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Lukas Evangelium – Kapitel 21

Lk 21,1-4: Arme Witwe gibt alles

Mk 12,41-44

Nachdem Jesus das gesagt hatte, blickte er zum Opferkasten im Tempel hinüber und schaute zu, wie die Reichen ihre Gaben einwarfen. Lk 21:1

Ich schaue auf den göttlichen Blick Jesus. Er sieht nicht nur die Gesten, sondern auch auf die Herzen derer, die die Gaben darbringen. Worauf Menschen nicht schauen, das sieht allein Gott. Ich denke dabei an mich. Jesus schaut auf mich bis in die Tiefe des Herzens. Er schaut auf mein Herz, und nicht auf äußerliche Gesten. Er weiß darum, dass meine Hingabe an ihn oft kümmerlich und schwach ist. Aber er sieht mein tägliches Bemühen, Hingabe zu leben. Und sind wir untreu, so ist und bleibt er treu.

Unsere Hingabe mag unbeständig sein, Gottes Hingabe niemals. Max Lucado

Er sah aber auch eine arme Witwe, die legte dort zwei Scherflein ein; und er sprach: Wahrlich, ich sage euch. Lk 21:2‭-‬3

Die Witwe wirft die letzten Münzen, die ihr verblieben sind, in den Opferkasten des Tempels. Aus materieller Hinsicht ist dieses Opfer wertlos, einen Cent gibt sie nach heutiger Rechnung. Aber ihre Tat enthält eine große Lehre. Die Tatsache, dass Jesus seine Jünger zusammen ruft und das betonte „Wahrlich ich sagen euch“ erleiht der Handlung der Witwe eine besondere Bedeutung. Hatte Jesus kurz zuvor die Scheinheiligkeit der Schriftgelehrten geradelt, so wird er nun die Hingabe der Witwe als ein Vorbild tiefer Frömmigkeit heraus stellen.

Alle christliche Frömmigkeit ist nur so viel wert, als sie die Hingabe unseres Willens an den Seinen enthält. Albert Schweitzer

Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr eingelegt als alle! Lk 21:3

Das ist die Mathematik des Himmels. Die Reichen gaben von dem, was sie zu viel hatten und behielten genug für sich zurück. Die arme Witwe gab von dem, was sie zu wenig hatte, und behielt nichts für sich zurück. Das zeugt von einer großen Liebe und einer tiefen Hingabe an Gott. Das machte ihr Opfer so großartig. Auch heute gilt für uns: Wahres Christentum ist völlige Hingabe und zwar an den Herrn Jesus Christus.

Das innerste Wesen der Liebe ist Hingabe. Edith Stein

Sie hat alles hineingeworfen, was sie besaß. Und sie besaß viel, denn sie hatte Gott in ihrem Herzen. Es ist wertvoller, Gott in der Seele als Geld im Opferkasten zu haben. Augustinus

Denn diese alle haben von ihrem Überfluss zu den Opfergaben für Gott beigetragen; sie aber hat aus ihrer Armut heraus alles eingelegt, was sie zum Lebensunterhalt besaß. Lk 21:4

Die Witwe hat von ihrer Armut gegeben, ein schönes Paradox. Meine Hingabe wird dann fruchtbar werden, wenn sie mit Herzen und in ihrer Ganzheit vollzogen wird. Die Witwe aus dem Evangelium gibt alles, sie schenkt sich selbst hin und legt sich in die Hände Gottes für die anderen. Sie allein hat Gott die Ehre gegeben, indem sie nichts für sich zurückbehielt. Sie zeigt, dass es Gott nicht einfach um Gaben geht, sondern darum, dass der Mensch ihm sein ganzes Leben hingibt, sich selbst als Opfer darbringt.

Der Herr verlangt von uns keine großen Taten, sondern nur Hingabe und Dankbarkeit. Er braucht unsere Werke nicht, sondern allein unsere Liebe. Therese von Lisieux

Die Witwe gibt nicht nur Geld, sie gibt ihr ganzes Leben. Sie gibt sich selbst. Sie gibt sich hin. Sie ist ein Sinnbild für Proexistenz, d.h. des Daseins für andere, die bis zur äußersten Konsequenz geht. So hat Jesus seinen eigenen Tod verstanden und gedeutet. Am Wendepunkt des öffentlichen Wirkens Jesu hin zu seiner Passion steht diese Erzählung über die Witwe, die ihr Leben hingibt. Auf diese Weise wird sie zum Sinnbild für Christus, der sich nun aufmacht sein Leben hinzugeben: Ich gebe mein Leben für die Schafe. Joh 10:15

Im Kern geht es um eine bedingungslose Hingabe an Gott. Hier ist uns die Witwe Vorbild. Für uns ist sie täglich neu zu leben im Glauben und im Gehorsam und mit dem Herzen.

Was mich kümmert und was mich fordert ist das Heute. Das Heute gehört der Gnade Gottes und der Hingabe meines Herzens. Franz von Sales

Hingabe ist: Dem Herrn geben, was ihm gehört. Corrie ten Boom

Lk 21,5-24: Über Zukunft der Welt

Mt 24,1-25; Mk 13,1-23

Und als etliche von dem Tempel sagten, dass er mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sprach er: Was ihr da seht, es werden Tage kommen, wo kein Stein auf dem anderen bleiben wird, der nicht abgebrochen wird!  Lk 21:5-6

Der Tempel in Jerusalem wurde zerstört. Der Tempel seines Leibes dagegen konnte nicht zerstört werden. Immer wieder versuchten sie Jesus zu töten, doch erst als die Stunde gekommen war, erlaubte Er ihnen, den Tempel seines Leibes abzubrechen. Jesus ist nun der neue Tempel. Die Zeit des steinernen Tempels ist vorbei, mit Jesu Kreuzestod wird der alte Tempel abgebrochen: Ein neuer Kult kommt in einem nicht von Menschen gebauten Tempel. Dieser Tempel ist sein Leib, der Auferstandene, der die Völker sammelt und im Sakrament seines Leibes und Blutes eint. Er selbst ist der neue Tempel der Menschheit.

Gebt Acht, dass euch niemand irreführt!, erwiderte Jesus. Viele werden unter meinem Namen auftreten und von sich sagen: Ich bin es! und: Die Zeit ist da! Lauft ihnen nicht nach! Lk 21:8

Jesus kündigt harte Zeiten an und gibt uns leitende Hinweise: Lasst euch nicht irreführen! Zwei Formen der Irreführung bedrohen uns. Die einen sagen: Alles halb so schlimm! Die Krise ist überstanden! Lauft ihnen nicht nach! warnt Jesus. Sie sagen nur die halbe Wahrheit. Die Lage ist viel ernster als sie zugeben. Die Anderen sehen nur Katastrophen und Niedergang. Sie übersehen, dass immer auch das Gute wächst, dass es neben Abbrüchen auch Aufbrüche gibt, neben dem, was wirklich untergeht auch vieles, das hoffnungsvoll neu entsteht. Kardinal Schönborn

Erschreckt nicht, wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört! Das muss vorher geschehen, aber das Ende kommt nicht gleich danach. Lk 21:9

Lasst euch nicht erschrecken! Nur wer in falschen Sicherheiten lebt, wird von Krisen umgeworfen. Die Bibel warnt oft davor, sich in Sicherheit zu wiegen. Die Lebenserfahrung bestätigt das. Alles kann sich ändern, blitzschnell, von einem Tag auf den anderen. Plötzlich eine Krebserkrankung oder ein Unfall, eine Beziehungskrise u.a. Alles sieht mit einem Mal anders aus. Niemand ist vor solchem Umsturz sicher. Deshalb müssen wir noch nicht in Dauerangst leben. Aber es ist gut, für jeden guten Tag dankbar zu sein und zu wissen: es ist nicht selbstverständlich! Kardinal Schönborn

Der Herr verkündet die Leiden, welche dem Untergang der Welt vorhergehen, damit die kommenden umso weniger erschrecken, als man sie vorherwußte. Denn weniger verwunden die Leiden, welche man vorhersieht. Thomas von Aquin (Goldene Kette)

Es wird hier und dort große Erdbeben geben, Hungersnöte und Seuchen; und Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel werden sich einstellen. Lk 21:11

Jesus kündigt schwere Zeiten an. Und doch macht er keine Zukunftsangst. Seine Hilfe wird in aller Bedrängnis bei uns bleiben. An uns liegt es, standhaft zu bleiben. Und auf Gott zu vertrauen. Jesus, der das alles zu uns sagt, ist größer als die ganze Welt. Wenn wir uns das bewusst machen, dann spüren wir: Wie klein sind doch unsere Sorgen und Ängste. In unserer Ohnmacht können wir uns an ihn wenden. Bei ihm finden wir Zuflucht. Er steht uns bei und stärkt unsere Hoffnung, damit wir uns nicht irre machen lassen, sondern unbeirrt weiter auf dem Weg der Nachfolge gehen. Denn er ist bei uns alle Tage, bis zum Ende der Welt.

Die schrecklichen Bilder werden nicht deshalb gezeichnet, um uns zu entmutigen, sondern um uns im Vertrauen auf Gott und seine Fürsprache im Glauben zu stärken.

Vor diesem allem aber werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und in Synagogen und Gefängnisse übergeben und vor Könige und Fürsten führen um meines Namens willen. Lk 21:12

Verfolgung, Ablehnung, Kritik gehören zum christlichen Leben. Wundert euch nicht, sagt Jesus, dass ihr als meine Jünger nicht nur Applaus erntet. Heute ist weltweit das Christentum die am meisten verfolgte Religion. Was rät Jesus? Standhaft bleiben! Nicht mit Hass auf Hass antworten! Und auf Jesus vertrauen, der durch alle Krisen und Katastrophen treu bleibt. Wann wird das alles geschehen? Es geschieht täglich, heute, jetzt! Kardinal Schönborn

Ich will euch Weisheit und Fähigkeit zu reden geben, der alle eure Widersacher nicht werden widersprechen noch widerstehen können. Lk 21:15

Ihr werdet von allen gehasst werden um meines Namens willen. Lk 21:17

Die letzte Antwort auf die Frage nach dem Menschen und seiner Zukunft am Ende der Welt ist Jesus Christus selbst. Er, Jesus, hat sein ganzes Vertrauen auf den Vater gesetzt. In dessen Hände hat er sein Leben gelegt. In aller Anfechtung und in aller Angst vor dem Leiden und dem eigenen Tod ist er diesem Gott, sich selbst und seinem Auftrag treu geblieben. Und Gott hat ihn nicht enttäuscht. Er hat seinen Sohn auch im Tod nicht allein gelassen. Ja, er hat ihm in der Auferstehung das neue und ewige Leben geschenkt. Und genau das ist auch die Zusage an uns. Bei seiner Wiederkunft wird er die Mauern des Todes durchbrechen und den Weg öffnen für einen neuen Himmel und eine neue Erde, wo es keine Trauer, keine Klage und kein Leid mehr geben wird.

Gewinnt eure Seelen durch euer standhaftes Ausharren! Lk 21:19

Standhaft bleiben, die Treue halten. Große Worte. Was bedeutet das für mich? Zuallererst an unserem Glauben fest zu halten, der uns überliefert ist und der durch eigene Gotteserfahrung gefestigt wird. Daraus folgend, dass wir zulassen, dass der Glaube uns umgestaltet, wir nicht nur Wort-Christen sind, sondern in seiner Liebe leben und wachsen in den Tugenden. Liebe muss konkretisiert werden.

Heiligkeit besteht nicht darin, einen Tag oder ein Jahr lang treu zu sein, sondern darin, durchzuhalten und bis zum Tod darin zu wachsen. Hier muss uns Gott als ein Schild dienen, aber als Schild, der uns ganz umschließt, weil wir von allen Seiten bedrängt werden. Gott muss alles tun. Dann ist nicht zu befürchten, dass es uns an etwas fehlt. Für uns genügt es, unsere Ohnmacht zu erkennen und inständig und beharrlich um Hilfe zu bitten auf die Fürsprache Mariens, der Gott nichts verweigert. Aber selbst das können wir nur mit Hilfe einer großen Gnade tun, oder vielmehr mit vielen großen Gnadenerweisen Gottes. Claude de la Colombière

Beharren bedeutet, an etwas festhalten. Woran sollten die Jünger Jesu festhalten? Um falschen Propheten oder falschen Christusse nicht zum Opfer zu fallen, ist es erforderlich, festzuhalten an Jesus und darauf zu beharren, dass er allein der Herr ist, der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wir müssen auf Jesus beharren! Ein Jünger Jesu soll auch das Wort Gottes festhalten. Er soll darauf beharren, dass nur Gottes Wort wahr ist und nicht die Lehre falscher Propheten und Christusse. Wir müssen auf die Bibel beharren! Wir erfahren, was im Glaubensleben entscheidend ist. Ein Glaubensleben zu beginnen ist großartig. Doch selig wird nur wer bis ans Ende im Glauben beharrt. Das ist eine notwendige Warnung unseres Herrn, der uns vor einer Herausforderung stellt. Beten wir für Kraft und Beharrlichkeit, um bis ans Ende auszuharren.

Lk 21,25-33: Über seine Wiederkunft

Mt 24,26-35; Mk 13,24-31

Denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. Lk 21:26‭-‬27

Denn alsdann, wann das verwesliche Fleisch zu Ende geht, wird auch nach dem Apostel (1. Kor. 7) die Gestalt dieser Welt vergehen, und eine neue Welt eintreten, in welcher statt der sichtbaren Lichter Christus selbst als die Herrlichkeit und der König der neuen Welt glänzen wird. Sein Licht wird so groß und herrlich sein, daß die Sonne, welche jetzt scheint, und der Mond und die übrigen Gestirne durch die Ankunft des größeren Lichtes verdunkelt werden. Goldene Perle

Gott erscheint immer auf einer Wolke, nach den Worten (Psalm 17): Wolke und Finsternis ist um ihn her. Daher wird auch der Menschensohn auf den Wolken als Gott und Herr kommen, nicht verborgen, sondern in der Gottes würdigen Herrlichkeit. Und daher heißt es weiter: In großer Macht und Herrlichkeit. Goldene Perle

Denn die erste Erscheinung geschah in unserer Schwachheit und Demut aber die zweite wird er mit seiner eigenen Macht feiern. Denn in Macht und Herrlichkeit werden sie ihn sehend, welchen sie in der Demut nicht hören wollten, so daß sie sodann seine Macht um so mehr empfinden, je weniger sie jetzt den Nacken des Herzens unter seine Geduld beugen. Goldene Perle

Wenn Christus, der Messias erscheint, lässt er seine Herrlichkeit in dieser Schöpfung leuchten und jedes Auge wird ihn sehen. Er ist dann nicht mehr der Wurzelspross aus dürrem Erdreich, der seine Herrlichkeit unter dem schlichten Kleid eines Dieners verbergen wird. Nein, seine Herrlichkeit wird dann geschaut werden. Und darauf sollten seine Jünger warten. Gerrid Setzer

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht verge¬hen. Lk 21:33

Die Himmel und die Erde sind gewaltige Schöpfungswerke Gottes. Doch ewig werden sie nicht bestehen. Sie werden einmal aufgelöst werden. Die Worte, die der Herr Jesus geredet hat, haben dagegen ewig Bestand. Sie werden niemals vergehen, sondern für immer und ewig bleiben. Mit anderen Worten: Ein Satz aus dem Mund des Herrn Jesus ist wichtiger und großartiger als alle Galaxien zusammengenommen. Die Offenbarung Gottes in seinem Wort ist größer als die Offenbarung in seiner Schöpfung. Gerrid Setzer

Lk 21,34-38: Notwendigkeit, wachsam zu sein

Mt 24,36-5; Mk 13,32-37

Habt aber acht auf euch selbst, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und Sorgen des Lebens , und jener Tag unversehens über euch kommt! Lk 21:34

Der Herr gab die fürchterlichen und sichtbaren Zeichen der Nebel an, welche die Sünder ergreifen werden. Aber gegen diese Nebel hilft die Wachsamkeit und das Gebet. Daher heißt es: Hütet euch aber. Hütet euch, daß ihr nämlich vom Heilsamen das Schädliche unterscheiden könnet. Sehet euch von allen Seiten um, und haltet das Licht der Seele zu eurer Obsorge wachsam. Wovor man sich aber hüten müsse, gibt er im Folgenden an: Damit eure Herzen nicht beschwert werden. Er will sagend: Hütet euch, daß das Licht eurer Seele nicht verdunkelt werde. Denn die Sorge für das gegenwärtige Leben, die Schwelgerei und Trunkenheit verscheuchen die Klugheit, erschüttern den Glauben und bewirken den Schiffbruch. Goldene Perle

Eines Tages wird für jeden von uns die Sonne zum letzten Mal aufgehen. Schwester Licht, wär es wohl möglich, mich zu warnen, wenn mein letzter Tag anbricht? Aber am besten ist noch immer der evangelische Rat, jeden Tag so zu leben, als sei es der letzte oder, besser noch, als sei es immer der erste. Dom Helder Camara

Lasst euch nicht von den Sorgen des täglichen Lebens gefangen nehmen.  Lk 21:34

Passt auf, dass ihr euch durch die Sorgen des Alltags nicht vom Ziel ablenken lasst! Lk 21:34

Obschon aber die Sorge für dieses Leben nicht Verbotenes in sich zu schließen scheint, so ist sie doch zu vermeiden, wenn sie sich nicht auf die Verehrung Gottes bezieht Und in der Tat, wenn ein weiser Arzt befehlen würde, sich vor dem Safte eines Krauts zu hüten, um nicht sogleich zu Grunde zu gehen, würden wir eifrig dem Gebote des Arztes Folge leisten; da aber der Erlöser ermahnt, sich vor der Unmäßigkeit und den Sorgen der Welt zu hüten, fürchtet man keine Verwundung und keinen Tod, weil man den Glauben, den man den Worten des Arztes schenkt, den Worten des Herrn nicht schenken will. Goldene Perle

Bleibt zu jeder Zeit wachsam und betet, damit ihr all das durchstehen könnt, was auf euch zukommt. Dann könnt ihr ohne Furcht vor den Menschensohn treten. Lk 21:36

Werde wachsam für das, worauf es ankommt: das ist der Glaube und die Bindung an Christus. Wachsam zu sein, bedeutet, dass du dein ganzes Sein, dich selbst als einzigartige Person hingibst und hinwendest zu ihm, überall, in allen Angelegenheiten und Lebensumständen. Das ist nicht Mystik für ein paar wenig Abgehobene, sondern alltagsrelevant wie es mehr nicht sein kann, z.B. bei mir in der Arbeit mit meinen Schülern, einem Elterngespräch, der Beziehungspflege innerhalb der Familie und noch und noch und noch. In alledem ist es der Mühe wert, das ganze Leben Christus zu widmen, jeden Tag in der Freundschaft zu ihm zu wachsen und sich gerufen zu fühlen, die Schönheit und Güte seines Lebens allen Menschen zu verkünden.

Er war aber tagsüber im Tempel und lehrte, bei Nacht aber ging er hinaus und übernachtete an dem Berg, welcher Ölberg heißt. Lk 21:37

Der Herr zeigt uns aber, daß man zur Nacht und in der Ruhe zu Gott reden und am Tage den Menschen nützen, in der Nacht sammeln, aber das Gesammelte am Tage verteilen müsse. Goldene Perle