Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Mt 6,8: Auslegung

Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! Denn euer Vater weiß, was ihr benötigt, ehe ihr ihn bittet. Mt 6:8

Wir beten nicht, um Gott Dinge zu sagen, die er nicht wusste, bevor wir es ihm sagten. Wir beten, um mit einem liebenden Gott zu kommunizieren und ihn anzurufen, der möchte, dass wir alle Nöte und Sorgen vor seinen Thron bringen.

Das Gebet dient nicht dazu, Gott zu informieren , sondern dem Menschen einen Blick auf sein Elend zu geben; um sein Herz zu demütigen, sein Verlangen zu wecken, seinen Glauben zu entfachen, seine Hoffnung zu beleben, seine Seele von der Erde zum Himmel zu erheben und ihn daran zu erinnern, dass es seinen Vater , sein Land und sein Erbe gibt

Denn viele Worte zu machen, heißt im Gebet Überflüssiges zu reden; aber viel zu beten heißt, den, welchen wir bitten, durch eine anhaltende Übung des Herzens zu bewegen. Denn gewöhnlich geschieht dieses eher durch Seufzen als durch Worte, durch Weinen als durch Sprechen. Goldene Perle

Weder die Formel noch die Anzahl der Worte bewirkt etwas, indem er Gott bei seinem Herzen fasst, sondern nur das Gebet, dass sich durch den Glauben an seinen Sohn Christus an ihn wendet. Gebet ist immer vermitteltes Gebet! Nur durch die Bindung an Christus können wir im Gebet den Vater finden, er ist der Weg zu ihm. Christus ist der alleinige Mittler unseres Gebets. So ist unser Gebet immer auch an sein Wort gebundenes Gebet, d.h. mein eigener Wille, mit meinem Gebet irgendwie mich selbst durch zu setzen, muss sterben. Dann kann ich beten, dass der Wille dessen geschehe, der weiß, was ich bedarf, ehe ich bitte.

Mit zunehmender Nähe zu Gott werden die Worte weniger, einfältiger werden alle Worte. Es ist nicht nötig, dass wir darum bemüht sind, in vielen Worten zu denken und zu beten. Das schweigende Denken und Beten, das nur aus dem Hören kommt, kann oftmals förderlicher sein. Beten heißt nicht, sich selbst reden hören. Beten heißt: still werden und still sein und warten, bis ich Gott höre. Sorge dich also nie darum, viele mündliche Gebete zu verrichten. Wann immer du betest und dein Herz zu Gott gezogen wird, lasse deinem Herz freien Lauf und wenn es „nur“ ein Vater unser innerlich von Herzen gesprochen ist.

Ein einziges andächtig gebetetes Vaterunser ist besser als viele, die man hastig und gedankenlos herunterleiert. Franz von Sales

Mag man nur durch Worte oder Sachen bitten, so entsteht wiederum die Frage, wozu wir des Gebetes bedürfen, wenn Gott schon weiß, um was wir bitten, außer darum, weil der Eifer des Gebetes unser Herz erheitert und reinigt und empfänglicher macht zur Aufnahme der göttlichen Gaben, die uns geistig eingegossen werden. Goldene Perle

Weitere Andachten zu Matthäus Kap. 6

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste