Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Mt 2,11: Auslegung

Sie gingen in das Haus hinein und fanden das Kind samt Maria, seiner Mutter. Mt 2:11

Nach langer mühsamer Reise finden die Weisen kein prächtiges Königskind, sondern ein kleines, hilfloses Kind, ein erbarmungswürdiges Wesen! Und doch erkennen die Weisen in diesem unscheinbaren Kind das Ziel ihrer Reise. Sie setzen nicht selbst die Bedingungen fest, unter denen sie Gott finden. Sie stoßen sich nicht an seiner Geringheit und Niedrigkeit, sondern verbeugen sich und huldigen ihm. Auch uns begegnet Gott oft ganz anders wie wir es erwarten oder wünschen. Stellen wir keine Bedingungen auf, wann, wo und wie unsere Begegnung mit Gott stattfindet, sondern nehmen wir uns diese Offenheit der drei Weisen zu Herzen und lassen uns überraschen. Gott begegnet uns doch oft im Unscheinbaren und im Geringen!

Da fielen sie nieder und beteten es an. Mt 2:11

Wichtiger als ihre Gaben ist die Tatsache, dass sie Jesus anbeteten. Es muss ein merkwürdiger Anblick gewesen sein, diese beeindruckenden Würdenträger sich vor einem kleinen Kind verneigen zu sehen.

Anbetung ist nicht nur ein innerlicher Akt. Es geschieht auch nicht nur mit dem Kopf. Sie zeigt sich auch im Leiblichen. Der Leib betet mit. Gebet drängt dazu, sich auch leibhaft auszudrücken. Der Leib wird Gebet. Die Weisen knien nieder, sie werfen sich nieder. Ihr ganzes Wesen ist gesammelt in der Huldigung, in Anbetung und Hingabe. Sich niederwerfen ist eine Geste der Demut, der Hingabe. Welch anderes Ziel hat alles Suchen und Finden Gottes als das der Anbetung und Hingabe, der devotio, der Gottesverehrung, der Übereignung des Herzens? Die Anbetung Gottes: Welchen Stellenwert hat sie in meinem Leben? Pius Kirchgessner

Ein Mensch ist nie größer als dann, wenn er kniet. Johannes XXIII

Anbeten bedeutet, Jesus ohne eine Wunschliste in der Hand zu begegnen, sondern nur mit dem einen Wunsch, bei ihm zu bleiben. Es heißt zu entdecken, dass die Freude und der Friede mit dem Lobpreis und der Danksagung wachsen. Anbetung ist eine Geste der Liebe, die das Leben verändert. Anbeten heißt, es wie die Sterndeuter zu machen: dem Herrn Gold zu bringen, um ihm zu sagen, dass nichts wertvoller ist als er; ihm Weihrauch darzubieten, um ihm zu sagen, dass nur mit ihm unser Leben aufsteigt; ihm Myrrhe darzubringen, mit der verwundete und geschundene Körper gesalbt wurden, um Jesus zu versprechen, unserem ausgegrenzten und leidenden Nächsten beizustehen, weil Er in ihm gegenwärtig ist. Papst Franziskus

Sie öffneten ihre Schatzkästchen und brachten ihm Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Mt 2:11

Gold ist ein königliches Geschenk. Das Gold wird ihm dargebracht als großem König. Bringen wir ihm bildlich gesprochen alles Gold unseres Lebens da, indem wir unser Leben ihm gingeben. Weihrauch ist ein priesterliches Geschenk. Jesus ist unser Gott. Bringen wir ihm den Weihrauch unserer Anbetung. Myrrhe ist eine Totengabe. Myrrhe geben sie dem Erlöser, dem, der für uns gelitten hat, gestorben ist und begraben wurde. Es ist Sinnbild des Leidens. Bringen wir ihm auch die Myrrhe unseres Leidens da, alles Bittere, alles Scheitern, jede Träne.

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste