Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Markus Evangelium Kapitel 16 – Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr einen Kommentar und eine Auslegung zum Markus Evangelium Kapitel 16

Mk 16,1-8: Jesus lebt

Lk 24,1-12; Joh 20,1-10

Und als der Sabbat vorüber war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Gewürze, um hinzugehen und ihn zu salben. Mk 16:1

Wie sich aber darin, daß die Frauen am frühen Morgen zum Grab gingen, im eigentlichen Sinne ein großer Eifer der Liebe zeigt, so wird uns nach dem geistigen Sinne ein Vorbild gegeben, daß wir mit erleuchtetem Angesichte und nach der Verscheuchung der Finsternis der Laster den Wohlgeruch der guten Werke und die Süßigkeit des Gebetes dem Herrn darbringen sollen. Goldene Perle

Und sie gingen in das Grab hinein und sahen einen jungen Mann zur Rechten sitzen, bekleidet mit einem langen, weißen Gewand; und sie erschraken. Mk 16:5

Die Frauen gingen also in das Grab hinein, daß sie, mit Christo mitbegraben, mit Christo vom Grab aufständen. Sie sahen einen Jüngling, worin sie das Alter unserer Auferstehung erblickten; denn tue Auferstehung kennt kein Alter. Wo der Mensch keine Geburt und keinen Tod kennt, dort weiß das Alter weder von einer Abnahme, noch bedarf es einer Zunahme. Daher sahen sie einen Jüngling, nicht einen Greis, kein Kind, sondern das freudenvolle Alter. Golde Auch ist das weiße Kleid die wahre Freude nach der Vertreibung des Feindes und der Erlangung des Reiches, indem der König des Friedens gesucht und gefunden wurde und nie mehr verloren geht. Dieser Jüngling zeigte also denen, welche den Tod fürchten, die Gestalt der Auferstehung. Was sie aber anstaunen machte, war dieses, was kein Auge sah, kein Ohr hörte, und in keines Menschen Herz kam. Goldene Perle

Er aber spricht zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus, den Nazarener, den Gekreuzigten; er ist auferstanden, er ist nicht hier. Seht den Ort, wo sie ihn hingelegt hatten! Mk 16:6

Er gibt er sogleich seinen Tod an: Den Gekreuzigten. Denn er schämt sich nicht des Kreuzes, weil darin das Heil der Menschen, und der Grund der Seligen ruht. Aber die bittere Wurzel des Kreuzes verschwand; die Blühte des Lebens mit den Früchten ist hervorgebrochen, d.h. der, welcher im Tode lag, ist in der Herrlichkeit auferstanden. Darum setzte er bei: Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Er ist nicht hier, bezieht sich auf die Gegenwart des Fleischs, weil er vermöge seiner Gottheit nirgends abwesend ist. Goldene Perle

Halleluja! Jesus lebt! Mit der Auferstehung hat sich etwas völlig Unerwartetes ereignet. Es ist nicht einfach eine wiederbelebte Leiche. Das gab es schon vor der Auferstehung Jesus (z.B. Lazarus). Nein. Wesentlich ist, dass mit der Auferstehung Jesu nicht irgendein einzelner Toter wieder belebt wurde, sondern dass die Auferstehung Jesus uns alle angeht, weil sie für uns alle einen neuen Raum des Lebens bringt, des Mitseins mit Gott.

Christus ist in die Welt gekommen, dass wir uns an ihn klammern, dass wir uns von ihm hinreißen lassen in das ungeheuere Geschehen der Auferstehung. Bonhoeffer

Wir müssen erneut mit Kraft und Freude das Ereignis des Todes und der Auferstehung Christi verkünden; es ist das Herz des Christentums, der tragende Mittelpunkt unseres Glaubens, der mächtige Antrieb unserer Gewissheit, der starke Wind, der alle Angst und Unsicherheit, jeden Zweifel und jede menschliche Berechnung vertreibt. Allein von Gott kann die entscheidende Veränderung der Welt kommen. Nur von der Auferstehung her versteht man das wahre Wesen der Kirche und ihres Zeugnisses, das nicht vom Ostergeheimnis getrennt ist, sondern vielmehr dessen Frucht, Offenbarung und Verwirklichung durch diejenigen ist, die den Heiligen Geist empfangen und von Christus ausgesandt werden, seine eigene Sendung fortzusetzen.

Mk 16,9-11: Jesus erscheint Maria Magdalena

Joh 20,11-18

Diese ging hin und verkündete es denen, die mit ihm gewesen waren, die trauerten und weinten.Und als diese hörten, dass er lebe und von ihr gesehen worden sei, glaubten sie es nicht. Mk 16:10-11

Es muss eine gewisse Beschämung für die Apostel gewesen sein, dass ihr Herr nicht ihnen, sondern dieser gläubigen, treuen Frau zuerst erschien. Von den insgesamt fünf Erscheinungen des Herrn an Seinem Auferstehungstag war diejenige für Maria Magdalene die erste und die für die Elf am Abend die letzte! Maria hatte am Kreuz ausgeharrt bis zuletzt, sie war die Erste am Grab und auch die Erste, die Ihn sehen durfte. Die Apostel hatten Ihn bei Seiner Gefangennahme verlassen, waren geflohen und wollten nicht einmal der Auferstehungsbotschaft Glauben schenken. Arend Remmers

Mk 16,14: Jesus erscheint seinen Jüngern

Lk 24,35-43; Joh 20,19-23

Mk 16,15-18: Jesus gibt den Missionsbefehl

Mt 28,16-20

Und er sprach zu ihnen: Geht hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Mk 16:15

Gott hat dich erlöst und dich mit ihm versöhnt, damit du anderen von ihm erzählst: Du bist berufen zur Mission, anderen davon zu erzählen, was Gott dir in deinem Leben bedeutet. Sicherlich nicht aufdringlich oder gar gewaltsam, aber doch authentisch, mutig und frisch. Gottes Botschaft weiter erzählen: Ich danke Gott stets dafür, wenn er mir Situationen schenkt, in denen ich anderen von meinem Glauben erzählen darf. Der Glaube ist keine Privatsache fürs eigene Kämmerlein, sondern er drängt nach aussen. Was hält dich davon ab, anderen von Gott zu erzählen? Gott möchte, dass du die gute Nachricht dort verbreitest, wo du gerade bist. Er ist das Licht, dass daszu ruft, weitergegeben zu werden.

Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden. Mk 16:18

Glauben wir aber darum nicht, weil wir diese Wunder nicht sehen? Aber diese waren im Anfang der Kirche notwendig; denn damit der Glaube der Christen Wurzel faßte, mußte er durch Wunder befestigt werden, weil ja auch wir, wenn wir Bäume pflanzen, sie so lange mit Wasser begießen, bis wir sie in die Erde eingewurzelt sehen, wo wir von der Begießung abstehen. Goldene Perle

Mk 16,19-20: Jesus fährt in den Himmel auf

Lk 24,50-53

Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes. Mk 16:19

Auch ist zu betrachten, daß Markus hinzuseht: Und sitzt zur Rechten Gottes, während Stephanus sagt (Apstg. 7): Ich sehe die Himmel offen, und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. Aber das Sitzen bezieht sich auf den Richtenden, das Stehen aber auf den Kämpfenden oder Helfenden. Stephanus sah ihn also im Märtyrerkampf stehen, welchen er zum Helfer hatte, während er nach Markus im Himmel nach seiner Auferstehung sitzt, weil er nach der Herrlichkeit seiner Aufnahme am Ende als Richter gesehen wird. Goldene Perle

Die Jünger aber zogen hinaus und verkündeten überall die rettende Botschaft. Der Herr war mit ihnen und bestätigte ihr Wort durch die Zeichen seiner Macht. Mk 16:20

Im Gehorsam gegenüber seinem Gebot gingen die Jünger hinaus. Dabei predigten sie das Evangelium, das sich wie ein Lauffeuer verbreitete, und gewannen Menschen für den Retter. Die Macht des Herrn war mit ihnen. Die verheißenen Zeichen begleiteten ihre Predigt und bestätigten ihre Worte.

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste