Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Mt 6,10: Auslegung

Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden. Mt 6,10

Gott soll unsere Entscheidungen bestimmen nicht unser Eigenwille. Der Wille Gottes möge in uns geschehen. Das Beten um das Geschehen des Willens Gottes ist ein Ringen mit dem Vater, dass ich nicht weiter meine Vorstellungen durchsetzen will, sondern dass Gottes Bild von mir und meinem wahren Wesen erkennbar und in mir verwirklicht wird. Die Bibel zeigt auf, wie Jesus dem Willen des Vaters gegenüber gehorsam ist. Die Bitte, dass Gottes Wille geschehe, ist daher auch ein Weg zur innigen Gemeinschaft mit Jesus. Wir bitten darum, dass wir uns wie Jesus auf Gottes Willen einlassen können. Mit Faustinas Worten: Alles, was auf mich zukommt, nehme ich als Gabe des liebenden Willens Gottes an, der aufrichtig mein Glück will.

Sehen wir die Menge innerer und äußerer Güter, wie auch die so große Zahl innerer und äußerer Leiden, die die göttliche Vorsehung in ihrer überaus heiligen Gerechtigkeit und Barmherzigkeit uns bereitet hat. Öffnen wir die Arme unserer Einwilligung und umfangen wir all das ganz liebevoll, fügen wir uns dem heiligsten Willen Gottes und singen wir Gott in einem Hymnus ewiger Einwilligung: Dein Wille geschehe! Ja, Herr, Dein Wille geschehe auf Erden, wo es keine Freuden ohne Beimischung irgendeines Schmerzes gibt, keine Rosen ohne Dornen, keinen Tag ohne darauffolgende Nacht, keinen Frühling ohne vorhergegangenen Winter.

Der Wille Gottes ist das, was Christus tat und lehrte. Cyprian von Karthago

Uns ganz in die Hände des Schöpfers zu überantworten, unseren Willen dem seinen zu unterwerfen, uns von den geschaffenen Dingen zu lösen. Das also ist die vollkommene Kontemplation. In ihr braucht es keine Anstrengungen und keine Wissenschaft von unserer Seite. Es reicht, wenn wir sagen: Dein Wille geschehe! Verfüge über mein ganzes Sein, wie es deinem Willen entspricht, als sei es schon ganz dir übereignet. Dein bin ich, von dir geschaffen, dein, weil du mich erlöst, dein, weil du mich geduldet hast, dein, weil du mich gerufen, dein, weil du mich erwartet hast, dein bin ich. Sag, was hast du vor mit mir? Teresa von Ávila

Diese Bitte hat nicht den Sinn, als ob Gott jetzt nicht auch auf der Erde regierte und dort nicht beständig regiert hätte. Das Kommen des Reiches hat also die Bedeutung, dass es den Menschen offenbar werde. Goldene Perle

Auch Christus selbst kann das Reich Gottes sein, dessen Ankunft wir täglich wünschen, dessen sehr baldige Erscheinung wir sehnsüchtig erwarten.

Wir bitten also nicht, Gott möge tun, was er will, sondern dass wir das tun können, was Gott will. Damit dieses an uns geschehe, bedarf es des Willens Gottes, d.h. seiner Gnade und seines Schutzes, weil niemand durch seine Kräfte stark, sondern durch Gottes Erbarmung allein sicher ist. Goldene Perle

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste