Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Mt 7,28-29: Auslegung

Und es geschah, als Jesus diese Worte beendet hatte, erstaunte die Volksmenge über seine Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten. Mt 7:28‭-‬29

Es bestand aber die Macht des Lehrenden darin, Viele von ihnen zu gewinnen und in Verwunderung zu sehen, so daß sie wegen des Wohlgefallens an seinen Worten ihn, da er zu reden aufhörte, nicht verließen. Daher folgten sie ihm auch, als er vom Berge herabstieg. Sie verwunderten sich aber vorzüglich über seine Macht, weil er sich in seiner Predigt auf keinen Anderen bezog, wie die Propheten und Moses taten, sondern überall zeigte, daß er der sei, welcher Macht hat. Denn als Gesetzgeber setzte er beständig hinzu: Ich aber sage euch. Goldene Perle

In einer anderen Übersetzung heißt es, dass die Zuhörer entsetzt waren. Das Entsetzen betraf die Autorität, mit der Jesus hier auftritt. Mit dem häufigen „Ich aber sage euch“ und „Wer auf meine Worte hört“ spricht der absolute Lehrer. In unserer intimen Beziehung zu Jesus, im Weilen an seinem Herzen, im Reden mit ihm, wie mit einem Freund, ist immerzu seine Größe und Herrlichkeit als Herr der ganzen Schöpfung anwesend. Diese Ineinander hat in mir das Staunen und die Ehrfurcht vor dem Wort Gottes, vor allem das Evangelium, wachsen lassen. Die Bibel, also auch die Bergpredigt, ist mehr als eine Ansammlung von Geschichten und Worten, sie ist ein ganz persönlicher Ruf Gottes an dich. Nur wenn wir diesen Ruf mit wachen Ohren hören lernen, lesen wir die Bibel richtig, weil sie nur dann für unser Leben bedeutsam wird.

Die Bergpredigt verstehen kann nur ein Mensch, der den Mut hat, sich selbst radikal in Frage zu stellen, sich selbst, nicht die anderen. Karl Rahner

Wenn ich ein wichtiges Fazit aus meiner Meditation der Bergpredigt fasse, dann dieses: Die Bergpredigt ist kein ethisches Programm, hat aber auch gar nichts mit moralischen Anweisungen zu tun: das ist gut, das ist nicht gut, auch wenn einzelne Verse aus dem Zusammenhang gerissen, diesem Anschein haben. Nein: Die Bergpredigt kann nur in der Nachfolge Jesu, im Mitgehen mit ihm verstanden und gelebt werden. Seinen Fußspuren folgen wir, in seiner Liebe leben wir und an ihn glauben wir.

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste