Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Mt 8,2: Auslegung

Ein Aussätziger kam, fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen! Mt 8:2

Während Jesus predigend durch die Dörfer Galiläas wanderte, kam ihm ein Aussätziger entgegen und sagte: Wenn du willst, kannst du machen, daß ich rein werde! Jesus weicht nicht vor dem Kontakt mit jenem Menschen zurück, gedrängt von tiefer Anteilnahme an seinem Zustand streckt er ihm vielmehr die Hand entgegen, berührt ihn – womit er das gesetzliche Gebot übertritt – und sagt zu ihm: Ich will es – werde rein! In jener Geste und in jenen Worten Christi ist die ganze Heilsgeschichte gegenwärtig, es ist der Wille Gottes verkörpert, uns zu heilen, uns vom Bösen zu reinigen, das uns entstellt und unsere Beziehungen zugrunde richtet. In dieser  Berührung zwischen der Hand Jesu und dem Aussätzigen wird jede Schranke zwischen Gott und der menschlichen Unreinheit, zwischen dem Heiligen und seinem Gegenteil niedergerissen, gewiß nicht, um das Böse und seine negative Kraft zu leugnen, sondern um zu beweisen, daß die Liebe Gottes stärker ist als alles Böse, auch das ansteckendste und schrecklichste. Jesus hat unsere Gebrechen auf sich genommen, er ist zum Aussätzigen«geworden, damit wir gereinigt werden. Benedikt XVI

Im moralischen Sinn aber versteht man unter dem Aussätzigen den Sünder, denn die Sünde macht die Seele unrein und geteilt, welcher vor Christus niederfällt, wenn er sich über seine begangenen Sünden betrübt, und doch muß er bekennen und um das Heilmittel der Buße bitten. Denn der Aussätzige zeigte die Wunde und bat um Heilung. Der Herr aber breitet seine Hand aus, wenn er die Hilfe der göttlichen Erbarmung anwendet, und sogleich erlangt er die Vergebung der Sünden, und er soll mit der Kirche nicht anders als durch das Urteil des Priesters versöhnt werden. Goldene Perle

Er wusste, wie schrecklich sein Problem war. Er wusste, dass andere ihn wegen eines hoffnungslosen Zustands aufgegeben hatten. Er hatte niemanden, der ihn zu Jesus bringen wollte oder konnte. Er hatte kein vorheriges Beispiel dafür, dass Jesus einen Aussätzigen geheilt hat, um ihm Hoffnung zu geben. Er hatte kein Versprechen, dass Jesus ihn heilen würde. Er hatte keine Einladung von Jesus oder den Jüngern. Er muss sich geschämt und allein in der Menge gefühlt haben

Er betete Jesus an, indem er zu ihm kam und ihn als denjenigen ehrte, der seine ansonsten unmögliche Not stillen konnte. Er betete Jesus mit seiner Haltung an, wahrscheinlich sich vor Jesus verneigend oder kniend. Er betete Jesus mit dem Wort „ Herr “ an und ehrte ihn als Meister und Gott. Er betete Jesus mit seiner Demut an, indem er nicht forderte, sondern die Bitte dem Willen Jesu überließ. Er betete Jesus mit seinem Respekt vor der Macht Jesu an und sagte, dass alles, was nötig sei, der Wille Jesu sei und er geheilt werden würde. Er betete Jesus mit seinem Vertrauen an, dass Jesus ihn mehr als gesund machen könnte; Jesus konnte ihn reinigen.

Er ist Arzt und heilt unseren Egoismus, wenn wir seine Gnade bis ins tiefste unserer Seele eindringen lassen. Jesus hat uns gemahnt, daß die schlimmste Krankheit die Heuchelei ist, jener Stolz, der uns dazu bringt, die eigenen Sünden zu verhehlen. Beim Arzt ist eine absolute Aufrichtigkeit unerläßlich; es gilt, die Wahrheit lückenlos aufzudecken und zu sagen: Domine, si vis, potes me mundare (Mt 8,2), Herr, wenn Du willst – und Du willst immer -, kannst Du mich heilen. Du kennst meine Gebrechen; ich spüre diese Symptome, ich leide an jenen Schwächen; und wir zeigen Ihm einfach unsere Geschwüre und auch den Eiter, wenn es ihn gibt. Herr, Du hast ja so viele Menschen geheilt: Laß mich Dich als göttlichen Arzt erkennen, wenn ich Dich im Herzen habe oder Dich im Tabernakel anbete. Josemaria

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste