arbeit Gott, so erfüllt dich das mit Freude, die ein Schutzwall ist, wenn du mal wieder zum Meckern und Jammern neigst. Deine Arbeit verliert den Charakter der Sklaverei, wenn du dich entschliesst, sie trotz aller Schwierigkeiten zu lieben. Meine Schüler würden sofort merken, wenn ich lustlos zur Arbeit käme. Begeistern kann nur der, der selbst begeistert ist oder um es mit Aristoteles zu sagen: „Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten“. Also: auch wenn bei dir an der Arbeit einiges im Argen liegt, versuche jene Dinge ins Bewußtsein zu rücken, die dir Freude bereiten. Und denke daran: Er wird euch ans Ziel bringen, euch Kraft und Stärke geben und dafür sorgen, dass ihr fest und sicher steht. (1. Petrus 5:10)

Eph 6,10: Stark im Herrn

Werdet stark, weil ihr mit dem Herrn verbunden seid! Eph 6:10

Im Übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Eph 6:10

Du bist äußeren Stress-Umständen nie restlos ausgeliefert, sondern kannst deine Widerstandskraft stärken. Klar: Stress kann auftreten, wenn es nicht so läuft, wie ich es will. Aber: nicht immer dann, wenn es nicht so läuft wie ich es will muss Stress unbedingt auftreten!!! Darin liegt unsere Eigenverantwortung. Stärken wir unsere Widerstandskraft, sind wir mit uns selbst und den anderen im echten Kontakt, so gehen wir mit Streß anders um. Darin liegt unsere Kraft und Chance. Neben vielen, vielen anderen Dingen wird unsere Kraft v.a. durch die Beziehung zu Jesus gestärkt. Hören wir ihn, wenn er uns ruft.

In Gott selbst ist die Seele des Gläubigen verankert. Diesen Anker kann niemand ausreißen. Damit wird Gott zur Stärke. Alle Stärke, die ich habe, gehört dir. Darum suche ich Hilfe bei dir, der sie gewähren kann. Alle meine Stärke ruht in dir. Darum überlasse ich alles ganz deinen Händen. Ich kann mit innerem Frieden darüber hinwegkommen, dass die Menschen mein Tun missdeuten und entstellen, wenn nur mein Gewissen mir bezeugt, dass du auf meiner Seite bist.

Eph 6,11: Der geistliche Kampf

Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an. Eph 6:11

Das Gebet ist das Schild und das Schwert. Apophthegmata

Das Gebet ist dein Schild. Es schützt dich vor äußeren und inneren Bedrängnissen, vor dem Trübsal der Seele u.v.m. Das Gebet ist dein Schwert. Es hilft dir im Kampf gegen Versuchungen und innere Leidenschaften. Sie wird es immer geben, Gott aber gibt dir darin die notwendige Kraft. Geistliches Leben ist immer auch geistlicher Kampf.

Christliches Leben ist auch Kampf, in dem wir mit dem Ringen, was uns davon abhalten möchte, das Bild zu leben, das Gott sich von uns gemacht hat. In diesem Kampf treten wir dem Bösen entgegen, das in der Welt gegenwärtig ist, in einem jeden einzelnen von uns und in unserer Umgebung. Es geht um einen geistlichen Kampf, der gegen die Sünde gerichtet ist. Dieser Kampf ist nicht ohne, das erlebt ein jeder von uns ja immer wieder. Aber Gott gibt uns Waffen an die Hand, um in diesem Kampf bestehen zu können. Im Bild eines römischen Kriegers werden uns verschiedene geistliche Waffen in diesem Kampf von Paulus empfohlen, um die es in den nächsten zwei Tagen gehen soll.

Eph 6,14-15: Waffe Nr. 1-3

Bleibt standhaft! Die Wahrheit ist euer Gürtel und Gerechtigkeit euer Brustpanzer. Tragt an den Füßen das Schuhwerk der Bereitschaft, das Evangelium des Friedens zu verbreiten. Eph 6, 14-15

• Gürtel der Wahrheit: Jesus selbst sagt „Ich bin die Wahrheit!“. Wenn wir uns mit Jesus umgürten, dann ist das der beste Schutz im geistlichen Kampf.

• Brustpanzer der Gerechtigkeit: Wir alle wissen, dass es nicht unsere eigene Gerechtigkeit ist, sondern unser Gerechtsein in Jesus Christus. Vertrauen wir ihm!

• Füße der Verkündigungsbereitschaft: das Evangelium des Friedens bezieht sich auf die frohe Botschaft, dass wir durch Christus Frieden mit Gott haben und er an unserer Seite ist. Verkündigen wir das!

Eph 6,16-17: Waffe 4-6

Verteidigt euch mit dem Schild des Glaubens, an dem die Brandpfeile des Teufels wirkungslos abprallen. Die Gewissheit, dass euch Jesus Christus gerettet hat, ist euer Helm, der euch schützt. Und nehmt das Wort Gottes. Es ist das Schwert, das euch sein Geist gibt. Eph 6,16-17

• Schild des Glaubens: meint im Kern das grundsätzliche Vertrauen auf Gott.

• Helm des Heiles: Die Gewissheit des Gerettetetseins in Jesus Christus schützt den Kopf. Der Gläubige muss sich seiner Stellung in Christus genauso bewusst sein, als wäre es ein Helm, den er tatsächlich auf dem Kopf trägt.

• Schwert des Wort Gottes: Der letzte Waffe ist die einzige offensive Waffe, das Schwert des Wort Gottes. Darum lasst uns die Worte der heiligen Schrift in unseren Herzen bewahren.

Eph 6,20: Gottes Gesandter

Ich bin ja als Gottes Gesandter für das Evangelium tätig. Eph 6:20

Bei ihm sein und als Gesandter auf dem Weg zu den Menschen, das gehört zusammen. Bei ihm sein und gesandt sein, das ist nicht voneinander zu trennen. Nur wer bei Ihm ist, lernt ihn kennen und kann ihn recht verkünden. Und wer bei ihm ist, behält es nicht für sich, sondern muß weitergeben, was er gefunden hat. Es geht ihm wie dem Andreas, der seinem Bruder Simon sagte: Wir haben den Messias gefunden. Der Evangelist fügt hinzu: Und er führte ihn zu Jesus. Benedikt XVI

Eph 6,23: Briefschluß

Euch, meinen lieben Brüdern und Schwestern, wünsche ich Frieden, Liebe und immer stärkeren Glauben. Das schenke euch Gott, unser Vater, und Jesus Christus, unser Herr. Eph 6:23‭

Meist beschäftigen wir uns ja mit einzelnen Abschnitten der Bibel oder einzelnen Versen. Es ist etwas ganz besonderes, wenn man mal bei einem Kaffee in aller Ruhe und Besinnung einen Brief wie den Epheserbrief als Ganzes liest. Nur so können wir, so denke ich, seinen Geist als Ganzes atmen. Ich mache es viel zu selten, obwohl z.B. der Epheserbrief je nach Lesegeschwindigkeit in ca. 1/2 Stunde durch zu lesen ist und ich dagegen 2 Stunden Zeit habe Fußball zu schauen. Ich möchte uns ermuntern, in einer ruhigen Zeit den Brief als Ganzes zu lesen. So möchte ich mit dem letzten Vers 6,24 diese Reihe schließen:

Gottes Gnade sei mit allen, die unseren Herrn Jesus Christus lieben, und schenke ihnen unvergängliches Leben. Eph 6,24