Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Mt 7,7: Auslegung

Bittet Gott, und er wird euch geben! Sucht, und ihr werdet finden! Klopft an, und euch wird die Tür geöffnet! Mt 7:7

Das Gebet ist wie das Suchen, indem wir nach Gott, seinem Wort und seinem Willen suchen; und wer sucht findet . Finden ist der Lohn des Suchens. Gebet ist wie Klopfen, bis die Tür geöffnet wird und wir nach Eingang in den großen himmlischen Palast unseres großen Königs suchen. Durch die geöffnete Tür in Seinen Palast einzutreten, ist die Belohnung für das Klopfen und die beste Belohnung von allen.

Beten ist wie Bitten, indem wir einfach unsere Bitten vor Gott kundtun, und jeder, der bittet, erhält . Empfangen ist die Belohnung des Bittens.

Die griechische Zeitform bezeichnet ein beständiges, wiederholtes Bitten. Wir sollten nicht sparsam sein mit unseren Bitten. Bitte voll kindlichem Vertrauen, verbunden mit dem vorweggenommenen Dank und mit dem Zusatz „Dein Wille geschehe“, selbst wenn dieser nicht immer verstehbar für dich ist. Weiter: es geht beim Bitten nicht um viele Worte, sondern um die Echtheit des Herzens. Deshalb sei dein Gebet kurz und rein. „Beim Gebet ist es besser, ein Herz ohne Worte als Worte ohne Herz zu haben.“ (Bunyan). Außerdem: überlasse es Gott, auf welche Weise er dir helfen wird: „Der geistliche Mensch beschränkt sich darauf, dem Geliebten seine Not und Qual vorzustellen, denn wer besonnen liebt, wird nur auf seine Bedürftigkeit hinweisen, anstatt das Gewünschte zu erbitten. So bleibt die Art und Weise der Abhilfe dem Geliebten überlassen.“ (Johannes vom Kreuz). Ich bin mir bewusst, dass es Lebenssituationen gibt, wo dies dir schwer fällt und wo wir leiden darüber, dass Gott „scheinbar“ nicht hilft, Bitten nicht erhört werden. Dies geht einher mit einer Glaubensprüfung und bisweilen einem Leiden an der Unbegreiflichkeit Gottes.

Was sollen wir tun, wenn der Zugang zum anderen nicht gelingt? Erstens sollen wir diese Grenze erkennen und anerkennen, dass wir in keiner Weise Recht oder Macht über die Anderen besitzen. Zweitens sollen wir ins Gebet gehen. Wenn der andere nichts von Jesus wissen will, können wir dennoch weiter für ihn beten. Kein anderer Weg führt zum Herzen des Nächsten als das Gebet zu Gott. Die Verheißung, die unserem Gebet gegeben ist, ist die größte Macht, die wir haben. Ja: Gott verfehlt nie, uns zu helfen, wenn die Zeit da ist und wenn wir von unserer Seite aus alles getan haben, was wir konnten.

Im Bittgebet spricht sich das Bewusstsein unserer Beziehung zu Gott aus. Wir sind Geschöpfe und darum weder unser eigener Ursprung noch Herr über unsere Lage und sind auch nicht unser letztes Ziel. (KKK 2629)

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste