Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Mt 5,5: Auslegung

Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben! Mt 5:5

Sanftmut meint nicht dass du nonstop relaxed bist und dich über nichts aufregst. Sanftmut meint auch nicht, dass du der nette Christ bist, der zu allen lieb ist. Sanftmut meint nicht, dass du Duchmäusertum betreibst. Sanftmut bedeutet deine mutige Entscheidung zur Gewaltlosigkeit in jeglicher Situation, eine Autorität ohne Gewalt !!!!

Wenn du sanftmütig sein willst, lerne zuallererst, alles was dir geschieht anzunehmen, ohne gleich in die Haltung des Richters zu verfallen, der verurteilt. Spiritualität, die uns hart und selbstgerecht macht, ist wertlos. Es sind unzählige Stellen im Evangelium, in denen das Jesus verurteilt. Bleibe stattdessen standhaft und beharrlich bei einem gütigen Auge. Dein Blick auf den anderen Menschen ist das entscheidende Moment. Ein Mensch mit Sanftmut hat großes Verständnis für die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Menschen und kann diese annehmen. Und ja, ich weiß, dass dies bei bestimmten Personen eine echte Herausforderung ist und bleiben wird.

Sanftmut bedeutet, dem Ärger und Wut entgegen zu treten und aus der Spirale aus zu steigen, wo Aggression Gegen-Aggression erzeugt, vor allem in unseren menschlichen Beziehungen. Einfach gesagt, schwer getan, denn negative Gedanken und Gefühle über den anderen sind meist schlicht und einfach da und drängen dazu ausgedrückt zu werden. Der erste wichtige Schritt ist, dass wir negative Gefühle nicht runterschlucken, sondern sie rauslassen, aber nicht am anderen, sondern für uns, am besten alleine: laufen, schreien, Kissenboxen etc. Der zweite Schritt ist, seine Wahrnehmung vom anderen weg zu einem selbst zu lenken. In meiner Vorstellung sollte die Welt, der andere bzw. ich selbst so oder so sein. Ist sie es nicht, so entsteht Ärger. Der Ärger entsteht immer aus einem Unterschied zwischen dem, was gerade ist und dem, wie man es sich gerne wünscht. Und in diesem meinem Wunsch steckt ein Bedürfnis von mir (z.B. nach Ruhe) und ich ärgere mich, wenn dieses Bedürfnis nicht von anderen beachtet wird (z.B. lauter Nachbar). Ich muss mich also immer fragen: Warum bin ich eigentlich gerade ärgerlich? Und ich versuche dies nicht zu beantworten, indem ich auf meinen bösen Gegenüber zeige, sondern in Bezug auf meine Bedürfnisse (Ruhe, Anerkennung, Geborgenheit, Liebe etc.)

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste