Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Matthäus Evangelium Kapitel 1 – Auslegung und Kommentar

Hier findet ihr einen Kommentar und eine Auslegung zum Matthäus Evangelium Kapitel 1

Mt 1,1-17: Stammbaum Jesu

Geschlechtsregister Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams. Mt 1:1

Des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams. Warum aber genügte es nicht zu sagen, daß er nur allein der Sohn Abrahams, oder Davids sei? Weil beiden die Verheißung, daß Christus von ihnen abstammen werde, gegeben worden war. Dem Abraham einerseits mit den Worten (Gen. 22): Und in deinem Samen werden alle Geschlechter der Erde gesegnet werden. Dem David andererseits mit diesen (Psalm 131): Von der Frucht deines Leibes werde ich einen Sproß auf deinen Thron setzen. Darum also nannte er ihn den Sohn von Beiden, um zu zeigen, daß Beider Verheißungen in Christus erfüllt seien. Goldene Perle

Stammbaum Jesu Christi. Mt 1,1

Das Matthäusevangelium beginnt mit dem Stammbaum Jesu Christi. Und der hat es in sich. Es finden sich dort u.a. auch Ehebrecher, Mörder, Prosituierte, Nichtjuden etc. Das hat Aussagekraft. Gott tut das Unerwartete. Jesus selbst sagt, dass er zu den Kranken gekommen ist und nicht zu den Gesunden. Auch ich muss nicht perfekt sein, um zu Jesus zu kommen, um zu seiner Familie zu gehören, nein im Gegenteil, ich muss gerade zu meinen Schattenseiten stehen, sie ihm hinhalten, ansonsten mache ich mir selbst etwas vor. Das schließt auch Barmherzigkeit gegenüber den Schattenseiten meines Gegenübers mit ein.

So sind es nun von Abraham bis zu David insgesamt vierzehn Generationen und von David bis zur Wegführung nach Babylon vierzehn Generationen und von der Wegführung nach Babylon bis zu Christus vierzehn Generationen. Mt 1:17

Darum aber führte er je vierzehn Geschlechter an, weil die Zehnzahl die zehn Gebote, die Vierzahl aber die vier Evangelienbücher bezeichnet. Darum zeigt er dadurch die Übereinstimmung des Gesetzes und des Evangeliums.Darum verdreifachte er auch die Vierzehnzahl, um zu zeigen, daß die Vollendung des Gesetzes, des Prophetentums und der Gnade in dem Glauben der heiligen Dreifaltigkeit bestehe. Goldene Perle

Mt 1,18-25: Geburt Jesu

Die Geburt Jesu Christi aber geschah auf diese Weise: Als nämlich seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, noch ehe sie zusammengekommen waren, erwies es sich, dass sie vom Heiligen Geist schwanger geworden war. Mt 1:18

Aber warum wird er nicht von einer einfachen Jungfrau, sondern von einer verlobten empfangen? Zuerst, damit durch das Geschlecht Josephs der Ursprung Mariä angegeben wurde; zweitens, damit sie nicht von den Juden als eine Ehebrecherin gesteinigt würde; drittens, daß sie auf der Flucht nach Ägypten einen Tröster hätte.

Sie war zwar mit Joseph verlobt, aber doch nicht mit Begierlichkeit verbunden. Seine Mutter, sagt er, ist eine makellose Mutter eine unbefleckte Mutter, eine reine Mutter. Seine Mutter, wessen? Sie ist die Mutter Gottes, des Eingeborenen Herrn, des Königs von Allem, des Erlösers und Heilandes von Allen. Goldene Perle

Aber Joseph, ihr Mann, der gerecht war und sie doch nicht der öffentlichen Schande preisgeben wollte, gedachte sie heimlich zu entlassen. Mt 1:19

Während er aber dies im Sinn hatte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum, der sprach: Joseph, Sohn Davids, scheue dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was in ihr gezeugt ist, das ist vom Heiligen Geist. Mt 1:20

Aus drei Gründen aber erschien der Engel Joseph, und sprach dieses zu ihm. Zuerst, damit der gerechte Mann aus Unwissenheit kein Unrecht in einer guten Absicht täte; sodann wegen der Ehre der Mutter selbst; denn wenn sie entlasten worden wäre, hätte sie bei den Ungläubigen dem bösen Verdacht nicht entgehen können. Drittens, damit Joseph, welcher von ihrer heiligen Geburt wußte, sich um so mehr als früher von ihr enthielte. Goldene Perle

Dramatik der Ereignisse. Josef, verlobt mit Maria, dann ist sie schwanger, aber nicht von ihm. Er wollte sich trennen. Gott greift ein, wendet die Lage. Gott ist immer der Ich-bin-da, Ich-greife-ein und nicht nur bei den großen Dingen unseres Lebens, nein, selbst bei kleinen Dingen.

Du sollst ihn den Namen Jesus geben. Mt 1,23

Der Name Jesus wird durch einen Engel überbracht. Jesus heißt übersetzt: Der Herr rettet. Namen tragen Botschaften in sich. Durch den Namen Jesus ist sein Auftrag definiert: Er rettet! Diese Rettung beginnt mit seiner Geburt und vollendet sich in seinem Tod und Auferstehung. Auch du hast einen Namen bei Gott. In Jes 49,16 heisst es: Unauslöschlich habe ich deinen Namen auf meine Handflächen geschrieben.

Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären; und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns. Mt 1:23

Das zentrale Wort in der Erzählung des Evangelisten Matthäus von der Geburt Jesu ist Immanuel: Gott ist mit uns. In Jesus ist Gott mit uns und für uns. Er geht mit uns unsere Wege. Es gibt keinen Ort mehr, an dem wir allein sind, weder eine Krankheit, noch ein Leidensweg, der uns nicht genauso wie Jesus treffen kann. Das ganze Geschick Jesu ist von diesem Wort Immanuel zusammengehalten. Der auferstandene Herr tröstet beim Abschied mit diesem Wort: Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt. Alles, was Jesus widerfährt und was auch uns widerfahren kann, sollen wir im Licht dieser Zusage sehen. Dann weicht von uns alle Furcht. Und die Freude über Gottes heilende und liebende Nähe kann in unser Herz einziehen. Anselm Grün

Stern und Engel, Hirten und die Weisen künden uns das Große, was geschah. Und wir loben, danken und wir preisen, Gott ist nah! Bonhoeffer

Als nun Joseph vom Schlaf erwachte, handelte er so, wie es ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Mt 1:24

Und er nahm sie zu sich. Nicht in sein Haus nahm er sie auf, denn er hatte sie ja noch nicht entlassen, sondern in seinem Herzen hatte er sie entlassen, und so nahm er sie wiederum in seine Seele auf.

Und er erkannte sie nicht, bis sie ihren erstgeborenen Sohn geboren hatte; und er gab ihm den Namen Jesus. Mt 1:25

Man kann auch sagen, daß hier das Wort- das Beiwohnen bedeutet, für Wissen, oder Erkennen im eigentlichen Sinne stehe. Denn in der Tat erkannte er sie nicht vorher, von welcher Würde sie war; erst, nachdem sie geboren war, erkannte er sie, weil sie schöner und würdiger geworden war, als die ganze Welt, weil sie den, welcher die ganze West nicht fassen konnte, allein in dem engen Raum ihres Leibes empfing. Goldene Perle

Nach der Geburt aber wurde sie von Joseph mit dem Angesicht, nicht mit der Berührung des Leibes erkannt.

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste