Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Mt 9,13: Auslegung

Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer. Mt 9:13

Jesus greift hier ein Wort des Propheten Hosea (6,6) auf und spitzt es zu: Nicht auf äußere Werke des Gesetzes kommt es an, sondern auf Liebe und Barmherzigkeit. Diese Barmherzigkeit drückt das Wesen Gottes aus. Es ist das Wesentliche im Wirken Jesu. Es ist das Kennzeichen des Reiches Gottes, das in Jesus beginnt. Herzliches Erbarmen und helfende Liebe ist der Dienst, den Gott eigentlich will. Ohne Barmherzigkeit, ohne Liebe, die dem anderen Gutes will und Gutes tut, ist alles Beten, Fasten und Opfern frommes Getue und unser ganzer Gottesdienst nicht viel wert. Für uns kann das heißen: Versuchen sich einzufühlen, möglichst alles Urteilen zu lassen und schon gar nicht verurteilen, niemanden abschreiben, sondern Not sehen, Verständnis aufbringen, sich einfühlen, mitfühlen, liebende Zuwendung und herzliches Erbarmen schenken.

Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu berufen, sondern Sünder. Mt 9:13

Dies ist der Inhalt der Sendung Jesu. Die Sünder, die ihr Leben verfehlt haben, die gescheitert sind, die an sich selbst vorbei gelebt haben, verstehen am ehesten seine Worte. Sie, die um ihre Armut, Begrenztheit und Heillosigkeit wissen, sind offen für seine Botschaft. Sie nehmen Gottes Zuwendung an. Sie sehnen sich nach Erlösung und Heil. Spüre ich, wie bedürftig ich bin, bedürftig des Heiles, der Vergebung, des Erbarmens und einer Liebe, die sich auch mir vorbehaltlos zuwendet und mich bedingungslos annimmt? Fliehen wir nicht vor dem Herrn, sondern wenden uns ihm zu, gedenkend, was er alles für uns tat und tut!

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste