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Inhaltsverzeichnis

Apostelgeschichte – Auslegungen

Himmelfahrt / Geistausgießung (Apg Kap 1)

Apg 1,3: Vorwort

Während vierzig Tagen sahen sie ihn immer wieder, und er redete mit ihnen über Gottes Reich. Apg 1:3

Die Himmelfahrt Christi geschah 40 Tage nach seiner Auferstehung. Es geht nicht darum, ob diese Tagesanzahl historisch exakt ist, sondern darum die theologische Wahrheit dahinter zu begreifen. 40 Tage bezeichnet eine heilige Zeit, erinnert an 40 Tage Sinflut, 40 Jahre Wüstenwanderung, 40 Tage Mose auf dem Berg Sinai und 40 Tage Jesu in der Wüste. Die Nennung der 40 Tage unterstreicht die Wichtigkeit dieses Ereignisses. Auch, wenn ich mich wiederhole, aber das ist der Kern: das Wichtigste an der Himmelfahrt ist, zu verstehen, dass Jesus dadurch zum vollkommen Gegenwärtigen wird, dass sich folgende Verheißung gerade durch die Himmelfahrt erfüllt hat:Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt. Mt 28,20

Apg 1,8: Zeugen sein

Ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde! Apg 1:8

Der auferstandene Christus braucht Zeugen, die ihm begegnet sind, Menschen, die ihn durch die Kraft des Heiligen Geistes zutiefst kennengelernt haben. Menschen, die von ihm Zeugnis geben können, weil sie ihn sozusagen mit eigenen Händen berührt haben. Durch die Zeugen ist die Kirche aufgebaut worden. Jeder Christ kann und soll auf seine Weise Zeuge des auferstandenen Christus sein. Wenn wir die Namen der Heiligen lesen, können wir sehen, wie oft es sich bei ihnen vor allem um einfache Menschen gehandelt hat und das gilt auch heute noch: Menschen, von denen ein strahlendes Licht ausgeht, das zu Christus hinzuführen vermag. Benedikt XVI

Apg 1,9: Weggehen und Kommen

Er wurde vor ihren Augen in den Himmel emporgehoben. Apg 1:9

Es ist nicht so, dass Himmelfahrt bedeutet, dass Jesus von der Erde in den Himmel geht, wie von A nach B. Er ist schlichtweg bei der Himmelfahrt nicht weg gegangen, sondern gerade dadurch in eine Seinsweise eingetreten, in der er für immer bei uns und für uns da ist. Sein scheinbares Weggehen ist also sein eigentliches Kommen. Nun ist er nicht mehr an einer einzelnen Stelle der Welt wie vor der Himmelfahrt, nun ist er für alle und allerorten mit seiner raumüberschreitenden Macht gegenwärtig und rufbar. Christus beim Vater ist nicht fern von uns, höchstens sind wir fern von ihm. Benedikt XVIIch gehe und ich komme zu euch. Joh 14,28

Eine Wolke nahm ihn auf von ihren Augen weg. Und als sie unverwandt zum Himmel blickten, während er dahinfuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißer Kleidung bei ihnen. Apg 1:9‭-‬10

Auch die Wolke ist nicht unbedingt biologisch zu verstehen, sondern wie mit den 40 Tagen hat sie eine theologische Aussagekraft. Im alten Testament ist die Wolke stets Zeichen für die verhüllte aber unmittelbare Gegenwart Gottes. “Gott ist aufgefahren mit Jauchzen.” (Ps 47,6) Wir dagegen sind aufgerufen, auf der Erde zu bleiben und gleichzeitig zum Himmel emporzuschauen, unsere Aufmerksamkeit, unsere Gedanken und unser Herz auf das unaussprechliche Geheimnis der Gegenwart Gottes auszurichten, auf die wir seit unserer Erschaffung ausgerichtet sind. In ihr ist der endgültige Sinn unseres Lebens enthalten. So liegen wir nicht zerbrochen am Boden, sondern sind im Leben “Stehende”, wissend um das Geheimnis, dass der Herr dauernd im Kommen ist, dass wir uns von daher sicher und allem gewachsen wissen.

Die meisten Fehler kommen daher, dass wir uns nicht genug in der Gegenwart Gottes aufhalten. Franz von Sales

Apg 1,11: Auf neue Weise da

Was steht ihr hier und starrt nach oben? Apg 1:11

Die Himmelfahrt Jesu heißt nicht, dass er Abschied nimmt, sondern dass der Herr auf neue Weise unter uns lebt und jedem von uns nahe ist. Durch seine Himmelfahrt trat Jesus in eine Seinsweise ein, durch welche er auf ganz neue Art und Weise des “Für-uns-da-sein” eintritt. Nun thront er mit dem Vater in der Höhe und ist zeitgleich ganz bei uns. Seitdem kann jeder Mensch (!) an jedem Ort (!) und zu jeder Zeit (!) in eine Beziehung mit ihm treten: im herzerfüllten Gebet und im Empfang seines Leibes in der Gestalt des Brotes.

O Wunder, o Güte Gottes! Der mit dem Vater in der Höhe thront, wird gleichzeitig von allen in Händen gehalten und überläßt sich selbst allen, die ihn aufnehmen und umfangen wollen. Chrysostomus

Thomas von Aquin über die Himmelfahrt Christi

Die Himmelfahrt Christi war aus drei Gründen […] im Einklang mit der Vernunft: Erstens gebührte ihm der Himmel aufgrund seiner Natur. Denn es ist naturgemäß, dass jedes Wesen dorthin zurückkehrt, wo es seinen Ursprung hat. Nun hat Christus seinen Ursprung in Gott, der über allem steht. Jesus sagt nämlich zu seinen Aposteln (Joh 16,28): „Vom Vater bin ich ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.“ […] Auch die Heiligen steigen zum Himmel auf, jedoch nicht auf die gleiche Weise wie Christus; Christus ist nämlich aus eigener Kraft in den Himmel aufgefahren, während die Heiligen als von Christus Emporgezogene hinauffahren. Deshalb sagen wir mit der Braut des Hoheliedes zu ihm (vgl. 1,4): „Zieh uns her hinter dir!“ Man kann auch sagen, dass niemand außer Christus in den Himmel aufsteigt. Christus ist nämlich das Haupt der Kirche, und die Heiligen steigen nur in den Himmel auf, weil sie seine Glieder sind. Zweitens musste der Himmel Jesus Christus seines Sieges wegen zuteilwerden. Christus wurde nämlich in die Welt gesandt, um gegen den Teufel zu kämpfen, und er ging siegreich aus dem Kampf hervor: „Ich habe gesiegt“, spricht Jesus, „und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt“ (vgl. Offb 3,21). Schließlich hatte Christus seiner Demut wegen verdient, im Himmel zu sein: In der Tat gibt es keine Demut, die so tief wäre, wie die Demut Christi; denn da er Gott war, wollte er Mensch werden; da er Herr war, wollte er Sklavendasein annehmen, wurde gehorsam bis zum Tod (vgl. Phil 2,7–8) und stieg hinab bis in die Hölle: Also verdiente er es auch, bis zum Himmel, zum Thron Gottes, erhoben zu werden. Demut ist nämlich der Weg, der zur Erhöhung führt. Denn „wer sich selbst erniedrigt“, sagt der Herr (Lk 14,11), „wird erhöht werden.“ Und der hl. Paulus schreibt an die Epheser (4,10): „Derselbe, der herabstieg, ist auch hinaufgestiegen bis zum höchsten Himmel

Benedikt XVI über die Himmelfahrt Christi

Was will uns also das Fest der Himmelfahrt des Herrn sagen? Es will uns nicht sagen, daß der Herr irgendwohin, weit weg von den Menschen und der Welt, gegangen ist. Die Himmelfahrt Christi ist keine Weltraumfahrt zu den fernsten Gestirnen; denn im Grunde genommen bestehen auch die Gestirne, ebenso wie die Erde, aus physischen Elementen. Die Himmelfahrt Christi bedeutet, daß er nicht mehr der Welt der Vergänglichkeit und des Todes angehört, die unser Leben bedingt. Sie bedeutet, daß er vollkommen Gott gehört. Er – der ewige Sohn – hat unser Menschsein vor das Angesicht Gottes getragen, er hat das Fleisch und Blut in einer verwandelten Gestalt mit sich getragen. Der Mensch findet Raum in Gott; durch Christus wurde das menschliche Sein in das innerste Leben Gottes selbst hineingenommen. Und da Gott den ganzen Kosmos umfaßt und trägt, bedeutet die Himmelfahrt des Herrn, daß sich Christus nicht von uns entfernt hat, sondern daß er jetzt, weil er beim Vater ist, jedem von uns für immer nahe ist. Jeder von uns darf zu ihm »Du« sagen; jeder kann ihn anrufen. Der Herr befindet sich immer in Hörweite. Wir können uns innerlich von ihm entfernen. Wir können leben, indem wir ihm den Rücken zukehren. Aber er erwartet uns immer und ist uns immer nahe. Benedikt XVI

Das Evangelium in Jerusalem (Apg. Kap 2-7)

Apg 2,6: Das Pfingstereignis

Ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. Apg 2,6

Pfingsten ist die Anti-Geschichte zum Turmbau zu Babel. Erklärung: Babel ist überall dort, wo Sprache versagt und Unheil und Leid stiftet. Der Stolz und Egoismus des Menschen ruft immer Spaltungen hervor, errichtet Mauern der Gleichgültigkeit, des Hasses und der Gewalt. Oh Herr, wie viele Verletzungen begehen wir mit Worten. In der Kraft des heiligen Geistes aber können wir dieser Sprachenverwirrung von Babel entkommen. Pfingsten ist überall da, wo wir einander verstehen und trotz unserer Vielfalt eine Einheit bilden im Dialog. Bitten wir den heiligen Geist um ein neues Herz und eine neue Sprache, die das Herz des anderen versteht.

Apg 2,14: Den Geist empfangen

Da trat Petrus zusammen mit den Elf auf, erhob seine Stimme und sprach zu ihnen. Apg 2:14

Die ganze Sendung Jesu war darauf ausgerichtet, den Menschen den Geist Gottes zu schenken und sie in seinem Bad der Erneuerung zu taufen. In dieser Taufe des Heiligen Geistes sind die persönliche und die gemeinschaftliche Dimension, das Ich des Jüngers und das Wir der Kirche nicht voneinander zu trennen. Der Geist weiht den Menschen und macht ihn gleichzeitig zu einem lebendigen Glied des mystischen Leibes Christi, das an der Sendung teilhat, für seine Liebe Zeugnis zu geben.

Was unser Geist, das heißt unsere Seele, für unsere Glieder ist, das ist der Heilige Geist für die Glieder Christi, für den Leib Christi, die Kirche. Augustinus

Apg 2,32: Predigt über Auferstehung

Das ist mit Jesus geschehen: Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Wir alle können es bezeugen. Apg 2:32

Wir haben hier den Anfang des Dienstes des Apostels Petrus, seine erste Predigt über die Auferstehung. Dies war ein alles umwälzendes Ereignis. Gott hat in der Auferstehung Christi etwas unvorstellbar Neues geschaffen. Die Liebe Gottes hat durch die Auferstehung dem Menschen die Möglichkeit geschenkt, in die heilige Gegenwart Gottes einzutreten. Heute wie damals fragen Menschen (selbst Theologen!): Können wir das wirklich glauben? Ein wichtiges Indiz für die Realität der Auferstehung ist für mich dieser verwandelte Petrus. Früher zweifelnd und ängstlich tritt er hier mutig und völlig überzeugt auf. Auch wir glauben, dass Jesus den Tod überwunden hat. Gott hat ihn auferweckt. Auch wir bezeugen dies durch Worte und noch mehr durch unser Leben.

Es besteht also kein Zweifel daran, und ganz Israel soll wissen: Gott hat diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Retter gemacht. Apg 2:36

Apg 2,37: Was sollen wir tun?

Als die Leute das hörten, waren sie von dieser Botschaft tief betroffen. Sie fragten Petrus und die anderen Apostel: Brüder, was sollen wir tun? Apg 2:37

Was sollen wir tun? Das ist und bleibt eine Frage für alle. Die Antwort ist und bleibt schlicht und dennoch tief: Kehrt um zu Gott! Nimmt den Herrn auf und anerkennt seine Autorität. Umkehr ist eine totale Kehrtwende und beinhaltet eine radikale Veränderung der Gedanken, des Herzens und des Willens. Es ist nie zu spät zur Umkehr, gerade wenn wir immer wieder auch fehlen. Durch diese Umkehr werden uns unsere Sünden vergeben werden. Aber Vorsicht. Dies ist kein Automatismus. So wichtig die Umkehr des Menschen auch ist, sie kann niemals das Fundament unseres Glaubens sein. Gott hat uns immer zuerst geliebt. Durch die Predigt des Petrus wurden 3000 Menschen zum Glauben geführt.

Kehrt um zu Gott! Apg 2:38

Apg 2,42: Die junge Kirche

Sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten. Apg 2:42

Lukas erzählt eine Definition der Kirche, zu deren Wesenselementen er das Festhalten an der Lehre der Apostel, an der Gemeinschaft, am Brotbrechen und an den Gebeten rechnet. Die Schilderung beschreibt das Ideal einer Gemeinschaft, die alles miteinander teilten. Betonung auf Ideal! Wir wissen selbst dass es teilweise enorm menschelt, gerade auch in der Kirche. Und wir wissen, dass das noch sanft ausgedrückt ist. Entscheidend ist aber dennoch, dass wir dieses Idealbild weiter vor Augen haben und so unseren Beitrag leisten. Wir bleiben auf einem Weg, den uns Gottes Geist zeigt. Der Aufbau eines wertschätzenden Miteinanders gehört ebenso dazu wie der Gottesdienst und das gemeinsame Gebet.

Die Gläubigen lebten wie in einer großen Familie. Was sie besaßen, gehörte ihnen gemeinsam. Apg 2:44

Apg 3,4: Die Heilung eines Gelähmten

Petrus aber sah ihn an mit Johannes und sprach: Sieh uns an. Apg 3:4

Eine wundervolle Stelle für Beziehung in der Apostelgeschichte. Das „Sich anschauen“ erzeugt eine Nähe. In dieser Nähe bewegst du dich permanent in einem Spannungsfeld zwischen inneren Bedürfnissen und äußeren Anforderungen. So ist es nicht verwunderlich, dass der meiste Streß Beziehungsstreß ist. Umso mehr müssen wir auf die Qualität dieser Beziehungen achten. Hört sich simpel an, aber ich weiß durch meine Teamarbeit, dass wir oft monologisieren und im scheinbaren Gespräch nicht wirklich beim Nächsten sind. Das lässt uns leer werden und ausbrennen. Wenn mir das passiert, schaue ich dem anderen bewusst in die Augen. Das hilft um wieder ganz bei mir und ganz beim anderen zu sein. Bedenke: Der bedeutendste Mensch ist immer der, der dir gerade gegenübersteht.

Die beiden blickten ihn aufmerksam an, und Petrus sagte: Sieh uns an. Apg 3,4

Die beiden sehen ihn an, den Gelähmten. Nächstenliebe beginnt mit offenen Augen. Schau uns an! Das ist ein so wichtiger Satz! In diesem Anschauen des Nächsten folgen wir im Tiefsten dem Herrn, der alle Menschen in Liebe anschaut. Wie viele Menschen sind in unterschiedlichster Weise vor allem psychisch und geistlich gelähmt. Helfen wir ihnen! Wir helfen nie aus und selbst heraus, denn dass lässt uns ausbrennen. Wir helfen immer im Namen Jesus Christus. Das ist etwas ganz anderes.

Ungeteilte Aufmerksamkeit, in die Augen schauen, wirklich zuhören, dadurch Leben verschenken. Es geht um Zeit, die wir bewusst gemeinsam verbringen. Darin liegt eine hohe Qualität. Diese uneingeschränkte Aufmerksamkeit ist eine Beziehungsqualität, die wir nicht hoch genug einschätzen können, gerade in Zeiten der digitalen Technik, wo wir immer häufiger auf irgendwelchen technischen Geräten rumtippen. Das Ansehen – Auge in Auge – hat einen unaussprechlichen Zauber der Nähe, ein Grund übrigens dafür, warum meine Frau und ich wochenlang unser Eheversprechen auswendig lernten, damit wir uns währenddessen in der Kirche in die Augen schauen konnten. Es hat sich gelohnt! Also: Sieh den anderen an. In ihm siehst und begegnest du Jesus.

Da sich aber der geheilte Lahme zu Petrus und Johannes hielt, lief alles Volk voll Erstaunen bei ihnen zusammen. Apg 3,11

Apg 3,15: Tempelpredigt des Petrus

Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Das können wir bezeugen. Apg 3:15

Wieder bezeugt Petrus voller Großmut die Auferstehung. Er bezeugt, dass Jesus von Gott in die Welt gesandt wurde als unser Retter, der leiden musste. Er bezeugt, dass er beauftragt war, uns zu segnen. Er bezeugt, dass Jesus uns helfen wird umzukehren und unser Leben zu ändern, so dass uns unsere Sünden vergeben werden. Er bezeugt, das allein das Vertrauen auf Jesus und heilt. Er bezeugt, dass alles Leben von ihm kommt.

Ihr sollt alles befolgen, was er euch sagt. Apg 3:22

Apg 4,3: Wachstum und Verfolgung

Sie ließen die beiden Apostel verhaften. Apg 4:3

Die Predigten wirken. Die Gemeinde wächst. Das passt dem Hohen Rat nicht. Johannes und Petrus werden noch im Tempel verhaftet. Wiederum legen sie Zeugnis ab. Es ist das erste Mal, dass er sich an die religiösen Führer wendet: Nur Jesus kann den Menschen Rettung bringen. Nichts und niemand sonst auf der ganzen Welt rettet uns. Das anschließende Verbot, weiter in der Öffentlichkeit über Jesus zu reden, berührt sie nicht, denn die ganze Macht ist in Gottes Hand und er übt sie aus durch Werkzeuge, die er sich erwählt und die an den gestorbenen, auferstandenen und verherrlichten Jesus glauben. Daher:

Wir können unmöglich verschweigen, was wir gesehen und gehört haben! Apg 4:20

Apg 4,29: Das kleine Pfingsten

Hilf allen, die an dich glauben, deine Botschaft mutig und unerschrocken weiterzusagen. Apg 4:29

Die beginnende Verfolgung setzt die Gemeinde unter Druck. Da heißt es, dass Sie sind eins geworden sind im Kampf gegen Jesus. Heftig! Sie werden aber nicht mutlos, sondern beten voller Hoffnung zu Gott. Sie beten aber weder um Erleichterung ihrer Umstände noch um die Vernichtung ihrer Feinde. Sie beten, dass sich durch den Namen Jesu die Macht Gottes entfaltet, dass der Herr verherrlicht und das Evangelium verkündigt wird. Die Kraft des heiligen Geistes gibt uns alles, was wir zur Erfüllung unserer Berufung brauchen. Es genügt, im Gehorsam zu Wort Gottes voranzugehen, um diese Erfahrung zu machen, denn der, der in uns ist ist größer ist als der, der in der Welt ist. Zeig deine Macht beten sie und er tut es:

Als sie gebetet hatten, bebte die Erde an dem Ort, wo sie zusammengekommen waren. Sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und verkündeten furchtlos Gottes Botschaft. Apg 4:31

Apg 4,32: Ein Herz und eine Seele

Alle, die zum Glauben an Jesus gefunden hatten, waren ein Herz und eine Seele. Niemand betrachtete sein Eigentum als privaten Besitz, sondern alles gehörte ihnen gemeinsam. Apg 4:32

Ein Herz und eine Seele! Was für ein Bild für Gemeinschaft! Im Geist von Jesus füreinander da zu sein ist wichtig. Diese Harmonie ist eine innere Gnade, die allein der Heilige Geist schaffen kann. Um diese Harmonie kann allein gebeten werden. Die Harmonie des Heiligen Geistes schenkt uns diese Großherzigkeit, nichts als Eigentum zu haben, während da einer bedürftig ist, überhaupt zu erkennen, dass da jemand Not leidet. Mittelpunkt und Herz der Gemeinde ist Jesus. Und so gibt der heilige Geist uns eine zweite Gabe: den Mut zum Zeugnis.

Zuneigung und Warmherzigkeit sind wichtige Quellen der vollkommenen Freude. Wenn wir das Mitgefühl und die Warmherzigkeit pflegen und es in uns zur Haltung wird, wirkt sich das auf unsere Umgebung aus. Wenn wir uns dagegen zu sehr auf uns selbst beziehen, werden wir von den anderen getrennt und entfremdet und fühlen uns einsam. Ein offenes und warmes Herz ist das Gegengift für Einsamkeit und nährt die vollkommene Freude. Achten wir beim Lesen des Evangeliums mal besonders auf die mitfühlende Art und Weise, mit der Jesus dem Mensch begegnet. Das ist immer wieder beeindruckend!

Mit großer Überzeugungskraft berichteten die Apostel von der Auferstehung des Herrn Jesus, und alle erlebten Gottes Güte. Apg 4:33

Apg 5,11: Das Böse in der Gemeinde

Die ganze Gemeinde aber und alle, die davon hörten, erschraken zutiefst. Apg 5:11

Das Ereignis hier ist recht krass. Hananias und Saphira verkaufen ihren Acker, um den Erlös der Gemeinde zu geben. Aber sie behalten etwas für sich, tun selbst nach Rückfrage der Apostel so, als hätten sie alles gegeben. Daraufhin sterben beide! Sie hätten nicht alles spenden müssen. Das forderte niemand. Aber sie hätten nicht den Anschein erwecken dürfen, als gäben sie alles. Es geht hier um Aufrichtigkeit! Es ist auffallend, dass das Böse bei seinem ersten Auftreten in der Gemeinde in Form von Heuchelei erschien. Wenn wir dieses Böse in uns dulden, verlieren wir die geistliche Klarheit, die wir brauchen, um Gott entsprechend zu handeln.

Denn siehe, die Wahrheit hast du geliebt, denn wer sie tut, der kommt an das Licht. Ich will sie tun in meinem Herzen vor dir. Augustinus

Apg 5,16: Christus der Arzt

Alle wurden gesund. Apg 5,16

Christus ist der Arzt, der uns Heilung bringt und uns gesund macht. Er will unser Leben auf Gott und auf die anderen hin öffnen. Nehmen wir seine heilende Liebe in uns auf und schenken wir sie den Menschen um uns weiter. Dann leben wir wirklich. Die erste grundlegende Heilung geschieht also in der Begegnung mit Christus, der uns mit Gott versöhnt und unser zerschlagenes Herz gesund werden läßt. Dadurch werden wir in der Folge berufen, ebenso zu heilen, uns in der sorgenden Liebe um Menschen zu bemühen, die an Leib und Seele bedrängt sind

Immer mehr glaubten an Jesus, den Herrn. Apg 5:14

Apg 5,20: Das neue Leben

Verkündet allen die Botschaft vom neuen Leben durch Jesus! Apg 5:20

Petrus und die anderen Apostel werden vom Hohepriester gefangen genommen. Motiv: Neid! Neid auf die wachsende Gemeinde. In der Nacht werden sie von einem Engel befreit, mit dem Auftrag weiter zu verkündigen. Dies machen sie dann am nächsten Tag im Tempel. Wieder nimmt man sie fest und führt sie zum Verhör vor den hohen Rat. Auf das Verbot weiter das neue Leben durch Christus zu verkündigen, gehen sie nicht ein. Für die Diener Gottes ist alles einfach. Gehorsam gegenüber Gott ist das Einzige, was für sie in Frage kommt. Die Folgen, die daraus entstehen, können sie getrost Ihm überlassen

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen! Apg 5:29

Apg 5,39: Gamaliels weiser Rat

Steht aber Gott dahinter, könnt ihr ohnehin nichts dagegen unternehmen. Oder wollt ihr am Ende als Leute dastehen, die gegen Gott kämpfen? Das überzeugte alle. Apg 5:39

Alle im hohen Rat sind voller Wut und wollen die Apostel hinrichten lassen. Aber ein führendes Mitglied im hohen Rat, nämlich Gamaliel, rät zur Gelassenheit. Mit dem Argument, dass sich die Jesusbewegung sowieso im Sand verläuft, wenn Gott nicht dahinter steht, überzeugt er die anderen. So schlugen sie die Apostel nur und geboten ihnen, im Namen Jesu nicht zu reden.

Die Apostel aber verließen den Hohen Rat voller Freude darüber, dass Gott sie dazu auserwählt hatte, für Jesus Verachtung und Schande zu ertragen. Apg 5:41

Apg 6,2: Die Wahl der sieben Diakone

Es ist nicht recht, dass wir für die Mahlzeiten sorgen und darüber das Wort Gottes vernachlässigen. Apg 6,2

Die wachsende Gemeinde erforderte eine Aufgabenverteilung. Es wurden Mitarbeiter bestimmt, sog. Diakone, deren Aufgabe es war, sich um die Armen zu kümmern, so dass sich die Apostel ausschließlich der geistlichen Leitung der Gemeinden widmen konnten. Die Apostel legten ihnen die Hände auf und übertrugen ihnen somit diese Aufgabe. Zwei der Diakone, Stephanus und Phillipus, zeigen später, dass diese Diakone nicht nur caritativ engagiert waren, sondern auch Männer voller Geist und Glauben waren. Ob nun in der Verkündigung im Wort oder durch caritative Taten, je tiefer wir in Gott sind, umso stärker drängt es uns in die Welt.

Je tiefer jemand in Gott hineingezogen wird, desto mehr muss er auch aus sich herausgehen, das heißt in die Welt hinein, um das göttliche Leben in sie hineinzutragen. Teresia Benedicta vom Kreuz

Apg 6,5: Erfüllt mit heiligem Geist

Sie wählten Stephanus, einen Mann mit festem Glauben und erfüllt mit dem Heiligen Geist. Apg 6:5

Im Alltag ist es oft mühsam sein Wirken zu spüren. Und dennoch: Der Geist wohnt in unseren Herzen und es liegt an uns ihn als Führer unserer Seelen anzunehmen. Was ist diese „Kraft“ des Heiligen Geistes? Es ist die Kraft des göttlichen Lebens! Es ist die Kraft desselben Geistes, der am Anfang der Schöpfung über den Wassern schwebte und der Jesus von den Toten auferweckt hat. Er treibt uns an, den anderen zu begegnen, er entzündet in uns das Feuer der Liebe. Das Wichtigste ist, dass wir im Atemraum des Heiligen Geistes bleiben, in Berührung mit ihm sind. Gerade in unserer menschlichen Schwachheit wird der Heilige Geist zur Entfaltung kommen uns in das göttliche Leben einführen. Dieses göttliche Leben ist vor allem die Liebe, die durch den Heiligen Geist in unseren Herzen ausgegossen ist.

Apg 6,11: Verteidigungsrede

Wir haben Stephanus Lästerworte reden hören. Apg 6,11

Stephanus war einer dieser Diakone. Auch er predigt und bekommt deswegen Anfeindungen zu spüren. Auch er muss vor den hohen Rat. Seine Verteidigungsrede ist in Länge und Inhalt atemberaubend. Er bezieht die ganze israelitische Geschichte mit ein. Er verweist auf Josef, den Gott aus aller Bedrängnis rettete. So wie Gott mit Josef war, so ist Gott auch bei mir durch den Retter Jesus Christus. Er verweist auf Moses und den Auszug aus Ägypten, um befreifbar zu machen, dass Gott das Leid sieht und handelt. In unserem tiefsten Leid hat er in der Hingabe seines Sohnes unbeschreiblich an uns gehandelt. Er rettet uns durch Jesus aus der Verlorenheit. Dafür hat Christus sein Leben gegeben. In Jesus Christus ist uns Gott nah!

Der Allerhöchste wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind. Apg 7,48

Apg 7,58: Märtyrertod des Stephanus

Sie zerrten ihn aus der Stadt und begannen, ihn zu steinigen. Apg 7:58

Aufgrund seiner Rede wird Stephanus gesteinigt. Stephanus verliert am Ende alles und gewinnt doch alles. Es ist dies das Beispiel Jesu, der aufgrund seiner Treue und seines Gehorsams gegenüber dem Wort des Vaters am Kreuz endet. Wie Jesus, wurde auch er der Tempelzerstörung angeklagt. Wie Jesus bittet auch er für seine Mörder, dass ihnen diese Sünde nicht angerechnet wird. Wie Jesus endet das letzte Gebet des Stephanus mit den Worten: Nimm meinen Geist auf. Er betet und gibt sich ganz in Gottes Hand, wie Jesus: Ich sehe den Himmel offen, rief Stephanus, und Jesus, den Menschensohn, auf dem Ehrenplatz an Gottes rechter Seite stehen! Apg 7:56

Noch während die Steine Stephanus trafen, betete er laut: Herr Jesus, nimm meinen Geist bei dir auf! Apg 7:59

Das Evangelium in Samaria (Apg Kap. 8-12)

Apg 8,3: Vertreibung aus Jerusalem

Saulus aber setzte alles daran, die Gemeinde auszurotten. Er ließ die Häuser durchsuchen, Männer und Frauen fortschleppen und ins Gefängnis werfen. Apg 8:3

Eine große Verfolgung der Gemeinde beginnt nun und hat zur Folge, dass viele aus Jerusalem fliehen. Was man zuerst mit Bestürzung liest hat aber positive Folgen, denn die zerstreuten Gläubigen trugen das Evangelium aus Jerusalem hinaus. Als Beispiel wird Philippus genannt, einer der sieben Diakone, der in Samarien den Retter Jesus verkündet. Philippus predigte ihnen den Christus, seine Person und nicht nur seine Lehren. Darüber herrschte große Freude in der ganzen Stadt. Die Menschen in Samarien hatten offene Ohren, da sie den Messias voller Hoffnung erwarteten.

Apg 8,14: Leben ist Begegnung

Als die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, schickten sie Petrus und Johannes dorthin. Apg 8,14

Alles Leben ist Begegnung: Jesus begegnet den Jüngern, Petrus und Johannes begegnen den Menschen in Samarien. Liest man die Bibel geht es so gut wie nie um theologische Abhandlungen, sondern es vollzieht sich alles in der Begegnung zwischen Menschen untereinander und zu Gott. Achte auf deine Begegnung: Ich begegne dem Du und hier ereignet sich mein Leben. Gott schickt mir Menschen, die mir Impulse geben, die verändernd auf mein Leben wirken. Und ich werde mir bewusst: die wichtigste Begegnung ist die Gottesbegegnung. Ich danke heute Gott für besondere Begegnungen in meinem Leben, meine Eltern, mein Partner, Geschwister, Freunde, Kollegen u.v.m.

Apg 8,18: Gottes Geist ist nicht kaufbar

Simon hatte dies alles gesehen. Da bot er Petrus und Johannes Geld an und sagte: Verhelft auch mir dazu, dass jeder, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist bekommt. Apg 8:18‭-‬19

Simon war ein Zauberer. Er war tief beeindruckt von den Zeichen und Heilungen, welche Phillipus in der Kraft des heiligen Geistes tat. Er lässt sich taufen. Doch dann läuft er einen Irrweg. Für Geld möchte er sich Gottes Gabe erkaufen. Gottes Gabe für Geld? Er hat sich wohl mehr zu Philippus als zu Jesus bekehrt. Sein Motiv war nicht rein. Petrus erkennt das klar und spricht es offen aus. Ohne die Erneuerung des Herzens nützt keine scheinbare Bekehrung. „Ohne Glaube nützt die Taufe nichts.“ (Martin Luther)

Ich sehe, dass dein Denken ganz vergiftet ist. Apg 8:23

Apg 8,30: Phillipus und der Äthiopier

Verstehst du auch, was du liest? Apg 8,30

Der königliche Beamte war nach Jerusalem gekommen, um Gott anzubeten. Er musste allerdings zur Kenntnis nehmen, dass ihm als Fremdem der Zutritt zum Tempel strengstens verboten war. Er war vom Glauben an Gott ausgeschlossen. Eine Schriftrolle mit Worten des Propheten Jesaja aber konnte er kaufen. Auf dem Rückweg in seine afrikanische Heimat las er im Wagen die Heilige Schrift. Aber er verstand nichts. Er brauchte eine Bibellesehilfe. Und in Philippus wird ihm eine von Gott geschickt. Der Herr benutzt einen Engel, um Philippus zu sagen, wohin er gehen soll. Und Philippus gehorcht. Philippus erklärte ihm, dass der Prophet Jesaja von Jesus Christus spricht, dem Lamm Gottes, das für die Sünden der Menschen getötet wurde. Jeder Mensch ist zum Glauben an Jesus eingeladen. Der Äthiopier besiegelt das durch die Taufe und sein Bekenntnis zu Jesus Christus.

Da begann Philippus, ihm die rettende Botschaft von Jesus ausgehend von diesem Prophetenwort zu erklären. Apg 8:35

Apg 9,3: Damaskuserlebnis des Paulus

Auf seiner Reise nach Damaskus, kurz vor der Stadt, umgab Saulus plötzlich ein blendendes Licht vom Himmel. Er stürzte zu Boden und hörte eine Stimme: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Apg 9:3-4

Paulus verfolgt die christliche Gemeinde über Jerusalem hinaus bis hin nach Damaskus. Da tritt ihm Jesus Christus in den Weg mit der Frage: Warum verfolgst du mich? Diese Frage zeigt die tiefe Verbindung von Christus in der Herrlichkeit mit seiner Gemeinde auf der Erde. Saulus verstand, dass er durch die Verfolgung der Gläubigen auch Jesus, den Herrn selbst, verfolgt hatte. Und Gott beruft, wen er will, auch dich. Gott braucht dich, auch wenn uns das hier und da und im Augenblick manchmal nicht passt.

Wer bist du, Herr? fragte Saulus. Ich bin Jesus, den du verfolgst! Apg 9:5

Apg 9,6: Was soll ich tun?

Herr, was willst du, dass ich tun soll? Apg 9:6

Die Vergangenheit gehört dem göttlichen Erbarmen, die Zukunft der göttlichen Vorsehung. Was mich kümmert und fordert ist das Heute. Und dieses Heute gehört der Gnade Gottes und der Hingabe meines guten Willens. Franz von Sales

Gott besitzen heißt, sich von allen Dingen lösen. Sich von allen Dingen lösen heißt, Gott umarmen. Ernesto Cardenal

Apg 9,18: Die Taufe des Paulus

Im selben Moment fiel es Saulus wie Schuppen von den Augen, und er konnte wieder sehen. Er stand auf und ließ sich taufen. Apg 9:18

Der Herr erscheint dem Christen Hananias. Er bekommt den Auftrag zum immer noch blinden Paulus zu gehen. Ausgerechnet zu Paulus soll er gehen, ihm im Namen Jesu die Hände auflegen und ihn heilen? Auf das Erschrecken Hananias offenbart Jesus ihm, dass er gerade diesen Mann als sein Werkzeug auserwählt hat zum Apostel der Völker. Dem verunsicherten und orientierungslosen Paulus begegnet Hananias als sein persönlicher Seelsorger. Er heilt Paulus Blindheit und dieser lässt sich sofort taufen. Die Augen des Paulus waren jetzt aufgetan. Er war nun in jeder Hinsicht sehend geworden. Er war aus der Finsternis ins Licht gekommen und konnte den Heiligen Geist empfangen. Ohne Vorbereitung beginnt Paulus sofort seinen Predigtdienst. Innerhalb weniger Tage geschah in Paulus ein wunderbares Werk.

Gleich nach seiner Taufe begann er, in den Synagogen zu predigen und zu verkünden, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Apg 9:20

Apg 9,23: Vom Verfolger zum Verfolgten

Als aber viele Tage vergangen waren, beschlossen die Juden miteinander, ihn umzubringen. Apg 9:23

Die Stelle liest sich als direkte Fortführung zur Bekehrung und Taufe. Tatsächlich liegen ganze drei Jahre dazwischen. Paulus war inzwischen drei Jahre in Arabien gewesen, wo er zweifellos im Hinblick auf seinen Dienst unterwiesen und vorbereitet wurde. (vgl. Gal 1,18). Nun war dann nach Damaskus zurück gekehrt. Frei und mutig bekennt Paulus den Retter Christus. Und so soll auch er umgebracht werden. In einer Nacht- und Nebelaktion wird Paulus daher von der Gemeinde in Damaskus aus der Stadt gebracht und gerettet. Nach der Flucht führt sein Weg nach Jerusalem, weil er Petrus kennen lernen wollte. Voller Angst wollte dort zuerst keiner glauben, dass er nun ein Jünger Jesus ist. Aber Barnabas bezeugt das Bekehrungserlebnis und das Wirken des Paulus in Damaskus.

Nun erst wurde Saulus von der Gemeinde in Jerusalem herzlich aufgenommen. Er ging bei ihnen aus und ein und predigte in der Öffentlichkeit unerschrocken im Namen des Herrn. Apg 9:28

Apg 9,34: Jesus Christus heilt dich

Jesus Christus heilt dich. Apg 9:34

Auf seinen vielen Reisen durch das Land kommt Petrus nach Lydda. Dort heilt er einen Gelähmten. Außerdem erweckt er in Joppe eine Tote wieder zum Leben. Wunder über Wunder, die viele Menschen zum Glauben an Christus führt. Sicherlich nicht alle Kranken in der Umgebung des Petrus werden körperlich gesund. Aber alle Menschen sollen von Christus hören. Im Vertrauen auf ihn können sie Kraft bekommen aufzustehen, auch in einem übertragenen tieferen Sinn und das in die Hand zu nehmen, was sie bisher gebunden hat. Jesus Christus heilt dich und schenkt dir das Leben.

Dann wandte er sich der Toten zu und sagte: Tabita, steh auf! Sofort öffnete sie die Augen. Apg 9:40

Apg 10,3: Kornelius bekommt Auftrag

Kornelius hatte eines Tages gegen drei Uhr nachmittags eine Vision. Er sah deutlich, wie ein Engel Gottes bei ihm eintrat. Kornelius! rief der Engel. Apg 10:3

Beim römischen Hauptmann Kornelius wird die Tür zur Mission unter den Nichtjuden geöffnet. Er war ein Mann der den Gott Israel ehrte, treu zu ihm betete und den Armen Geld gab. Kornelius erscheint ein Engel mit dem Auftrag, Petrus zu holen. Kornelius gehorcht und schickt Leute los, um Petrus zu holen. Dieser wird ihnen Christus verkündigen, wohl gemerkt: einem nichtjüdischem Kornelius. So arbeitet Gott noch heute an den Herzen der Menschen: seltenst durch Engel oder Visionen, sondern meist durch menschliche Boten. Wichtig ist, dass wir so oder so, seine Stimme hören, um den Weg zu gehen, den er für uns bestimmt hat.

Das Allerbeste, wozu man in diesem Leben kommen kann, das ist, dass du schweigst und Gott in dir wirken und sprechen lässt. Meister Eckhart

Apg 10,15: Petrus hat eine Vision

Da sprach die Stimme ein zweites Mal zu ihm: Wenn Gott etwas für rein erklärt hat, dann nenne du es nicht unrein. Apg 10:15

Szenenwechsel! Petrus hat eine Vision. Ein Tuch kam vom Himmel mit allerlei Tieren, die für die Juden als unrein galten. Petrus wird von der himmlischen Stimme aufgefordert davon zu essen, weigert sich aber, weil es gegen jegliche Speisevorschrift war. Auch das Wort, dass es Gott für rein erklärt und nicht vom Menschen unrein genannt werden darf, zeigt keine Wirkung bei Petrus. Das wiederholt sich dreimal. Dann verschwindet das Tuch wieder. Ein nicht verstehender Petrus bleibt zurück. Aber was er erlebt hat, wird ihm zur Vorbereitung dienen für eine viel wichtigere Entscheidung: die Taufe von Nichtjuden bei der Begegnung mit Kornelius. Für diese Begegnung muss Petrus offen sein. Im Moment darauf kommen auch schon die Boten des Kornelius, um ihn zu holen.

Petrus verstand nicht, was diese Erscheinung bedeuten sollte. Apg 10:17

Apg 10,26: Petrus begegnet Kornelius

Doch Petrus wehrte ab: Steh auf, ich bin auch nur ein Mensch! und half ihm wieder auf. Apg 10:26

Petrus und Kornelius gehen durch die Lenkung Gottes aufeinander zu. Nicht nur äußerlich, sondern vor allem innerlich begegnen sie sich. Nun erst erkennt Petrus die Bedeutung seiner Vision: kein Mensch ist vor Gott unrein. Das Heil in Jesus Christus gilt allen Menschen. Und so überwindet er die Distanz und geht in das Haus des Kornelius, was ihm der jüdische Glaube eigentlich verbot. Auch Kornelius muss korrigiert werden, weil er vor Petrus wie vor einem Gott niederfällt. Stattdessen soll er aufstehen, damit eine Begegnung auf Augenhöhe stattfinden kann. Von Mensch zu Mensch! Gott zeigt uns in unseren Begegnungen, dass wir einander annehmen sollen, wie Jesus Christus uns angenommen hat.

Gott hat mir gezeigt: Ich darf keinen Menschen für unrein halten und ihm darum die Gemeinschaft verweigern. Apg 10:28

Apg 10,35: Gott liebt jeden Menschen

Alle Menschen sind ihm willkommen, ganz gleich, aus welchem Volk sie stammen, wenn sie nur Ehrfurcht vor ihm haben und so leben, wie es ihm gefällt. Apg 10:35

Nach seiner bisherigen Auffassung gehören für Petrus die Leute im Haus des Kornelius nicht zum Volk Gottes. Als er nun aber sieht, mit welcher inneren Bereitschaft sie alle zusammengekommen sind, verändert sich die Sicht des Apostels. Mit einem Mal wird das Evangelium in seiner universalen Bedeutung sichtbar: Christus, der Herr, liebt alle Menschen. Vor Gott befinden sich alle auf demselben Boden, sowohl hinsichtlich ihres Zustandes der Sünde als auch im Hinblick auf das Werk Christi.

Christus ist ja der Herr über alle! Apg 10:36

Apg 10,44: Heiden werden aufgenommen

Da kam der Heilige Geist auf alle, die ihm zuhörten. Apg 10:44

Der Apostel ist darauf bedacht, Zeugen bei sich zu haben, um später über die Ereignisse berichten zu können. Indem Petrus sie nach dem Empfang des Heiligen Geistes taufen lässt, nimmt er sie auf in das Volk Gottes. So entsteht im Haus des Kornelius die erste christliche Gemeinde aus Juden und Nichtjuden. Dieser Anfang des weltweiten Christentums ist ein Geschenk des Heiligen Geistes und die Frucht eines mutigen Gehorsams. „Die jüdischen Christen, die mit Petrus gekommen waren, konnten es kaum fassen, dass Gott auch Nichtjuden den Heiligen Geist schenkte.“ (Apg 10:45) Im Hause des Cornelius wiederholte sich gewissermaßen das Pfingstwunder.

Er ließ alle auf den Namen von Jesus Christus taufen. Apg 10:48

Apg 11,17: Petrus rechtfertigt Aufnahme

Gott schenkte diesen Nichtjuden dieselbe Gabe wie vorher uns. […] Wer bin ich, dass ich Gott daran hätte hindern können? Apg 11:17

Die Gläubigen aus den Juden nahmen das Christentum mit Freuden an, doch sie hatten Schwierigkeiten, zu verstehen, dass es auch für die Heiden sei. Die Kunde, dass Menschen aus einer anderen Nationen das Wort Gottes angenommen hatten und Petrus bei Heiden eingekehrt war, brachte bei der Gemeinde in Judäa große Beunruhigung hervor. Die umwälzenden Ereignisse im Hause des Kornelius muss Petrus erst einmal erklären. Petrus überzeugt sie von der Richtigkeit seines Handelns, indem er berichtet, dass der heilige Geist auf sie kam.

Diese Worte überzeugten sie. Sie lobten Gott. Apg 11:18

Apg 11,23: Erste Christen in Antiochia

Barnabas ermahnte alle, mit Herzensentschluss bei dem Herrn zu verharren. Apg 11,23

Barnabas ermutigte die Gläubigen, fest und entschlossen in ihrem Glauben an den Herrn zu bleiben. Apg 11:23

Halte dich mit Herzensentschluss an den Herrn. Stütze dich auf Ihn. In Christus ist Kraft: Alles, was du nötig hast, um das zu sein oder zu tun, was Er will, findest du bei Ihm. Sprich viel mit dem Herrn Jesus. Sei nicht eher zufrieden, als bis du mit Christus lebst und mit Ihm redest wie mit einem geliebten Freund. Nichts weniger sollte dir genügen als ein enges Verhältnis zu dem, der dich geliebt und dich von deinen Sünden gewaschen hat in seinem eigenen Blut. John Nelson Darby

Das Verharren bei der Person des Herrn geschieht jedoch nicht von selbst. Dazu ist eine bewusste Entscheidung unsererseits notwendig, ein Entschluss des Herzens, bei Ihm zu verharren. Nur wenn wir nahe bei Ihm bleiben wollen, werden wir vor eigenen Wegen und Handlungen bewahrt bleiben können

Antiochia war die Hauptstadt der römischen Provinz Syrien, nach Rom und Alexandria die drittgrößte Stadt des römischen Reiches. Sie wird sich zum Vorort der heidenchristlichen Mission entwickeln. Darum berichtet Lukas von der Entstehung dieser ersten großen Gemeinde bestehend aus Judenchristen und Heidenchristen. Einfache Gläubige waren es hier, die das Evangelium über die Grenzen des jüdischen Volkes hinaustrugen. Die Gemeinde von Jerusalem war durch die vorherigen Ereignisse darauf vorbereitet, dieses Geschehen in Antiochia günstig aufzunehmen. Barnabas reist dort hin, holt Paulus zur Unterstützung und gemeinsam bleiben sie ein ganzes Jahr dort. Als eine Hungersnot in Judäa ausbricht, helfen die Christen aus Antiochien. Sie verwirklichten die Tatsache, dass alle Erlösten eine Familie, einen Leib bilden und vom gleichen Leben beseelt sind. Barnabas und Saulus überbringen die Geldspende.

Deshalb beschloss die Gemeinde in Antiochia, ihren Brüdern und Schwestern in Judäa zu helfen. Apg 11:29

Apg 12,2: Tod Jakobus / Petrus Rettung

Jakobus, der Bruder von Johannes, wurde enthauptet. Apg 12:2

Jakobus war eine sehr wichtige Person in der Jerusalemer Gemeinde. Als Herodes Agrippa merkt, dass dessen Enthauptung den Juden gefiel, ließ er auch noch Petrus festnehmen, mit dem Vorhaben ihn am nächsten Tag ebenso zu töten. Die Gemeinde aber betet für Petrus. Daraufhin wird Petrus in der Nacht von einem Engel befreit. Die Gemeinde kann es kaum fassen. Sie waren ausser sich vor Freude. Ihr Gebet setzte Gottes Arm in Bewegung. Immer wieder: vernachlässigen wir das Gebet nicht. Es hat so viel Macht und Kraft! Es bleibt die Frage, warum Jakobus sterben musste. Beides gehört zur Nachfolge Jesu: das Martyrium und die Rettung vor dem Tod. Wir durchschauen nicht, wie Gott die Welt regiert. Aber er hält den Lauf seines Evangeliums und das Geschick seiner Gemeinde in seiner Hand, auch heute noch!

Gottes Botschaft aber breitete sich immer stärker aus und immer mehr Menschen schenkten ihr Glauben. Apg 12:24

Die erste Missionsreise (Apg Kap 13-14)

Apg 13,2: Bekehrung eines Römers

Als diese Männer während einer Zeit des Fastens gemeinsam beteten, sprach der Heilige Geist zu ihnen: Gebt Barnabas und Saulus für die Aufgabe frei, zu der ich sie berufen habe! Apg 13:2

Mit dem 13. Kapitel beginnt der zweite Teil der Apostelgeschichte, dessen Merkmal der Dienst des Apostels Paulus ist. Von da an wird allen Menschen die Gnade angeboten. Sie tun es nicht auf eigene Faust, sondern die Aussendung zur ersten Missionsreise erfolgt durch den heiligen Geist, ungefähr 10 Jahre nach dem Berufungserlebnis von Paulus. Ihre erste Station ist Zypern. Der oberste römische Beamte auf dieser Insel will mehr hören und lässt Paulus zu sich rufen. Durch die Zeichen des Paulus ist der römische Beamte so tief beeindruckt, dass er zum Glauben an Jesus Christus kommt. Lukas ist es wichtig, gleich zu Beginn seiner Darstellung der Mission, die der ganzen von Rom beherrschten Welt gilt, von der Bekehrung eines hohen römischen Staatsvertreters berichten zu können.

Er war tief beeindruckt von der Lehre, die Paulus weitergab und von dem, was sie bewirkte. Apg 13:12

Apg 13,15: Die Rede des Paulus

Wenn ihr ein ermutigendes Wort weitergeben wollt, dann könnt ihr das jetzt tun! Apg 13:15

Barnabas und Paulus zogen weiter nach Antiochia in Pisidien (ein anderes als das Antiochia in Syrien, der Ausgangspunkt ihrer Missionsreise). Dort besuchen sie zuerst die Synagoge. Sie werden freundlich aufgenommen und dürfen sprechen. Paulus längere Rede ist hier überliefert. In seiner Rede erinnert er anhand der Geschichte Israel daran, dass Gott sein Volk immer segnen wollte. Und um dies völlig zu erreichen, hat Gott ihnen in der Person Jesu den Retter gesandt, den vollkommenen Segen! Jesus Christus ist die Erfüllung aller Verheißungen. Paulus belegt anhand der Schrift, dass Jesus der war, der kommen sollte, und dass Jesus, als er starb, nicht im Tod blieb, sondern zum Leben auferstanden ist. Viele kamen durch diese Worte des Paulus zum Glauben.

So sollt ihr nun wissen, dass es Jesus ist, durch den ihr Vergebung der Sünden erlangt. Jeder, der an ihn glaubt, wird frei von aller Schuld. Apg 13:38‭-‬39

Apg 13,47: Die Rede des Paulus

Ich habe dich zum Licht für alle Völker gemacht, damit du der ganzen Welt die Rettung bringst. Apg 13:47

Die Botschaft von Jesus ist voller Licht, weil er selbst das Licht ist, das uns leuchtet. Die Botschaft in seiner Person ist befreiend und beglückend. Die Leute in Antiochia und auch wir hören hier von der großen Liebe Gottes zu allen Menschen durch Jesus. Bei vielen Zuhörern damals wie heute gehen die Herzen auf. Aber es gibt auch Widersacher, die zum Widerstand anstiften, so dass Paulus und Barnabas fliehen müssen. Der Herr ließ diese Verfolgung der Missionare zu, damit die Apostel das Evangelium auch an andern Orten verkündigten. Aber was in Antiochia gesät wurde, fruchtet durch die Kraft des heiligen Geistes. Und das ist auch heute noch so!

Die in Antiochia gebliebenen Jünger waren trotz allem voller Freude und wurden immer mehr mit dem Heiligen Geist erfüllt. Apg 13:52

Apg 14,4: Geteilte Meinung in Ikonion

Die Meinung der Bevölkerung war geteilt. Apg 14:4

Das Evangelium spaltet. Heute wie damals stehen wir entweder auf der Seite Gottes oder auf der Seite der Welt. Das Evangelium ist das größte Glück für den, der es hören will und es wird zum größten Ärger für den, der sich ihm verweigert bis hin zur Gleichgültigkeit. Wer die Liebe Gottes nicht annehmen will, der entscheidet sich für seinen eigenen Weg. Trotz oder gerade wegen der Wunder und Zeichen des Paulus, hetzen Leute gegen ihn bis hin zum Lynchmord. Dennoch: das Evangelium lässt sich damals wie heute durch keinen Widerstand aufhalten. Gerade in Ländern, wo Christen heute verfolgt werden, steigt die Anzahl der Bekehrungen zu Christus.

Apg 14,10: Heilung eines Gelähmten

Laut rief er ihm zu: Steh auf, stell dich auf deine Füße! Da sprang der Mann auf und konnte gehen. Apg 14:10

Paulus heilt einen Gelähmten. Die Bevölkerung glauben darauf, dass die beiden Missionare Götter sind. Sie hielten Barnabas für den Zeus, Paulus dagegen für den Hermes, der, wie sie meinten, die Aufträge der Götter ausrichtete. Sie wollten ihnen opfern. Da zerreißen die beiden Apostel ihre Kleider, machen sich ganz und gar menschlich und rufen zur Bekehrung von den falschen Göttern zu dem lebendigen Gott. Durch eine Aufhetzung durch herbeigeeilte Leute kippt die Stimmung und sie steinigen Paulus. Doch der steht wieder auf und geht in die Stadt.

In Mühen und Schwierigkeiten sein Herz weiten und seinen Mut vergrößern, denn dazu schickt Gott sie und lässt er sie zu. Franz von Sales

Apg 14,22: Rückkehr nach Antiochia

Der Weg in Gottes Reich führt durch viel Leid und Verfolgung. Apg 14:22

Paulus und Barnabas sind zurück in Antiochia. Sie berichten von ihren Erfolgen bei der Mission. Freude in der Gemeinde! Aber bei aller Freude verschweigen sie nicht den Preis. Es gab Kämpfe und Konflikte und die wird es immer wieder geben. Frohe Botschaft ist das Evangelium nur für die, die froh werden wollen, die sich von Gott beschenken lassen. Gott allein kann die Türen zu den Herzen der Menschen öffnen. Und Gott allein kann uns so viel Geduld und Liebe für andere geben, wie wir brauchen. Trotz der vielen Widerstände, die Paulus und Barnabas auf ihrer Reise erfuhren, finden wir keine Haß-Worte gegen ihre Widersacher. Darin sind sie uns ein großes Vorbild.

Paulus und Barnabas blieben längere Zeit bei den Christen in Antiochia. Apg 14:28

Das Apostelkonzil in Jerusalem (15,1- 35)

Apg 15,2: Die Streitfrage

Paulus und Barnabas widersprachen, und es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung. Apg 15:2

Es entsteht eine Auseinandersetzung in der Gemeinde in Antiochia darüber, ob bekehrte Nichtjuden sich beschneiden lassen müssen, um gerettet zu werden. Gläubige aus Judäa behaupten dies. Paulus und Barnabas widersprechen. Es kommt zu keiner Lösung, so dass alle beschlossen, dass Paulus und Barnabas zu den Aposteln in Jerusalem gehen sollten, um diese Streitfrage zu klären. Beim Apostelkonzil gibt es heftige Wortwechsel. Petrus erinnert an die Ereignisse im Hause Kornelius. Sein Wort hat Gewicht! Er spricht sich gegen die Pflicht zur Beschneidung.

Warum wollt ihr jetzt Gott herausfordern und diesen Brüdern und Schwestern eine Last aufbürden? Apg 15:10

Apg 15,11: Das letzte Wort des Petrus

Wir glauben doch, dass wir allein durch die Gnade des Herrn Jesus gerettet werden. Apg 15:11

Wir müssen nichts tun, um von Gott geliebt zu sein. Es ist uns bereits alles in Christus geschenkt. Das ist die erlösende Grundeinsicht unseres Glaubens. Es braucht nicht mehr, als allein darauf von Herzen zu vertrauen. Die frühe Christenheit verzichtet deshalb darauf, Bekehrte zu beschneiden, um die Annahme des Glaubens nicht unnötig zu erschweren. Auch wir müssen immer wieder kritisch prüfen: Fördert unsere Frömmigkeitspraxis das Vertrauen in die Liebe Gottes und hilft sie, mit unseren Mitmenschen offen umzugehen? Dann ist es gut. Wenn sie uns aber ängstlich oder eng macht, stimmt etwas nicht. Denn Christus führt in die Weite, nicht hinter Mauern.

Alle schwiegen und hörten Barnabas und Paulus gespannt zu, als sie berichteten, wie viele Zeichen und Wunder Gott durch sie unter den Nichtjuden getan hatte. Apg 15:12

Apg 15,19: Der Beschluss

Ich meine deshalb wir sollten den Nichtjuden, die zu Gott umgekehrt sind, keine unnötigen Lasten aufbürden. Apg 15:19

Auch Jakobus spricht sich gegen den Zwang zur Beschneiung. Er ist der Schreiber des Jakobusbriefes und war eine der Säulen der Versammlung in Jerusalem. Er stellt sich auf die Seite des Petrus. Die Beschlüsse der Versammlung in Jerusalem werden nach Antiochien weitergegeben. Wer zu Christus findet, ist frei vom Gesetz Israels, sondern lebt allein nach dem Gesetz des Christus. Gott überfordert niemanden mit Regeln, sondern will, dass wir in Liebe miteinander umgehen. Das aber ist das Gesetz des Christus. Judas und Silas aus der Jerusalemer Gemeinde werden mit Paulus und Barnabas wieder nach Antiochia geschickt, um den Beschluss weiter zu geben.

Es gefällt dem Heiligen Geist und uns, euch weiter keine Last aufzuerlegen. Apg 15,28

Die zweite Missionsreise (Apg 15,36- 18,22)

Apg 15,39: Die Trennung von Barnabas

Sie stritten so heftig miteinander, dass sie sich schließlich trennten. Apg 15:39‭-‬40

Paulus weigert sich Johannes Markus noch einmal auf seine zweite Missionsreise mitzunehmen. Über diesen Konflikt trennt er sich sogar von Barnabas. Menschen streiten und geraten aneinander. Die Bibel erzählt diese Begebenheit relativ nüchtern. Auch heute kommt so etwas vor. Menschen trennen sich, wenn ein gemeinsamer Weg nicht mehr möglich ist. Paulus und Barnabas zeigen, wie auf verschiedenen Wegen das Leben und hier die Mission trotzdem weitergeht. Paulus nimmt stattdessen Silas mit und lernt kurz darauf Timotheus kennen, der einer seiner engsten Wegbegleiter wird.

Paulus seinerseits wählte sich Silas zum Begleiter. Apg 15:40

Timotheus nahm Paulus als weiteren Begleiter mit auf die Reise. Apg 16:3

Apg 16,14: Der Ruf nach Europa

Zu ihnen gehörte Lydia, die an den Gott Israels glaubte. […] Während sie aufmerksam zuhörte, ließ der Herr sie erkennen, dass Paulus die Wahrheit verkündete. Apg 16:14

Gott hindert Paulus in bestimmte Gebiete zu gehen. Hier ist zu lesen, dass der heilige Geist und der Geist Jesus den Paulus daran hinderte, Richtung Asien zu missionieren. In einer nächtlichen Vision wird Paulus stattdessen nach Mazedonien gerufen. Interessant: ab Vers 10 berichtet Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, nicht mehr in der dritten Person. Man kann annehmen, dass er sich in Troas dem Apostel angeschlossen hat, dessen treuer Mitarbeiter er wurde. Die Missionare machen sich auf die Reise und landen in Philippi. Hier entsteht die erste Gemeinde in Europa durch die Bekehrung der Lydia. Gott tat ihr das Herz auf, so dass sie die rettende Botschaft erkannte.

Mit allen, die in ihrem Haus lebten, ließ sie sich taufen. Apg 16:15

Apg 16,18: Heilung und Gefängnis

Im Namen von Jesus Christus befehle ich dir: Verlass diese Frau. In demselben Augenblick verließ der Dämon die Sklavin. Apg 16:18

Auf ihren täglichen Weg zur Gebetsstätte begegnet Paulus immer wieder einer wahrsagenden Sklavin. Ihre Besitzer verdienten durch sie viel Geld. Jeden Tag, als sie Paulus sah, schrie sie: Diese Männer sind Diener des höchsten Gottes und zeigen euch, wie ihr gerettet werden könnt! Das wiederholte sich an mehreren Tagen, bis Paulus es nicht mehr ertragen konnte und dem wahrsagenden Dämon befiehlt, die Frau zu verlassen. Die Besitzer der Sklavin konnten so kein Geld mehr mit ihr verdienen. Voller Zorn lösen sie eine Verfolgung von Paulus & Begleitern aus. Paulus und Silas werden misshandelt und ins Gefängnis geworfen. Sie aber standen über allem. Mochten sie wund geschlagen und ihre Füße in dem Stock befestigt werden, ihr Friede und ihre Freude waren nicht gebunden. Nichts konnte sie von der Liebe Christi trennen. Die beiden verwirklichten jetzt, was Paulus später an die Philipper schrieb: „Freut euch in dem Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch!

Apg 16,25: Loblied in Dunkelheit

Gegen Mitternacht beteten Paulus und Silas; sie priesen Gott mit Lobliedern, und die Mitgefangenen hörten ihnen zu. Apg 16:25

Sie wurden geschlagen. Sie sitzen im dunklen Gefängnis. Und was machen sie? Sie singen Loblieder. Was für ein Beispiel für uns, das wir in jeglicher dunklen Situation unseres Lebens nachahmen sollten!

Apg 16,26: Bekehrung des Gefängnisaufseher

Plötzlich bebte die Erde so heftig. […] Alle Türen sprangen auf, und die Ketten der Gefangenen fielen ab. Apg 16:26

Je größer die Aussichtslosigkeit, desto größer das Wunder der Perspektive. In dunkelster Nacht sprengt Gott die Türen und Fesseln im Gefängnis. Ausgerechnet im Gefängnis bricht die Freiheit aus. Der erwachte Gefängnisaufseher dachte, dass alle geflohen seien und wollte sich sofort umbringen. Paulus verhindert das, indem er ihn sagt, dass keiner geflohen sei. Der Gefängnisaufseher begreift und fängt innerlich an zu sehen. Er fällt vor Paulus auf die Knie und fragt, was er tun muss, um gerettet zu werden? „Glaube an den Herrn Jesus.“ (Apg 16:31) ist die Antwort. Der Gefängnisaufseher lässt sich taufen und reinigte die Wunden von Paulus und Silas und bewirtete sie. Sofort setzt er die neu gewonnene Geschwisterliebe in die Tat um.

Er freute sich zusammen mit allen, die bei ihm lebten, dass sie zum Glauben an Gott gefunden hatten. Apg 16:34

Apg 17,7: Christus ist unser König

Sie behaupten, ein anderer sei König, nämlich Jesus. Apg 17:7

Paulus und Silas reisen weiter nach Thessalonich. Neben Missionserfolgen stoßen sie auch hier wie überall auf Widerstand. Auch hier wieder Gefangennahme. Sie werden der politischen Unruhe beschuldigt, weil sie behaupteten, dass Jesus König sei. Nur durch eine Kaution kommen sie frei und reisen weiter nach Beröa. Dort werden sie offen angehört und es wurde überprüft, ob dies mit den heiligen Schriften übereinstimmt. Als die Widersacher aus Thessalonich das hörten, kamen sie von dorthin und erregten die Volksmenge. Von seinen Geschwistern wird Paulus sofort schützend weg gesandt. Einige von ihnen begleiteten ihn bis nach Athen, 600 km südöstlich von Beröa. Ja: Jesus ist unser König. Wir bekennen, dass er als König alle Macht im Himmel und auf Erden letztlich Jesus Christus. Aber er ist kein politischer König, weil seine Macht in der Liebe besteht, die ihn bis ans Kreuz führte.

Jesus Christus, sei du König und Herr in meinem Leben!

Apg 17,23: Unbekannten Gott

Als ich durch eure Stadt ging und mir eure Heiligtümer ansah, da habe ich sogar einen Altar gefunden, auf dem stand: Für einen unbekannten Gott. Diesen Gott, den ihr verehrt, ohne ihn zu kennen, möchte ich euch nun bekannt machen. Apg 17:23

Die Athener waren damals berühmt für ihre Neugier in philosophischen und religiösen Fragen. Paulus Worte sind für sie fremd und neu und sie möchten mehr davon hören. Und es ist tatsächlich neu, was Paulus verkünden darf: Gott ist in Jesus Mensch geworden. Bei den Athener gab es für jede Gelegenheit eine andere Gottheit, sogar dem möglicherweise noch unbekannten Gott huldigte man. So kann Paulus ihnen von Gott erzählen, von dem alles Leben kommt und der in Jesus den Tod überwunden hat. Seine Rede räumt auf mit allen Vorstellungen von vielen Göttern und ihrer Gegenwart in kunstvollen, teuren Skulpturen oder gemalten Bildern.

Es ist der Gott, der die Welt und alles, was in ihr ist, geschaffen hat. Dieser Herr des Himmels und der Erde wohnt nicht in Tempeln, die Menschen gebaut haben. Apg 17:24

Apg 17,27: Gott ist jedem von uns nahe

Das alles hat er getan, weil er wollte, dass die Menschen ihn suchen. Sie sollen mit ihm in Berührung kommen und ihn finden können. Und wirklich, er ist jedem von uns ja so nahe! Durch ihn allein leben und handeln wir, ja, ihm verdanken wir alles, was wir sind. […] Wir sind seine Kinder. Apg 17:27-28

Paulus redet immer noch zu den Athenern. Die Verse 27 und 28 finde ich eine der wundervollsten in der Apostelgeschichte: Gott möchte, dass du ihn suchst. Gott möchte mit dir in Berührung kommen. Gott möchte, dass du ihn findest. Gott ist dir so nah. Durch Gott lebst du. Durch Gott handelst du. Gott verdankst du alles. Du bist sein Kind.

Apg 17,28: Sprechen wie mit einem Freund!

In ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir. Apg 17,28

Machen Sie es sich zur Gewohnheit, sich mit Gott auf Du und Du zu unterhalten, unverkrampft, mit Vertrauen und Liebe, wie mit dem liebsten und liebevollsten Freund, den Sie haben. Es wird von Ihnen nicht eine ständige Geistesanstrengung erwartet, sodass Sie Ihre Pflichten oder sogar Ihre Erholung vergessen. Das einzige, was von Ihnen verlangt wird, ist, dass Sie sich, ohne ihre Aufgaben zu vernachlässigen, Gott gegenüber so verhalten, wie Sie es unter den verschiedenen sich bietenden Umständen Menschen gegenüber tun, mit denen Sie in gegenseitiger Liebe verbunden sind. Ihr Gott ist immer bei Ihnen, ja sogar in Ihrem Innern. Wer mit ihm sprechen möchte, muss nicht erst ins Vorzimmer, nein ganz im Gegenteil: Gott wünscht sich, dass Sie mit ihm ohne viel Zeremoniell umgehen. Reden Sie einfach mit ihm über Ihre Angelegenheiten, Ihre Pläne, Ihre Sorgen, Ihre Ängste, über alles, was Sie interessiert. Das Wichtigste ist, ich wiederhole, dass Sie es unbefangen und mit offenem Herzen tun. Gott spricht in der Tat kaum zu einer Seele, die nicht zu ihm spricht und die folglich nur schwer seine Stimme hören würde, da sie es nicht gewohnt ist, sich mit ihm zu unterhalten. Es stimmt, dass wir Gott immer den höchsten Respekt schulden; aber wenn er Sie mit seiner spürbaren Gegenwart beschenkt und Sie bittet, mit ihm wie mit dem besten Ihrer Freunde zu sprechen, dann lassen Sie Ihrem Herzen frei und vertrauensvoll Ihren Lauf. Alphons-Maria von Liguori

Apg 18,9: Ein Anfang in Korinth

Eines Nachts sprach der Herr in einer Vision zu Paulus: Hab keine Angst! Predige weiter und schweige nicht! Apg 18:9

Von Athen aus ging Paulus nach Korinth. Eineinhalb Jahre wird er hier bleiben. Er unterwies dort die Menschen und erklärte ihnen Gottes Botschaft. Dort erwarten ihn aber auch die gleichen Schwierigkeiten wie überall: Viele lehnen seine Verkündigung ab und stellen sich gegen ihn. Jedoch bekommt Paulus gerade hier in einem Traum das herrliche Versprechen des erhöhten Jesus: Ich bin mit dir! Dass Jesus mit uns ist, bedeutet nicht, dass wir keine Schwierigkeiten bekommen. Aber es bedeutet, dass er in den Schwierigkeiten zu uns steht und uns Kraft und Durchhaltevermögen gibt. Und dass Jesus tatsächlich mit uns ist, hat er uns fest versprochen.

Ich bin bei dir, und niemand kann dir etwas anhaben. Apg 18:10

Die dritte Missionsreise (Apg 18,18- 20,36)

Apg 19,2: Paulus in Ephesus

Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt. Apg 19,2

Nachdem Paulus kurz nach Antiochia zurück gekehrt war, bricht er zur dritten Missionsreise auf. Überall besuchte er die Gemeinden und stärkte sie in ihrem Glauben. Nach der Evangelisation war die Festigung der Gemeinden das große Ziel. Aber er kommt auch an neue Orte, wie das asiatische Ephesus, wo er sich zwei Jahre aufhält. Dort haben die Leute noch nie etwas von heiligen Geist gehört und sie kannten auch nur die Taufe des Johannes. Paulus erklärt ihnen: Wer sich von Johannes taufen ließ, bekannte damit, dass er zu Gott umkehren will. Johannes hat aber immer gesagt, dass man an den glauben muss, der nach ihm kommt, nämlich an Jesus. Nachdem sie das gehört hatten, ließen sie sich auf den Namen des Herrn Jesus taufen. Und als Paulus ihnen die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie. Der heilige Geist hat Kraft. Manchmal ist er die Kraft, die einen bremst, manchmal ist er die Kraft, die antreibt. Gott ließ durch Paulus ganz erstaunliche Wunder geschehen. Die Leute legten sogar Tücher, mit denen Paulus sich den Schweiß abgewischt hatte und Kleidungsstücke von ihm auf die Kranken. Dadurch wurden sie gesund.

Apg 19,13: Sieg über Magie und Zauberei

Im ganzen Land gab es jüdische Geisterbeschwörer, die umherzogen und böse Geister austrieben. Einige von ihnen versuchten, Dämonen dadurch auszutreiben, dass sie über den Besessenen den Namen von Jesus, dem Herrn, aussprachen. Apg 19:13

Es gibt Menschen in Ephesus, die den Namen Jesus missbrauchen. Ohne an ihn zu glauben, versuchen sie durch die Nennung seines Namens Dämonen auszutreiben. Es funktioniert nicht. Der Besessene stürzt auf sie. Darüber sind viele tief erschrocken und das hat eine heilsame Wirkung. Sie bekennen ihre Schuld und verbrennen ihre Zauberbücher. Diese Bücher stellten einen großen materiellen Wert dar. Die Erwähnung dieser Tatsache zeigt, dass man nicht darauf sehen soll, was es kostet, Dinge aufzugeben, die mit dem christlichen Wandel unvereinbar sind.

Eine ganze Anzahl von ihnen brachten ihre Zauberbücher und verbrannten sie in aller Öffentlichkeit. Apg 19:18‭-‬19

Apg 19,26: Aufruhr der Silberschmiede

Was mit Händen gemacht ist, das sind keine Götter. Apg 19,26

Die Predigten des Paulus über Christus haben in Ephesus eine Wirkung, die wir uns heute kaum vorstellen können. Die ganze Stadt ist in Aufruhr geraten. Um die Unterstützung der Volksmenge zu gewinnen, hob Demetrius die Bedeutung der großen Göttin Artemis hervor. Der Grund dafür ist allerdings nicht die Religion, sondern die Silberschmiede befürchten, diese Botschaft würde ihr Geschäft mit religiösen Artikeln gefährden. Nach all diesen Ereignissen beschloss Paulus, geleitet durch den Heiligen Geist nach Jerusalem zu reisen.

Wenn ich in Jerusalem gewesen bin muss ich weiter nach Rom. Apg 19:21

Apg 20,7: Das sonntägliche Brotbrechen

Am Sonntagabend, dem ersten Tag der neuen Woche, kamen wir zusammen, um das Abendmahl zu feiern. Apg 20:7

Paulus reist nach Griechenland. Er landet in Trojas und trifft sich mit der Gemeinde, um das Abendmahl zu feiern. Dieser Vers ist ein wichtiger Hinweis, dass die Gemeinde schon damals es gewohnt war an diesem Tag sich zum Brotbrechen zu versammeln. Es ist der Tag des Herrn, unser heutiger Sonntag, wo wir beim Brotbrechen sein Gedächtnis feiern. Es geschah also nicht gelegentlich, sondern regelmäßig. Diese eine Stelle genügt schon, um uns zu veranlassen, heute dasselbe zu tun.

Der Sabbath und dessen Feier am Samstag gehörte für die Juden zum tiefsten Kern ihrer Identität. Nur ein Ereignis von umstürzender Gewalt konnte den Verzicht auf den Sabbat und seine Ablösung durch den ersten Tag der Woche, dem Herrentag, herbeiführen: die Auferstehung. Die Feier des Herrentages (unser Sonntag), die zur christlichen Gemeinde von Anfang an gehört, ist einer der stärksten Beweise dafür, dass an jenem Tag Außergewöhnliches geschehen ist: die Begegnung mit dem auferstandenen Herrn.

Lasse auch du dich im Geist der Auferstehung immer wieder raus reißen aus alten Wegen und Gewohnheiten hin zu dem, was Gott mit dir vorhat. Er liebt dich und will das Beste für dich.

Apg 20,9: Totenerweckung

Paulus lief hinunter, beugte sich über den Toten und nahm ihn in seine Arme. Dann sagte er zu den Leuten: Beruhigt euch! Er lebt. Apg 20:9‭-‬10

Während der langen Predigt von Paulus wurde Eutychus vom Schlaf überwältigt, fällt aus dem Fenster und fällt drei Stockwerke tief. Als die Männer ihn aufhoben, war er tot. Paulus erweckt ihn wieder zum Leben. Der Unglücksfall wird zur Erfahrung der Macht Jesu, als der Tote wieder ins Leben geholt wird. Dann wird der Gottesdienst fortgesetzt, weil Gottes Wort und Mahl für alle lebensnotwendig sind. Ein wunderbares Bild: Das Leben kann uns sehr müde machen, sogar in der Mitte der Gemeinde einschlafen lassen. Aber in der Vollmacht Gottes können andere uns wecken und zurück ins Leben führen.

Paulus ging wieder hinauf. Er brach das Brot und sie feierten gemeinsam das Abendmahl. Apg 20:11

Apg 20,13: Zu Fuß nach Milet

Wir bestiegen ein Schiff und segelten nach Assos. Paulus aber wollte unbedingt bis dorthin zu Fuß gehen. Apg 20:13

Paulus wollte zu Fuß gehen. Zweifellos empfand er das Bedürfnis, vor seinem Weg nach Jerusalem sich in Stille zu sammeln. Für jeden Diener des Herrn ist es ein unbedingtes Erfordernis, recht oft in der Gegenwart Gottes stille Augenblicke zu verbringen, frei von jeder Ablenkung. Möglichst schnell wollte er nach Jerusalem. Darum entschied er sich, nicht nach Ephesus zu reisen. Aber er wollte nochmals mit deren Leitern sprechen. Darum lässt er sie sich zu ihm holen.

Apg 20,19: In Demut dienen

Ich habe dem Herrn gedient in aller Demut. Apg 20:19

Sieh auf deine Fehler und Schwächen und erkenne, dass du ohne Gottes Hilfe überhaupt keine Chance hast. Betrachte ebenso auch deine guten Seiten, deine Fähigkeiten und Stärken, sei dir aber bewusst, dass diese nicht aus dir selbst kommen, sondern Geschenke Gottes sind. Demut ist jene Tugend, die dir die Kraft gibt, dich selbst so anzunehmen, wie du bist: Deine Fehler und Schwächen ebenso wie deine Stärken. Weder vor dir selbst noch vor deinen Mitmenschen und schon gar nicht vor Gott ist es notwendig, irgendwelche Masken aufzusetzen. Der demütige Mensch lebt so wie er ist.

Wir sind doch alle nur Bettler. Martin Luther

Apg 20,28: Paulus beginnt letzten Weg

Von jetzt an müsst ihr auf euch selbst achten und auf die ganze Gemeinde, für die euch der Heilige Geist als Hirten eingesetzt hat. Apg 20:28

Paulus hatte nun die Reise nach Jerusalem, viele Leiden, Gefangenschaft und das Ende des Dienstes, den er von dem Herrn empfangen hatte, vor sich. Paulus bittet darum die Ältesten von Ephesus zu sich in das 50 Kilometer entfernte Milet, um sich von ihnen zu verabschieden. Er gibt ihnen einen zweifachen Auftrag: Achtet auf euch selbst und gebt eurer Gemeinde ein Vorbild! Auf sich selbst achten bedeutet vor allem auch selbst nicht hochmütig wichtig nehmen. „Mein Leben ist mir nicht wichtig. Vielmehr will ich bis zum Schluss den Auftrag ausführen, den mir Jesus, der Herr, gegeben hat.“ (Apg 20:24) Er mahnt auch zur gebenden Nächstenliebe. „Geben macht glücklicher als Nehmen.“ (Apg 20:35). Es ist eine ergreifende Abschiedsrede, die ebenso mit einem ergreifenden Abschied endet.

Apg 20,31: Geben ist seliger

Geben ist seliger denn nehmen. Apg 20,31

Warum heißt es hier seliger und nicht besser? Im Unterschied zu dem neutralen Wort besser ist das Wort selig ein Beziehungswort. Es spielt auf die Beziehung zu Gott an. Und es spielt auf die Beziehung zwischen Geber und Empfänger an. Der gibt, der hat selber etwas davon, der wird dadurch selig, der freut sich darüber, der empfindet Mitfreude über der Freude, die er beim Empfänger ausgelöst hat.

Gebt, und es wird euch gegeben werden. Wer großherzig ist, wird immer Segen empfangen. Johannes XXIII

Je mehr du gibst, desto mehr empfängst du. Mutter Teresa

Wir empfangen, wenn wir geben, sei es nun Geld oder Zeit oder sonst etwas. Morgens wenn ich aufwache, fasse ich meinen Vorsatz für den Tag: dass dieser Tag eine Bedeutung haben soll. Und seine Bedeutung ist, dass ich anderen, so gut es geht, diene und helfe, mich selbst mit meiner ganzen Person gebe. Dann hat der Tag eine Bedeutung. Dann bin ich Gebender. Wir sind allerdings nie nur Gebende, sondern auch Empfangende. Andere Menschen geben uns Dinge, die wir uns selbst nicht geben können, und wären wir noch so reich.

Ehe wir den Menschen etwas geben, müssen wir zuerst selbst empfangen. Helmut Thielicke

Gott hat uns zwei Hände gegeben – eine zum Empfangen und eine andere zum Geben. Billy Graham

Apg 20,37: Herzergreifender Abschied

Sie küssten und umarmten Paulus zum Abschied; viele weinten laut, vor allem deshalb, weil er ihnen gesagt hatte, sie würden ihn nicht wiedersehen. Apg 20:37‭-‬38

Abschied gehört existentiell zu deinem Leben. Es gibt keinen Abschied, der nicht auch traurig ist. Denn Abschied hat mit Trennung und Veränderung zu tun. Und das fällt uns Menschen nicht ganz leicht. Die Art der Abschiede sind vielfältig: Banale Verabschiedungen im Alltag, schöne Abschiede, wenn man weiß, dass man sich wieder treffen wird, schmerzende Abschiede, wenn man weiß, dass man einen lieb gewonnenen Menschen nie wieder sehen wird, euphorische Abschiede, wenn man zu neuen Ufern aufbricht u.v.m. Denke heute bewußt über deine vergangenen Abschiede nach, die dich geprägt haben. Sie sind ein Teil von dir.

Von Jerusalem nach Rom (Apg 21-28)

Apg 21,13: Auf dem Weg nach Jerusalem

Warum weint ihr und macht mir das Herz schwer? Ich bin nicht nur bereit, mich in Jerusalem gefangen nehmen zu lassen, ich bin auch bereit, dort für Jesus, den Herrn, zu sterben. Apg 21:13

Auf dem Weg nach Jerusalem macht Paulus für einige Tage eine Zwischenstation in Cäsarea bei Philippus. Sein Leiden in Jerusalem wird ihm hier nochmals von Agabus prophezeit. Die Menschen warnen ihn, nicht weiter zu gehen. Sie haben Angst um ihn. Doch Paulus weiß, dass diese Reise Gottes Plan und Weg für ihn ist. Denn wenn es Gottes Wille ist, will er nicht zögern. Er ist bereit, für den Herrn Jesus auch zu sterben. Vater, dein Wille geschehe, so hat Jesus seine Nachfolger beten gelehrt. Bestimmt Gottes Wille unser Leben? Ihm können wir vertrauen, egal, was kommt. Denn sein Wille ist unsere Rettung.

Weil er sich nicht umstimmen ließ, bedrängten wir ihn schließlich nicht länger und sagten: Der Wille des Herrn soll geschehen! Apg 21:14

Apg 21,36: Verhaftung in Jerusalem

Die Leute drängten heran und tobten: Weg mit dem! Bringt ihn um! Apg 21:36

In Jerusalem besucht Paulus zuerst die Gemeinde und berichtet über die Erfolge in der Missionierung. Diese loben Gott für sein Handeln unter den Völkern. Im öffentlichen Bereich dagegen geht es schnell zur Sache. Es wird Paulus vorgeworfen, er habe einen Nichtjuden in den Tempel mitgenommen, was bei Todesstrafe verboten war. Durch römische Soldaten wird er gerettet und verhaftet, darf sich aber vor der Menge erklären. Er berichtet von der Liebe Gottes in Christus. So wie er, wollen wir uns zu Jesus bekennen, ob das gern gehört wird oder nicht.

Da entstand eine große Stille und er redete zu ihnen. Apg 21,40

Apg 22,7: Paulus verteidigt sich

Ich fiel zu Boden und hörte eine Stimme: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Wer bist du, Herr? fragte ich und hörte als Antwort: Ich bin Jesus aus Nazareth, den du verfolgst. Apg 22:7-8

Paulus erzählt seine Lebensgeschichte. Er war ganz im jüdischen Glauben aufgewachsen. Doch dann kann sein Bekehrungserlebnis bei Damaskus. Er zeigte ihnen, dass er seinen Lebensweg deshalb so plötzlich geändert hatte, weil der Herr ihm erschienen war und er sich von da an seiner Autorität unterwarf und Ihm gehorchte. Die Verkündigung des Evangeliums an alle Menschen wurde zum Auftrag seines Lebens. Paulus verteidigt nicht sich, sondern er erklärt feierlich, dass das Evangelium von Jesus Christus die gute, rettende Nachricht für alle (!) Menschen ist. Und bei dieser Ausweitung der Heilsbotschaft auf alle Menschen, fängt das Volk wieder an zu schreien und seinen Tod zu fordern. Nur die Berufung auf sein röm. Bürgerrecht rettet ihn.

Ich aber bin schon als römischer Bürger geboren. Apg 21,28

Apg 23,11: Ein wahrer Krimi

In der folgenden Nacht trat der Herr zu Paulus und sagte: Du kannst unbesorgt sein! So wie du in Jerusalem mein Zeuge gewesen bist, sollst du auch in Rom mein Zeuge sein! Apg 23:11

Am nächsten Tag wird Paulus vor den hohen Rat geführt. Wieder bezeugt er Christus. Als er über die Auferstehung spricht, kommt es zum Streit im hohen Rat, der so eskaliert, dass er zur Sicherheit wieder vom röm. Kommandanten in die Festung gebracht wird. In der Nacht erscheint ihm der Herr und stärkt ihn. Auch uns stärkt der Herr in dunklen Stunden. Bei Tagesanbruch kamen 40 Juden zusammen und schworen vor Gott, weder zu essen noch zu trinken, bis es ihnen gelungen wäre, Paulus zu töten. Ein Neffe des Paulus bekommt dies mit und informiert Paulus und den zuständigen röm. Kommandanten. Dieser lässt Paulus zur Sicherheit nach Cäsarea bringen. Wenn Gott nicht mehr unmittelbar eingreift, so herrscht er doch über allem und leitet alles mit der gleichen, unveränderlichen Liebe

Apg 24,14: Paulus vor Felix

Ich diene dem Gott. Apg 24:14

Die Hohepriester kommen nach Cäsarea und erheben vor dem röm. Statthalter Felix Anklage gegen Paulus. Er wird verklagt, das Volk aufgehetzt zu haben, er sei gefährlich wie die Pest! Sie schleimen sich regelrecht bei Felix ein, um eine Verurteilung des Paulus zu erwirken. In seiner Antwort entkräftet Paulus alle Vorwürfe und fasst in einem einzigen Satz seine Lebenshaltung zusammen: Er will Gott dienen. Das klare Zeugnis des Paulus machte auf Felix mehr Eindruck als das Gehabe der Hohepriester. Aber Felix Hoffnung auf Bestechungsgeld ist empörend! Felix ließ Paulus zwei Jahre lang im Gefängnis bis er von Festus abgelöst wurde. Von diesen zwei Jahren sagt die Apostelgeschichte nichts. Gewiss war diese Zeit Paulus nützlich. Er wurde für das Zeugnis und den Dienst in Rom zubereitet.

Weil ich an die Auferstehung der Toten glaube, werde ich heute von euch angeklagt! Apg 24:21

Apg 25,12: Weg nach Rom

Du hast dich auf den Kaiser berufen. Man wird dich also vor den Kaiser bringen. Apg 25:12

Die zwei Jahre, die seit seiner Verhaftung verflossen waren, hatten den Hass der Ankläger nicht abgeschwächt. Vor Festus klagen sie ihn erneut an. Wieder beruft er sich als römischer Bürger auf den Kaiser. Nicht um seine Freiheit kämpft der Apostel. Er ist ein freier Mensch in Ketten. Wichtiger als die Freiheit war ihm, von Jesus zu reden, der uns alle wirklich frei macht. Er möchte Zeuge sein für Jesus vor aller Welt und auch vor dem Kaiser in Rom. Folgen wir Paulus in dieser Gewissheit im Glauben, Gottes Weg zu gehen, auf ihn zu vertrauen und dieses Vertrauen nicht loszulassen, auch nicht an schwierigen oder dunklen Schnittstellen des Lebens.

Weil er sich aber selbst auf den Kaiser berufen hat, habe ich entschieden, ihn nach Rom bringen zu lassen. Apg 25, 25

Apg 26,8: Verteidigungsrede des Paulus

Warum erscheint es euch denn so schwer zu glauben, dass Gott Tote auferweckt? Apg 26:8

Immer wieder hatte sich der Apostel vor den römischen Statthaltern verteidigen müssen. Aber die Römer konnten nichts mit ihm anfangen, hielten seine Reden für Spinnerei und die Anklage gegen ihn für läppisch. Deshalb hatte der neue Prokurator Festus den jüdischen König Agrippa als Unterstützung hinzugebeten, um seine Sicht der Dinge zu hören. Paulus darf vor den beiden reden. Selbstbewusst redet Paulus mit dem jüdischen König. Er berichtet von seiner Bekehrung. Er schildert, wie er vor Damaskus ein Licht vom Himmel gesehen hat, als ihm Jesus erschienen ist. Und er, Jesus Christus selbst, hat ihn zu seinem Boten gemacht mit dem Auftrag, das Evangelium allen Völkern zu bringen, ihnen die Augen öffnen, damit sie sich von der Finsternis dem Licht zuwenden und ihnen so ihre Sünden vergeben werden. Das alles kann uns ermutigen, unseren eigenen Weg mit Gottes Hilfe zu gehen, nicht nachzulassen, auf Gott zu vertrauen und in allem sein Zeuge zu sein, selbst wenn wir deswegen schief angeschaut werden.

Du bist wahnsinnig, Paulus! Vor lauter Studieren hast du den Verstand verloren! Apg 26:24

Apg 27,7: Auf dem Weg nach Rom

Da wir aber während vieler Tage eine langsame Fahrt hatten und nur mit Mühe in die Nähe von Knidus kamen, weil der Wind uns nicht hinzuließ, so segelten wir unter Kreta hin gegen Salmone. Apg 27:7

Paulus und einige andere Gefangene wurden dem Hauptmann Julius übergeben, um ihn mit dem Schiff nach Rom zu bringen. In der rauen See kommt das Schiff kaum voran. Die Route wird geändert. Wie oft geht es uns genauso! Wir planen, organisieren, strukturieren unseren Tag und unser Leben, wollen natürlich vorankommen und treten doch auf der Stelle. Gott schenke uns Geduld, seine Zeit und seine Stunde zu erkennen! Wir müssen lernen, geduldig Gottes Hilfe zu erwarten, damit wir bereit sind, im richtigen Augenblick die richtigen Schritte zu tun.

Apg 27,22: Vertrauen im Sturm

Gebt nicht auf! Keiner von uns wird umkommen, nur das Schiff ist verloren. […] Habt keine Angst! Apg 27:22;25

Das Schiff treibt tagelang im Sturm. Die Besatzung hatte schon Tage nichts gegessen, nur damit beschäftigt, nicht unter zu gehen. Der Glaube an Rettung schwindet. An dieser Stelle spricht Paulus der Besatzung Mut zu und sie hören ihn. Inmitten von Sturm und Angst geschieht das Wunder des Zuhörens. Man bedenke, dass Paulus ein Gefangener war! Paulus war inmitten dieser 275 Menschen des Schiffes wie ein Anführer, dessen Autorität sich wie von selbst den anderen aufdrängte. Paulus berichtet davon, dass ihm ein Engel erschienen ist, der ihm die Rettung zugesagt hat. Dann fordert er die Besatzung auf, etwas zu essen, um sich zu stärken. Paulus nahm das Brot, dankte Gott vor ihnen allen und brach’s. Fast wie die Worte beim Abendmahl klingt die Beschreibung dieser Mahlzeit. Die Ähnlichkeit ist bestimmt nicht zufällig.

Da fassten alle neuen Mut und aßen ebenfalls. Apg 27:36

Paulus nahm ein Brot, dankte Gott laut und vernehmlich, so dass alle es hören konnten, brach es in Stücke und begann zu essen. Apg 27:35

Apg 27,44: Alle werden gerettet

Auf diese Weise konnten sich alle retten. Apg 27:44

Die Seeleute sehen Land. Sie werfen alles über Bord, um das Schiff leichter zu machen, damit es nicht auf gefährliche Klippen läuft. Die wenigsten können schwimmen. Die Bedrohung ihres Lebens ist trotz des rettenden Ufers so groß wie zuvor. Sie werden alle gerettet. Was Gott ankündigt, wird geschehen. Diese Reise ist auch ein Bild für unser Leben in dieser Welt. Zu Beginn scheint es eine unbeschwerte Überfahrt zu werden. Aber der Gegenwind macht sich bald in Form verschiedener Versuchungen und Prüfungen bemerkbar. Die Maßnahmen, die gegen die Schwierigkeiten getroffen werden, führen nicht zum Ziel. Man muss hindurchgehen und Dinge opfern, die man für unentbehrlich hielt. Häufen sich die Schwierigkeiten, so sind wir gezwungen, alles über Bord zu werfen. Und wir verlassen schließlich das Schiff, unseren menschlichen Körper, um das jenseitige Ufer zu erreichen. Wie glücklich sind wir, zu wissen, dass, wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, der innere Tag für Tag erneuert wird und dass, wenn unser irdisches Haus, die Hütte, zerstört wird, wir in den Himmeln einen Bau von Gott haben

Die Besatzung ist auf Malta gelandet. Sie werden von den Bewohnern freundlich aufgenommen. Paulus wird beim Holzsammeln für ein Feuer von einer Giftschlange gebissen. Alle erwarten seinen Tod. Doch nichts passiert. Sie denken sich: Er muss Gott sein! Gleich geht es weiter. Paulus heilt viele Menschen.

Apg 28,15: Ankunft in Rom

Die Christen in Rom hatten schon von unserer Ankunft gehört und kamen uns bis Tres-Tabernae entgegen, einige sogar bis Forum Appii. Als Paulus sie sah, dankte er Gott und blickte mit neuem Mut in die Zukunft. Apg 28:15

Die entgegen kommenden Glaubens-Geschwister war für Paulus auf seinem schweren Weg wie ein Gruß aus dem Himmel, waren sie doch alle Glieder des Leibes Christi. Das war für ihn eine große Stärkung. So dankte er Gott und fasste Mut. Er lud führende Männer der jüdischen Gemeinde ein und sprach mit ihnen über Gottes Reich und erklärte ihnen alles. Vom Morgen bis zum Abend erzählte er ihnen von Jesus. Einige ließen sich auch überzeugen, andere aber wollten nichts davon wissen. Die Apostelgeschichte endet offen mit folgendem Vers:

Paulus blieb zwei Jahre in seiner Mietwohnung. Jeder durfte zu ihm kommen, und niemand hinderte ihn daran, in aller Offenheit über Gottes Reich und über den Herrn Jesus Christus zu predigen und zu lehren. Apg 28:30‭-‬31